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Alt 11.11.2001, 20:10  
gotto
Rock'n'Roll Übermensch
 
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Beiträge: 2.372
Zitat:
Geschrieben von Schmusetoifel
, das Zitat des Herrn Tucholsky wurde schon lange vorher durch entsprechende Gruppen verwendet.
Für DICH ist Landesverteidigung kein niederer Beweggrund, villeicht ist es einer für andere?

Zitat:
Geschrieben von Schmusetoifel
@Gotto: Nun mal als Beispiel, welche Teile der Bevölkerung derartige Argumentatioten gegen die Bundeswehr unterstützen, ein Zitat von einer Bundeswehrgegnerseite:

"Was andere zu "Bundeswehr abschaffen" sagen


Die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) [...]

Im Juni 1996 hat die DGB-Jugend (Jugendorganisation des Deutschen Gewekschaftsbundes) [...]

Im Grundsatzprogramm des Deutschen Gewerkschaftbundes (DGB) [...]

Der Bundesausschuß der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/ Bund der Antifaschisten [...]

Auf ihrem Bundesparteitag beschlossen 1994 die Jusos (Jugendorganisation der SPD) [...]

Die Sozialistische Deutsche Arbeiter Jugend (SDAJ) [...]

Die Feministische Partei - DIE FRAUEN [...].

Die JungdemokratInnen - Junge Linke in Nordrhein-Westfalen [...]

Pax-Christi ist die internationale Organisation der katholischen Friedensbewegung. [...]

Im Gründungsprogramm der Schwulen Kriegsdienstgegner e.V . [...]

Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär, [...]

Es wird also klar, auf welcher Seite des politischen Spektrums diese Leute stehen,
Wird es das? Was weißt du über die politische Einstellung der schwulen Kriegsdienstverweigerer? Und was über Pax Christi (scheinbar nicht viel)?

Zitat:
Geschrieben von Schmusetoifel
aber es handelt es sich meines Erachtens dennoch keineswegs um eine Minderheitenmeinung, da es in der heutigen Gesellschaft durchaus chic zu sein scheint, sich einen Flair des revolutionären, ja des staatsfeindlichen Links-Intellektuellen anzueignen, ohne wirklich ein solcher zu sein.
Schade, der Satz fängt so gut an! Denn die Feststellung, dass es sich nicht um eine Minderheitenmeinung handelt ist doch schon ganz gut. Aber was hat das verquere Gefasel von "revolutionär" und "staatsfeindlich links-intellektuell" hier zu suchen? Ist jeder, der nicht konservativ ist, ein Revolutzer? Oder was? Die Zeiten haben sich geändert, seit Einführung der Wehrpflicht. Vielleicht hast du es noch nicht gemerkt, aber an eine Armee werden heute völlig andere Ansprüche gestellt als in den 50ern. Vielleicht wäre es an der Zeit sich dem anzupassen. Das Thema Gleichberechtigung lasse ich jetzt mal aussen vor (in meinen Augen ist die einseitige Wehrpflicht verfassungswidrig).

Zitat:
Geschrieben von Schmusetoifel
Dieses Phänomen läßt sich wirklich gut an den Universitäten beobachten, an welchen sich wirklich viele Menschen dem Mainstream anpassen, um dazuzugehören.
Ja, dies an den Mainstream angepassten Dazugehörer findet man in vielen Verbindungen und Burschenschaften. Aber sind die nicht überwiegend FÜR den Wehrdienst?

Zitat:
Geschrieben von Schmusetoifel
Ähnlich sieht es leider auch in vielen Lehrerkollegien, besonders in Nordrhein-Westfalen aus, das ist mir besonders in meiner eigenen Oberstufenzeit, wo ich mit meinem Wunsch, mich bei der Bundeswehr verpflichten zu wollen, und auch mit meinen sehr konservativen Wertvorstellungen, auf viele Feinde und Kritiker seitens Lehrer- und (indoktrinierten) Teilen der Schülerschaft stieß.
Welch Schande! Fortschrittliches Denken an einer Schule! Eine Abkehr vom konservativem Denken hin zu einem zeitgemässigen, reformorientierten Denken. Welch Graus! Daniel? Unternimm was dagegen!

Zitat:
Geschrieben von Schmusetoifel
Ein weiterer Beleg für meine Behauptung (die hier bestimmt auch wieder auf Negierer stoßen wird) ist die Reaktion auf die US-Luftschläge seitens der Lehrerschaft, die teilweise so weit ging, die Terroranschläge als Wirkung und die US-Politik in Nahost als Ursache zu sehen, was in meinen Augen durchaus menschenverachtend und politisch (wenn überhaupt) einäugig ist.
Wo diese Sichtweise menschenverachtend ist, verstehe ich nicht. Und ja, einäugig ist sie. Genauso wie die Sichtweise, die Terroranschläge als Ursache und die US-Politik als Wirkung anzusehen.

Zitat:
Geschrieben von Schmusetoifel
Fazit: Es ist leider nicht Jeder das, was er vorgibt zu sein. Ich habe kein Problem, mit Leuten zu debattieren, die ihre eigene - konträr zu meiner stehenden- Position argumentativ und mit Herz und Seele vertreten, bei den Meisten jedoch treffe ich, wenn ich sie hinterfrage, nur auf Polemik und Gewaltbereitschaft. Solche Leute gibt es (leider) auch bei Leuten meines politischen Lagers, und es ist ein Beweis dafür, inwieweit die Diskussionskultur in diesem Lande überholungsbedürftig ist.
Dem kann ich nur zustimmen!


gotto
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