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Alt 10.05.2016, 08:12   #881
SirPatrick
Member
 
Registriert seit: 11/2014
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 176
@trimalchio: Ich muss Trimalchio tatsächlich teilweise Recht geben. Leistung muss sich tatsächlich wieder lohnen. Nur unsere Ansätze da hin zu kommen, sind fundamental anders.

@unklug: Ich denke der Stimmungswandel wird nun nicht mehr aufzuhalten sein. Ich habe noch nie erlebt, dass eine Regierung in Deutschland so unbeliebt beim Volk ist wie die jetzige. Gebt bei Youtube einfach nur mal "Maas flüchtet" ein, dann seht ihr was gemeint ist.

Und ich sehe die Sache aus folgenden Gründen positiv: Obwohl diese Versager das Land führen, steht Deutschland wirtschaftlich vergleichsweise gut da. Das liegt aber mitnichten an den Politapparatschiks, das liegt an den fleißigen deutschen Arbeitnehmern die jeden Morgen aufstehen und zur Maloche gehen und den ganzen Spaß hier am Laufen halten. Wer hat denn tatsächlich in der Regierungszeit Merkels und davor auch Schröder gelitten? Der Personenkreis der die Willkommensparty und die ganzen vermeintlich sozialen Wohltaten bezahlen darf, der Mittelstand. Die finden es eben nicht so prickelnd, 50 % ihres Einkommens nach einer 60 Stunden Woche an den Fiskus abzudrücken. Wenn mit dem Geld wenigstens vorrangig in Deutschland geholfen werden würde… Aber wie ist der Status Quo? Infrastruktur in weiten Teilen vollkommen marode und auf Verschleiß gefahren, Schulen wie in einem Schwellenland, Straßen (zumindest in meiner Region) Katastrophal, Innere Sicherheit nicht mehr gewährleistet und das alles bezahlt vom Mittelstand. Das der nicht in Jubelorgien ausbricht, wie der Parteitag der SE…. Äh CDU dürfte wohl auch klar sein. Die meisten Leute wollen einen Wandel. Das das Geld was hier in Deutschland verdient wurde auch vorrangig hier bleibt und nicht dazu benutzt wird Syrien zu entvölkern oder was ich viel schlimmer finde, die Gewinne der Bankster aus Griechenland abzusichern. Meine Generation die nach 45 oder 50 Jahren Maloche mit einer Rente auf Grundsicherungsniveau abgespeist werden wird?

Natürlich muss es die Grundlage der deutschen Politik sein, vorrangig sich für das deutsche Volk einzusetzen und nicht für aller Herren Länder. Der Reformstau der hier vorliegt ist riesig groß und viele Zukunftsfragen sind offen. Europa hat seinen Wohlstand übrigens nicht geschenkt bekommen, sondern über mehrere hundert Jahre hart erarbeitet. Daher ist es selbstherrlich und ein Frevel an unseren Vorfahren Europas Wohlstand mit beiden Händen in aller Herren Länder zu tragen. Was übrigens auch gar nicht funktionieren kann, da stehen die Gesetze der Ökonomie entgegen.

Was mir dennoch Mut macht, ist das Deutschland bereits viel größere Krisen gemeistert hat. Klar der EU den Laufpass zu geben und andere nötige Reformen werden die ersten Jahre schmerzen und unser Leben wird sich ändern. Aber Veränderungen müssen in dem Fall nichts Schlechtes sein, sie können auch reinigend wirken. Es ist darauf zu achten, dass direkt demokratische Elemente eingeführt werden. Die aktuelle Regierung lebt davon den Leuten weiß zu machen, dass es Deutschland ohne sie schlechter geht. Das ist aber mitnichten so, es besteht die Chance Deutschland tatsächlich wieder zu einem Land zu machen, in dem sich Leistung lohnt, dass die Qualifizierten aus aller Herren Länder einzieht, das friedlich und auf Augenhöhe mit seinen europäischen Nachbarn friedlich zusammenlebt… Eine wunderschöne Vorstellung wie ich finde und machbar ist das allemal. Man muss nur mal raus aus seiner Komfortzone.

Viele (auch hier in diesem Thread) haben Angst davor gewisse Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Ich brauche jedenfalls keine Politiker, die mir sagen, wie ich am besten mein Leben zu leben habe. Politik soll sich wieder als Dienstleister des Wahlvolks verstehen und nicht als Diener einer EU Oligarchie und dem feuchten Traum des Zentralstaates Europa nachhängen. Weil das (und das zeigen die letzten Jahre) ist mit den Völkern Europas nicht zu machen.

@Stan90: Wenn du mir Sachen nennen kannst, die unsere Regierung in den letzten 10 Jahren positiv hinbekommen hat, wäre ich dankbar.
SirPatrick ist offline  
Alt 10.05.2016, 08:12 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 10.05.2016, 08:49   #882
JohnDoe87
Special Member
 
Registriert seit: 08/2014
Ort: Königreich Bayern unter Kronprinz Maigus I.
Beiträge: 3.020
Zitat:
Zitat von SirPatrick Beitrag anzeigen
[...]Europa hat seinen Wohlstand übrigens nicht geschenkt bekommen, sondern über mehrere hundert Jahre hart erarbeitet. Daher ist es selbstherrlich und ein Frevel an unseren Vorfahren Europas Wohlstand mit beiden Händen in aller Herren Länder zu tragen.[...]


Stimmt. Habe ja ganz vergessen wie friedlich unsere Vorfahren auf anderen Kontinenten die Einheimischen 'malochen' haben lassen. Hach, muss schön gewesen sein.
JohnDoe87 ist offline  
Alt 10.05.2016, 09:06   #883
SirPatrick
Member
 
Registriert seit: 11/2014
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 176
Das Lieblingsargument der Linken, die Kolonialisierung kommt. Hatten wir hier überraschenderweise noch nicht.

Abstreiten möchte ich jedenfalls nicht, dass damals sehr viel Unrecht begangen worden ist. Das rechtfertigt aber keinesfalls irgendeinen Anspruch für die heutige Dritte Welt Bevölkerung noch Gutdünken ins deutsche Sozialsystem einzuwandern und es auszuplündern. Sowas wie eine Erbschuld gibt es nicht.

Übrigens etwas das viele Menschen nicht gerne hören… Die Bevölkerung ist für Zustände die im eigenen Land herrschen übrigens zu einem guten Teil mitverantwortlich. Das Entwicklungshilfegelder von Diktatoren und korrupten Politikern eingesteckt werden und das Volk das einfach so hinnimmt. Europa ist nicht dafür da, die Probleme der Welt zu lösen. Die Probleme müssen die Völker schon selbst lösen. Und die Schäden der Kolonialisierung sind zumindest monetär nun doppelt und dreifach beglichen werden. Es ist der Entwicklungshilfe übrigens auch nicht zuträglich, ganze Landstriche von ihren männlichen Bewohnern zu entvölkern. Die werden beim Wiederaufbau gebraucht und sich selbst ein Land zu erschaffen, das Wohlstand hervorbringt. Das Afrika gescheitert ist liegt hauptsächlich in anderen Gründen und nicht am vermeintlich bösen Westen.

Hilfe zu Selbsthilfe wäre hier richtig. Aber nur für Länder die vorher ihre Diktatoren und ihre korrupten Politiker entsorgt haben.
SirPatrick ist offline  
Alt 10.05.2016, 09:11   #884
Stan90
abgemeldet
Zitat:
Zitat von SirPatrick Beitrag anzeigen

Und ich sehe die Sache aus folgenden Gründen positiv: Obwohl diese Versager das Land führen, steht Deutschland wirtschaftlich vergleichsweise gut da. Das liegt aber mitnichten an den Politapparatschiks, das liegt an den fleißigen deutschen Arbeitnehmern die jeden Morgen aufstehen und zur Maloche gehen und den ganzen Spaß hier am Laufen halten.
Die alte Märchen. Also geht es uns besser als allen vergleichbaren Nationen, weil der Deutsche eben von allen der fleißigste ist? Puh. Wie soll och sowas widerlegen? Am besten mit Zahlen:

Zitat:
Zahlen, wonach die durchschnittliche Jahresarbeitszeit in Griechenland wesentlich höher ist als in Deutschland.
Zitat:
Nirgends sonst gebe es so viel Urlaub und Feiertage wie in Deutschland.
http://m.welt.de/wirtschaft/article1...broeckelt.html

Ups. Auch im Artikel zu finden: Eine Grafik mit pro Kopf geleisteten Arbeitsstunden im Vergleich.
Stan90 ist offline  
Alt 10.05.2016, 09:19   #885
JohnDoe87
Special Member
 
Registriert seit: 08/2014
Ort: Königreich Bayern unter Kronprinz Maigus I.
Beiträge: 3.020
Zitat:
Zitat von SirPatrick Beitrag anzeigen
Das Lieblingsargument der Linken, die Kolonialisierung kommt. Hatten wir hier überraschenderweise noch nicht.

Abstreiten möchte ich jedenfalls nicht, dass damals sehr viel Unrecht begangen worden ist. Das rechtfertigt aber keinesfalls irgendeinen Anspruch für die heutige Dritte Welt Bevölkerung noch Gutdünken ins deutsche Sozialsystem einzuwandern und es auszuplündern. Sowas wie eine Erbschuld gibt es nicht.
Schreibe ich das irgendwo? Nein. Mir geht nur diese arrogante Denke auf den Keks, welche uns Europäer (immerhin gehts mal etwas über den Tellerrand) soooo viel besser darstellt, als den Rest der Welt.
JohnDoe87 ist offline  
Alt 10.05.2016, 10:30   #886
Silberlocke4904
verwarnter User
 
Registriert seit: 06/2004
Ort: Baden
Beiträge: 10.654
Zitat:
Zitat von Stan90 Beitrag anzeigen
Im Grunde finde ich das nicht mal schlecht, weil dauerhaft GroKo keinen Fortschritt bringt.
Dass die Stagnation der GroKo jetzt dem Rückschritt des Nationalismus weicht, ist schade.
Was sollen die Österreicher wählen, die mit der ÖVP und der SPÖ nicht zufrieden sind und die KPÖ nicht wählen wollen?
Silberlocke4904 ist offline  
Alt 10.05.2016, 11:43   #887
SirPatrick
Member
 
Registriert seit: 11/2014
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 176
Zitat:
Zitat von Stan90 Beitrag anzeigen
Die alte Märchen. Also geht es uns besser als allen vergleichbaren Nationen, weil der Deutsche eben von allen der fleißigste ist? Puh. Wie soll och sowas widerlegen? Am besten mit Zahlen:





http://m.welt.de/wirtschaft/article1...broeckelt.html

Ups. Auch im Artikel zu finden: Eine Grafik mit pro Kopf geleisteten Arbeitsstunden im Vergleich.
Das reine Betrachten der Arbeitszeit bringt uns nicht ganz weiter. Arbeitsstunde ist nicht gleich Arbeitsstunde und man muss auch sehen was in dieser geschafft wird.

Jeder der schonmal mit Südländern gearbeitet hat, weiß was ich meine. Das ist aber vollkommen okay so, denn Mentalitäten sind zum Glück unterschiedlich.

Deutschland geht es so gut, weil wir würde ich behaupten, die disziplinierteste Nation sind. Wir haben uns den Spitzenplatz durch den größten Niedriglohnsektor Europas erkauft. Der Normale Arbeiter bleibt auf der Strecke. Man vergleiche auch mal die Quote an Eigenheimbesitzern. Da ist Deutschland im letzten Drittel.

Und bitte nenn mir Beispiele, was unsere Regierung die letzten Jahre wirklich gutes für die Einheimischen gemacht hat.

Verdenk den Leuten daher nicht, dass sie unzufrieden sind, wenn ihre Lebensleistung an Leute verschenkt wird, die nicht einen Tag in das System einbezahlt haben und deren Hauptteil dieses System gar ablehnt.

Viele Deutsche darben dahin und müssen zu Tafeln um satt zu werden. Wenn es dem eigenen Volk gut geht, darf man gerne Wohltäter spielen aber den moralischen Imperativ erheben und die Deutschen im Stich lassen ist das letzte.
SirPatrick ist offline  
Alt 10.05.2016, 12:27   #888
whatIwant
erschrocken
 
Registriert seit: 05/2013
Ort: nördlich
Beiträge: 5.462
Da es so schön ist, wenn man hier Zahlen postet:

http://www.n-tv.de/politik/AfD-faell...e17607436.html

Die AfD fällt unter zehn Prozent. Bäm. Jeder darf sich die Umfrage aussuchen, die ihm besser gefällt.
whatIwant ist offline  
Alt 10.05.2016, 12:35   #889
Stan90
abgemeldet
Zitat:
Zitat von SirPatrick Beitrag anzeigen
Verdenk den Leuten daher nicht, dass sie unzufrieden sind, wenn ihre Lebensleistung an Leute verschenkt wird, die nicht einen Tag in das System einbezahlt haben und deren Hauptteil dieses System gar ablehnt.
Geht es um Reichsbürger und Arbeitslose (oft Ostdeutsche)?

Zur Regierung: Mit dem Niedriglohnsektor hast du ja völlig Recht. Es hat sich in den letzten Jahren viel zum schlechteren Verändert. Das macht die hanebüchene Aussage, unsere Regierung wäre die schlecht-möglichste aber nicht wahrer.

Vielmehr ist diese Entwicklung, die ja viel stärker auch in Spanien, Italien, England usw. stattgefunden hat, durch Globalisierung und Technologie entstanden. Ja, unsere vergleichsweise gute wirtschaftliche Lage hat man sich mit dem unsozialen Niedriglohnsektor erkauft. Es gibt aber guten Grund zur Annahme, dass wir ohne ihn heute näher an Spaniens und Italiens Wirtschaft lägen - was für Unter- und Mittelschicht auch nicht gut wäre.

Du siehst, man kann ein Thema diskutieren und Vor- und Nachteile nennen, ohne in übertriebene Metaphorik zu verfallen. Unsere Regierung hat vielleicht nichts tolles erreicht, war also nicht "gut", das macht sie aber noch lange nicht zur Versagerregierung. Das kannst du auch anhand keiner Zahlen belegen.

Zur Arbeitsmoral:
Zahlen zählen nicht, der subjektive Eindruck aber schon. Ahja.

Das erinnert mich an ein typisches FDP-Kind, mit welchem ich damals zur Schule gegangen bin.
Von ihm kamen dann aussagen wie:
"Sollen doch Arbeiten gehen, die ganzen Arbeitslosen! Leben doch nur von meinen Steuern!". Oder
"Wer reich sein will, muss nur vernünftig arbeiten."

Eine Chancenungleichheit wird völlig ausgeblendet, so wie hier im Thread mit Südländern und ziemlich arrogant mit Afrika.

Unser Wohlstand ist ein Privileg und kein Recht - das bringen viele Besorgtbürger und AfD-Wähler durcheinander.
Stan90 ist offline  
Alt 10.05.2016, 12:39   #890
JohnDoe87
Special Member
 
Registriert seit: 08/2014
Ort: Königreich Bayern unter Kronprinz Maigus I.
Beiträge: 3.020
Zitat:
Zitat von SirPatrick Beitrag anzeigen
Viele Deutsche darben dahin und müssen zu Tafeln um satt zu werden. Wenn es dem eigenen Volk gut geht, darf man gerne Wohltäter spielen aber den moralischen Imperativ erheben und die Deutschen im Stich lassen ist das letzte.
Wie jetzt? Wer ist jetzt 'deutsch'? Der Mensch, der hier lebt, geboren wurde, hier arbeitet, oder einen deutschen Pass hat?

Frag doch mal einen Bayern, was er von den faulen Berliner hält - immerhin finanzieren die Freistaatler ja anscheinend die Hauptstadt.

Zitat:
Zahlen zählen nicht, der subjektive Eindruck aber schon. Ahja.
Wunder dich das noch?

Zitat:
Zitat:
Zitat von whatIwant Beitrag anzeigen
Da es so schön ist, wenn man hier Zahlen postet:

http://www.n-tv.de/politik/AfD-faell...e17607436.html

Die AfD fällt unter zehn Prozent. Bäm. Jeder darf sich die Umfrage aussuchen, die ihm besser gefällt.
Lügenpresse!
JohnDoe87 ist offline  
Alt 10.05.2016, 12:39 #00
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Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

 

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