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Alt 18.08.2018, 08:58  
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Wird denn in Deiner Ehebeziehung grundsaetzlich nicht ueber Gefuehle gesprochen? Oder werden nur DEINE Gefuehle verschwiegen?

Wie kommt es, dass Du ueber Deine Gefuehle nur sprechen zu duerfen glaubst, wenn Du mit diesen schon so weit fertig bist, dass Du nur noch Deinen Standpunkt zu verteidigen brauchst, nicht aber noch zu entwickeln?

(Ist glaub ich bei fast allen Ehemaennern Deines Alters so.)

Ich glaube, hier geht es grundsaetzlich um Fragen, die meistens bei Maennern in ungefaehr Deinem Alter auftauchen, und die man durchaus im Themenfeld systematische Diskriminierung von Maennern durch traditionelle gesellschaftliche Institutionen und Rollenbilder verorten kann.

Meist dauert es aber nur ca. 10 Jahre, bis der jeweilige Mann drueber hinweg ist und seine Erwartungen an die Gesellschaft und das persoenliche Umfeld einerseits, an die eigene Leistungsfaehigkeit andererseits und schließlich die Faehigkeit, eine "groeßeres Lebensglueck" herbeizufuehren, den gesellschaftlichen und biologischen Realitaeten entsprechend zurueckschraubt.

Innerhalb dieser Jahre kann man sich aber erheblich wehtun und auch Anderen viel Schmerz zufuegen. Moeglicherweise ist es wirklich besser, auf unnoetige Ehrenrunden im Erkenntnisprozess zu verzichten.

Danach ist man meistens auch reif genug, um neue Wege der Anerkennung zu erschließen, sei das nun beruflich oder im Zusammenhang mit der Entwicklung der eigenen Kinder, die inzwischen mglw. schon dem Arbeitsmarkt zustreben.

Geändert von gastlovetalk (18.08.2018 um 09:06 Uhr)
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