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Alt 30.06.2000, 21:22  
ob32
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Registriert seit: 06/2000
Beiträge: 84
hallo klaus, ich kann deinen schmerz und selbstzweifel sehr gut nachvollziehen. auch ich habe ja diese erfahrung, wie so viele hier in diesem forum machen müssen.
fehler über fehler erkennt man in nachhinein an sich. doch bringt es einen nicht weiter über diesen zu trauern. trauern, ausheulen ist ganz wichtig, ohne zweifel. doch dann muss disziplin einsetzen.
diese erfahrung, die man gemacht hat, darf nicht nur als narbe beheult werden. stolz und erkenntnis sollten folgen. du hast in bestimmten situationen nicht so gehandelt, wie du es gerne gesehen hättest. du standest neben dir sozusagen. ok. jetzt kommt die zeit so zu werden, wie du es wolltest. das was mies war an dir gilt es zu ändern. die narbe erinnert dich ab diese aufgabe.
das ganze leben ist eine einzige bewehrungsprobe, doch wenn man nur dasitzt und sich selbst bemitleidet hat man diese probe nicht bestanden, man ist aber auch nicht durchgefallen, man hat sich nur nicht gestellt. trotzdem ist das verlorene zeit. denke daran : carpe diem, nutze den tag. lerne aus deinen erfahrungen, werde wie du sein willst, überwinde deine zweifel, deinen schweinehund, stell dich dem leben und lache. lache, obwohl du tottraurig bist. damit kannst du anderen menschen vieleicht sogar einen schönen tag beschehren, weil sie ein lachen gesehen haben. und dann unvermittelt ist es wieder da, das glück. das glücklichsein mit dir selbst.
dann wird auch jede andere mit dir glücklich sein wollen.

ich wünsche dir das sehr.

ein psychologe wird dir da sicher weiter helfen können. dein hausarzt wird einen guten wissen in der nähe. ich rate dir, nehm einen mann. er kann sich besser in dich hineinversetzen.
ausserdem kann ich dir nur das buch "eisenhans -ein buch über männer" weiterempfehlen. es ist wirklich gut geschrieben und gibt anleitung zur findung des selbst. des männlichen selbst. vieleicht hilft dir auch eine männergruppe.
ob32 ist offline