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Alt 24.08.2016, 17:33   #31
Luthor
 
Registriert seit: 02/2003
Ort: NW1
Beiträge: 15.354
In Polen?
Warum?
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Alt 24.08.2016, 17:33 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 24.08.2016, 17:34   #32
Don Diro
Senior Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 05/2015
Ort: Oberbayern
Beiträge: 598
Zitat:
Zitat von JohnDoe87 Beitrag anzeigen
Keine Zahlen, keine Verweise, "die Türken".

für andere bringt die doppelte Staatsbürgerschaft Vorteile und sie fühlen sich trotzdem als "Deutsche".
.
Die Kanzlerin hat von den in Deutschland lebenden Türken mehr Loyalität verlangt,Zahlen hat sie keine genannt.

~1,4 Millionern sind in 2.+ 3. Generation in Deutschland geboren,
....wenn sie sich wirklich "als Deutsche" fühlen,vornehmlich die der 3. Generation,
warum stehen sie dann nicht offen zu Deutschland, sobald sie die Türkei betreten,sondern verleugnen ihre deutsche Herkunft!?

Geändert von Don Diro (24.08.2016 um 17:39 Uhr)
Don Diro ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2016, 17:38   #33
HW124
Special Member
 
Registriert seit: 07/2010
Ort: Am Rande der Lüneburger Heide
Beiträge: 6.346
Zitat:
Zitat von Luthor Beitrag anzeigen
In Polen?
Warum?
Polnische Extrawürste
HW124 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2016, 17:38   #34
Luthor
 
Registriert seit: 02/2003
Ort: NW1
Beiträge: 15.354
Zitat:
Zitat von Luthor Beitrag anzeigen
In Polen?
Warum?
Ich habe das mal schnell recherchiert, weil es mich so gewundert hat.
Du brauchst keine Arbeitsgenehmigung.

http://www.eu-info.de/arbeiten-europ...rbeiten-polen/

Zitat:
Deutsche Staatsangehörige, die in Polen arbeiten möchten, benötigen aber ab dem 17. Januar 2007 keine Arbeitserlaubnis mehr. Der in Kraft getretene Erlass des Ministers für Arbeit und Sozialpolitik hebt Zugangsbeschränkungen für Arbeitnehmer aus den alten EU-Mitgliedsstaaten und den EFTA-Staaten zum polnischen Arbeitsmarkt auf.
Luthor ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2016, 17:45   #35
HW124
Special Member
 
Registriert seit: 07/2010
Ort: Am Rande der Lüneburger Heide
Beiträge: 6.346
Gut, dann wars damals noch so als ich mit meiner Exverlobten zusammen war. Und die ist Polin, auch wenn sie jetzt in Franken lebt. Ist aber tatsächlich schon ganz schön lang her...
HW124 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2016, 17:46   #36
Luthor
 
Registriert seit: 02/2003
Ort: NW1
Beiträge: 15.354
Zitat:
Zitat von Don Diro Beitrag anzeigen
Die Kanzlerin hat von den in Deutschland lebenden Türken mehr Loyalität verlangt,Zahlen hat sie keine genannt.

~1,4 Millionern sind in 2.+ 3. Generation in Deutschland geboren,
....wenn sie sich wirklich "als Deutsche" fühlen,vornehmlich die der 3. Generation,
warum stehen sie dann nicht offen zu Deutschland, sobald sie die Türkei betreten,sondern verleugnen ihre deutsche Herkunft!?
Ich glaube, das ist alles gar nicht so einfach.
Ich weiss zwar nicht, ob die wirklich die *deutsche Herkunft* leugnen, glaube aber, dass viele zwischen den Kulturen hin und hergerissen sind.

Weiter vorne hat jemand gesagt, dass es wichtiger sei, sich an die geltenden Gesetze und Strukturen zu halten, die in dem Land gelten, in dem man lebt.
Das sehe ich ebenso, auch ohne mich *deutsch* zu fuehlen , das tue ich nicht, werde ich vermutlich auch nie, aber ich bekenne mich zu der deutschen Struktur und Gesetzgebung.

Scheisse finde ich es, wenn jemand auf Deutschland schimpft (damit ist nicht berechtigte und argumentative Kritik gemeint) und alles ablehnt, dennoch aber hier lebt. Sie sind ja frei genug, in einem anderen Land zu leben, in dem es ihnen besser gefaellt.
Ich vermute, genau das ist der Punkt, der viele so stoert und auch diese Debatte angefacht hat (die vermutlich aber auch schnell wieder erloeschen wird).
Luthor ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2016, 17:58   #37
JohnDoe87
Platin Member
 
Registriert seit: 08/2014
Ort: FFM
Beiträge: 1.736
Zitat:
Zitat von Don Diro Beitrag anzeigen
Die Kanzlerin hat von den in Deutschland lebenden Türken mehr Loyalität verlangt,Zahlen hat sie keine genannt.

~1,4 Millionern sind in 2.+ 3. Generation in Deutschland geboren,
....wenn sie sich wirklich "als Deutsche" fühlen,vornehmlich die der 3. Generation,
warum stehen sie dann nicht offen zu Deutschland, sobald sie die Türkei betreten,sondern verleugnen ihre deutsche Herkunft!?
Von den in Deutschland lebenden Türken, oder von den Deutschen mit deutschem und türkischem Pass?

Und wie viele davon verleugnen - schwerwiegendes Wort übrigens - denn Deutschland und wie tun sie das? Ich finde, dass Horst Seehofer ein Idiot ist, verleugne ich deswegen den Freistaat Bayern?

Ich finde, dass diese Debatte, bei aller Höflichkeit, nur zu folgendem führt: Stammtischpolemik um die jeweiligen Lager zu bedienen.
JohnDoe87 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2016, 19:24   #38
s,lina
abgemeldet
Die Debatte zeigt doch die Rassismen, wann wurden deutschtürken in der Öffentlichkeit denn jemals als Deutscje vollständig anerkannt, ohne den Zusatz Türken oder Migrationshintergrund, Gastarbeiterkind etc. Wo in der öffentlichen Debatte war es je irrelevant, ob der Vater oder Großvater aus der Türkei kam? Und wann ging es einfach mal um Deutsche? Ohne Bindestrich oder ausgrenzendes Attribut? Wenn die deutsche Gesellschaft sich schwer tut Menschen, die in der 3. Generation hier leben als deutsch anzuerkennen, und das offenbar auch im Zusammenhang mit Hautfarbe oder Religion geschieht, wie kann man dann erwarten, dass die weiteren Generationen sich zugehörig fühlen und nicht ausgegrenzt oder dazwischen.

Diaspora oder Parallelwelten sind auch eine Art von Identifizierung, wenn die Gesellschaft nicht bereit ist, bestimmte Gruppen als vollständigen Teil der Gesellschaft anzusehen.

Das betrifft im übrigen viele Minderheiten und BindestrichIdentitäten, alle, die sozusagen nicht als vollständiger Teil der Gesellschaft anerkannt werden, obwohl sie in der Gesellschaft geboren und aufgewachsen sind.

Interessanterweise zeigt sich die Zugehörigkeit und Konstruktion eines idealisierten "Heimatlandes" oft erst in der 2. Und 3. Generation. Diese erste Generation kann Ausgrenzung besser akzeptieren, aber deren Kinder tun sich damit schwerer, weil es für sie nicht nachvollziehbar ist, warum sie ausgegrenzt werden. Und wer schon am Rand der Gesellschaft geboren ist und aufwächst, sucht sich seine Zugehörigkeit in einer Gesellschaft in der er scheinbar nicht der Außenseiter ist und bleibt.

Ich denke mir das alles nicht aus, das sind aktuelle wissenschaftliche Theorien der Migrationsforschung, wenn es interessiert kann bspw mal Stuart Hall und cultural identity, bzw hyphenated identities googlen.

Die Frage ist, werden Deutschtürken ohne Doppelpass als deutsch angesehen, ohne das Attribut türkisch, Migrationshintergrund, gastarbeiterfamilie? Ich denke nein.

Geändert von s,lina (24.08.2016 um 19:38 Uhr)
s,lina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2016, 21:19   #39
HW124
Special Member
 
Registriert seit: 07/2010
Ort: Am Rande der Lüneburger Heide
Beiträge: 6.346
Ach, die altehrwürdige Rassismuskeule...die MUßTE ja quasi kommen

Ich habe mit Leuten vielerlei Migrationshintergrund zu tun und auch zu tun gehabt. Und da waren auch sog. 'Deutschtürken' oder auch 'Deutschkurden' (mich kotzt diese Begrifflichkeit ein wenig an) dabei.

Bei vielen merkt man, sie sind 'hier', leben 'hier' und sind genau so dabei wie du und ich.

Aber es gibt halt leider genauso ein paar, die sich IMMER gerne abschotten, nur 'untereinander' bleiben wollen. (und das sehe ich gar nicht mal so auf die vom TE eingebrachte Bevölkerungsschicht spezifiziert).

Warum ist, aus meiner Erfahrung, bei den Polen z.B. bereits die 2.Generation hier in der BRD soweit assimiliert das man denen es nicht einmal im Entferntesten anmerkt dass die Eltern mal vor 20 Jahren hierher immigriert sind?

Ich habe mal zu einer Gruppe Deutschrussen (junge Leute) bei mir im Heimatort gesagt:

Bengels, wenn ihr untereinander nur russisch babbelt, auch in der Öffentlichkeit, dann müßt ihr euch nicht wundern, wenn euch die Leute um euch rum als Russen abstempeln.

Integration funktioniert nunmal nur zweigleisig......
HW124 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2016, 21:46   #40
s,lina
abgemeldet
Ach die altehrwürdige Rassismuskeule-keule, so sicher wie das Amen in der Kirche, hilft auch auf den eigentlichen Inhalt nicht einzugehen.

Mein Argument war ja auch, dass vorallem Hautfarbe und Religion zu Ausgrenzung führen. Wenn jemand deutsche und französische Staatsbürgerschaft hat, stört das die wenigsten und deshalb hätten wir diesen Thread nicht. Russlanddeutsche können in die Sprache lernen und wunderbar abtauchen, Türken werden aber schneller als fremd wahrgenommen, vielleicht nicht von dir, aber von genügend Leuten um meine Argumentation nicht zu entkräften. Dieses sogenannte Othering trifft in der Regel Menschen, die sich durch Hautfarbe oder Religion von der eigenen Identität zumindest angenommen unterscheiden.

Wichtig bei solchen Debatten ist auch nicht immer von sich auf andere zu schließen, sondern sich auch mal in die ausgegrenzten zu versetzen und die die ausgrenzen. Und zu verstehen, dass viele dieser Prozesse unbewusst ablaufen. Meiner Cousine, halbtürkin wurde gesagt, dass sie sehr gut deutsch spreche, etwas dass sie zutiefst gekränkt hat. Aber nur weil sie einmal die Frage gestellt bekommt? Sicher nicht, da rechnen sich über Jahre Erfahrungen zusammen und erschüttern das eigene Selbstverständnis und die Position in der Gesellschaft. Es verletzt und zeigt die epistemische Gewalt die Minderheiten erfahren ohne dass es je bewusst geschehen muss. Muss man nicht verstehen, wenn man es nicht selbst erlebt und auch nicht bereit ist, sich in andere zu versetzen. Vielleicht befragst du erstmal deine deutschtürkischen oder -kurdischen Kollegen, wäre doch eigentlich sehr interessant, was diese dazu sagen. No offence, aber es bringt nichts wenn du ihre Meinung hier vertrittst aufgrund deiner Annahmen.

Geändert von s,lina (24.08.2016 um 22:04 Uhr)
s,lina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2016, 21:46 #00
Verbraucherinformant

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Beiträge: 4692

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