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Alt 13.03.2018, 19:41  
winterdream
Junior Member
 
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Verlieb mich nicht mehr und verliere langsam Interesse an ganzem Thema

Hallo zusammen

Ihr lest das Problem eigentlich im Titel, aber ich gehe trotzdem nochmal ausführlicher drauf ein:

Leider gelingt es mir seit einigen Monaten nicht mehr wirklich, mich in junge Frauen zu verlieben. Ich finde vielleicht mal jemanden attraktiv oder interessant, aber irgendwie "erwischt" es mich nicht mehr wirklich. Ich weiß nicht, woran das liegt und ob man es vielleicht auch wieder ändern könnte.

Früher war ich echt der romantische Typ, hab manchmal nur auf Basis von Kleinigkeiten (zB. schöne Haare, Fingernägel, Füße, ansprechendes Verhalten, dunkle Augen, alles Mögliche an ner Frau kann schön sein) schon angefangen, für bestimmte Personen zu schwärmen, sofern ich sie auch charakterlich interessant fand und sie in etwa mein Typ waren. Inzwischen passiert mir so etwas nicht mehr, was ich sehr schade finde, es wurde normalerweise ohnehin nichts daraus, aber verliebt zu sein ist einfach so ein gänzlich anderes, schöneres Lebensgefühl, das ich vermisse.

Das geht soweit, dass sogar mein früher starker Sexualdrang zurückgeht und ich da ebenfalls das Interesse verliere, was natürlich auch andere Gründe haben könnte, aber ich bin erst 21 und bis auf Schlafprobleme gesund. Sehr oft, wenn mir normalerweise eine junge Frau sehr gut gefallen hätte, und das betrifft jetzt Liebe genauso wie Sexualität, lässt es mich inzwischen eher kalt, ich hab die Leidenschaft verloren.

Ich hatte erst eine Beziehung und die ist auch schon fünf Jahre her, damals war das natürlich alles noch völlig anders. Es wühlt mich immer noch etwas auf, wenn ich Menschen sehe, die ihr zu ähnlich sehen, ansonsten gehört das aber der Vergangenheit an. Auch in den letzten Jahren hatte ich das Problem so nicht, das hat sich wirklich erst so langsam nach und nach in den letzten Monaten entwickelt, kA. wann genau das anfing. Ich hätte sogar eine Verehrerin, aber de facto ist auch sie nicht wirklich interessant für mich.

Ich hab mir Gedanken gemacht, woran es liegen könnte und habe mehrere Theorien:
  • Weil ich mit Frauen grundsätzlich oft besser zurecht komme, habe ich mir einen teilweise weiblichen Freundeskreis aufgebaut, was grundsätzlich auch schön ist. Früher sah ich das weibliche Geschlecht immer als ganz kostbare, wertvolle Wesen, wenn ich verliebt war (das klingt so dumm! ), seit ich mehrere weibliche Freundinnen habe sehe ich sie mehr als "normale" Leute, auch nur Menschen, nicht wirklich besser oder anders. Vielleicht fällt es mir deshalb schwerer, mich zu verlieben und für eine von ihnen zu schwärmen.
  • Ich bin ziemlich anspruchsvoll, was den Charakter eines Menschen angeht und manchmal auch ein bisschen misanthropisch drauf. Leider haben die meisten, vor allem schöne, Frauen in meinem Alter so einen (bitte nicht persönlich nehmen, das ist jetzt einfach meine subjektive Wahrnehmung, gottseidank gibt es hier auch Ausnahmen) relativ uninteressanten "Einheitscharakter" ohne viel Tiefe oder Besonderheiten und das finde ich wirklich sehr schade.
  • Ich hatte viel Stress im letzten Jahr und auch dieses, vielleicht ist das Ganze auch nur eine unterbewusste Reaktion darauf und wird von selbst besser, wenn ich mich im Leben wieder etwas zurücklehnen kann und weniger Stress bzw. Angst vor der Zukunft haben muss. Also vielleicht hängt es nicht mit mir selbst/meiner Einstellung oder mit den Frauen zusammen, sondern einfach mit Problemen in nem anderen Lebensbereich.
  • Ich treffe wirklich wenige neue Leute. Leider wohne ich noch immer unfassbar abgelegen (plane aber, sobald wie möglich wegzuziehen) und kann auch nicht einfach mal eben abends ausgehen (außer ich möchte danach eine €32 Taxirechnung bezahlen, da nach 18:50 kein Bus mehr in mein Kaff fährt. Abende werden also de facto vor dem Bildschirm verbracht. Ich habe Freunde in der Stadt, in die ich ziehen möchte und treffe diese auch für ein Wochenende alle 1 bis 2 Monate, wo ich dann ebenfalls die Gelegenheit habe, neue Menschen kennenzulernen, bisher auch dies ohne partnerschaftlichen Erfolg. Dennoch: Wer wenig neue Leute trifft, verliebt sich auch weniger, oder?
  • Ich bin ziemlich selbstbewusst geworden, was auch dazu führen könnte, dass ich mich nicht mehr so leicht an andere Menschen verliere. Ich hab mal irgendwo im Internet gelesen (beste Quelle, ich weiß! ), dass Liebe schöner ist, wenn man noch jung und eben nicht so selbstbewusst ist, da man sich dann leichter und viel intensiver verliebt. Und das ist ja alles, was ich will.

Was meint ihr, woran das liegen könnte? Hattet ihr vielleicht mal eine ähnliche Phase? Falls jemand Hilfestellung, Ideen, Fragen zum Thema oder einfach Denkansätze für mich hat, wäre ich ebenfalls sehr dankbar...

Meine Lage ist jetzt auch nicht so schlimm, aber es ist einfach schade, weil mir da langfristig wirklich etwas entgeht.

Danke fürs Lesen!

Habt ne schöne Woche!
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