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Kommt immer darauf an, was man zu erwarten hat. Den Fall, den Du beschreibst, wäre der Idealfall, der so gut wie nie vorkommt. Der Regelfall ist Drama und Trennung, der schon allein aus der Wunschäußerung heraus passiert. Da werden bei vielen Menschen Illusionskonstrukte zum Einsturz gebracht ("Ich sollte genügen!"), was diese dann mit oft destruktiven Kuzschlussentscheidungen, aber zumindest mit aufgebauschter negativer Langzeitlaune quittieren. Das Vertrauen ist dann schon weg, weil derjenige sich als ersetzbar sieht (auch wenn dies nicht zutrifft) und wird nicht selten vom Gegenüber mit pauschalem Misstrauen gegenüber jeglicher Handlungsweise des Wunschäußernden reagieren ("Er geht jetzt raus? Allein? Bestimmt trifft er sich mit anderen Frauen" etc.).
Fazit: Wer die Wahrheit nicht aushält, dem wird sie nunmal verschwiegen. Und verschwiegen wird es in aller Regel nicht, um Vertrauensbruch zu begehen, sondern um künstliches Drama, wo gar keins sein müsste, zu unterbinden. Wer annehmen muss, dass der Partner unter der Wahrheit nur leiden und wahrscheinlich auch die Beziehung beenden wird, der wird die Partnerschaft logischerweise nicht mit einer unnötiger Beichte eines i.d.R. irrelevanten ONS etc. belasten.
Geändert von Damien Thorn (06.01.2020 um 17:50 Uhr)
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