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Alt 06.04.2016, 09:59   #371
Trimalchio
abgemeldet
Zitat:
Zitat von Findus Beitrag anzeigen
Die würden weiterhin an der 5 Prozent Hürde herumwurschteln?

CSU Politik bedeutet bayerische Politik. Die werden, was Wunder, auch nur in Bayern gewählt.

Eine Lokalkoloritpartei...wird im Rest Deutschlands wohl eher nicht gewählt.

Folge: CDU und CSU wären fast gleich vertreten. So wie heute auch. Die beiden C- Parteien würden eher noch verlieren. Weil die CSU nicht mehr lokal so stark wäre...und sich selbst schwächt.

Eine CSU in Meklenburg-Vorpommern käme wohl gerade mal auf sagenhafte 0,2 Prozent. Das ist eine Findus-Prognose.
Das entspricht wohl dem, was CDU und CSU derzeit auch dazu denken. Die wollen in Wahrheit gar nicht echt konkurrieren.

Sei es drum. Es ist ja eigentlich auch Thema, wie die Parteienwelt derzeit so ist und nicht wie es sich manche wünschen würden.

Das Problem einer Partei (AfD), die bundesweit vermehrt Neonazis anlockt, wäre damit auch nicht unbedingt gelöst.

Ja. Jetzt wird es wieder lautes Geschrei von Silberlocke und Scuderia geben. Dabei musste der Bundesvorstand der AfD selber ohne Berührungsängste nach rechts dieses Problem bereits für einen Landesverband offiziell eingestehen. Die Wahrheit ist schon mal und für manche schwer erträglich.
Trimalchio ist offline  
Alt 06.04.2016, 09:59 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 06.04.2016, 10:01   #372
SirPatrick
Member
 
Registriert seit: 11/2014
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 176
Ich vermute mal, die beiden sogenannten "Volksparteien" werden bald nur noch maximal eine Randnotiz bzw. Geschichte sein.

CDU und SPD haben beide den Fehler gemacht, sich gemeinsam um die sog. Mitte zu balgen. Die CDU hat damit ihre wertkonservativen Mitte-rechts Wähler vergrault, und die SPD hat ihre linke Stammwählerschaft verloren.

Die Wertkonservativen sind oder werden stramm zur AFD abwandern, die somit die neue konservative Volkspartei in Deutschland wird. Mit Leuten wie Professor Meuthen ist das auch durchaus denkbar. Meiner Meinung nach werden nach der nächsten Bundestagswahl (die der SPD vermutlich den endgültigen Gnadenstoß versetzen wird und die CDU dramatisch abstrafen dürfte) eine prominente wertkonservative CDU Mitglieder wie Frau Steinbach, Herr Bosbach und der Chef der Mittelstandsvereinigung zur AFD rüberwechseln. Das dürfte auch den Einfluss von Frau von Storch reduzieren (die ich wirklich nicht sympathisch finde). Es dürfte auch Bestrebungen aus der CSU geben eine Annäherung an die AFD zu vollziehen. Daher kann es auch gut sein, dass es nach der nächsten Bundestagswahl eine Koalition aus CDU und AFD (etwa auf Augenhöhe) und bei Bedarf noch FDP geben wird. Eine wirkliche bürgerliche Regierung, die die Mehrheitsverhältnisse im Land auch wiederspiegelt. Die AFD wird ihre rechtsextremen Mitglieder nach und nach ausschließen. Man erinnert sich nur mal an die kommunistische und pädophile Unterwanderung die der Grünen in ihren Gründerjahren ausgesetzt waren. Die sind da auch rausgewachsen.

Beim linken Lager ist das schon schwieriger. Ich denke jeder politisch interessierte Mensch weiß dass die SPD fertig hat. Wer so gegen das eigene Kernklientel (den kleinen Arbeiter) vorgeht, muss sich nicht wundern, wenn man abgestraft wird. Ralf Stegner, Siggi Pop und der schlechteste Justizminister aller Zeiten tun ihr Übriges dazu, diese Partei nie wieder ernst zu nehmen. Das unfähige Personal ist noch nicht endgültig aufgezählt, aber dies würde zu lange dauern, alle Versager dieser Partei zu nennen. Eine neue Volkspartei für die politische Linke hat sich noch nicht gebildet. Ich denke, dies dürfte entweder Die Linkspartei oder die Grünen werden. Vielleicht teilen sie sich das auch auf, im Westen Die Grünen im Osten die Linkspartei. Die SPD wird dann nur noch (falls überhaupt auf 5 % kommend) als Mehrheitsbeschaffer gebraucht.

Wir dürften in Zukunft also wieder einen echten Wahlkampf erleben. Ein rechtskonservativer-liberaler Block (CDU allerdings ohne Merkel, AFD und bei Bedarf FDP) gegen einen links-grünen Block (Die Linke, die Grünen bei Bedarf SPD). Dann finden im Parlament vielleicht auch wieder echte Auseinandersetzungen statt und der Einheitsbrei hat ein Ende. Voraussetzung ist, dass Frau Merkel in der Versenkung verschwindet.
Ich freu mich darauf.

Frau Merkel mit ihrem Einheitskurs hat die demokratische Auseinandersetzung in diesem Land nach und nach zum Erliegen gebracht und das kann sich eine Demokratie wirklich nicht erlauben.

Fazit: Wir werden innerhalb der nächsten 20 Jahre mindestens einen AFD Kanzler und einen aus einem der linken Parteien haben.
SirPatrick ist offline  
Alt 06.04.2016, 10:26   #373
Silberlocke4904
verwarnter User
 
Registriert seit: 06/2004
Ort: Baden
Beiträge: 10.654
Zitat:
Zitat von SirPatrick Beitrag anzeigen
...............
.............
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Frau Merkel mit ihrem Einheitskurs hat die demokratische Auseinandersetzung in diesem Land nach und nach zum Erliegen gebracht und das kann sich eine Demokratie wirklich nicht erlauben.

Fazit: Wir werden innerhalb der nächsten 20 Jahre mindestens einen AFD Kanzler und einen aus einem der linken Parteien haben.
Interessante Überlegungen.

Bezüglich der Entwicklung der AfD, also ob die AfD eine Eintagsfliege wird oder sich etablieren kann, hängt, wie Du es angedeutet hast, wesentlich von den Personen ab, welche die AfD repräsentieren.

Wenn sich Leute wie Professor Meuthen gegen eine von Storch, einen Gauland durchsetzen können, dann wird die AfD sich tatsächlich etablieren können.

Nachtrag:

Mit Personen alleine ist es natürlich nicht getan.

Entscheidend wird sein, was die Personen für ein Programm entwerfen, ob sie, z.B. mit mehr direkter Demokratie, eine echte Alternative für Deutschland sind.

Geändert von Silberlocke4904 (06.04.2016 um 10:37 Uhr)
Silberlocke4904 ist offline  
Alt 06.04.2016, 10:40   #374
Stan90
abgemeldet
Da ich hier öffentlich des Lügens bezichtigt wurde, bitte ich Scuderia und Silberlocke erneut, mir bitte den Unterschied zwischen Waffengebrauch und Schießen zu erklären.

Ein aggressives Statement raushauen und dann Gegenwind ignorieren gehört sich in einem Forum nicht.
Stan90 ist offline  
Alt 06.04.2016, 10:44   #375
Trimalchio
abgemeldet
Zitat:
Zitat von SirPatrick Beitrag anzeigen
Wir dürften in Zukunft also wieder einen echten Wahlkampf erleben. Ein rechtskonservativer-liberaler Block (CDU allerdings ohne Merkel, AFD und bei Bedarf FDP) gegen einen links-grünen Block (Die Linke, die Grünen bei Bedarf SPD). Dann finden im Parlament vielleicht auch wieder echte Auseinandersetzungen statt und der Einheitsbrei hat ein Ende. Voraussetzung ist, dass Frau Merkel in der Versenkung verschwindet.
Ich freu mich darauf.
Nach meinem Gefühl gehörst Du zu den älteren Jahrgängen, die sich nicht daran gewöhnen können, dass die SPD sich stark verändert hat. Die SPD ist heute eine Partei, die im Sinne der Wirtschaft denkt und Steuern senkt, Sozialausgaben senkt, TTIP und CETA ohne Bedenken vorantreibt, eine konservative Flüchtlingspolitik befürwortet, ...

Dein Denken in den genannten Blöcken bezieht die heutigen Befindlichkeiten der SPD gar nicht mit ein. Die kannst Du nicht einfach in einem "linken" Block verankert sehen. Als wie links siehst Du die SPD denn an?

Neue Parteienwelt? Die kommt wohl teilweise dadurch zu Stande, dass eine alte Partei sich völlig neu ausrichtet und wir uns an die Folgen der neuen Ausrichtung gewöhnen müssen.
Trimalchio ist offline  
Alt 06.04.2016, 10:52   #376
Scuderia
Hüter der Wahrheit
Themenstarter
 
Registriert seit: 05/2004
Beiträge: 4.509
Zitat:
Zitat von SirPatrick Beitrag anzeigen
Frau Merkel mit ihrem Einheitskurs hat die demokratische Auseinandersetzung in diesem Land nach und nach zum Erliegen gebracht und das kann sich eine Demokratie wirklich nicht erlauben.

Fazit: Wir werden innerhalb der nächsten 20 Jahre mindestens einen AFD Kanzler und einen aus einem der linken Parteien haben.
Zum ersten Teil gebe ich Dir recht, beim zweiten Teil bin ich mir nicht so sicher, aber denkbar ist es schon!

Zitat:
Bezüglich der Entwicklung der AfD, also ob die AfD eine Eintagsfliege wird oder sich etablieren kann, hängt, wie Du es angedeutet hast, wesentlich von den Personen ab, welche die AfD repräsentieren.
Da stimme ich Dir zu, aber ist das nicht bei jeder Partei so?

Wer soll den Trümmerhaufen übernehmen den Merkel hinterlässt und vor allem wer soll die CDU wieder zurück in die Spur führen?

Potenzielle Kandidaten und Nachfolger wurden von Merkel systematisch weggebissen und ausgeschaltet.

Statt "neue Parteienwelt" könnte man schon fast "neue Personenwelt" schreiben denn darauf wird es wohl hinaus laufen.

Wir werden sehen!
Scuderia ist offline  
Alt 06.04.2016, 10:53   #377
Trimalchio
abgemeldet
Zitat:
Zitat von Stan90 Beitrag anzeigen
Da ich hier öffentlich des Lügens bezichtigt wurde, bitte ich Scuderia und Silberlocke erneut, mir bitte den Unterschied zwischen Waffengebrauch und Schießen zu erklären.

Ein aggressives Statement raushauen und dann Gegenwind ignorieren gehört sich in einem Forum nicht.
Stan: Ich bezichtige Dich hingegen des Verbreitens von Wahrheiten, die von Scuderia und Silberlocke nicht genehmigt wurden. Es wirft im übrigen ein Schlaglicht darauf, wie ich Pressefreeiheit und Demokratie sehen würde, wenn deren Meinungsrichtung regierende Mehrheiten stellen könnte. Nach dem Verbreiten von ungeliebten Wahrheiten würden die Dich wegen angeblicher Verleumdung ins Gefängnis stecken.

Eines solltest Du bedenken: Mit Wahrheit kannst Du Lügner kränken.

Da die aber noch nicht an der Regierung sind und es hoffentlich nie sein werden, leiste ich es mir noch mal, die Wahrheit ebenfalls zu sagen:

Petry und von Storch haben einen Schießbefehl auf Flüchtlinge in dem Sinne befürwortet, dass als ultima ratio auf Frauen und Männer geschossen wird, wenn die Obergrenze der Flüchtlingszahlen erreicht ist. Auf Kinder wollen die jetzt wohl doch nicht mehr schießen, weil die nicht verständig seien. Auf Frauen schon. Die sind ja verständig.
Trimalchio ist offline  
Alt 06.04.2016, 10:58   #378
Silberlocke4904
verwarnter User
 
Registriert seit: 06/2004
Ort: Baden
Beiträge: 10.654
Zitat:
Zitat von Scuderia Beitrag anzeigen
Da stimme ich Dir zu, aber ist das nicht bei jeder Partei so?
..................
Ja, das ist bei jeder Partei so.

Nur mit der momentanen Mannschaft wird die AfD nicht bestehen, keine Alternative für Deutschland sein können.
Silberlocke4904 ist offline  
Alt 06.04.2016, 11:10   #379
SirPatrick
Member
 
Registriert seit: 11/2014
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 176
@trimalchio: Nein ich gehöre ganz und gar nicht zu den alten Jahrgängen, ich bin ein Verfechter der Theorie, dass sich die politischen Blöcke im Wesentlichen immer noch grob nach dem Links Rechts Schema einteilen lassen.

Zur SPD:

Die SPD war und da sind wir uns alle einig, bis vor Schröder die Partei die für die Interessen der Arbeiter und der moderat Linken gestanden haben. Schröder hat dann mit seinen Sozialreformen einen großen Teil der SPD Stammwählerschaft vergrault und vermutlich ein paar andere neue Wähler dazugewonnen. Dann hat er die Vertrauensfrage gestellt und so die Partei in den Bundestagswahlkampf gezwungen, in dem es darum ging, ob das Land (und schlussendlich die Partei) seine Vorstellungen mittragen würden. Er spekulierte darauf stärkste Kraft zu werden und die Regierung weiterhin anzuführen. Wie wir alle mitbekommen haben, ist dieses Spiel nicht aufgegangen. Sein ehemaliger Mitstreiter Lafontaine hat dann eine neue linke Partei gegründet (WASG) und diese ist dann mit der PDS zur Linkspartei geworden. Von diesem Trauma hat sich die Partei bis heute nicht wirklich erholt. Kanzler wurde übrigens wie wir alle wissen Frau Merkel.

Kann mir hier jemand sagen, für was die SPD steht?

Dann kam Frau Merkel und hat die CDU sehr nach links ausgerichtet. Mehrere Parteivertreter des rechten Flügels hat sie entsorgt (Friedrich Merz z.B.) oder zu ihrem Schoßhündchen Schäuble) gemacht. Sie hat damit tatsächlich der SPD die linke Mitte weitestgehend abgenommen und auch erfolgreich Themen links der Mitte besetzt.

Was beide Parteien jedoch falsch gemacht haben und zu ihrer Marginalisierung führt, ist dass beide ihre Stammwählerschaft verloren haben. Gewerkschafter und ehemals linke Sozialdemokraten wählen mittlerweile eher die Linkspartei oder die Grünen als die SPD. Da die Themen der Mitte Linken mittlerweile von der CDU vertreten werden, gibt es kaum noch Bevölerungsgruppen die mehrheitlich SPD wählen (abgesehen vom Personenwahlkampf in Rheinland-Pfalz). Die SPD hat mit ihrer Ausrichtung zur Wirtschaft hin unter Schröder einen großen Fehler gemacht. Man kann es gut an der Entwicklung der Labour Party in England sehen. Tony Blair hat die Partei auch zur Wirtschaftspartei gemacht und die Partei ist böse abgestraft worden. Dies führte zur Wahl des sehr linken Labourabgeordneten Jeremy Corbyn zum neuen Parteichef. Mein Rat für die SPD um nicht in der Bedeutungslosigkeit zu versinken, wäre tatsächlich wieder etwas nach links zu rücken und die ganze Führungsriege auszuwechseln. Neue glaubwürdige Gesichter braucht die Partei mehr denn je.

Die SPD ist beliebig und austauschbar geworden und wird deswegen bald in der Versenkung verschwinden. Ich wiederhole: Eine Partei ohne Standpunkte wird zu Recht nicht gewählt.

Der Fehler der SPD ist, dass sie heute aber mal so gar nichts mit dem zu tun hat, für was die Marke SPD eigentlich stehen sollte.

Das Schicksal droht der CDU übrigens auch. Wer sich aktuell zum Mehrheitsbeschaffer für Kretschmann und die Grünen in Ba-Wü macht, macht sich nicht gerade Freunde bei konservativen Wählern du der Parteibasis. Der Verfall der CDU wird jedoch schleichender erfolgen.

Deinem Schlusssatz würde ich dahingehend ergänzen, dass sich beide ehemals Volksparteien in vielen Punkten bereits zu sehr angeglichen haben. Eigentlich könnten die sich gleich zusammenschließen.

@silberlocke4904: Natürlich hängt es maßgeblich vom Programm und den Personen ab. Ich erwarte das Programm Ende April mit Spannung. Mit Teilen des aktuellen Personals lässt sich definitiv kein Staat machen. Es gibt aber definitiv fähige Leute in der AFD (Herr Meuthen, Herr Gauland weiß auch wie der politische Betrieb funktioniert).
SirPatrick ist offline  
Alt 06.04.2016, 11:22   #380
misterwah
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Beiträge: 4.043
Zitat:
Zitat von SirPatrick Beitrag anzeigen
Ich vermute mal, die beiden sogenannten "Volksparteien" werden bald nur noch maximal eine Randnotiz bzw. Geschichte sein.

CDU und SPD haben beide den Fehler gemacht, sich gemeinsam um die sog. Mitte zu balgen. Die CDU hat damit ihre wertkonservativen Mitte-rechts Wähler vergrault, und die SPD hat ihre linke Stammwählerschaft verloren.

Die Wertkonservativen sind oder werden stramm zur AFD abwandern, die somit die neue konservative Volkspartei in Deutschland wird. Mit Leuten wie Professor Meuthen ist das auch durchaus denkbar. Meiner Meinung nach werden nach der nächsten Bundestagswahl (die der SPD vermutlich den endgültigen Gnadenstoß versetzen wird und die CDU dramatisch abstrafen dürfte) eine prominente wertkonservative CDU Mitglieder wie Frau Steinbach, Herr Bosbach und der Chef der Mittelstandsvereinigung zur AFD rüberwechseln. Das dürfte auch den Einfluss von Frau von Storch reduzieren (die ich wirklich nicht sympathisch finde). Es dürfte auch Bestrebungen aus der CSU geben eine Annäherung an die AFD zu vollziehen. Daher kann es auch gut sein, dass es nach der nächsten Bundestagswahl eine Koalition aus CDU und AFD (etwa auf Augenhöhe) und bei Bedarf noch FDP geben wird. Eine wirkliche bürgerliche Regierung, die die Mehrheitsverhältnisse im Land auch wiederspiegelt. Die AFD wird ihre rechtsextremen Mitglieder nach und nach ausschließen. Man erinnert sich nur mal an die kommunistische und pädophile Unterwanderung die der Grünen in ihren Gründerjahren ausgesetzt waren. Die sind da auch rausgewachsen.

Beim linken Lager ist das schon schwieriger. Ich denke jeder politisch interessierte Mensch weiß dass die SPD fertig hat. Wer so gegen das eigene Kernklientel (den kleinen Arbeiter) vorgeht, muss sich nicht wundern, wenn man abgestraft wird. Ralf Stegner, Siggi Pop und der schlechteste Justizminister aller Zeiten tun ihr Übriges dazu, diese Partei nie wieder ernst zu nehmen. Das unfähige Personal ist noch nicht endgültig aufgezählt, aber dies würde zu lange dauern, alle Versager dieser Partei zu nennen. Eine neue Volkspartei für die politische Linke hat sich noch nicht gebildet. Ich denke, dies dürfte entweder Die Linkspartei oder die Grünen werden. Vielleicht teilen sie sich das auch auf, im Westen Die Grünen im Osten die Linkspartei. Die SPD wird dann nur noch (falls überhaupt auf 5 % kommend) als Mehrheitsbeschaffer gebraucht.

Wir dürften in Zukunft also wieder einen echten Wahlkampf erleben. Ein rechtskonservativer-liberaler Block (CDU allerdings ohne Merkel, AFD und bei Bedarf FDP) gegen einen links-grünen Block (Die Linke, die Grünen bei Bedarf SPD). Dann finden im Parlament vielleicht auch wieder echte Auseinandersetzungen statt und der Einheitsbrei hat ein Ende. Voraussetzung ist, dass Frau Merkel in der Versenkung verschwindet.
Ich freu mich darauf.

Frau Merkel mit ihrem Einheitskurs hat die demokratische Auseinandersetzung in diesem Land nach und nach zum Erliegen gebracht und das kann sich eine Demokratie wirklich nicht erlauben.

Fazit: Wir werden innerhalb der nächsten 20 Jahre mindestens einen AFD Kanzler und einen aus einem der linken Parteien haben.
Sehr interessant. Ich stelle mal eine alternative These in den Raum.

Zur Veränderung der CDU/CSU: Anstatt eines Austritts von Leuten wie Bosbach oder Steinbach sehe ich eher die Möglichkeit, dass sich die Union um die Positionen dieser Politiker wieder etwas konservativer ausrichten wird. Vieles hängt meiner Meinung nach vom Ausgang der Bundestagswahlen ab, und diese wiederum vom weiteren Verlauf der Flüchtlingskrise. "Gelingt" es jetzt tatsächlich, die Balkanroute einigermassen dicht zu halten, und wird die dann stärker frequentierte Mittelmeerroute eher andere Zielländer betreffen (primär Italien, sekundär die Schweiz), dürfte der diesbezügliche Druck in Deutschland abnehmen. Dann wird die AfD wohl bei ca. 10% verharren, und die Union nochmals mit blauem Auge und ca. 30% davonkommen, was zusammen mit der SPD nochmals ganz knapp für eine Mehrheit reichen könnte. Kommt es jedoch anders, und das halte ich für wahrscheinlicher, wird die AfD in Richtung 15-20% abschneiden, und der Union ein Desaster bescheren. Merkel wird dann zurücktreten, und die Partei wird sich neu ausrichten müssen, und sich wieder eher auf ihre Wurzeln besinnen.

Die SPD sehe ich nicht ganz so stark bedroht wie die Union, denn sie hat schon viel Terrain eingebüsst. Sicher, auch sie hat sich zur Mitte bewegt, sich mit Kleinkram befasst, und dabei ihre Kernklientel vernachlässigt. Dies ist jedoch auch eine Folge der generellen wirtschaftlichen Entwicklung, welche für grosszügige Sozialleistungen weniger Spielraum lassen. Aber im Gegensatz zur Union wird die SPD weniger von der AfD unter Druck gesetzt. Sie verliert aktuell etwas an die Grünen, was jedoch schon immer gewissen kurzfristigen Schwankungen unterlag. Ich denke deshalb, dass sich die SPD bei 20% einpendeln wird und der gesamte Linksblock bei gut 40%.
misterwah ist offline  
Alt 06.04.2016, 11:22 #00
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