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Alt 16.08.2019, 20:51  
Lilly 22
 
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Ort: Alb Donau Kreis
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Zitat:
Zitat von HW124 Beitrag anzeigen
Ups....genau da werde ich stutzig.

Für mich hört sich das wie ne bessere WG an, mehr nicht. DAS wären sicher nicht die Worte, die mir zu erst über meine Beziehung einfallen würden...
Komischer Weise ist mir das beim Lesen auch so aufgefallen.

Im übrigen empfände ich sein Getue danach und damit auch die Lüge,
viel schlimmer, als einen und dazu einmaligen Seitensprung nach so
langer Beziehung, viel schlimmer. Ich wär darüber also mehr enttäuscht,
sollte ich davon zufällig oder wie auch immer erfahren. Desweiteren ge-
he auch ich davon aus, dass so eine Verhaltensänderung oder auch ein-
fach das "schlechte Gewissen" danach, einer empathischen Partnerin ein-
fach auffallen werden.

Hinzu kommt, dass wohl zu unterstellen ist, dass beide bei ihrem Akt
nicht einmal verhüten haben werden. Nicht nur, dass man so Geschlechts-
krankheiten übertragen und weiter verbreiten kann, sondern es könnte
ja durchaus auch möglich sein, dass das Ganze noch weitreichendere
Folgen hatte und z.B. ein Kind dabei entstanden ist. Mich wundert es
unter diesen Gesichtspunkten und bei einer angeblich echten Reue, dass
der TE sich hierzu so keinerlei Gedanken gemacht hat, sondern eher nur
eigengedreht tickt. Er kann ja gern von sich behaupten, so etwas noch
nie getan zu haben. Wie das mit seiner Schwägerin aber in Wirkichkeit
ist, kann er lediglich vermuten, aber sicher nicht wissen. Für mich wären
das die zwei ersten Dinge, die ich abgeklärt hätte: Test und ob eine un-
gewollte Schwangerschaft in Betracht kommt oder auszuschließen ist.
Man dürfte ja wohl zumindest ein Interesse des TE daran annehmen, sei-
ne Frau nicht noch zusätzlich gefährden zu wollen.

Ob er den Seitensprung an sich beichten möchte oder nicht, liegt in sei-
nem Verantwortungsbereich. Es nicht zu tun, würde bei mir echtes Miss-
trauen erwecken, das ich im Gegensatz zu einem verzeihbaren Seiten-
sprung eher für unheilbar empfände. Dazu muss ich nicht einmal eine
besonders emotional veranlagte Partnerin sein. Denn, gerade, wenn mei-
ne Beziehung eher konstruktiv funktioniert, sähe ich das so als gefähr-
det bzw. reine Illusion an. Es gehört nicht nur Mut, sondern auch Ver-
trauen in den Partner und die Partnerschaft, auch "Seitensprünge" an-
sprechen zu können. Mir würde das zudem eher signalisieren, dass
mein Partner für sein Handeln einerseits Verantwortung übernimmt und
mir vertraut und er andererseits auch meine Belange (zumindest im Nach-gang) berücksichtigt.

Feigheit und Egozentrik schließen echte Loyalität aus. Loyalität ist aber
-zumindest für mich- einer der wichtigsten Eckpfeiler einer Partner-
schaft.
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