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Alt 25.06.2018, 23:27  
Lilly 22
 
Registriert seit: 05/2006
Ort: Alb Donau Kreis
Beiträge: 11.230
Hallo Nordstern74,

an deiner Stelle hätte ich das Ganze zumindest anders gehand-
habt. Im Grunde hat er dir seine Verletzlichkeit darüber, dass
du in dieser, für ihn besonderen, Situation nicht für ihn dagewe-
sen bist, kundgetan. Vermutlich, weil er auf dein Verständnis da-
für gehofft hat und wollte, dass du seine emotionale Verzweiflung
darüber siehst.

Du bist sodann in Rechtfertigungsversuchen übergegangen. Das
ist deshalb kontraproduktiv, weil du deinem Gegenüber damit e-
her vermittelst, dich lediglich in Ausreden winden zu wollen. Hier
hätte ich deshalb eher kurz und knapp Verständnis für seine La-
ge gezeigt und ihm genau so kurz und knapp mitgeteilt, dass es
dir leid tut, dass du zur gleichen Zeit nicht verfügbar bist, aber
wieder für ihn da sein wirst bzw. möchtest, so bald dir das mög-
lich ist und ihm bis dahin alles Gute gewünscht.

Nicht dein Ex-Mann, deine Söhne oder die Hunde usw. sind Schuld,
sondern eben einfach deine eigene Überforderung mit der Gesamt-
situation und das du deine Kräfte eben nur so verteilen kannst, wie
sie dir zu Verfügung stehen. Ebenso deine Zeit.

Und ansonsten, wenn du ihn loswerden wolltest, ja, dann hast du
wohl richtig gehandelt, indem du ihm sagst, er solle gehen. Ande-
renfalls wär es richtiger gewesen, eben die Verletzlichkeit hinter sei-
nen Aussagen zu sehen, ihn vielleicht einfach mal in den Arm zu neh-
men und ihm zu sagen, dass es eine schwere Zeit für euch beide ge-
wesen ist, inder ihr euch mehr oder weniger aufgrund der jeweiligen
Eigendrehung aus den Augen verloren habt und ihr beim nächsten
Mal vielleicht ein bisschen besser aufeinander achtet.
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