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Alt 12.11.2019, 15:36  
Findus
Kater
 
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Beiträge: 13.311
Zitat:
Zitat von Sam Hayne Beitrag anzeigen
Bei Holland bleibend...
Könnten wir uns so ein Modell in D. überhaupt leisten? Nochmal 9.3% vom Bruttolohn weg? Wieso kann Holland sich das leisten? Oder können sich die das eigentlich genausowenig leisten?
Also, wenn wir das System auf Deutschland übertragen: Von meinem Lohn sind auch 18% weg....da wird zwar so getan, dass der Arbeitgeber das zahlt, aber de facto ist das mein "Verdienst". Also, egal...das ist nur Augenwischerei. Oder andersherum: Der Arbeitgeber führt die gleichen 18% ab.

Das verbucht der AG aber als Arbeitskosten, die Du nicht siehst. Beispiel: AN verdient 40.000 brutto, der Ag hat aber Kosten von ca. 50.000 Euro.

Genauso gut könnte man sagen: Der AN verdient 50.000 Euro und führt 18% ab. Hoffe, das ist verständlich....


Zitat:
Oder welches Modell wäre für uns am geeignetsten?
Weniger Bürokratie und mehr von den anderen lernen...Richtung richtiges/echtes 3-Säulen-Modell. Und Absicherung für die Wenigverdiener/Garnichtverdiener hat in meinen Augen Priorität. Wer mehr benötigt, verdient auch mehr und kann die 2. und 3. Säule nutzen. Und was die Niederlande eben auch hat: Sehr starke Regeln Richtung Kapitaldeckung und strikte Einhaltung inkl. in Notsituationen Rentenkürzungen als letzte Maßnahme, sollte die Kapitalabdeckung nicht (mehr) gesichert sein.

Das steht gerade in den Niederlanden (weil es auch da einen Umlagefinanzierten Teil gibt) als Kritikpunkt zur Diskussion. Weil in Zeiten schwacher Zinsen und weniger Einnahmen so ein System auch nicht "perfekt" ist.

Ich muss mir nochmal das Schweizer Modell raussuchen...

Geändert von Findus (12.11.2019 um 15:44 Uhr)
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