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Alt 11.02.2014, 14:55  
listerine
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Zitat von Whiskas Beitrag anzeigen
@Listerine
Ob Freizügigkeit oder Kontingente, es gibt bei beiden Systemen Vorteile und Nachteile. Mit den EU-Bürgern gibt es in der Schweiz kaum Probleme. Z.B. gibt es sehr viele Deutsche. Sie sind nicht immer sehr beliebt, aber ihren Arbeitseinsatz verneint keiner.
"Erstaunlicherweise" war bei dieser Wahl wieder mal etwas zu sehen: Je weniger die MEnschen mit Nicht-Schweizern zu tun hatten (Landbevölkerung), desto eher wurde diese Initiative angenommen. In den Städten wurde es fast überall abgelehnt.
Nun selbiges ist in Deutschland zu beobachten, während im Osten der Anteil an ausländischen Mitburgern im Bundesvergleich gering ausfällt, ist die Ablehnung der fremden dort am größten.

Wenn man jetzt aber mal bedenkt, das auch "Ausländer" wahlberechtigt sind, (wobei ich mich mit dem Stimmrecht der Schweiz nicht auskenne) ist es nur logisch das die Ergebnisse in großen Städten dir eher zusagen, die werden dieses nämlich sicher abgelehnt haben.

Zitat:
Die direkte Demokratie ist erstaunlich robust, aber leider manchmal für offensichtliche Misstritte empfänglich. Sobald die Stimmung angeheizt ist können Resultate entstehen die bei rationalem Nachdenken nie entstehen könnten.
Nun die direkte Demokratie, ist der Einzig wahre Weg es einer gesamten Bevölkerung eines Landes recht zu machen, indem sie Einfluss nehmen können. Diese Einflussnahme, ob nun gut oder nicht, wurde ich mir auch in der BRD wünschen.

Zitat:
Das gleiche hier: Das PRoblem an sich und die dargestellte Lösung ist diskutierenswert. Diese Lösung hat jedoch früher schon mehr schlecht als recht funktioniert. Soweit ok. Evtl. bringts was, evtl. nicht. Da aber bei der Abschaffung der Personenfreizügigkeit ein enormer Rattenschwanz an sekundärproblemen entsteht ist die Sache klar und logisch. Zudem ist die Verhandlungsposition für weitere Abkommen mit der EU oder für die Abänderung der bestehenden Abkommen denkbar schlecht nach diesem Vertragsbruch.
Tatsächlich abschaffen wird die Schweiz die Einwanderung ja garnicht, sondern nur anders regulieren. Das sehe ich als großen Vorteil, da die Einwanderung nun gezielter gesteuert und somit Wirtschaft nachhaltig gestärkt werden kann, in dem sozial Schwache Menschen eben nicht einwandern können/dürfen.

Auch der "Rattenschwanz" ist relativ, die EU wird sich an den Gedanken gewöhnen müssen nicht über die Welt bestimmen zu können, das gilt aktuelle auch für die Schweiz. Das wirkliche Problem wird jetzt erstmal die EU haben, diese muss nämlich nun den europäischen Staaten erklären, warum die EU diese Freizügigkeit auf jedenfall behalten will.

Zitat:
Aus diesen Gründen ärgere ich mich: Es war eine dumme Entscheidung und ich kann nicht im entferntesten Nachvollziehen warum die MEhrheit so entschieden hat.
Ich sehe nur, wie das geschehen ist im Vorfeld der Abstimmung: durch Lügen,Lügen, Lügen einer Seite. Bis es irgendwann genug geglaubt haben. Die Gegenseite hat leider primär mit rationalen Argumenten argumentiert und auf den Verstand der LEute appelliert.
Nun jeder hat seine eigene Warheit, vielleicht hast du bislang eben nur gute Erfahrungen gemacht, vielleicht bist aber auch du es der auf Lügen hört, gehört hat. Die Welt ist nicht bunt und auch nicht lustig. Ebenso hat Einwanderung, vorallem unkontrolliert, ihre Schattenseiten.
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