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Alt 21.10.2019, 18:35  
Damien Thorn
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Beiträge: 8.100
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Zitat von BlickInDenSpiegel Beitrag anzeigen
So hatte ich mir das auch schon gedacht, allerdings sehe ich hierbei ein wenig die Gefahr, dass sie sich dabei zurückgesetzt fühlt - denn da sie wahrscheinlich nicht mal selbst bemerkt, dass SIE sich distanziert, würde sie es als aktive Distanzierung durch mich und damit Ablehnung ihrer Person empfinden, und sich dann noch mehr zurückziehen...
Sie ist aber doch eine Erwachsene, oder? Ich meine, wie könnt ihr eine Partnerschaft führen, wenn Du sie behandeln musst wie ein Kind? Und wie könnt ihr auf Augenhöhe agieren, wenn Du glaubst, ihr weder verbal noch durch Taten vermitteln zu können/dürfen, dass Du das nicht mit Dir machen lässt, während sie sich benimmt, wie es ihr eben so passt? M.E. nimmst Du sie ohne Sinn in Schutz bzw. entschuldigst ihr Verhalten. Wohin soll das führen?


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Zitat von BlickInDenSpiegel Beitrag anzeigen
Genau diese Situation hatten wir letzte Woche. Wir trafen uns zu einem Spaziergang, unterwegs jedoch verhielt sie sich extrem distanziert, wenig interessiert an dem, was ich ihr erzählte und irgendwie genervt durch meine Anwesenheit. Als es dann auch noch dazu kam, dass ich nach einem Telefonat, bei dem ich kurzzeitig stehengeblieben bin um mir etwas zu notieren, sie jedoch weiterging, eine Zeitlang hinter ihr herlaufen musste um sie einzuholen, war mir die Lust völlig vergangen. Ich sagte ihr, ich ginge dann einen anderen Weg... danach hatte ich mich auch nicht mehr bei ihr gemeldet, bis am nächsten Tag um die Mittagszeit eine Nachricht von ihr kam, in der sich mich fragte, was gerade mit uns passiere und dass sie will, dass wir uns verstehen und alles gut ist... und genau dieses ambivalente Verhalten ist es, was mir so zu denken gibt!
In so einer Situation hätte ich ihr an Deiner Stelle geschrieben, dass Du ebenfalls willst, dass man sich versteht, aber dass dies Bedingungen hat, zu denen Ignoranz eben nicht dazu gehört. Ich bin bei so etwas nicht zimperlich, nicht zuletzt, weil ich mir klarmache, dass es ungesund ist, das Gegenüber bei solch einem Verhalten auch noch zu "verwöhnen". Letzten Endes bist Du mit ein Grund, weswegen sie macht, was sie macht. Sie traut eurer Partnerschaft nicht, ebensowenig wie Du. Ihr habt nur unterschiedliche Hintergedanken. Sie sabotiert die Sache lieber von sich aus, anstatt den kontrolllosen Verlust zu erleiden, und Du hast so wenig Vertrauen in die gemeinsame Sache, dass Du Dich ihr lieber unterwirfst, anstatt eure Sache auf die Probe zu stellen.

Dir sollte klar sein, dass eine Schönwetterbeziehung nirgendwo hinführt. Gerade bei Meinungsverschiedenheiten zeigt sich die Qualität eines Miteinanders. Und wenn da alles ignoriert und unter dem Teppich geschoben wird, dann macht ihr euch nur etwas vor. Wenn die Sache zwischen euch nicht passt, dann wird es auch zu Ende gehen. Aber m.E. sollte man ihr - vor allem nach bereits 1 Jahr - die Chance geben, sich zu bewähren.
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