![]() |
| |||||||
| Forumsregeln | Hilfe zum Forum | Forum durchsuchen | Passwort vergessen | Registrieren | Interessengemeinschaften | Alle Foren als gelesen markieren |
| Du befindest dich im Forum: Probleme in der Beziehung. Alltagsprobleme in Beziehungen? Mangelndes Vertrauen, Langeweile oder Sprachlosigkeit? Hier findest du ein offenes Ohr für alles, was dich an deiner Beziehung stört. Bitte beachtet, daß es hier um persönliche Probleme geht, bei welchen Hilfe und Ratschläge gefragt sind. Den Finger in die Wunde des Threaderstellers zu legen, trägt nicht zur Problemlösung bei. Wir bitten euch deshalb, hier mit Feingefühl zu agieren. |
![]() |
| | LinkBack | Themen-Optionen |
| | #1 (permalink) |
| Member Registriert seit: 01/2010
Beiträge: 71
| Er redet nicht mir mir! Der eine oder andere hat vielleicht in meinem letzten Thema mitgelesen. Für alle anderen ein kurzer Überblick: Mein Freund und ich sind mittlerweile 4 Jahre zusammen und Ende Dezember 2009 haben wir uns verlobt. In der gleichen Zeit habe ich meinem Schwarm aus der Schulzeit wieder getroffen und daraufhin angefangen an meiner Beziehung zu zweifeln. Wir haben eine sehr harmonische, reife Beziehung, in der jeder den anderen mit seinen Macken und Bedürfnissen akzeptiert und jeder seinen Freiraum hat. Das hört sich wahrscheinlich toll an. Es kommt aber daher, dass er mich kaum an seinem Gefühlsleben teilhaben lässt. Über die Jahre habe ich mich was das betrifft auch ziemlich zurückgezogen. Das hat zur Folge, dass wir zwar nie streiten, aber eben auch nur noch über oberflächliche Dinge reden. Der viele Freiraum führt dazu, dass wir zwar zusammen wohnen, aber kaum etwas zusammen machen. Wir sind selten beide gleichzeit daheim, und wenn nehmen wir uns immer weniger Zeit, um etwas gemeinsam zu machen. Jedenfalls ist es alles andere als perfekt, auch wenn es für andere vielleicht so aussehen mag. Aber ich glaube so langsam, dass wir auseinander gehen werden. Klar, ich hab die kalten Füße gehabt und er war total glücklich als wir uns verlobt haben und vor allem in den zwei Wochen danach. Aber seit zwei Wochen hat er sich noch mehr zurück gezogen als zuvor. Er ist ungeduldig und reagiert ziemlich genervt auf alles mögliche und auf mich. Er möchte abends nicht mehr kuscheln und er redet fast nicht mehr mit mir. Um euch die Situtation zu verdeutlichen, hier ein kleines Beispiel von gestern: Nachdem ich am Freitag direkt nach der Arbeit übers Wochenende weggefahren bin (bin bei den Pfadfindern aktiv und auf ein überregionales AusbildungswoEnde gefahren), kam ich gestern am frühen Nachmittag (ziemlich erledigt) nach Hause. Er saß im Arbeitszimmer und hat gelernt. Als ich reinkam, schaut er mich nur an und sagt hallo. Keine Umarmung, kein Kuss, nichts. Ich hab ihm dann einen Kuss gegeben und in der Tür stehend vom Programm am Wochenende, von den Leute und der Party abends erzählt. Außer "aha" und "hm" sagte er dazu nichts, keine Nachfragen oder so. Okay, denk ich mir, er will bestimmt weiter lernen. Also hab ich mich in die Wanne verzogen und mich danach auf die Couch gesetzt. Natürlich bin ich prompt eingeschlafen (die Nächte waren zu kurz am WoEnde) und ein paar Stunden später aufgewacht, als er in der Küche rumort hat. Er meinte, er sagt Bescheid, wenn ich kommen soll (es gab Pizza) und ich hab mal meine Emails abgerufen. Als ich gerade eine Antwort schreibe, kommt er aus der Küche und meint, er wär jetzt soweit. Ich sag "Gib mir noch ein paar Minuten." Er sagt: "Dann schieb ich meine Pizza schonmal in den Ofen." und ist dabei total genervt. Bin ihm dann natürlich hinterher und hab ihn beim Pizza belegen gefragt, ob er sauer auf mich ist. Nein, wäre er nicht. Auf die Frage, ob bei ihm sonst irgendwas los ist, was ihn nervt oder belastet, kam auch nur ein Nein, alles okay. Nur die Klausuren im Studium würden ihn nerven (ist grad Prüfungszeit), aber das wär nicht so schlimm. Hab ihm dann erklärt, dass ich die Aktion grad ziemlich blöd fand und gefragt, ob er allein gegessen hätte, wenn ich nicht gleich gekommen wär. Sagt er: Ja, ich hab halt Hunger. Hab mich dann an den Tisch gesetzt und gewartet, dass die Pizza fertig gebacken ist. Nach ein paar Minuten hab ich ihn dann gefragt, ob er sich eigentlich freut, dass ich wieder daheim bin, oder ob er lieber noch länger allein geblieben wär. Nein, natürlich freue er sich. Danach hat er sich bemüht, nicht mehr so genervt zu sein, aber es ist ihm nicht so gut gelungen. Ich war jedenfalls ziemlich enttäuscht von seiner Reaktion, inbesondere weil wir sehr unterschiedliche Arbeitszeiten haben, uns unter der Woche kaum länger als ne Stunde am Tag sehen und ich auch das Wochenende vorher schon mit den Pfadfindern unterwegs war. Das mal als eines von vielen Beispielen. Es sind viele Kleinigkeiten, bei denen ich das Gefühl habe, dass sich bei ihm in den letzten Wochen etwas verändert hat. Vielleicht hat er ja jetzt auch kalte Füße, was die Hochzeit angeht. Er redet aber mit mir nicht darüber. Wenn ich ihn in diversen Situationen frage, was los ist, kommt da immer "Nix", "Alles in Ordnung" oder ähnliches. Dabei merke ich ja, das gerade jetzt etwas nicht in Ordnung ist. Wie kriege ich ihn dazu, mit mir zu reden? Ich komm einfach nicht an ihn ran. Immer wieder frage ich nach, ob was nicht stimmt, aber er sagt immer, dass alles okay sei. Habt ihr ne Idee? |
| |
| | #2 (permalink) |
| Member Registriert seit: 01/2010
Beiträge: 306
| Ich kenn das von mir (ok, ich bin eine Frau, egal). Wenn ich Stress habe (Prüfungsstress an der Uni), dann denkt man beim Lernen die ganze Zeit daran. Bin ich dann einmal fertig mit Lernen will ich ausspannen und nicht mehr daran denken. In einer früheren Beziehung hat ein Freund dann immer gefragt: "Du bist genervt. Freust du dich nicht, dass ich hier bin? Soll ich wieder gehen? Dein Studium ist dir lieber? Bla bla" Auf unangenehme Fragen, die ich nicht beantworten will, antworte ich dann immer: "Weiß ich nicht." Oder: "Hab ich vergessen." Bei deinem Freund ist "Alles ok." wahrscheinlich das Äquivalent dazu. Ich will damit nur zeigen, dass es Menschen gibt, die mit Stress und Problemen anders umgehen. Du schreibst, dass ihr eine "reife" Beziehung führt. "Nach ein paar Minuten hab ich ihn dann gefragt, ob er sich eigentlich freut, dass ich wieder daheim bin, oder ob er lieber noch länger allein geblieben wär." Das klingt für mich aber überhaupt nicht danach. Warst du einfach nur genervt und wolltest ihn anzicken oder machst du so etwas öfter? |
| |
| | #3 (permalink) | |
| quiet Registriert seit: 01/2007
Beiträge: 13.187
| Zitat:
Sorry, aber nach meinem Empfinden nimmst du ihn nur hin und vielleicht sogar aus. Er ist eben da. Ihr unternehmt nicht wirklich etwas miteinander, lebt nebeneinander her und... euch auseinander. Du feierst außerhalb mit anderen Personen (in DEINEM Kreis), während er alleine zurück bleibt und sich für sein Fortkommen müht. Du führst DEIN Leben und seines interessiert dich nicht wirklich. Deine Situationsbeschreibung stellt sich für mich wie folgt dar. Eine dreißigjährige Frau, die schon die ganze Woche eher wenig zu Hause ist, verbringt das ganze Wochenende mit irgendwelchen Pfadfinderfreunden. (Nicht das Erste und Einzige, sondern vermutlich in schöner Regelmäßigkeit.) Interessante Prioritätensetzung. Da wird gefeiert und die Nacht zum Tag gemacht, während der eigene Mann, sich selbst überlassen zu Hause sitzt und lernt. Kommt Madame dann endlich von ihrem amüsanten Wochenendausflug nach Hause, dann geht sie erstmal baden und selbstverständlich muss sie nach dem turbulenten Wochenende erstmal ruhen... War ja schießlich sooo anstrengend. Während ihr Mann weiterhin über seinen Büchern sitzt, sich mit den wirklich wichtigen Dingen befasst und sich selbst überlassen ist. Wenn ihn der Hunger plagt, wird er sich schon etwas basteln und nett wie er ist, bedenkt er seine schlummernde Freundin dabei mit. Die, so aus dem Schönheitsschlaf gerissen, den Mann mal weiterhin alleine machen lässt und selbst wieder nur mit sich befasst ist, wobei dann der E-mail-check natürlich sehr viel wichtiger ist, als wenigstens das durch den Mann bereitete Essen, dann auch mit ihm einzunehmen. Und du fragst ernsthaft, warum dein Freund sich zurückzieht? Warum er nicht mit dir redet? Würde er reden, dann würde er dir sicher ein paar sehr unschöne Dinge sagen und mal aus den Schuhen springen. So schluckt er des lieben Friedens wegen lieber und sortiert sich bescheiden unter. Warum machst du keinen Kaffe oder das Abendbrot, nachdem du das ganze Wochenende mit anderen Personen Halli-Galli gemacht hast? Warum gibst du deinem Freund nicht das Gefühl, dass du wenigstens das bisschen verbleibende Zeit für IHN da bist, dich um IHN und seine Bedürfnisse kümmerst, an IHM interessiert bist, IHN wahrnimmst, an SEINEM Leben teilnimmst? Ich kann deinen Freund verstehen, wenn er sauer ist. Nicht verstehen kann ich, dass er dir nicht endlich mal den Marsch bläst. Geändert von Purpleswirl (08.02.2010 um 12:06 Uhr) | |
| |
| | #3 (permalink) |
| Verbraucherinformant Registriert seit: 21.08.2005 Ort: Litfaß Beiträge: 4682 | |
| | #4 (permalink) |
| Member Themenstarter Registriert seit: 01/2010
Beiträge: 71
| Ich hab mir schon gedacht, dass ich hier den schwarzen Peter zugespielt kriege. Es sieht ja auch wirklich so aus, als würde ich mich nur um mich kümmern und er sei mir egal, nicht wahr? Ich bin die Zicke, die sich eine schöne Zeit macht, während der arme Kerl zu Hause sitzt und sich um seine Zukunft kümmern muss, und er wäre ohne mich wahrscheinlich auch noch viel besser dran, oder? Vielen Dank auch! Dass ich das Kochen übernehmen wollte, er aber meinte, er will das tun, um mal ne Pause zwischendrin zu machen, wisst ihr ja nicht. Ebensowenig, dass ich im Vorfeld mit ihm über die Wochenenden gesprochen habe und durchaus auch darauf verzichtet hätte, wenn ihm dabei nicht wohl gewesen wäre. Er hat mich nahezu gedrängt zu fahren, denn dann könne er in Ruhe für die Klausuren lernen. Soviel mal als Ergänzung zu der oben geschilderten Situation. @Ruth Nachdem er in den letzten 4 Jahren immer wieder Klausuren und Prüfungen hatte, weiß ich, wie er in diesen Lern-Streß-Zeiten drauf ist und wie er mit dem Stress umgeht. Er sucht sich dann gezielt einen Ausgleich, und er ist bisher nie genervt oder ungeduldig geworden. Deswegen finde ich sein Verhalten im Moment nicht sonderlich typisch. @ Pupleswirl Nach meiner Einschätzung nehme ich ihn sehr wohl wahr. Er ist ein verschlossener Mensch, der nur sehr ungern über seine Gefühle und so redet. Er lässt sie nicht raus, aber in der Regel weiß ich, wie er sich fühlt, denn ich sehe es ihm an. Ich frage ihn auch immer wieder und will wissen, wie sein Tag war, was er gemacht, wen er gesehen hat und so weiter. Häufig kommt so gut wie nichts darauf und nicht immer habe ich Lust, ihm dann auf die Nerven zu gehen. Aber wenn es um uns geht, bin ich hartnäckiger. Häufig komme ich trotzdem nicht über "Darüber habe ich noch nicht nachgedacht." oder "Keine Ahnung." Oder "Nein, es ist alles okay." Hinaus. Dass wir uns unter der Woche selten sehen und wenn wir uns sehen doch viel nebeneinander statt miteinander machen, liegt nicht ausschließlich an mir. Nahezu sämtliche Bemühungen in den letzten zwei Jahren, mehr gemeinsam zu unternehmen, gingen von mir aus. Und häufig hat es trotzdem nicht geklappt, weil er noch dringend was anderes zu erledigen hatte. Meine Arbeit bringt es mit sich, dass ich nachmittags, abends und häufig am Wochenende arbeiten muss, zu Zeiten also, an denen er und die meisten anderen Leute Feierabend haben. Auf mein Betreiben hin, verabreden wir uns in regelmäßigen Abständen fest, damit wir auch mal mehr Zeit als eine halbe Stunde vorm Schlafen gehen zusammen sein können. Dann hat er aber immer wieder trotzdem was anderes vor oder es vergessen oder er muss noch grad "kurz" was fertig machen. Aber schon klar, es ist alles meine Schuld. ![]() Im Übrigen kann er bei fast allen Aktionen und Fahrten, die mit den Pfadis steigen, mitmachen. Er kennt die Leiterrunde und die Kids in meiner Gruppe, aber er hat kein Interesse daran. Selten kommt er bei einer Aktion vor Ort mal vorbei, und bei den Zeltlagern kommt er vielleicht mal für einen Tag oder ein oder zwei Tage vorbei. Es ist nicht sein Ding und er hat keine Lust darauf, dabei mitzumachen. Das ist völlig okay, auch wenn ich es schade finde. Aber ich habe ja auch keine Lust, in seine Rollenspielrunde einzusteigen. Jedem seine Hobbys. Dennoch ist es nicht so, dass ich ständig mit den Pfadfindern unterwegs bin. Dass es jetzt zwei Wochen nacheinander waren, war Zufall. Es sind eigentlich im Durschschnitt 4 WoEnden im Jahr und im Sommer die große Fahrt. Ich bin nicht "ständig" unterwegs. Geändert von Socke79 (08.02.2010 um 12:59 Uhr) |
| |
| | #5 (permalink) | |||||||
| quiet Registriert seit: 01/2007
Beiträge: 13.187
| Zitat:
So what? Zitat:
Du hättest es ihm dennoch abnehmen können und so dafür gesorgt, dass er seine Pause nicht mit der nächsten Arbeit (für euch beide) befüllt, sondern sie vielleicht entspannt mit dir gemütlich beim Essen sitzend und plaudernd verbringt. Oder mindestens zusammen kochen, wenn er so ein ausgemachter Hobbykoch wäre. Eben da bleibt euer Miteinander auf der Strecke liegen, worüber du dich doch nun schon mit dem zweiten Thread beschwerst. Zitat:
Alleine, dass du ihm die Entscheidung und Verantwortung dafür aufs Auge drückst, ist bezeichnend. Soll er doch dann der Spielverderber sein, wenn er etwas dagegen hat. Wird schon sehen, was er davon hat. Warum entscheidest du nicht, dass wenigstens die Wochenenden frei von verzichtbaren Terminen sind und für euch beide bleiben und ihr so die Möglichkeit habt, ein Miteinander zu leben, wenn es schon in der Woche eher schwierig ist? Zitat:
Wäre ansonsten ja schließlich sicher ein recht ungemütliches Wochenende, dem ich dann die Einsamkeit auch vorzöge. Zitat:
Nach vier gemeinsamen Jahren ist das nun ein Problem? Zitat:
Schonmal darüber nachgedacht? Zitat:
Terminabsprachen? "Momentchen mal, muss erst meine Termine checken und mal schauen, wo ich dich auf ein halbes Stündchen reindrücken kann."??? Liest sich schon abgefahren und lebt sich sicher noch viel abgefahrener. Macht nicht gerade Lust auf Mehr. | |||||||
| |
| | #7 (permalink) |
| Member Registriert seit: 11/2007 Ort: Osthessen
Beiträge: 122
| "In der gleichen Zeit habe ich meinem Schwarm aus der Schulzeit wieder getroffen und daraufhin angefangen an meiner Beziehung zu zweifeln." Geht es hier vielleicht weniger um eure Beziehung als evtl. um den wieder aufgetauchten Jugendschwarm? |
| |
| | #8 (permalink) | |
| Member Registriert seit: 01/2010
Beiträge: 306
| Zitat:
Schreib mal etwas darüber. | |
| |
| | #9 (permalink) | |
| quiet Registriert seit: 01/2007
Beiträge: 13.187
| Zitat:
| |
| |
![]() |
| Ausgesuchte Informationen |
| Themen-Optionen | |