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Alt 26.07.2019, 11:25  
nebelschein
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Also, ich finde ihr habt da einen guten Punkt, mit dem Bereit sein zu trennen.

lasst mich eine kurze Gechichte erzählen. Es gibt eine gewisse art bei manchen Männern, die kenne ich schon seit ich ca 14 bin von meinem Kumpels, hat mich immer extrem zornig gemacht. Es ist sone Art so zu tun als wäre nichts, mit guter Laune und Freundlichkeit, und die Frauen schämen sich dann irgendwie und schlucken ihre Verletzung runter, weil sie ja nicht blöd dastehen wollen und sich schämen überhaupt von etwas anderem ausgegangen zu sein.

In Wirklichkeit ist das ganze eine fiese manipulation, und gerade die lockere Fröhlichkeit mit der dann so getan wird als wäre alles ganz normal und und die selbstbewusste nettigkeit sind das verletzende gemeine Instument mit dem man auf Distanz geht und den anderen verunsichert.

Als mein Freund und ich damals nach längerer Freundschaft mal angefangen haben Sex zu haben, gab es einen Tag, es war der erste Tag wo wir uns näher kamen und mal wirklich zu zweit waren und das ganze so richtig eingeschlagen hat, da war ich ziemlich ausserhalb meines normalen Zustandes und realtiv aufgelöst, und hatte alle möglichen Gefühle.

Zuerst war da einfach am Vormittag einfach nur beobachten und beschäftig sein damit, und ihm auch erzählen wies es mir geht aber am Nachmittag haben wie einen Ausflug gemacht und er ging in diesen fröhlichen normalen sunnyboy Zustand. Ich war nun aber gerade so innerlich geöffnet und klar, und auch noch so UNABHÄNGIG, dass ich nicht als kleines Mäuschen darauf hereingefallen bin, sondern ein mieses Gefühl bekam. ich hab ihm dann ziemlich unzufrieden gesagt dass mir das nicht passt, ich nicht so behandelt werden möchte, und ihm erzählt dass ich mir als Frau einen Mann Wünsche der Verantwortung übernehmen will und zu mir stehen will, und mich das spüren lässt, und er das gerade ganz im Gegenteil tut .

Als er daraufhin gelacht hat und gesagt hat ich solle mich nicht so haben und es wäre doch ein schöner tag und wir gute Freunde und alles super, bin ich innerlich rasant eingefroren, was mir extrem selten passiert.

Wir haben dann eher wenig geredet, und er hat mich zu einer bahn gebracht, und hat weiter getan als wäre nichts, aber offenbar doch das ganze irgendwie registriert, weil er beim mich an der Ampel aussteigen lassen gefragt ob das jetzt "das Ende" bedeutet, was ich einfach bejaht habe.

Wohlgemerkt nach 1 Jahr fast jedes Wochenende zusammen verbracht und viel Telefoniert, aber ich war da eiskalt.

Er ist dann bezeichnenderweise mit laut aufquietschenden Reifen, musik lautgedreht, demonstrativ fröhlich davongedüst.

Ich war relativ abgeklärt und ruhig und habe die Sache abgehakt, irgendwie war es wohl in meinem Risiko miteinberechnet wie ich ihn eingeschätzt hatte, und insofern verkraftbar.

5 h später kam allerdings der aufgelöste Anruf mit dem ich ganz und gar nicht gerechnet hatte, und so uncool habe ich ihn niemals davor oder danach wieder erlebt, irgendwie ging es ihm ganz und gar nicht gut.

jetzt worauf ich mit der langen Geschichte hinauswill, an diesem Punkt KONNTE es nur weitergehen durch meine Bereitschaft mir seine show nicht bieten zu lassen. ich denke manchmal daran zurück und bin im Zweispalt, weil wir inzwischen Familie haben und mehr Leute dranhängen und ich mich nicht so frei fühle mich einfach zurückzuziehen.

Gleichzeitig habe ich aber das Gefühl das eine kompromisslose klarheit mit der Option zu gehen irgendwie bei diesem mann weiterhin notwendig sind, und ich das VIEL ZU SEHR vernachlässigt habe, und ihm immer Signalisiert dass er mit seinem verletzenden Verhalten eh durchkommt, bzw alles was er macht schon nicht so schlimm ist.
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