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Alt 07.06.2020, 23:49  
Lilly 22
 
Registriert seit: 05/2006
Ort: Alb Donau Kreis
Beiträge: 11.756
Hallo Villingili,

Zitat:
Zitat von Villingili Beitrag anzeigen
... Ich habe bisher wenig konstruktives gelesen...
Was ich gelesen habe sind Mutmaßungen die eben wirklich nicht zutreffen.
Ich wüsste nicht warum ich mir Schuhe anziehen soll, die mir nicht passen...
nur, weil du aus dem psychologischen Bereich kommst, heißt das lange
noch nicht, dass du allmächtig bist. Ganz im Gegenteil. Und deine Bei-
träge klingen eher arrogant, sorry. Alle anderen sind dir demnach weit
unterlegen und nur du hast die Weisheit mit Löffeln gefressen. Aber,
Hauptsache man lobt dein Aussehen. Verdammt oberflächlich alles.

Zitat:
Zitat von Villingili Beitrag anzeigen
... Es ist mittlerweile auch ganz normal auch mit Mitte 30 oder später Kinder zu bekommen. Zumindest in meinem Freundeskreis, bekommen gerade jene Frauen mit Doktorratsstudien in Jus ect n mit 20 keinen Nachwuchs....
Nun gut, in deinen Kreisen vielleicht nicht, in meinen schon. Nicht direkt
mit 20, aber durchaus während des Studiums bzw. der Doktorarbeit. Voll
krasse Frauen aus deinem Blickwinkel vermutlich.

Wenn man dazu in einer halbwegs gefestigten Beziehung ein Kind bekom-
men möchte, ziehen dafür leicht auch noch mal ein paar Jahre ins Land, es
sei denn, man ist weniger verkopft, hat generell ein gutes Händchen und
ist -ohne naiv zu sein- dem Leben zugewandter. Ansonsten wird es bei dir
mit Mitte 30 eben doch eher sehr knapp, zumal die Schwangerschaft auch
noch ihre Zeit beansprucht. Und da wärst du eben Erstgebärende mit Risi-
kofaktor. Es soll Frauen geben, die in diesem Alter bereits in ihre Wechsel-
jahre kommen.

Und du bist halt nicht nur extrem verkopft (so kommt es hier jedenfalls rü-
ber), sondern du setzt moralische und überhaupt Ansprüche, die eher ei-
nem Ideal entsprechen sollen. Etwas, das für den normalen Menschen so
kaum wirklich (emotional) greifbar sein wird, weil es Mauern zum Gegen-
über zieht, anstatt diesem offen zu begegnen.

Nur, weil Frau zu ihren Bedürfnissen steht und die Hürde für einen Mann
nicht ins unermessliche dabei zieht, ist sie weder "wahllos", "noch über-
haupt naiv bei der Sache" oder gar "ausnutzend, nur ein Sprungbrett suchend".
Sie weiß einfach nur besser zu dem zu stehen, was sie für sich möchte
und im Leben besser zuzugreifen.

Außer dir, hat hier zudem niemand behauptet, dass du einen Mann küs-
sen solltest, den du nicht sehr gern hast und gar mit einem solchen Sex
haben solltest. Interessant allerdings, dass du das gleich so verstehst.

Als Mensch, mit einem reichen Spektrum an eben auch Gefühlen, kann
ich einen Mann so eben auch sogar ziemlich gern haben, ohne deshalb
krampfhaft zugleich auf eine Beziehung mit diesem aus sein zu müssen.
Erst recht eben in echten Kennenlernphasen, aber auch nach der Fest-
stellung, dass es im übrigen eher nicht so optimal passt und liegt das
z.B. nur an aktuellen Umständen. Daran ist rein gar nichts verwerflich
und es ist vor allem nicht von Anfang an verkrampft, wie bei dir.

Ich bin eher pragmatisch veranlagt und habe das, was du negativ eher
als "Spungbrett" bezeichnest (das war es aber nie, da Menschen sich
hierüber offen austauschen und wie gesagt, dennoch sehr mögen kön-
nen), eher als kleine Zwischenschritte in meiner eigenen Weiterent-
wicklung erfahren. Mein damals langjähriger Freund war tödlich verun-
glück. Eine ganz andere Form der "plötzlichen Trennung" bei gemein-
samer Lebensplanung und echter, emotionaler Verbundenheit. Da war
ich jünger als du das im Heute bzw. bei deiner Trennung gewesen bist.

Vom Außen spürbar der "Druck" (nicht absichtlich, eher als Zeichen der
Unfähigkeit mit so einem Thema besser umgehen zu können) "wann
funktionierst du denn nun mal wieder, so, wie früher....?". Die starke
Powerfrau usw. usf. Ablenkungen, ähnlich deiner, hätte ich jederzeit,
an eben jeder Ecke haben können. Freunde versuchten mich sogar zu
"vermitteln", weil es ja nicht sein könne, dass ausgerechnet ich allein
bliebe. Wir waren damals alle noch verdammt jung und wer so etwas
nicht selbst erlebt hat, mag zum Teil merkwürdige Ansichten pflegen.
Sich trotz Bemühens nicht wirklich hineinversetzen können.

Ich hatte Glück im Unglück. Dafür muss man aber offen sein, anstatt
sich dem bloßen Funktionierenmüssen hingegeben bzw. unterordnen
zu wollen. Ich habe es nicht gezielt gesucht bzw. erwartet, aber ich
bin genau in dieser Krisenzeit zum "Glück" auf komplett neue Men-
schen gestoßen, die mein Leiden hinter Rationalisierungen usw. ge-
sehen haben. Menschen, wo man einfach eben auch schwach sein
darf, weil es dazu gehört. Wo du andere verurteilst, sind jene eher
präsent, mit ganzem Herzen (Empathie) und ganz freiwillig dazu be-
reit, dich zu begleiten und dich genau dort (emotional) aufzufangen,
wo du eben gerade wirklich stehst. Ohne herablassende Bemerkun-
gen. Ohne Erwartungen an einem, wie man angeblich zu funktionie-
ren hat oder früher eben funktionierte.

Im Übrigen sind letztlich alles nur "Übergangsbeziehungen", die man
sehr wohl wertschätzend pflegen kann, bis man am Ende wirklich fin-
det, das bis zum Ende passt und hält. Weiß Du vorher, wann dein Ende
kommt?

Meine besten Beziehungen sind immer noch jene, in denen ich direkt
meine Weiterentwicklung bemerke usw. usf. Aber sicher nicht jene, wo
ich erst im Nachhinein meine, jetzt mal dafür Sorge tragen zu wollen.
Noch weniger, werde ich erst als Verlassene quasi dazu gezwungen.

Es macht zudem einen deutlichen Unterschied, ob ich lediglich bestimmte
Vorstellungen über eine Beziehung, einem zukünftigen Partner usw. pfle-
ge und grundsätzlich für ein echten Kennenlernen offen bin und bleibe. O-
der ob ich damit irgendwelche Mauern um mich herum baue, wie wild Ide-
alen hinter her hechte, um allen erklären zu können, wie blöde sie im Grun-
de sind.
Wozu tue ich Letzteres? Klaro, weil ich emotional total bindungsfähig bin
und da keine Baustellen weiter mit mir herum schleppe.

Eine attrakive, selbstbewusste Frau in deinem Alter, die wirklich emotional
bindungsfähig und stabil ist, hat deine Probleme sicher nicht. Solche Prob-
leme haben eher Frauen, die emotional selbst nicht greifbar sind. Ganz ein-
fach eigentlich. Je nachdem, wie man selbst tickt, präsentiert sich also auch
die Auslage.

Wäre ich an deiner Stelle, würde ich mich extrem selbst hinterfragen. Nicht
selbst abwerten oder gar andere. Mir könnte sicher viel passieren usw., eins
aber sicher nicht: in einer langjährigen Beziehung die Veränderungen mei-
nes Partners usw. nicht zu bemerken. Komisch, wo du angeblich solch ho-
hen Anforderungen an Liebkosungen usw. stellst und alles, was nicht in
einer Beziehung müdet, als "schlecht" abwertest. Wie kann dann es so al-
so passieren, dass du davon überrannt wirst? Weil lediglich das Bild passen
muss? Weil du lieber in Traumwelten lebst, als in der Realität?

Du versuchst dich hier lediglich als die supertolle, mega abgeklärte Frau zu
präsentieren. Von Emotionen usw. keine Spur. Ja, es soll auch Männer ge-
ben, die darauf abfahren.
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