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Alt 23.07.2019, 23:22  
Luthor
 
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Zitat:
Zitat von Sportismylife Beitrag anzeigen
Und so einfach sehe ich das nicht. Nicht jeder AfD Wähler ist ein Rassist / Nazi.
Das habe ich auch nicht gesagt!

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Zitat:
Ich stimme zu, daß viele nicht ernst genommen werden. Aber von dort bis zum Punkt eine Partei wie die AfD zu waehlen ist noch einiges dazwischen.
Damit stelle ich die Frage in den Raum, warum man eine politische Richtung unterstuetzt, wenn man sich mit den Inhalten nicht identifiziert? Das ergibt keinen Sinn.
Mindestens eine Duldung ist die Grundlage, denn sonst wuerde man seine Stimme nicht dort vergeben.
(Das sehe ich nicht nur in Bezug auf die AfD so, sondern grundsaetzlich.)


Zitat:
Manche wählen die Partei aus Protest, ohne selbst rechts zu sein. Sollte man anfangen diese Leute endlich ernst zu nehmen oder sie einfach alle als Nazis beleidigen?
Noch mal, ich habe gesagt, wer sich rassistisch aeussert darf auch als Rassist bezeichnet werden. Wer es nicht tut, sollte natuerlich auch nicht als solcher bezeichnet werden. Ich sehe auch nicht, dass das passiert.
Um mal ein allgemeinverstaendliches Bild zu bemuehen: wer sich mitten in die Scheisse stellt, darf sich nicht wundern, wenn er anschliessend danach riecht. Es gibt ausreichend Politiker in der AfD, die mehr als kontrovers agieren. Stichwort: Vogelschiss der Geschichte, Mahnmal der Schande.
Die sind nicht so doof dass sie nicht wissen, wie sie sich artikulieren.
Mir wird bei solchen Aussagen uebel und bei aller berechtigter Kritik an der Politik der Bundesregierung, die ich auch habe, sehe ich nicht, dass man dem eigenem Empfinden wie Wut und Enttaeuschung und sich alleine gelassen fuehlen, Ausdruck verlieht, indem man solchen Leuten zu mehr Macht verhilft.

Ausserdem, ich bezweifle, dass man ernst genommen wird, wenn man aus Protest eine Partei waehlt, in Wirklichkeit aber ganz andere politische Inhalte bevorzugt.
Wenn man sein Wahlrecht ausuebt muss man sich im Klaren sein, dass das Konsequenzen hat. Wer das nicht bedenkt ist mindestens unreflektiert.
Man kann das auch nicht zuruecknehmen, wenn man so gewaehlt hat und dann eventuell Parteien und Personen Aemter bekleiden, die man dort gar nicht haben moechte. Diese Verantwortung hat man dann.

Anstatt aus Protest kontroverse Parteien zu waehlen koennte man sich auch selbst politisch beteiligen. Aber dann kommt garantiert das uebliche Argument, *ich habe keine Zeit* oder *es aendert sich ja doch nichts*.
Ja, wie auch, wenn man nicht aktiv wird?
Also doch lieber aus Protest waehlen und sich dann wieder hinsetzen?
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