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Alt 04.01.2005, 15:07  
KleinBelita
Entlein mit Englein
Themenstarter
 
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es sollten nun 2 jahre folgen die halbwegs ruhig waren , doch was ist schon ruhig , ich glaube in dieser zeit wäre alles für uns besser gewesen ....
meiner mutter gab man mehrmals die möglichkeit uns zu sich zu holen , bevor man uns zur adoption freigab ...sie rührte sich nicht , vielleicht 2 oder 3 mal wird sie in der ganzen zeit vorbeigekommen sein .
an das meißte bei ihren besuchen erinner ich mich nicht , nur an ihren begleiter , ihr neuer partner , bis heute blieben mir nur dessen bestochene arme und sein goldner zahn in erinnerung (grins dazu später mehr )
ab und an hörte man auch unsren vater in den hof des heimes einfahren...trotz das wir in unsren kindlichen worten versuchten uns immer und immer wieder auszudrücken , ließ man uns immer wieder auf ihn stossen und alles schien für die heimleiung ok ....
schade das ich mich heute nicht mehr an den namen der köchin erinner , sie wurde mir irgendwie zur mutter in der zeit , sie schaffte es auch durchzusetzen das ich ab und an an wochenenden oder in den ferien mal mit zu ihr durfte
sie lebte damals mit ihrem mann auf einen kleinen hof , herrlich wahr es den hühnern die eier am frühen morgen zu stehlen
sie war es auch die mich immer wieder beschützte und wenn es vor der ganzen heimleitung sein musste .....zb. ! eines morgens wurde ich gefragt was ich anziehen wollte ...es war frühjahr...doch da ich bis heute ein fröstelnder mensch bin wollte ich kein kleid anziehen , wie man mir vorschlug und ich bat um einen pulli...nun ja ende vom lied , man zog mir 4 pullis übereinander an und 3 paar hosen , als erziehungsmaßnahme, auf das ich iregendwann " normal" sei gg, also marschierte ich ab in die küche und meine geliebte köchin half mir mich wieder auszuziehen
die agressionen meines kleinen bruders wurden zu der zeit immer größer ,selbst gegen mich richteten sie sich und nicht seten verbiß er sich in meinem arm....doch anstatt zuzuhören ....beruhigte man ihn mit medikamenten ....
damals lernte ich auch , daß man einen ruhepol benötigt , ein stückchen erde an dem man nur selber könig ist , denken kann und darf was man will , weinen lachen ....einfach leben ....
und in der nähe des heimas fand ich ihn ....eine alte burgruine ....wie oft waren wir geschwister dort oben , klauten auf dem weg nach oben haufenweise Maiskolben und ließen uns die sonne auf die nasenspitze scheinen ....
dorthin wollte ich auch eines tages , als mal wieder diese motorengeräusche im hof erschallten ....ich rannte als wäre der teufel hinter mir her und was war das ende vom lied ? ein alter baum meinte seine wurzeln mir in den weg zu stellen ...und ich fiel
ok um den besuch kam ich drumherum , da ich mir das knie wirklich arg aufgestossen hatte ....heute zeugt nur noch eine mittelmässig große narme von diesem ereignis.........
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