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Alt 04.02.2006, 15:48  
Perückenschaf
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Beiträge: 132
Zitat:
Zitat von Hex
Ich kann aber Grants Eingangsposting verstehen! Es macht Angst, wenn man sieht, wie schnell instrumentalisiert wird.
Und ich verweise nochmal auf den Bericht von gestern im ARD.
ja, ja ... "Brisant" ... wundervolle, seriöse Sendung.



Zitat:
Zitat von Hex
Wie oft ist Johannes Paul II. als Karrikatur erschienen. Schreie ich deswegen auf?
Dafür könnte ich jetzt aufschreien, wenn ich sehe, was für ein Brimborium um den Typ posthum gemacht wurde.
Lang lebe die Mediengesellschaft, füllt sie doch so schön das Vakuum zwischen den Segelohren.

Zitat:
Zitat von Hex
Ich verstehe nicht, wieso Deutschen ständig "verboten" wird, für ihr Land einzustehen. Wenn ich mir die Amis angucke, die haben wesentlich mehr Völker zerstört oder benutzt und getötet. Gehen sie dafür in Sack und Asche???
Sag' mal, wo lebst du eigentlich, daß du "ständig" wegen deiner deutschen Staatsangehörigkeit angemacht wirst.
Bzw. wo leben die anderen, die hier ins gleiche Alphorn tröten?
Ich habe das das letzte Mal in England mit irgendwelchen dummen Jungs erlebt als ich 16 war (und das ist mittlerweile 25 Jahre her).
Wer verbietet denn den Deutschen für ihr Land einzustehen? Wer?
Ist es nicht vielmehr so, daß einige sich in der Jallerrolle gefallen, daß die ganze böse Welt die armen Deutschen auch X Jahre nach dem ollen Krieg immer noch piesackt? Man geht hier wohl von einer grenzdebilen Minderheit aus, die gerne, aus Ermangelung vernünftiger Argumentation oder um von sich selbst abzulenken auf eben jenes Thema zurückgreift.
Wer natürlich so weinerlich und wenig selbstbewußt ist, daß er sich diesen Schuh anzieht - selbst schuld.

Zitat:
Zitat von Hex
Wenn ich mir die Amis angucke, die haben wesentlich mehr Völker zerstört oder benutzt und getötet. Gehen sie dafür in Sack und Asche???
Mit Verlaub - ein echt hirnrissiger Vergleich.
Man kann wohl kaum einen Genozid gegen einen anderen aufwiegen, geschweige denn Quantitäten miteinander vergleiche.
Daß die US-Amerikaner in der Welt zu den unbeliebtesten gehören, ist offensichtlich. Ansonsten hätten die Muselmänner bei der Stürmung der dänischen Botschaft konsequenterweise eher "Tod Dänemark" anstelle von "Tod Amerika/Tod Israel" skandiert.
Amerika hier als Vorbild hinzustellen ... nee, sage ich lieber nix zu.
Imho hat es mit dem (Selbst)bewußtsein, der Wahrnehmung der eigenen Identität und auch dem kulturellen Zugehörigkeitsgefühl zu tun, wie sehr man sich mit dem "deutschen" identifiziert. Da ist es mir doch scheißegal, was irgendein Penner sagt, was und wie ich mich zu verhalten habe. Bin ich souverän oder bin ich es nicht - vielleicht sollten sich einige von euch mal diese Frage stellen.


Zum eigentlich Thema:
War zwar ungeschickt mit den Cartoons, aber ich finde, das gehört zur freien Meinungsäußerung dazu. Ich finde Entschuldigungen fehl am Platz. Es entschuldigt sich auch niemand, wenn irgendwo Flaggen verbrannt werden oder Menschen als Geisel genommen werden.
Wenn man hier in einer geradzu anrüchig devoten Weise nachgibt, ja - hallelujah und in shala - wo kommen wir denn da hin? Freiheit ist ein hohes, wenn nicht das höchste Gut, und freie Meinungsäußerung kommt direkt dahinter. Das darf man nicht aufgeben. Vielmehr sollte der Westen darauf achten, bei anderer Gelegenheit nicht immer den schulmeisterlichen Finger zu erheben.
Kulturen müssen einander besser kennenlernen und von der Verschiedenartigkeit profitieren lernen. Ich glaube, es gibt auf beiden Seiten eine enorme Schieflage des transportierten Bildes.
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