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Alt 12.10.2008, 13:44  
Sailcat
lass das!
 
Registriert seit: 01/2001
Beiträge: 35.249
ich frage mich immer wieder, in welcher welt ich lebe und in welcher ihr.
klar, es gibt unsinnige regelungen, unsinnigen sprachgebrach und überhaupt viel ungerechtigkeit in der welt.
ich habe auch schon oft erlebt, daß man als frau in einer eher von männern dominierten domäne teilweise nicht ernst genommen wird (was ja auch nicht schlimm ist, dann ist der überraschungseffekt hinterher umso größer ), aber eben auch das viel häufigere gegenteil, nämlich ein freundschaftliches und faires miteinander.

ist es denn nicht auch immer von den personen abhängig?
wenn jemand souverän ist, dann wird er auf das jeweils andere geschlecht auch ebenso souverän und ohne berührungsängste zugehen. manchmal glaube ich, daß einige denken, der andere würde ihnen etwas wegnehmen.

es gibt muttersöhnchen und es gibt prinzesschen. beide langweilen mich und ich reduziere den kontakt auf das notwendigste. ich habe nicht den anspruch, beide zu ändern, ebenso wenig, mir gedanken um deren leben zu machen.

veränderung fängt immer in den köpfen an. wenn sich also jeder um sich selbst kümmert und dafür sorgt, sich fair zu verhalten, dann werden überholte und falsche vorstellungen irgendwann von selbst verschwinden.

frauenquoten habe ich eigentlich immer eher als eine beleidigung angesehen.
muß ich wirklich erst über eine quote zu einem job kommen? reicht nicht aus, daß ich bessere qualifikationen habe als mein konkurrent?
ich würde mir wünschen, daß man diese angelegenheiten auf sachlicher ebene betrachtet und die beste person für den job wählt.

man liest oft, daß frauen oder behinderte bevorzugt werden. das hat mich immer schon gestört, weil es polarisiert.
ich finde, man sollte eine echte chancengleichheit leben. wenn sich ein AG dazu entscheidet, einen bürojob einem rollstuhlfahrer zu geben, dann finde ich das ok. besetzt er die gleiche stelle mit einem mann oder einer frau, ist das auch ok. es sollte sich einfach in den köpfen festsetzen, daß jeder die gleichen chancen haben muß, sofern die qualifikationen vergleichbar sind.

übertragbar wäre das dann auch auf andere bereiche.
das bedeutet aber nicht, daß nun männer und frauen gleichgeschaltet werden. wozu?
es gibt dinge, die können frauen besser, und es gibt dinge, die können männer besser. das kann man nicht ändern.

weiblichkeit zeigt sich, m.e. nicht ausschließlich durch kleidung, sondern durch das wesen selbst.
ich hätte auch keine lust, den ganzen tag aufgerüscht durch die küche zu rennen nur weil monsieur gerne was für's auge hätte. das heißt aber im umkehrschluß nicht, daß ich mich ungewaschen und mit fettigen haaren im jogginganzug auf die couch knalle.
alles zu seiner zeit und dem anlaß sowie dem persönlichen empfinden entsprechend bekleidet. so handhabe ich das und fühle mich wunderbar dabei.
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