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Alt 14.05.2020, 21:29  
Lilly 22
 
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Ort: Alb Donau Kreis
Beiträge: 11.756
Hallo Fischli >°}}}>><,

erst einmal herzlichen Glückwunsch zu eurem Kind.

Zitat:
Zitat von Fischli >°}}}>>< Beitrag anzeigen
...Weit gefehlt. Sie hat ihn angebrüllt dass er nicht mehr ihr Sohn wäre wenn er das tut und dass sie dann auch kein Enkelkind mehr hätte....
In diesem Moment hätte ich mich vermutlich als erstes gefragt, ob
der Schwiegervater nicht allen Grund zu seinem verflixten Verhal-
ten im Rosenkrieg mit ihr hat.

Also mal im ernst: wenn ein ehemaliges Paar einen derartigen Ro-
senkrieg ausficht, stehen dahinter ja meist noch verletzte Gefühle
(ggf. hier auch nur das eigene, verletzte Ego), die in einem Macht-
kampf stellvertretend ausgetragen werden usw. usf.

Natürlich muss es für Dritte (objektiv betrachtet) völlig irrational
erscheinen, wenn die Schwiegermutter, trotz allen angeblichen Lei-
dens nicht nur selbst am Nachnamen des Ex-Ehemanns festhalten
will, sondern das auch von ihrem Kind usw. erwartet.

So grundsätzlich erst einmal. Schließlich kostet es ja auch nicht un-
bedingt wenig, nach einer Scheidung wieder seinen Geburtsnamen
annehmen zu wollen (sämtliche Papiere, die geändert werden müs-
sen usw.). Das allein wär aber eine Frage des Aufwandes und der
Machbarkeit (finanziell usw.).

Könnte es ggf. sein, dass er sich scheiden lassen hat wollen und sie
ihm das bis heute nicht "verziehen" hat? Vielleicht auch nur den da-
hinter stehenden Grund (ggf. andere Damen im Spiel usw.)? Krieg
hier also einerseits mit Rache einher geht, aber gleichzeitig kein Los-
lassenwollen reift(e)?

Es ist schon mal gut, dass ihr euch soweit einig seid und euch zu-
dem auch nicht emotional erpressen lassen wollt.

Selbst, wenn sie ggf. ihren Sohn, gerade nach dem "Verlust" des Ehe-
manns ungern mit einer "anderen" teilen möchte, dessen eigene Ehe
bevor steht (was das Ganze noch besiegelt), muss sie eben lernen,
dass ihr euer eigenes Leben habt usw. usf.

Deshalb wären aus meiner Sicht 2 weitere Dinge (neben eurer Einig-
keit darüber) wichtig:

Vermittelt ihr, dass es letztlich allein ihre Entscheidung ist, ob sie den
Kontakt zu euch ernsthaft abbrechen oder aufrecht erhalten möchte.
Dass sie also niemand anderes vor diese Wahl gestellt hat, außer sie
sich selbst.

Damit setzt ihr diesem ungesunden Agieren eine gesunde Grenze und
darüber gibt es auch nichts, das man erst ausdiskutieren müsste.

Der Scheidungskrieg seiner Eltern liegt zudem in deren Verantwor-
tungsbereich. Das sind also Dinge, die die beiden unter sich selbst
ausmachen müssen. Es sei denn, einer der beiden ist hier klar über-
griffig z.B. Eine bloße Solidarisierung, ob nun mit ihr oder dem Vater
ist niemals gut. Sie trägt, auf der einen oder anderen Seite, lediglich
zur Verstärkung des Krieges bei. Er ist und bleibt Kind beider. Punkt.

Dein Partner entscheidet also selbst, wie er die Kontakte zu seinen
Elternteilen weiter pflegen möchte und das sollte unabhängig davon
geschehen, was die beiden für einen Krieg untereinander meinen aus-
führen zu müssen. Er hat damit nichts zu tun. Er kann für deren Streit
nichts. Er sollte sich weder von der einen Seite, noch der anderen in-
strumentalisieren lassen, sondern einzig danach handeln, was für ihn
gut ist und was er sich -frei vom Zerwürfnis seiner Eltern- für sich halt
wünscht. Sollte einer der beiden Elternteile deshalb rumtoben wollen,
sollte dein Partner diesen Elternteil damit auf sich selbst zurück fallen
lassen.

Deine Schwiegermutter wird in keine Selbständigkeit zurück finden
bzw. eine solche erwerben, wird sie gepampert bzw. gar bemitleidigt.

Wenn sie also meint, solche Ansprüche stellen zu dürfen, bei denen
es sich einzig um sie selbst dreht, sollte dein Partner sich tunlichst
mal fragen, inwiefern er seine Mutter-Sohn-Beziehung bisher vor al-
lem allein aufgrund von Mitleid pflegte.

Schließlich versucht sie nicht umsonst, ihn genau über diese Schiene,
emotional zu erpressen.

Geändert von Lilly 22 (14.05.2020 um 21:37 Uhr)
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