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Alt 29.01.2009, 19:50   #1
Junior Member
 
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Brief an Lehrer schreiben?

VORWEG: ES GEHT HIER AUCH, ABER NICHT NUR UM LIEBE! Also bitte nicht gleich wegklicken...

Hi,
ich weiß, mein Problem ist auf den ersten Blick betrachtet ein relativ weit verbreitetes, aber ich denke, dass es doch ein wenig tiefer geht, auch, wenn das wohl jeder sagt, der sich in einer ähnlichen Situation befindet wie ich.
Ich fange an (und bitte klickt nicht gleich weg, wenn ihr folgenden Satz lest) : Ich denke, ich habe mich in meinen Lehrer verliebt (er ist 18 Jahre älter als ich). Nein, ich möchte keinen Rat haben, wie ich am besten von ihm los komme, ich möchte auch keinen Rat, wie ich ihn am besten verführen kann und ich möchte auch nicht wissen, wie ihr meine Chancen seht. Mein Problem ist ein anderes.
Aber ich denke, dass ich weiter vorne anfangen werde. Erst einmal zu den ‚statistischen’ Dingen: Ich bin 19 Jahre alt und Schülerin eines Gymnasiums, er ist mein Lehrer in einem meiner Abitur-Prüfungsfächer. Mein Abi werde ich dieses Jahr im Sommer machen. So weit, so gut. In gewisser Weise haben meine Gefühle für ihn wohl den positiven Aspekt, dass ich mich mehr und mehr in das Fach reinknie – nicht nur, weil ich Spaß daran habe (was allerdings auch durchaus der Fall ist), sondern eben auch, weil ich ihn ‚beeindrucken’ will, er soll ‚stolz auf mich sein’ können. Ich betone an dieser Stelle allerdings ganz deutlich: Ich möchte NICHT mit ihm zusammen sein. Gut, ein Teil von mir möchte das sicherlich, aber ich weiß, dass uns, vor allem ihn, das in unglaubliche Schwierigkeiten bringen würde. Ich habe lange und intensiv über die Dinge nachgedacht, meine Einschätzung der Sachlage ist folgende:
Ich liebe ihn. Ich denke, dass er mich mag. Er mag mich, er liebt mich nicht. Das ist schade, doch in Ordnung für mich, mehr sollte da ja auch nicht sein, egal, wie sehr ich es mir wünsche. Lange Zeit wollte ich mir diese Gefühle auch selbst nicht eingestehen, selbst jetzt will ich das irgendwie nicht mehr, doch die Fakten lassen mich nicht mehr daran zweifeln. Ich lächle jedes Mal, wenn ich ihn sehe und das nicht aus Höflichkeit, sondern weil ich mich freue, ihn zu sehen. Wenn er nicht kommt, sorge ich mich um ihn, zumal er nicht sehr oft krank wird, auch, wenn es doch nur etwas relativ Kleines ist. Anfangs war ich noch der festen Überzeugung, nur von seiner offenen Art seinen Schülern gegenüber und von seiner unglaublichen Redegewandtheit und Intelligenz beeindruckt zu sein, doch es ist mehr, viel mehr – leider. Ich schwärme ständig von ihm, auch, wenn ich es vor allen anderen nur so herunterspiele, als sei er mein Lehrer und mein Vorbild (ich möchte selbst Lehrerin werden – und nein, nicht wegen ihm; ich wollte es schon vor meinen Gefühlen), doch ich weiß, dass ich in Wirklichkeit anders empfinde.
Er – und sein Unterricht – hat mein Leben verändert. Vor zwei Jahren war ich ein zurückhaltendes Mädchen, mit einem Selbstbewusstsein, das bei Null lag. Ich kann nicht erklären, woran es liegt, doch in seinem Unterricht habe ich mehr und mehr Selbstbewusstsein bekommen. Er fand meine Beiträge gut, oft sehr gut, hat mich gelobt und nicht als dumm hingestellt. Er hat nie über einen meiner Gedanken gelacht, egal, wie quer er war, ganz im Gegensatz zu manch anderem Lehrer. Er hat meine Meinung stets respektiert und wir können im Unterricht sowie auf Kurstreffen ganz offen miteinander scherzen, ohne dass er beleidigt ist, wenn ich auch mal etwas „dreister“ werde, wobei ich aber immer noch eine gewisse Höflichkeit wahre. Fakt ist, dass er mich verändert hat. Natürlich haben auch andere Faktoren in meiner Entwicklung mitgespielt, doch ich weiß, dass er eine wichtige Rolle für mich gespielt hat. Ohne ihn und seinen Unterricht hätte ich nicht wieder ein so gesundes Selbstbewusstsein, womit ich bei dem Punkt bin, auf den ich nun eigentlich heraus will:
In ein paar Monaten mache ich wie gesagt mein Abitur und ich will ihm danken. Ich weiß allerdings nicht, ob es richtig wäre, das so ungefähr zu sagen: „Vielen Dank, dass Sie mit Ihren Unterricht mein Leben verändert haben, ohne Sie wäre ich nicht die, die ich heute bin…“ Klingt abgedroschen, aber es ist nun einmal die Wahrheit.
Also, ich komme endlich zum richtigen Punkt: Erst dachte ich daran, es ihm beim Abiball zu sagen, aber Abschiede waren noch nie mein Ding. Das liegt jetzt nicht an meinen Gefühlen für ihn, nicht nur, doch das würde mir nur erst recht bewusst machen, dass meine Schulzeit, die ich eigentlich inzwischen wieder sehr genieße, vorbei ist – und ich möchte nicht vor ihm in Tränen ausbrechen, auch, wenn die Vorstellung, dass er mich in den Arm nehmen könnte, natürlich sehr schön ist…
Ich dachte also daran, ihm einen Brief zu schreiben. Es ist mir sehr wichtig, dass er weiß, wie dankbar ich ihm für alles, was er in den letzten 2 ½ (bis dahin werden es 3 sein) Jahren für mich getan hat, bin. Ich will einfach, dass er es weiß, doch sollte ich ihm wirklich für all das danken? Es ihm vorher mitzuteilen, kommt für mich auf gar keinen Fall infrage, ich will nichts provozieren. Er soll mich bis zu meiner Abiturprüfung mit den Augen sehen, mit denen er mich jetzt auch sieht (wie auch immer er mich nun genau sehen mag). Selbst, wenn er Gefühle für mich haben sollte (auch, wenn es sich dabei vielleicht „nur“ um Freundschaft oder so handelt, muss ja nicht Liebe sein), will ich auf gar keinen Fall, dass ich vor dem Abi irgendetwas lostrete. Ich habe Angst, dass das selbst durch so einen kleinen Akt der Dankbarkeit geschehen könnte. Ich will nicht von ihm bevorzugt werden, nur, weil ich ihm nette Worte mache und ihn liebe und natürlich will ich auch nicht, dass er nicht weiß, wie er mit mir umgehen soll. Und am allerwenigsten will ich ihn in Schwierigkeiten bringen. Dementsprechend dumm ist wohl auch der zweite Teil meines Vorhabens: Ich habe darüber nachgedacht, in diesen Brief, den ich ihm vielleicht schreiben will, doch etwas von meinen Gefühlen für ihn zu schreiben. Vielleicht nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und von Liebe sprechen, ich habe darüber nachgedacht, ihm zu schreiben, dass er mir sehr wichtig geworden ist in den letzten Jahren und dass ich ein starkes Vertrauen zu ihm entwickelt habe. Seine Intelligenz wird vermutlich sowieso den Rest tun und sich zusammen reimen können, dass ich ihn liebe. Ich weiß, dass mir wahrscheinlich jeder davon abraten wird, ihm davon zu erzählen, aber ich möchte noch folgende Argumente aufbringen, bevor ich nach eurer Meinung frage: Erstens werde ich ihm erst nach dem Abiball schreiben – dann bin ich nicht mehr seine Schülerin. Selbst für den unglaublich unwahrscheinlichen Fall, dass da auch bei ihm etwas sein sollte, kann ich ihn damit nicht mehr in Schwierigkeiten bringen. Ich gefährde damit weder seinen Job noch mein Abi. Und wenn er kein Interesse hat, nicht einmal an einer Freundschaft, dann kann er mich einfach vergessen. Klingt das fair genug? Zweitens habe ich schon einmal jemanden geliebt und es ihm nicht gesagt. Sicher, es war eine vollkommen andere Situation, doch ich habe nichts gesagt und damit alles zerstört. Ich will den gleichen Fehler nicht noch einmal machen.
Nun komme ich also zu meiner Frage: Meint ihr, dass ich ihm überhaupt einen Brief schreiben sollte? Natürlich würde er den erst beim Abiball von mir bekommen oder ich würde ihm den sogar erst danach zuschicken. Dass da vorher nicht einmal eine Andeutung von mir kommen darf, dass ich auf gar keinen Fall riskieren darf, dass sich auch nur IRGENDETWAS Unmoralisches und Verbotenes entwickeln kann, ist mir klar. Er ist mir auch viel zu wichtig, um seinen Job wegen meiner dummen Gefühle zu gefährden.
Wenn ja: Soll ich ihm einfach nur für alles danken (was mir schon sehr wichtig wäre) oder soll ich es einfach lassen? Ist das zu abgedroschen? Soll ich es ihm doch alles persönlich beim Ball sagen? Aber was ist, wenn mir dann herausrutscht, was ich für ihn empfinde? Ich will ihn damit nicht vollkommen überrennen und irgendeine unüberlegte Reaktion provozieren. Soll ich ihm dann auch von meinen Gefühlen schreiben? Darf ich das überhaupt? Habe ich irgendein Recht darauf, zu sagen, was ich für ihn empfinde? Ich, die ich nicht mehr bin, als ein Mädchen, das zwar (angeblich) relativ reif für sein Alter ist, das aber trotzdem 18 Jahre jünger ist als er? Habe ich denn überhaupt ein Recht darauf, sein Leben durcheinander zu würfeln oder zumindest zu riskieren, dass es durcheinander geraten kann? Ich will nicht der Tornado sein, der seine Welt niederreißt. Und doch will ich eigentlich nicht noch einmal schweigen, nichts tun… und damit wieder einen unglaublich großen Fehler begehen. Nein, die Frage, ob ich ihm von meinen Gefühlen schreiben SOLLTE, ist wohl falsch formuliert. Die Frage ist, ob ich es DARF.

Nun habe ich aber genug geredet. Nur noch eine kurze Anmerkung, weil es ja sein könnte, dass die Frage aufkommt: Nein, er ist weder verheiratet, noch hat er eine Beziehung (jedenfalls nicht, dass ich wüsste). Und Kinder sind da auch nicht im Spiel. Sollte sich jetzt auf einmal herausstellen, dass er doch eine Beziehung hat, dann werde ich zumindest nichts von meinen Gefühlen sagen, soviel ist klar für mich. Ich möchte wie gesagt sein Glück oder gar sein Leben zerstören. Dafür ist er mir viel zu wichtig – das wäre er selbst, wenn ich ihn nicht liebte. Denn wie gesagt: Er hat mein Leben verändert und mir den Mut zurückgegeben.

Und schon mal ein großes Dankeschön an jeden, der sich die Mühe gemacht hat, diesen langen Text durchzulesen und der sich vielleicht ein bisschen mit diesem Problem auseinander setzen mag. Wirklich großes Danke. Die Sache ist mir sehr, sehr wichtig.
December_Moon ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 29.01.2009, 20:29   #2
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Hallo, December_Moon!

Ich glaube, das, was du vorhast, ist eine gute Idee. Es wird dir helfen, alles besser zu verarbeiten und vor allem wirst du dir dann nie vorwerfen können, es nicht probiert zu haben. Klar, du klingst sehr sehr vernünftig und weißt eigentlich, dass das nichts wird. Aber ohne Hoffnung ist es keine Liebe, oder? Und sonst würdest du eventuell doch irgendwann mal sagen "naja, hätte ich mal, vielleicht...wie er mich manchmal behandelt hat, das war schon...hmm..."
Ich würde allerdings nicht direkt schreiben "ich liebe Sie". Das würde ihn überrumpeln. Man kann da auch schönere Formulierungen finden, wie du sie schon angedeutet hast. Klar, wenn er 1+1 zusammenzählen kann, dann kann er sich das dann denken, eventuell. Aber du hast eben nicht alles verraten und müsstest ggf dich nicht wie die kleine Schülerin fühlen, die in ihren Lehrer verschossen ist.
Übrigens denke ich, dass es auch nicht gleich heißen muss, dass du in ihn verliebt bist. Ich hatte zum Abi auch überlegt, ob ich einer Lehrerin danke für das, was sie für mich getan hat (studier jetzt auch Lehramt und sie hat mich in ihrem-meinem Fach sehr unterstützt). Letztendlich sollten wir auf Zettel so ne Auswertung schreiben und da hab ich ihr in der Fremdsprache danke gesagt, für ihre Unterstützung usw. Also ich glaube, sowas machen Schüler öfters, als man denkt, das is nix dabei

Ja, schließlich noch: Ich gebe dir eigentlich Recht, dass man jemandem sagen sollte, wenn man ihn liebt. Im Moment tu ich das zwar auch nicht, weil ich einfach Angst davor habe, aber ich habe auch schon mal jemandem meine Liebe gestanden....dreimal darfst du raten, was er von Beruf war
Tja....da wir danach auch Stress hatten (sorry, das soll dich nicht abschrecken), habe ich manchmal gedacht, hätt ichs mal nicht gemacht. Voriges Jahr ist er gestorben- und ich bin wahnsinnig froh, dass er es damals erfahren hat...also ich geb dir Recht, man sollte es sagen, wenn nicht wahnsinnig viel dabei aufm Spiel steht...und das tut es bei dir nicht

SO! Soviel also dazu. Viel Erfolg =)
Sk8er_Girl ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.01.2009, 20:47   #3
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Vielen Dank für deine Antwort, ich bin dir sehr dankbar, dass du dir die Zeit dafür genommen hast

Ich bin dir auch sehr dankbar, dass du mich darin ein wenig bekräftigst. Wie gesagt, ich habe auch auf gar keinen Fall vor, das so direkt zu schreiben. Ich will ihm ja schließlich auch für Einiges danken und ihn dabei nicht vollkommen überrumpeln, was ja, wie gesagt, auch einer der Gründe ist, warum ich das nicht persönlich sagen möchte. Mein „Horrorszenario“ wäre da wirklich, dass ich ihm für alles danke, anfangen zu weinen, er, freundlich, wie er ist, mich in den Arm nimmt und mir dann womöglich noch etwas herausrutscht, was ich nicht so direkt sagen will und sollte… Da ist mir die Formulierung, dass er mir sehr wichtig ist und so weiter, wirklich aus diversen Gründen lieber

Und naja, es ist ja nicht nur meine Dankbarkeit, dass ich der Meinung bin, etwas für ihn zu empfinden, das tiefer geht als bloße Sympathie. Es sind auch nicht nur die oben genannten Punkte, ich lasse auch generell nicht ein einziges schlechtes Wort auf ihn kommen (auch, wenn ich da anderen Leuten gegenüber wie gesagt vorschiebe, dass er einfach eine starke Vorbildfunktion für mich hat), und es sind eben auch sehr, sehr viele Kleinigkeiten. Man muss dazu sagen, dass ich nie dieses „typische Teenagersyndrom“ hatte, dass ich alle drei Wochen gesagt habe, in einen neuen Typen verliebt zu sein. Ich verliebe mich sehr, sehr selten und wenn ich sage, dass ich verliebt bin, bin ich mir auch wirklich todsicher. Klar, da könnte jetzt das Gegenargument, dass ich ihn nur durch den Unterricht/Kurstreffen/einige „private“ Gespräche kenne, aber trotzdem. Da ist von meiner Seite definitiv etwas, das zwischen sehr starker Schwärmerei und Liebe steht. Sicher, vielleicht ist es nicht die vollkommene Liebe und ich male mir auch keine ernsthaften Chancen dabei aus.

Aber wie du sagtest: Das, wovor ich Angst habe, ist genau dieses „Hätte ich doch nur…“-Gedankenspiel. Ich habe schon einmal den Fehler gemacht, dass ich jemandem nicht gesagt habe, wie ich empfinde und es hat mich jahrelang belastet. Da wäre mir ein kurzes, wenn auch nicht schmerzloses „Tut mir Leid, mir geht es da nicht so“ wesentlich lieber, denn das bedeutet Gewissheit. Schmerzvolle Gewissheit, aber man weiß wenigstens, woran man ist

Tut mir sehr Leid um den, dem du deine Gefühle gestanden hast. Sicher, im Endeffekt wird es mir wahrscheinlich wehtun, ihm zumindest angedeutet zu haben, was ich empfinde, aber alles ist besser, als mich noch einmal in meinem Leben fragen zu müssen, was passiert wäre, wenn ich einfach etwas getan hätte. Ich will ihn danach natürlich auch nicht bedrängen oder dergleichen. Ich bin Realistin: Die Möglichkeit, dass da bei ihm auch etwas ist, ist unglaublich klein. Aber er soll es wenigstens wissen. Und natürlich werde ich damit bis nach dem Abitur warten. Sein Job, seine Gefühle, seine „Sicherheit“ haben für mich oberste Priorität. Alles andere wäre egoistisch.

Wie gesagt, ich danke dir sehr für deinen Beitrag. Ich bin auch noch offen für andere Meinungen, aber auf jeden Fall schon mal ein großes Dankeschön Du hast mir ein bisschen Mut dazu gegeben. Und ich habe ja auch noch ein paar Monate Zeit, in denen sich noch viel tun kann. Aber ein Dankeschön wird er wohl auf jeden Fall von mir bekommen
December_Moon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.01.2009, 20:54   #4
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Hallo „December Moon“,

dein Thema ist ja tatsächlich ein bekanntes. Aber ich finde es sehr gut, dass Du Dir darüber so viele Gedanken machst und nicht im Liebestaumel irgendwelche Liebesschwüre mit auf deine Klausur schreibst. Ich kann Dich eigentlich nur darin bestärken, dass so zu machen, wie Du es Dir vorgenommen hast. Schreibe einen netten Brief und lass deine Gefühle da so unterschwellig anklingen. Ich würde nichts direkt aussprechen, er ist sicher clever genug zwischen den Zeilen zu lesen. Und auch der Zeitpunkt nach dem Abitur ist günstig. Du machst Dir keine Probleme, weil Du deinen Lehrer in seinen Benotungen beeinflussen könntest und er hat auch keine Probleme. Das Vertrauensverhältnis zwischen Lehrer und Schülerin ist beendet und was danach folgt, muss keinen weiter interessieren.

Also, ich denke, dass ein netter Brief keinen Schaden anrichten wird. Wenn Du Ihm deine Dankbarkeit für seinen Unterricht und den daraus resultierenden Wandel deines Lebens beschreibst, dann ist das nichts Verwerfliches. Es ist ja nicht so, dass Du Dir nun riesige Hoffnungen machst, Du siehst die Sache ja eher nüchtern. Aber ich denke auch, dass Du Dir Gedanken machen würdest, wenn Du diesen Brief nicht schreibst. Zu einem „Geständnis“ beim Abiball würde ich Dir aber nicht raten. Zum einen ist die Stimmung da durch Alkohol immer etwas ausgelassen und deine Worte werden leicht in ein falsches Licht gerückt. Zum anderen sind deine Gedanken ja schon seit einiger Zeit gereift, da sollte ein etwas würdigerer Rahmen doch drin sein. Ein perfekter Brief ist immer besser als unsicher gestammelte Worte zum falschen Zeitpunkt.

Ich hoffe, ich konnte Dich in deiner Entscheidung etwas bestärken. Nimm Dir die Worte von Coco Chanel zu Herzen: "Ich bereue nichts im Leben - außer dem, was ich nicht getan habe!"

Dir alles Gute und viel Erfolg im Abitur.

Jakob
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Alt 29.01.2009, 21:00   #5
Senior Member
 
Registriert seit: 02/2008
Beiträge: 585
Ich würde ihm schreiben.
Das was du geschrieben hast hört sich ganz vernünftig an. Du hast dir deine Gedanken darüber gemacht und weißt ja selber das da vor dem Abi gar nix geht. Ebenfalls läufst du ja nicht treu-doof durch die Gegend und bist der festen überzeugung das Gefühle seinerseits da sind. Möglicherweise schon, aber das weißt du ja nicht.
Selbst wenn er deine Gefühle nicht erwidert, denke ich mir, dass es für ihn schon ein riesiges Lob ist wenn du sagst wie dankbar du ihm bist. Das hören Lehrer heute nur sehr selten und wenn er kein a.rschloch ist, wird er sich bestimmt freuen.
Du hast dann ja eh nichts zu verlieren!
Also, wenn du in einem halben Jahr immernoch der gleichen Ansicht bist, würde ich das machen.
Leona ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.01.2009, 21:08   #6
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Beiträge: 18
Hallo

Hmm, wirklich schwierig, dir da was zu raten. Du scheinst ja alle möglichen Eventualitäten schon durchdacht zu haben.
Vielleicht nur so ne Überlegung von mir: du schreibt, du möchtest auch Lehrerin werden. Wenn du ihm jetzt einen Brief schreibst oder ihm von deinen Gefühlen erzählst, erwartest du ja auch irgendeine Reaktion. Es wäre für mich wahrscheinlich doch enttäuschend, wenn da überhaupt keine Rückmeldung kommt, er sich in Schweigen hüllt oder mich dann auf dem Ball ignoriert. Ich weiß, das muss nicht sein, aber es würde mich dann doch sehr verletzen. Tja, und dann stelle ich mir vor, wie es wäre, wenn du vielleicht eines Tages zufällig als Lehrerin an die gleiche Schule kommst. Dann würde ich es bereuen, ihm jemals von meinen Gefühlen berichtet zu haben.
Ich glaube ein guter Lehrer merkt ohnehin, wenn sich da eine Schülerin für ihn interessiert oder für ihn schwärmt. Da muss eigentlich garnichts gesagt oder geschrieben werden. Wenn du ihm trotz allem danken möchtest, dann würde ich es weniger pathetisch machen. Vielleicht ein kurzer Händedruck auf dem Abiball mit den Worten "Vielen Dank für alles was Sie für mich getan haben" - und gut is. Kein langes Gerede, keine seitenlangen Briefe, das würde ihn, denke ich, nur in Verlegenheit bringen. Du kennst den Mann doch eigentlich nur in seiner Rolle als Lehrer und nicht als Privatmensch, oder?
Wenn er näheren Kontakt zu dir wünscht, hätte er sich wohl schon bemerkbar gemacht. Und ja - ich denke, er weiß, was du für ihn empfindest.
Aber es ist deine Entscheidung, ich wollte dir nur so ein paar Denkanstöße geben.

Alles Gute
kassandra123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.01.2009, 21:49   #7
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Themenstarter
 
Registriert seit: 01/2009
Beiträge: 12
@ Carcassi: Auch dir danke ich vielmals für deinen Beitrag. Wie gesagt, es ist mir auch sehr wichtig, nicht im Liebestaumel durch die Gegend zu rennen und überstürzt zu handeln. Wäre sowohl für mich als auch für ihn äußerst peinlich. Ich muss an der Stelle allerdings sagen, dass ich Antialkoholikerin bin und absolut gar keinen Alkohol trinke, was er auch weiß. Trotzdem, ich würde ihm selbst meine Dankbarkeit lieber in einem Brief sagen als persönlich – aus mehreren Gründen. Zu viele andere Leute, zu große Gefahr für mich, etwas Falsches zu sagen, eine zu direkte Situation. Ein Brief gibt nicht nur mir mehr Raum, alles zu überdenken, sondern auch ihm. Damit meine ich nicht, dass ich erwarte, dass er seine Gefühle zu mir überdenkt. Die Chance, dass da bei ihm auch irgendetwas ist, ist nun wirklich äußerst klein und ich glaube selbst nicht wirklich daran. Da bin ich doch ziemlich realistisch.

@ Leona: Dir möchte ich ebenfalls für deine aufbauenden Worte danken, ich denke, dass auch du mir weiter geholfen hast. Das Lob, von dem du sprichst, ist auch in erster Linie eine Sache, die ich ihm ja eben gerade zukommen lassen möchte. Er ist ein sehr, sehr guter Lehrer und ich finde, dass er es verdient hat, dass ihm das gesagt wird. (Dass ich eine Freundin vieler Worte bin, kennt er ja aus meinen Klausuren… *räusper*) Ob nun mit oder ohne den Zusatz, dass er mir viel bedeutet. Das kann ich ja, je nach dem, wie es in mir in ein paar Monaten aussieht, dann schreiben oder weglassen. Er hat uns in den letzten 2 ½ Jahren sehr viele Lebensweisheiten mit auf dem Weg gegeben und ich habe sehr viel von ihm gelernt. Nicht nur über das Fach, das ich bei ihm habe, sondern eben auch Dinge, die mir später vielleicht mal wichtig sein könnten.

@ kassandra123: Dir danke ich ebenfalls sehr, es ist schön, dass du mir ein paar Denkanstöße lieferst. Über solche und ähnliche Dinge habe ich durchaus ebenfalls nachgedacht. Ja, ich möchte Lehrerin werden und von meiner Sicht aus ist es sogar durchaus möglich, dass ich an meine Schule zurückkehren werde (einfach, weil ich meine Schule mag, was nichts mit ihm zu tun hat, und sie auch einen ziemlich guten Ruf hat), aber du hast Recht: Dann könnte ich mir wünschen, nichts geschrieben zu haben. Ich mache mir da allerdings eher Sorgen um ihn als um mich. Was ist, wenn er das komisch finden wird, irgendwann, in ein paar Jahren? Hm… Andererseits traue ich ihm genug Professionalität zu, um mit so etwas umgehen zu können. Und doch… durchaus ein berechtigter Einwand, danke für den Denkanstoß.
Dass er mich auf dem Abiball meidet, passiert jedoch nicht. Der Brief käme definitiv erst NACH dem Ball, so genau habe ich schon über die Sache nachgedacht. Ich will keine komische Situation erzeugen und weder ihm noch mir durch irgendwelche Lobeshymnen und unterschwellige Undeutungen meiner Gefühle die Feier verderben. Nein, das hätte er auch gar nicht verdient.
Sicher, ich erhoffe mir eine Reaktion, das muss auch gar keine Erwiderung meiner Gefühle sein. Das würde sich ohnehin eher schwierig gestalten – ich ginge weg von hier, studieren, wir würden uns lange nicht sehen, 18 Jahre Altersunterschied… nein, selbst, wenn er meine Gefühle erwiderte, gehe ich gar nicht von einer Beziehung aus. Aber ich finde doch, dass er es wissen sollte. Wenn er nicht reagiert, werde ich sicherlich eine Weile enttäuscht sein, aber ich war schon einmal in einer ähnlichen Situation (auch, wenn es da nicht mein Lehrer war, was es vereinfach hat…), aber es ist mir lieber als ewig das Gefühl haben zu müssen, etwas nicht gesagt zu haben. Und es könnte genauso gut sein, dass ich eines Tages an meine Schule zurückkehre mit der Empfindung, dass ich ihn jetzt jeden Tag sehe und auch, wenn ich dann längst keine Gefühle mehr für ihn habe, mag es doch sein, dass ich mir wünschen würde, dass ich damals etwas gesagt hätte – denn mit mehren Jahren Verspätung könnte ein Dankeschön auch sehr komisch wirken.
Ich muss dir jedoch widersprechen: Ich denke nicht, dass er weiß, wie ich empfinde. Sicher, das ist eine der beiden typischen Antworten eines Mädchens in meiner Situation, aber ich gehe mit ihm um wie mit jedem anderen Lehrer, zu dem ich einen guten Draht habe, auch: Ich scherze mit ihm herum, bin aber dennoch höflich. Meinen Enthusiasmus für das Fach kann er auch nicht bedenkenlos auf seine Kappe nehmen – der war bei mir von Anfang an vorhanden und insgesamt ist mein Kurs sehr gut bei der Sache. Es handelt sich dabei auch um ein Fach, das wir hätten abwählen können nach der 12. Klasse, aber dennoch kam mit genug Leuten ein Kurs zusammen. Ich lächle ihm auf dem Gang freundlich zu und grüße ihn, aber das mach ich auch mit meinem Tutor und meiner weiblichen Lieblingslehrerin, für die ich definitiv keine solchen Gefühle hege Das einzige ist, dass ich ihm manchmal nachsehe, wenn wir uns in der Schule begegnen, aber nur kurz und auch nur, wenn er sich todsicher schon umgedreht hat. Es ist mir auch sehr wichtig, dass er das nicht bemerkt. Die Schule ist sein Arbeitsplatz und in gewisser Weise ja auch meiner. Das erfordert in jedem Fall eine gewisse Seriosität. Sicher – er KÖNNTE etwas bemerkt haben. Aber dafür müsste er eigentlich schon empathisch veranlagt sein. Ich bin eine gute Schauspielerin und habe meine Körpersprache ziemlich gut im Griff. Darüber hinaus verhalte ich mich ihm gegenüber eigentlich so wie die meisten Leute im Kurs, wenn nicht sogar generell in der Oberstufe. Da müsste schon die halbe Oberstufe Gefühle für ihn haben, was ich schon bezweifle Nein, ich wage zu behaupten, dass er wirklich nichts weiß. Aber sicher, da kann ich mich auch irren.
Im Großen und Ganzen habe ich also versucht, dich zu widerlegen – aber dennoch bin ich dir auch für deine Meinung sehr dankbar. Ich finde es schön, dass du dir Gedanken um mein Problemchen gemacht hast und vor allem deinen Einwand, dass es in der Zukunft komisch werden könnte, sollte ich ebenfalls dort unterrichten, finde ich sehr berechtigt und ich werde ihn bei meiner Entscheidung auch definitiv zurate ziehen.
December_Moon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.01.2009, 22:20   #8
Member
 
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@Kassandra: du hast Recht, dieser Fall, dass sie zB an die Schule zurückkehrt, könnte passieren. Aber ich finde irgendwie, dass man so nicht denken darf. Wenn man alle Eventualitäten einbezieht, dann würde man wohl nie irgendeine Initiative ergreifen...meistens kommt es ja eh anders, als man denkt

@december_moon: also weil du oben das mit dem verliebt/ lieben geschrieben hast, es war keine Absicht von mir, immer verliebt zu schreiben. Ich kann mir wirklich sehr gut vorstellen, was du fühlst und dadurch glaub ich auch gern, dass das ernstzunehmende Gefühle sind
Sk8er_Girl ist offline   Mit Zitat antworten
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