Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 06.02.2007, 23:37  
Mac
Member
 
Registriert seit: 08/1999
Ort: Hessen
Beiträge: 348
Glücklich vergeben - Lust auf andere Frauen

Hallo,

ich melde mich mal wieder hier im Forum, weil sich im meinem Leben einiges getan hat. Wollte einfach mal wieder berichten für die, die mich kennen, und ein neues, kleineres Problem ansprechen.

Ich bin seit Mai nach 5 einhalb Jahren Solo-Daseins mit teils schlimmen depressiven Stimmungstiefs endlich wieder vergeben. Und das absolut glücklich, mir konnte nichts besseres passieren als diese Frau. Bisher tat sie alles für mich, akzeptierte meine Stimmungsschwankungen am Anfang, die noch von der Solo-Zeit herrührten, ging voll auf mich ein, war sehr verständnisvoll dass es am Anfang im Bett nicht klappte und half mir, immer einen Schritt weiter zu kommen bei diesem Thema. Sie ist sehr offen, gar nicht verklemmt, aber absolut treu und totaler Beziehungsmensch. Ich habe manchmal das Gefühl, sie trägt mich auf Händen. Ich hatte nie Veranlassung eifersüchtig zu sein, sie gibt mir das Gefühl dass ich alles für sie bin, redet über Zusammenziehen, Kinder, etc.

Kurzum, ich konnte bis jetzt noch keine für mich negativen Seiten an ihr entdecken. Solche Frauen sind sicher heutzutage nicht mehr die Regel, sie ist was ganz besonderes. Da ich vorher kaum Selbstvertrauen hatte und zunächst jemand brauchte der mich aufbaut (was sich sicher nicht jede Frau unter einer Beziehung vorstellt), konnte mir also nichts besseres passieren als eine solche Freundin.

Ich konnte bis dato nicht wirklich auf Frauen zu gehen, aber selbst das hat sie mir abgenommen, sie ist einfach auf mich zugekommen. Ich mußte einfach nur reagieren und konnte mich fallen lassen. Sie suchte damals jemand verläßliches, an den sie sich anlehnen konnte, keinen hippen Typen den alle bewundern. Somit paßte es perfekt.

Die Beziehung läuft, wie man diesen Schilderungen entnehmen, absolut perfekt, es gibt kaum Streit, was wahrscheinlich auch daran liegt dass wir uns meistens nur am Wochenende sehen können.

Durch alle diese Tatsachen - dass eine Frau auf mich zugegangen ist, sie dann sogar eine Beziehung mit mir eingegangen ist, diese Beziehung so toll funktioniert und ich spüre wie sehr sie mich liebt und nicht zuletzt dass ich endlich Sex habe - habe ich natürlich jede Menge Selbstbewußtsein gewonnen.

Frauen sind für mich jetzt kein rotes Tuch mehr, sie veranlassen mich nicht mehr schüchtern zu Boden zu gucken wenn ich ihnen begnene. Ich kann nun auch mal ganz locker mit einer attraktiven Frau sprechen oder gar etwas flirten, ohne dass es mich innerlich zerreißt.

Und genau das scheint ein Problem zu werden - ich habe oft das Gefühl, ich müsse jetzt vieles nachholen was ich in meiner Jugend vor Schüchternheit nicht konnte. Eben mit hübschen Frauen sprechen, flirten, auf Parties nicht nur darauf achten möglichst viel zu trinken, sondern auch auf die Ladies.

Und ich habe oft sexuelle Phantasien mit anderen Frauen. Vorallem Frauen aus meinem Umfeld, an die ich mich früher nie rangetraut hätte. Sex ist für mich, ganz im Gegensatz zu früher, eine unproblematische und "einfache" Sache geworden. Schüchternheit und Peinlichkeit sind einer gewissen Lockerheit und Lust gewichen.

Es geht nicht darum, dass ich mir besseren Sex wünsche, noch nicht mal andere Praktiken. Mein Sexualleben ist sehr befriedigend. Ich habe diese Phantasien auch nie, wenn meine Freundin bei mir ist.

Nein, es geht in meinen Phantasien nur darum, mit verschiedenen Frauen zu schlafen, wahrscheinlich ist es einfach das profane, typisch männliche "Gene verbreiten wollen".

Ich denke manchmal, meine Sexualität ist erst geweckt worden und möchte nun ausgelebt werden. Jetzt, wo ich das nötige Selbstbewußtsein habe, locker an die Dinge ranzugehen. Dass was sich andere vielleicht mit 16 Jahren holen und dann in meinem Alter sich die Hörner schon abgestoßen haben.

Ich bin nun nicht der große Bunny-Checker geworden, kein everybody's darling der sich von der grauen Maus zum Frauentyp gewandelt hat. Ich würde wohl immer noch keine wildfremden Frauen angraben, wenn ich jetzt solo wäre. Die Schüchternheit ist immer noch da. Aber ich traue mir eben mehr zu. Ich habe das gesunde Selbstbewußtsein gewonnen, was man im Leben braucht.

Ich möchte natürlich nicht meine Beziehung gefährden, deswegen würde ich nie offensiv diese Phantasien versuchen auszuleben. Und außerdem würde ich meine Freundin nie so verletzen wollen, das hat sie einfach nicht verdient. Ich bin kein Macho-Arsch, auch nicht nachdem ich nun selbstbewußter geworden bin.

Aber ich wüßte z.B. nicht, was passiert, wenn eine attraktive Frau (evtl. sogar eine aus meiner Phantasie) versuchen würde mich zu verführen. Ob ich dann wirklich nein sagen kann?

Bis jetzt reicht es mir, mir diese Frauen bei der Selbstbefriedigung vorzustellen. Was für meine Freundin sicher schon verletzend genug wäre, wenn sie es wüßte. Aber ich weiß nicht in wie weit sich das noch entwickelt.

Ich glaube, solche Phantasien sind mehr oder weniger normal, und jeder Mann stellt sich mal in seiner Phantasie jemand anderes vor. Aber da es sich bei mir eben oft um Frauen aus dem näheren Umfeld handelt, ist die Geschichte schon etwas brisanter. Ich sehe diese Frauen teilweise am Wochenende, und habe mich schon ertappt wie ich intensiv mit einigen geflirtet habe. Zum Glück sind alle zur Zeit vergeben.

Dennoch fühle ich mich unwohl. Einerseits ist es unfair meiner Freundin gegenüber, andererseits werden die Phantasien nicht weniger.

Ich denke mal, viele haben schon solche Erfahrungen gemacht. Wie seid ihr damit umgegangen?

Gruß

mac
Mac ist offline