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Alt 04.01.2001, 00:13  
notbremse
Platin Member
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Leute, Leute. Es hat sich soviel getan seit meinem letzten Posting.

Aber der Reihe nach:

Freitag habe ich ja mit der Ablenkung begonnen. Ich hätte auch nie gedacht, das ich mit meinem EX-besten Kumpel so gut darüber reden konnte, er keine Häme gezeigt hat, sondern versucht hat, mich zu verstehen. In der Disse konnte ich dann auch die Lieder mitgröhlen, die ich tagsüber im Radio mit Tränen in den Augen gehört habe. Die Verdrängung schien zu funktionieren, die Akzeptanz scheinbar auch.

Nachts habe ich es dann nicht ausgehalten und ihr eine SMS geschrieben, ob sie gut zu hause angekommen ist, sie war ja schließlich bei dem anderen Typen. Dann bin ich auch mit meinem besoffenen Kopp schließlich eingepennt. Morgens habe ich als erstes das Handy angemacht, es war aber keine Nachricht da. Dann ging es mir wieder dreckig. Was, wenn sie bei dem anderen übernachtet hat? Was, wenn sie noch gar nicht da war?

Tja, was macht ein Kerl dann? Er geht aufs Klo. Kaum sitze ich, trudelt eine SMS ein. Ich sofort hoch wie der Blitz. Die SMS war von IHR: Ja, gut angekommen und sie bräuchte noch Zeit. Gut, soll sie haben. Dann noch ein paar SMS hin und her und plötzlich steht da: Ich glaub an uns. Und später: Ich fühle, dass wir das schaffen.

Mit soviel Hoffnung konnte ich dann auch nach Hannover fahren und sogar auf der Zugfahrt in dem Buch lesen, was sie mir zu Weihnachten geschenkt hatte. Dort angekommen, war es aber schon dunkel und die schattenhaften Gedanken schlichen sich wieder in mein Hirn. Ich hatte dann zufällig eine neue CD bei mir im Breifkasten: Hoerstuatz. Geht mal auf die Seite von denen (www.hoerstuatz.de), da stehen die Texte. Musikalisch und textlich sprachen die mir voll aus der Seele und ich war so froh, dass ich wenigstens etwas Hoffnung hatte. Ansonsten hätte ich das nicht überstanden.

Dann bin ich zu einem Kumpel gegangen, der genau das gleiche durchmacht. Zusammen haben wir dann unsere BestOfTrennungsschmerz-CDs gehört und unsere Stories erzählt. Ich war wieder unsicher geworden.

Das setzte sich Sylvester fort. Ich habe einen langen Spaziergang gemacht, voller Trauer und Tränen. Ich bin an Plätzen vorbeigekommen, wo wir schon waren, Spaß hatten und glücklich waren. Als die Phase dann vorbei war, wusste ich, was ich will:
Ich will sie zurück, auch wenn es nicht klappt. Dann werde ich es akzeptieren und wir werden bestimmt irgendwann gute Freunde. Ich will sie zurück, auch wenn es klappt, dann wieder auseinadergeht und der Schmerz noch größer wird.
Diese Erkenntniss hat mir sosehr geholfen.

Sylvester schien zunächst langweilig zu werden. ICh hatte mir überlegt, ihr zum Jahreswechsel eine SMS zu schicken, war mir aber noch nicht sicher. Dann habe ich eigentlich, wie wir es geplant hatten, AllyMCBeal geschaut. In einer Werbepause habe ich dann mein Handy angemacht und was sehe ich da? Eine SMS von IHR: Darf ich die Dienstag besuchen? Ich liebe dich.

Ich war in meinem Zimmer, habe die Musik voll aufgedreht und vor Glück geschrieen. Meine Mitbewohner müssen auch gedacht haben... Seitdem Moment habe ich dem Dienstag entgegengefiebert, konnte kaum schlafen, kaum denken.

Dann kam sie...Wir sind wieder zusammen? Wir haben noch einen langen und schweren Weg vor uns, aber wir sind uns sicher und werden das auch schaffen. Ich bin so glücklich momentan.

Danke für eure Hilfe und eure Worte. Christian, ich drück dir die Daumen.
Bis bald!
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