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Alt 11.01.2009, 13:51   #191 (permalink)
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Themenstarter
 
Registriert seit: 06/2008
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Beiträge: 288
Hallo Nevermindme!

Ich stimme Willard im wesentlichen zu, so hart das auch ist.
Ich möchte nur ein paar Punkte hinzufügen.

Was wir Dir sagen wollen ist: (auch) in Dir steckt das Potential 'es' zu schaffen. Diese Möglichkeit steckt in jedem von uns.
Alle, die dir auf der Straße begegnen, sind schon mal durch Liebeskummer durch. Du auch. Und Du hast es überlebt.

Und das meine ich nicht als bashing, nein.
Nicht: <Bash> "Hey das Neinsagen solltest Du aber schon längst können! Bist Du denn komplett bescheuert?" </Bash>

Sondern: "Hey,trauriges. schau mal, was Du einestages können wirst wenn du jetzt übst. Schau mal was da tolles auch in Dir steckt!"


Was also hält Dich, mich und alle eigentlich davon ab, einfach loszulassen, loszuleben und neu anzufangen?
Zum einen, zu glauben dass man es nicht schafft.
Zum anderen, die Hoffnung. Hoffnung auf "das" Wunder. Die Kehrtwende.
Dass er/sie wieder entdeckt wie supertoll man ist.

Zum letzten Punkt ist mir irgendwann aufgefallen, dass Beziehngen wie Pflanzen zu sein scheinen: Täglich gießen, oder sie gehen Dir mir-nix-dir-nix ein. Und tot ist tot.
Zugegeben, je älter der Baum, umso mehr kann man sich erlauben.
Aber lang genug irgnoriert, beschädigt oder vernachlässigt stirbt dir auch das zäheste Grünzeug unter den Händen weg.
Also: Kapputte Beziehungen nicht retten wollen, wenn sie wirklich im Arsch sind.

Denn lang-laufende ZerfallsProzesse wie Karies durch nicht-Zähne-putzen macht man nicht durch "Wunder" wieder wett.
Frag mal restauratoren.

Was den "Glauben an sich selbst" angeht:
Was mich oft im Leben von dingen abgehalten hat, ist das Gefühl sie tun zu müssen statt sie zu "wollen".
...und dann noch zu glauben es nicht zu schaffen, es nicht zu können.

Inzwischen glaube ich, dass der clou ist, sich nicht selber vorzuhalten, man "müsste" mal.
Schieben funktioniert eben echt schlecht bei Menschen. Auch bei sich selber.

Stattdessen ist es echt hilfreich, herauszufinden, warum man den "guten neuen Vorsatz" denn wirklich selber will.
wohlgemerkt: will und nicht wollen sollte.
willst Du es nicht, dann wirt's auch nichts.

Hörst Du in Dich hinein, dann sagt Dir vielleicht irgendwas:
"so geht das nicht weiter. ich schäme mich ja schon. das zerbricht mich."
Was genau will diese "Stimme"? Und wo ist die rote linie, die diese Stimme für Dich ziehen würde?

Wohlgemerkt, wir alle machen Fehler. Wir alle lassen andere unsere Roten Linien überqueren. Im schnellen Moment, sagen wir Ja, meinen Nein, oder eher "ja-aber".
Aber, Du hast alle Zeit der welt. Lass sie Dir nicht nehmen.

Ruft "es" Dich an, um Dir ein weiteres spontanes treffen vorzuschlagen, dann hast Du vielleicht das nächste mal einen "Bedenkzeitaufschieber" am start ala:
"aus Prinzip: heute nicht. wie sieht's denn nächte Woche bei Dir aus?" Oder noch besser: "Nein, tut mir leid, ich kann das nicht, lass mich einfach darüber nachdenken, ok?"

Das darf man auch noch nach dem zusagen. Nach dem ersten Ja-Telefonat.
Denn: Fehler machen wir alle. Nur leider trauen sich die wenigsten, es sich und anderen einzugestehen und zurückzurudern.


Ich komme gerade von einem Lauf, 1h 30min, und letztes Jahr im Mai konnte ich grade mal 7 Minten am Stück laufen. Ich hätte (wie jeder von uns) noch vor einem Jahr geschworen: Das kann ich NIE.
Kann ich aber. So. Und woher kommts?
Superkraft? Nein.
Ich hatte einfach Pech. Mein Leben war im Arsch und ich hatte keine Antwort auf den Tumult in meinem Kopf, und war jeden Tag um 6 wach. Also bin ich lauefen gegangen, jeden Tag ein wenig mehr.
Und ich habe mir keine Ausreden durchgelassen, immer mit dem Gedanken: "Der spaß kommt beim machen".
Und tatsache: sich aufraffen, für sich eintreten ist wie sport: davor hat man keinen bock, aber hinterher & währenddessen fühlt man sich top,

Neinsagen ist das härteste, anstrengenste Mentale workaout, dass ich kenne.
Und ich schaffe es nur manchmal.
Und auch nur, weil ich das "Ja-Bonbon" nicht mehr gleichnehmen muss, weil ich weiß, dass ich "die bessere Zukunft" hinter dem "Nein-essig" echt besser finde.

Wir alle haben starke, schmerzhafte emotionen.
Aber das heißt noch lange nicht, dass wir sie handlungsleitend werden lassen:
Wir habe immer die wahl. In jeder Sekunde unseres lebens.

Und manchmal muss man die Zukunft höher bewerten als die Gegenwart, und das ganz besonders wenn die Gegenwart besch*ssen ist.
Denn "einfach so weitermachen" heißt dann: Die Zukunft wird genauso sch*isse wie die Gegenwart.
Oder wie signore Gyatso es einmal erschreckend drastisch sagte:
Wie Du einestages stirbst hängt davon ab, wie Du heute lebst.

Geändert von herz und hand (11.01.2009 um 13:59 Uhr)
herz und hand ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2009, 14:07   #192 (permalink)
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Themenstarter
 
Registriert seit: 06/2008
Ort: unterwegs ist mein zuhause
Beiträge: 288
... und was ihn angeht, für ihn bist Du mehr als nur ein Betthäschen.
Du bist die Politur für sein Ego.

Du bist die, die ihm täglich sagt: Du bist liebens-wert.
Denn das ist etwas was sich niemand kaufen kann: Geliebt werden.
Das müssen wir uns alle erarbeiten.
Da hilft keine reiche Geburt, kein silberlöffel.

Und vermutlich "braucht" er das, weil er sich selber nicht genug ist.
Sonst hättest du nicht den eindruck, dass er mit Dir angibt.


Was Dich das lehrt?
Ein Schritt dahin, geliebt zu werden,
ist mit sich selber im reinen zu sein,
"sein" ding zu machen,
und sich selbst genug zu sein.
Insbesondere das letzte ist eine harte Aufgabe,
und genau jetzt Deine Aufgabe.
Warte nicht darauf, dass "Prinz Verantwortungslos" Deine kleine welt wieder flickt.
Mach es selber, so hart das auch ist, und wie lange es auch dauert.

Wir sind jedenfalls für dich da.
herz und hand ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2009, 16:45   #193 (permalink)
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Registriert seit: 11/2008
Beiträge: 141
Zitat:
Zitat von williard grant Beitrag anzeigen
Du bist damit beschäftigt, sein Verhalten Dir selber erklären zu wollen, Gründe für Deine Wut, Gekränktheit und " Handlungsunfähigkeit" zu finden.
Ich glaube du hast Recht. Ich versuche noch immer irgendwelche Erklärungen (vielleicht sogar Entschuldigungen) für sein Verhalten zu finden.
Warum? Vielleicht weil ich einfach nicht glauben will, dass ein Mensch einen anderen absichtlich ausnutzen würde.

Letztendlich bringen mich all diese Überlegungen jedoch wirklich kein Stück weiter. Statt mich zu fragen warum er etwas tut sollte ich einfach mal sehen was er tut und was das alles bei mir bewirkt.

Zitat:
Zitat von williard grant Beitrag anzeigen
Du nimmst Dich selber aus der Rolle heraus, verantwortlich und vernünftig für Dich selber zu entscheiden, was für Dich im Moment am Besten ist. Du bist ein kleiner Spielball in seiner ach so erfolgreichen Welt, die er sich so zu Recht schustert, wie es ihm gerade in den Kram passt.
So dumm es sich auch anhören mag: vielleicht habe ich einfach Angst davor eine Entscheidung zu treffen, die ich später bereuen würde. Passiv bleiben bedeutet auch, dass man sich die Frage des "Was wäre wenn ich dies oder jenes getan hätte?" erspart.
Ja, ich habe in der Tat Angst vor den Konsequenzen. Wobei ich selber nicht genau weiß warum…

Was würde ich denn verlieren wenn ich ihn losließe?


Zitat:
Zitat von herz und hand Beitrag anzeigen
Was also hält Dich, mich und alle eigentlich davon ab, einfach loszulassen, loszuleben und neu anzufangen?
Zum einen, zu glauben dass man es nicht schafft.
Zum anderen, die Hoffnung. Hoffnung auf "das" Wunder. Die Kehrtwende.
Dass er/sie wieder entdeckt wie supertoll man ist.
Ich glaube es ist tatsächlich die Hoffnung, dass sich noch etwas ändert.
Es sind die Erinnerungen an eine schöne Vergangenheit und die Hoffnung auf eine vermeintlich schöne Zukunft. Beides Dinge, die mit der augenblicklichen Situation unvereinbar sind.

Wenn ich zurückdenke erinnere ich mich daran, wie er mich früher behandelt hat. Er hat sich für mich interessiert, stundenlang mit mir telefoniert und auch sonst alles getan um mich glücklich zu machen. Er hat ständig an mich gedacht und mir alle paar Stunden eine SMS geschrieben. Leider ist von all dem rein gar nichts mehr übrig. Wenn er mich anruft dann nur mitten in der Nacht, wenn er betrunken und womöglich etwas "wuschig" ist. Was ihn in solchen Situationen interessiert ist nicht wie es mir geht - er will lediglich über Sex reden.
Natürlich ist das eine Ebene auf die ich nicht degradiert werden möchte. Und ich sehne mich so sehr danach, dass er mich wieder als ganzen Menschen sieht und nicht als Frau, mit der man lediglich ins Bett geht. Mir fehlen die intelligenten Unterhaltungen, die wir früher hatten und ich frage mich, wie es dazu kommen konnte, dass sich alles so dermaßen geändert hat.
Natürlich mache ich mir selber auch Vorwürfe. Ich frage mich, wie ich dazu beigetragen habe.

Wahrscheinlich gibt es aber tatsächlich kein Zurück mehr…


Ich ertappe mich selber immer wieder bei einem Gedanken: Dem, dass er ja nach wie vor etwas von mir will. Er will Sex mit mir und er will Selbstbestätigung. Und ich lebe eben in dem Irrglauben, dass er sich nicht von mir abwenden wird solange er das noch bekommt.
Dabei vergesse ich aber immer wieder, mich selber zu fragen, was ICH von ihm bekomme. Würde ich das tun dann würde ich schnell feststellen, dass ich rein gar nichts davon habe. Es kommt nichts zurück. Kein Respekt, keine Zuneigung, kein Interesse für mich und für alles, was meine Persönlichkeit eigentlich ausmacht. Es interessiert ihn einfach nicht (mehr).

Wird sich das irgendwann ändern? Vermutlich nicht.

Natürlich spielt auch die Hoffnung eine Rolle, dass er sich irgendwann vielleicht einfach an mich "gewöhnt" und mich nicht mehr missen will. Dass ich vielleicht irgendwann doch zu seinem Leben gehöre. Ich weiß aber auch wie unrealistisch das ist wenn sich der zwischenmenschliche Kontakt auf sporadische Treffen beschränkt, die nur mitten in der Nacht mit eindeutigen Absichten stattfinden.

Dennoch ist irgendwie noch das Gefühl da, dass man doch schon so viel durchgemacht hat und, dass das alles doch irgendwann einen Sinn machen muss. Es kann doch unmöglich alles umsonst gewesen sein…
Wie bei einem Spielautomaten in den man schon hunderte Münzen geworfen hat. Irgendwann muss doch endlich der Jackpott kommen – wenn man nur noch ein bisschen länger weiterspielt…
In anderen Bereichen des Lebens lernt man immer, dass sich Leistung am Ende ausbezahlt. In der Liebe wohl leider nicht.

Ich hatte in meinem Leben noch nie besonders viel Glück mit der Liebe. Das ist das einzige was fehlt. Ich habe wirklich liebe Freunde, bin nicht auf den Kopf gefallen und habe daher nach Abschluss meines Studiums auch alle Möglichkeiten. Eigentlich sollte ich glücklich sein – wenn da nicht etwas fehlen würde, wonach ich mich schon seit Jahren sehne: Eine intakte Beziehung und ein Mann der mich liebt. Aus Angst, dass ich diesen Mann niemals finden werde, hänge ich an einem, der mich schlecht behandelt. Warum sollte der Nächste besser sein? Warum sollte ich loslassen, wenn ich doch aus Erfahrung weiß, dass ich beim nächsten Verliebtsein schon wieder enttäuscht werde?

Zitat:
Zitat von herz und hand Beitrag anzeigen

Ruft "es" Dich an, um Dir ein weiteres spontanes treffen vorzuschlagen, dann hast Du vielleicht das nächste mal einen "Bedenkzeitaufschieber" am start ala:
"aus Prinzip: heute nicht. wie sieht's denn nächte Woche bei Dir aus?" Oder noch besser: "Nein, tut mir leid, ich kann das nicht, lass mich einfach darüber nachdenken, ok?"
Das Problem in solchen Situationen ist, dass in solchen Augenblicken die Freude darüber überwiegt, dass er an mich denkt. Dabei überlege ich nicht aus welchem Anlass er mich wieder sehen will. Erfahrungsgemäß blende ich dann die Tatsache aus, dass es dafür vermutlich nur einen Grund gibt. Selbst wenn ich mir dessen bewusst bin, so schwöre ich mir selber jedes Mal auf’s Neue, dass ich meine "rote Linie" nicht überschreiten werde und es bei einem rein freundschaftlichen Treffen belassen werde. Sobald ich ihm dann jedoch gegenüberstehe, sind alle klaren Gedanken weg. Dann bin ich tatsächlich der Situation ausgeliefert. Und später setzen dann immer die Selbstvorwürfe ein.

Ich lerne einfach nicht dazu.
Ich weiß was hilft: Sich nicht mehr treffen. Aber so weit bin ich wohl noch nicht…

Glücklicherweise habe ich im Augenblick keinerlei Bedürfnis ihn zu kontaktieren. Auf eine SMS würde er nicht reagiere, ein vernünftiges Gespräch am Telefon würde eh nicht zustande kommen und eine E-Mail, in der ich ihm meine Gedanken schildere, würde er zwar zur Kenntnis nehmen, Minuten später aber wieder vergessen haben.

In einem Monat habe ich Geburtstag. Wahrscheinlich wird er das vergessen. Vielleicht hoffe ich sogar, dass er ihn vergisst. Vielleicht hoffe ich, dass er sich nie wieder melden wird damit erst gar keine Hoffnung mehr aufkommen kann.

Und wenn doch? Ich weiß es nicht…

Zitat:
Zitat von herz und hand Beitrag anzeigen
Warte nicht darauf, dass "Prinz Verantwortungslos" Deine kleine welt wieder flickt.
Mach es selber, so hart das auch ist, und wie lange es auch dauert.

Wir sind jedenfalls für dich da.
Danke!
nevermindme ist offline   Mit Zitat antworten
Sponsor Mitteilung 11.01.2009 #193 (permalink)
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Alt 11.01.2009, 17:40   #194 (permalink)
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Registriert seit: 11/2008
Beiträge: 141
Zitat:
Zitat von herz und hand Beitrag anzeigen
... und was ihn angeht, für ihn bist Du mehr als nur ein Betthäschen.
Du bist die Politur für sein Ego.

Du bist die, die ihm täglich sagt: Du bist liebens-wert.
Denn das ist etwas was sich niemand kaufen kann: Geliebt werden.
Das müssen wir uns alle erarbeiten.
Da hilft keine reiche Geburt, kein silberlöffel.

Und vermutlich "braucht" er das, weil er sich selber nicht genug ist.
Sonst hättest du nicht den eindruck, dass er mit Dir angibt.
Und auch da kommt wieder die Frage aller Fragen auf: WARUM?

Er hat eine Freundin. Die Beziehung der beiden ist noch relativ "frisch".
In einer solchen Situation denkt man doch für gewöhnlich nur an seinen Partner. Man sollte glücklich sein, und man sollte doch genug Bestätigung erfahren und es nicht einmal nötig haben bei anderen Menschen nach Aufmerksamkeit zu suchen.
Nach einer jahrelangen Beziehung kann ich das Bedürfnis nach Abwechslung ja halbwegs nachvollziehen - aber nicht in der Anfangsphase einer Beziehung.

Hinzu kommt die Frage: Warum sucht er die Bestätigung gerade bei mir? Er weiß doch, dass er mich hätte haben können. Sollte da nicht irgendwann das Interesse verloren gehen? Warum keine neue "Herausforderung"?

Warum möchte er bei jedem Treffen und Telefonat auf's Neue hören, dass ich nach wie vor in ihn verliebt bin? Warum fragt er immer wieder ob ich zwischenzeitig schon mit einem anderen Mann intim geworden bin?

Wenn ich wüßte, dass es jemanden gibt, der mich liebt, dessen Gefühle ich aber nicht erwidern kann, so wäre das Thema für mich Tabu. Ich würde entweder den Kontakt komplett meiden (um keine falschen Hoffnungen zu wecken) oder zumindest dafür sorgen, dass der Umgang völlig unverfänglich ist. Ich würde erst recht nicht jedes Mal fragen ob sich an der Gefühlslage etwas geändert hat. Die Situation wäre mir unangenehm.

Ich wollte nach der Trennung von meinem ExEx gar nicht wissen, wie seine Gefühle für mich aussehen. Ich hätte eher ein schlechtes Gewissen gehabt wenn er mir gesagt hätte, dass er mich noch liebt. Als er mir von sich aus von neuen Bekanntschaften erzählt hat, war ich nicht eifersüchtig sondern eher erleichtert.
Mein jetziger Ex reagiert schon eifersüchtig wenn ich ihm erzähle, dass ich mich mit männlichen Freunden getroffen habe.


Ich weiß, dass ich das alles wahrscheinlich nicht verstehen muss. Trotzdem stelle ich mir diese Fragen immer wieder...
nevermindme ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2009, 17:54   #195 (permalink)
williard grant
Guest
Zitat:
Zitat von nevermindme Beitrag anzeigen
Letztendlich bringen mich all diese Überlegungen jedoch wirklich kein Stück weiter. Statt mich zu fragen warum er etwas tut sollte ich einfach mal sehen was er tut und was das alles bei mir bewirkt.
Ja, das geht schon in die genau richtige Richtung. Ich würde aber eher sagen wollen: siehe, was DU jetzt tust.
Was er tut, ist bekannt und was es bei Dir bewirkt, weißt Du selber am besten. Sozusagen: die Fakten liegen doch alle rein theoretisch vor Dir auf dem Tisch, oder? Er ist nicht so, wie er mal war, Du kriegst nicht das, was Du von ihm haben willst und Eure komplette Beziehung würde- selbst wenn- einfach nicht mehr die sein, die sie mal war in den guten Zeiten. Ganz nüchtern betrachtet. Also bleibt Dir eigentlich gar nichts anderes übrig, als dass Du Dich allein und fern ab von ihm um Dich kümmerst. Oder?

Zitat:
Zitat von nevermindme Beitrag anzeigen
So dumm es sich auch anhören mag: vielleicht habe ich einfach Angst davor eine Entscheidung zu treffen, die ich später bereuen würde.
So, wie Du ihn und die Situation beschreibst, nevermindme: er hat bereits eine Entscheidung getroffen, die da lautet: " wenn Du noch verliebt bist und Gleiches von mir erwartest- lass mich in Ruhe. Ein bisschen Affären- Sex käme mir sehr gelegen, aber mehr läuft nicht mit mir".
Ich frage mich gerade, ob Du überhaupt selber noch eine Entscheidung treffen musst, oder aber " einfach" nur konsequent sein solltest.

Ich finde ja, dass es später nichts zu bereuen gibt, was Du heute so nicht willst und auch nicht so bekommst von ihm. Wovor eigentlich die Angst?

Zitat:
Zitat von nevermindme Beitrag anzeigen
Ja, ich habe in der Tat Angst vor den Konsequenzen. Wobei ich selber nicht genau weiß warum…
Was würde ich denn verlieren, wenn ich ihn losließe?
Die Frage solltest eigentlich Du uns beantworten, aber ich versuche es mal: Du könntest das Gefühl verlieren, geliebt, begehrt, attraktiv, interessant zu sein. Beschützt zu sein, den Heimathafen zu verlieren, alleine da zu stehen, wieder gescheitert mit einer Beziehung zu sein, sich nicht mehr an Hoffnungen klammern zu können, alles wäre doch irgendwie schöner, das jemand da ist, der auf Dich aufpasst, Deine Vorstellungen von wahrer Liebe erfüllt... es gibt ziemlich viele Gründe, etwas zu verlieren.

Oder wie Herz & Hand es trefflich auf anderem Weg zusammenfasste:
Zitat:
Ein Schritt dahin, geliebt zu werden, ist mit sich selber im reinen zu sein, "sein" ding zu machen, und sich selbst genug zu sein. Insbesondere das letzte ist eine harte Aufgabe, und genau jetzt Deine Aufgabe.
Zitat:
Zitat von nevermindme Beitrag anzeigen
Und ich lebe eben in dem Irrglauben, dass er sich nicht von mir abwenden wird solange er das noch bekommt.
Dabei vergesse ich aber immer wieder, mich selber zu fragen, was ICH von ihm bekomme.
Mal positiv: ich finde ja, Du fragst Dich das eigentlich schon die ganze Zeit und siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht... weißt eigentlich genau die Antwort und es fehlt Dir der letzte Rest Mut, für Dich " einzustehen", diffuse Ängste links liegen zu lassen und konsequent zu sagen: so nicht weiter.


Zitat:
Zitat von nevermindme Beitrag anzeigen
Es interessiert ihn einfach nicht (mehr).
Genau. Eigentlich sollte das reichen, alle Seile zu kappen. Tut es aber nicht.

Zitat:
Zitat von nevermindme Beitrag anzeigen
Natürlich spielt auch die Hoffnung eine Rolle, dass er sich irgendwann vielleicht einfach an mich "gewöhnt" und mich nicht mehr missen will. Dass ich vielleicht irgendwann doch zu seinem Leben gehöre.
Aua und sorry: " Gewöhnung" ist das Letzte, was zumindest ich in einer Beziehung haben wollen würde. Und wenn Du aus dem Grund darauf hoffst, dass er sich an Dich gewöhnt, damit Du doch noch irgendwann zu seinem Leben gehörst: dann ist das Selbstaufgabe, hat gar nichts mit Dir als Mensch und Deinen Werten zu tun und Du machst Dich völlig klein und abhängig.

Später mehr, versprochen. LG, WG
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Alt 11.01.2009, 19:05   #196 (permalink)
Member
 
Registriert seit: 11/2008
Beiträge: 141
Zitat:
Zitat von williard grant Beitrag anzeigen
So, wie Du ihn und die Situation beschreibst, nevermindme: er hat bereits eine Entscheidung getroffen, die da lautet: " wenn Du noch verliebt bist und Gleiches von mir erwartest- lass mich in Ruhe. Ein bisschen Affären- Sex käme mir sehr gelegen, aber mehr läuft nicht mit mir".
Ich frage mich gerade, ob Du überhaupt selber noch eine Entscheidung treffen musst, oder aber " einfach" nur konsequent sein solltest.
Vermutlich mache ich den großen Fehler die Dinge mit meinen eigenen Maßstäben zu bewerten.

Für mich gehören Sex und Liebe untrennbar zusammen.
Ja, auch ich habe schon mal mit einem Mann geschlafen, für den ich keine Gefühle hatte. Das war jedoch im mehr oder weniger alkoholisierten Zustand. Ein Erlebnis, welches aus meiner Sicht keine Wiederholung wert war. Es macht mir einfach wenig Spaß wenn ich keine Gefühle für die jeweilige Person habe.

Meine dumme und naive Logik gaukelt mir also immer wieder vor, dass doch irgendwelche Gefühle vorhanden sein müssen wenn man (regelmäßig) miteinander schläft. Diesen Irrglauben muss ich wohl schnellstmöglich loswerden. Schade eigentlich. Die Realität ist manchmal fies. Und wie's so schön heißt: "Walt Disney hat mir eine unrealistische Vorstellung von Liebe vermittelt...."


Zitat:
Zitat von williard grant Beitrag anzeigen
Die Frage solltest eigentlich Du uns beantworten, aber ich versuche es mal: Du könntest das Gefühl verlieren, geliebt, begehrt, attraktiv, interessant zu sein. Beschützt zu sein, den Heimathafen zu verlieren, alleine da zu stehen,
  • Geliebt fühle ich mich jetzt auch nicht. Eher nicht "liebenswert".
  • Begehrt zu werden ist für mich zweitrangig. Und zumindest ist das Gefühl begehrenswert zu sein auch ohne meinen Ex vorhanden. Aber eben nicht so wichtig...
  • Ich glaube ich brauche meinen Ex auch nicht um mich attraktiv zu fühlen. Ich verzichte lieber auf Komplimente für meinen Po und werde stattdessen für meine Charaktereigenschaften geschätzt.
  • Leider beschränkt sich das Interesse meines Ex auch nur auf bestimmte Bereiche. An meinem alltäglichen Leben, an möglichen Sorgen, Träumen, Wünschen o.ä. ist er leider überhaupt nicht interessiert.
  • Und zu guter letzt fühle ich mich auch nicht im geringsten beschützt. Ich stehe auch ohne ihn alleine da und muss mein Leben ohne seine Hilfe bewältigen. Ich würde ihn niemals um Hilfe bei etwas bitten. Ich glaube auch nicht, dass er mir bei irgend etwas helfen wollen würde.

Zitat:
Zitat von williard grant Beitrag anzeigen
wieder gescheitert mit einer Beziehung zu sein, sich nicht mehr an Hoffnungen klammern zu können, alles wäre doch irgendwie schöner, das jemand da ist, der auf Dich aufpasst, Deine Vorstellungen von wahrer Liebe erfüllt...
Das was der realen Bestandsaufnahme nicht genügt (s.o.), wird genau durch dieses Argument wieder aufgehoben.

Ich hänge wohl nicht an ihm. Ich hänge an der Vorstellung, wie es mit ihm sein könnte!


Zitat:
Zitat von williard grant Beitrag anzeigen
völlig klein und abhängig.
Ja, das bin ich wohl... *seufz*
nevermindme ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2009, 19:42   #197 (permalink)
williard grant
Guest
Zitat:
Zitat von williard grant Beitrag anzeigen
klein und abhängig.
Zitat:
Zitat von nevermindme Beitrag anzeigen
Ja, das bin ich wohl... *seufz*
Nur die Ruhe. Das ist änderbar. Kein Grund in Ohnmacht zu fallen

Und grundsätzlich: da es Herz & Hand Thread ist- als erstes brauchst Du einen eigenen Thread, finde ich. Sonst werden beide Themen zu unverständlich.

Ahoi. Williard Grant
  Mit Zitat antworten
Alt 25.01.2009, 03:56   #198 (permalink)
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 06/2008
Ort: unterwegs ist mein zuhause
Beiträge: 288
morgenvögel

Hallo liebes Interweb.

Heute komme ich eigentlich ganz gut gelaunt von meinem !ersten! !echten! Ausgehen nach Hause zurück. Und das sogar früh morgens.
Nicht schlecht.

Wenn da nicht die fiesen Vögel mit ihrem Morgengesang wären.
Bis eben war noch alles gut, dann plötzlich: Vogelsang.
Blitzschnell bin ich 9 Monate zurück, stehe in Gedanken vor dem Haus der ex, und sie kommt mit ihrem neuen aufgeregt herzklopfend vom Ausgehen nach Hause. Noch sind wir zusammen. Gleich nimmt sie ihn mit rauf.
Schmerzhaft. Demütigend. Unwürdig. Was für ein ein Riesensch**ß.

Können sich meine Frauen nicht einfach mal zusammenreißen und sich nicht dauernd in andere Männer verlieben?!?
Wie soll das denn bitte enden?
Sol ich ein leben lang der Vorwärmer für andere sein?!
Bäh.

So. ich sorge dann mal dafür, dass ich ein ausgegorener, lebhafter und attraktiver Mann bleibe - "werden" hab ich schon hinter mir. Sowas passiert mir nicht wieder.

Nix für ungut, aber Morgengezwitscher ist erst mal auf der negativliste.
Gute Nacht,
H&H
herz und hand ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2009, 04:17   #199 (permalink)
Member
 
Registriert seit: 11/2008
Beiträge: 141
Antwort jetzt mal kurz weil ich schon leicht angetrunken bin und das Tippen auf dem iPhone ziemlich ungemütlich ist.

Glaube mittlerweile die Lösung des Dilemmas liegt darin sich eine "Übergangsliebschaft" anzueignen.
Mein bester Freund sagt immer " Der einzige Grund warum du noch so sehr an deinem Ex hängst ist der, dass er der Letzte war, von dem du etwas Zuneigung, Zärtlichkeiten und Nähe bekommen hast." Ich glaube da ist was Wahres dran. Vielleicht hilft es ja doch wenn man sich mal auf jemand anderen einlässt. Selbst wenn das nur halbherzig ist, hilft es vielleicht doch beim berühmt berüchtigten Loslassen...

Ich werd's demnächst mal ausprobieren. Zu verlieren hab ich nix - zumal mein Ex mir letzte Woche zu verstehen gegben hat, dass er an meinem Geburtstag ( in gut 3 Wochen) nicht in der Stadt sein wird...
nevermindme ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2009, 05:06   #200 (permalink)
Member
 
Registriert seit: 12/2008
Beiträge: 96
Darüber habe ich auch schon nachgedacht mindme und ich denke helfen das wird sicherlich helfen schneller loszulassen aber ehrlich gesagt ich könnte diesen Schmerz, den ich erfahre/erfahren habe nicht einem anderen Menschen antun. Wär ja dann ne reine Zweckbeziehung. Ist Einstellungssache aber vllt. bin ich einfach zu nett für diese Welt....
ronros ist offline   Mit Zitat antworten
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