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Alt 11.10.2009, 21:50  
Oreo
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Registriert seit: 08/2009
Ort: NRW
Beiträge: 322
Wut, Hass, Missgunst ...

... wie steht ihr dazu?

Ist es falsch, sich seiner negativen Gefühlswelt offen zu bekennen und so manches Mal dem "Tier" die Kontrolle über das Verhalten zuzugestehen?

Wir gehen davon aus, dass das "Tier" nicht die absolute Kontrolle erlangt, sondern nur in einem limitierten Rahmen wüten darf.

Ich habe des Öfteren beobachtet, wie die positive Gefühlswelt auf ein Podest erhoben und glorifiziert wird. Dabei wird jedoch der reinigende Prozess eines emotinalen Gewitters vergessen- oder verdrängt.

Ist es wirklich gesünder und reifer ein "Ich verzeihe dir." herauszuwürgen, wenn man dem Gegenüber lieber ganz andere Dinge sagen will?

Meiner Meinung nach ist kontrollierter Zorn ein wirksames Mittel, solange man im Stande ist den Zorn zu kanalisieren.

Ich hatte bis vor Kurzem Probleme damit, meinen Zorn im Zaum zu halten- und diesen präziser einzusetzen. Es sollte angemerkt werden, dass ich kein Befürworter von kopfloser Gewalt- oder Gewalt generell bin. Ich meine ausschließlich, dass mein Zorn zu heiß und schnell aus dem überkochenden Kessel geblubbert ist, und ich mich daran selber verbrannt habe.

Um den eigentlichen Punkt zu verdeutlichen: Sollte man zu seiner negativen Gefühlswelt stehen, und diese auch leben, oder doch eher versuchen der Negativität keinen Raum zu bieten?


Mein Standpunkt: Wenn das "Tier" beginnt zu heftig an der Kette zu rasseln, wird es auf die Dauer auch den eigenen Besitzer angreifen.
Oreo ist offline