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Alt 11.05.2016, 02:42   #911
Stan90
abgemeldet
Ich empfehle die Facebookseite Hooligans gegen Satzbau.

Da ist dann schön zu sehen, welch geistig Kinder bei der AfD mitlaufen. Nicht jeder dort ist so - aber das Angebot der AfD ist eben doch sehr ansprechend für gescheiterte, die zu Rassisten wurden.
Stan90 ist offline  
Alt 11.05.2016, 02:42 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 11.05.2016, 09:35   #912
Silberlocke4904
verwarnter User
 
Registriert seit: 06/2004
Ort: Baden
Beiträge: 10.654
Der Cicero hat eine Meinungsumfrage bei INSA in Auftrag gegeben bei der Bürger zwischen dem 4. und 9. Mai 2016 gefragt wurden, ob sie dafür sind, dass Angela Merkel auch nach der Bundestagswahl 2017 noch Kanzlerin bleibt.
Von den 2048 befragten Wahlberechtigten haben 64% mit nein gestimmt.
Interessant dabei ist, dass die Absage an Angela im Westen, mit 63,8%, und Osten, mit 64,8%, fast gleich ist.

Zwei Drittel wollen Merkel nach der Bundestagswahl 2017 nicht mehr als Kanzlerin

Zitat:
Zitat von Cicero
Unter den Deutschen ohne Bildungsabschluss sprachen sich 74,8 Prozent gegen eine vierte Ära Merkel aus. Unter den Befragten mit Universitäts- oder Fachhochschulabschluss waren es nur 58,2 Prozent.
Spannende Frage dabei ist, welche Partei wählen die 58% Universitäts- oder Fachhochschulabgänger und die 75% ohne Bildungsabschluss, bei der Bundestagswahl 2017, wenn sie gegen eine vierte Ära von Merkel sind?

Geändert von Silberlocke4904 (11.05.2016 um 10:42 Uhr)
Silberlocke4904 ist offline  
Alt 11.05.2016, 12:05   #913
Trimalchio
abgemeldet
Zitat:
Zitat von Stan90 Beitrag anzeigen
Ich empfehle die Facebookseite Hooligans gegen Satzbau.

Da ist dann schön zu sehen, welch geistig Kinder bei der AfD mitlaufen. Nicht jeder dort ist so - aber das Angebot der AfD ist eben doch sehr ansprechend für gescheiterte, die zu Rassisten wurden.
Nicht alle aber wirklich ein Teil derjenigen, die beruflich und privat in Deutschland nichts werden konnten sind dann für radikale Thesen und das Spiel mit dem Feuer empfänglich. Aber es gibt auch die anderen, die trotzdem nicht für rassistische Theorien empfänglich sind, weswegen ich mich etwas sträube, die "Ungebildeten" per se negativ zu beurteilen. Es ist ein Punkt, auf den das Bildungsbürgertum achten sollte.

Darüber hinaus ist eben auch wichtig, dass das untere Fünftel der Bevölkerung nicht mehr bei massiv sigender Leistung ein schrumpfendes Vermögen zu verzeichnen hat. Wenn die Situation immer schlechter wird, sucht doch jeder Mensch nach den Schuldigen dafür. Und da werden jetzt ganze Menschengruppen als die Schuldigen ausgemacht:

- Die Frauen wegen bevorzugter Einstellung in Jobs oder gar bessere Jobs. Deswegen auch den online zu ergänzenden Satz bei der AfD-Jugend: "Ich bin keine Feministin, weil ..." Ja. Da müssen Frauen dann beweisen, dass sie ausnahmsweise nicht negativ betrachtet werden sollen.

- Die Flüchtlinge, weil die Leistungen erhalten, die wertmäßig ansonsten angeblich bei Deutschen gelandet wären. Wenn es denn so einfach wäre! In Wahrheit aber haben die steigenden Vermögen in Deutschland eben nicht dazu geführt, dass es der unteren Bevökerungshälfte besser geht. Profitiert hat allenfalls das obere Drittel. Ein Problem, das die meisten Parteien mit ihrer Politik noch verschärfen werden. Und hier sollte mal ehrlicher Weise gesagt werden, dass nicht nur die AfD eine Alternative für Reiche ist.

- Arbeitslose, weil sie gerüchteweise mehr haben als Leute, die mit Arbeit gerade mal über die Runden kommen. Ist nicht wahr. Ich weiß es. Aber die Gerüchte sind eben immer wieder so. Interessant ist dann, welche Rattenfänger mit diesen Lügen auf Wählerfang gehen.

- Migranten mit Jobs, die dann angeblich den Deutschen weggenommen wurden. Aber auch die erwirtschaften bei oft geringen Gehältern Vermögen in Deutschland, das nicht unbedingt bei denen selber landet. Und es entsteht durch deren ankunft ein Bedarf an Arbeitsplätzen, der eben nicht in voller Höhe von den Migranten selber abgedeckt wird. Deutsche profitieren also von den MIgranten durch eine niedrigere Arbeitslosigkeit.

Und wer stellt sich hin und sagt diese Wahrheiten, statt dann lieber gewisse Gruppen als Sündenböcke stehen zu lassen? Sündenböcke, die eben zum Teil gegeneinander ausgespielt werden! Aber so lange die Ausaneinandersetzung über die obigen Sachthemen bei aller Schreierei nicht erfolgt, können Rassisten die Politik beeinflussen. Und mir ist es egal, in welcher Partei Rassismus auftritt. Es wäre ein Märchen, dass es nur in der AfD Rassismus gibt - auch wenn die AfD mitgeholfen hat, Rassismus udn Religionsfeindlichkeit hoffähiger zu machen.
Trimalchio ist offline  
Alt 11.05.2016, 12:12   #914
Trimalchio
abgemeldet
Zitat:
Zitat von Silberlocke4904 Beitrag anzeigen
Der Cicero hat eine Meinungsumfrage bei INSA in Auftrag gegeben bei der Bürger zwischen dem 4. und 9. Mai 2016 gefragt wurden, ob sie dafür sind, dass Angela Merkel auch nach der Bundestagswahl 2017 noch Kanzlerin bleibt.
Von den 2048 befragten Wahlberechtigten haben 64% mit nein gestimmt.
Noch interessanter wäre es, wenn als Alternativen zu Angela Merkel dann Frauke Petry, Katja Kipping, Cem Özdemir, Christian Lindner und Sigmar Gabriel genannt würden. Denn: Traumkandidaten, die in den Parteien nach oben kommen durften, sind in Deutschland derzeit rar. Da wird mal wieder das aus Sicht des Wählers geringste Übel gewählt.
Trimalchio ist offline  
Alt 11.05.2016, 13:29   #915
Silberlocke4904
verwarnter User
 
Registriert seit: 06/2004
Ort: Baden
Beiträge: 10.654
Aus gut unterrichteten Kreisen wurde mir, unter dem Siegel der Verschwiegenheit, mitgeteilt, dass der Kanzlerkandidat der CDU/CSU, für die Bundestagswahl 2017, Markus Söder sein wird.
Silberlocke4904 ist offline  
Alt 11.05.2016, 13:52   #916
Trimalchio
abgemeldet
Zitat:
Zitat von Silberlocke4904 Beitrag anzeigen
Aus gut unterrichteten Kreisen wurde mir, unter dem Siegel der Verschwiegenheit, mitgeteilt, dass der Kanzlerkandidat der CDU/CSU, für die Bundestagswahl 2017, Markus Söder sein wird.
Das ist doch nur Dein eigenes Wunschdenken, das als "gut unterrichtete Kreise" getarnt daherkommt. Und gut unterrichtete Kreise oder Personen, die zu solchen Kontakt haben, sind gewiss nicht diejenigen, die Namen von Spitzenpolitikerinnen wie Merkel oder Petry zum Teil noch falsch schreiben.

Geändert von Trimalchio (11.05.2016 um 13:57 Uhr)
Trimalchio ist offline  
Alt 11.05.2016, 14:29   #917
Unklug
Senior Member
 
Registriert seit: 04/2011
Beiträge: 732
Zitat:
Zitat von Silberlocke4904 Beitrag anzeigen
Aus gut unterrichteten Kreisen wurde mir, unter dem Siegel der Verschwiegenheit, mitgeteilt, dass der Kanzlerkandidat der CDU/CSU, für die Bundestagswahl 2017, Markus Söder sein wird.
Ein Kanzlerkandidat der CSU wäre für die Union sicherlich von Vorteil. Mit Merkel kommen sie nicht mehr auf die Beine. Die Frage ist aber, ob Merkel das anerkennen möchte, da habe ich so meine Zweifel.

Zitat:
Noch interessanter wäre es, wenn als Alternativen zu Angela Merkel dann Frauke Petry, Katja Kipping, Cem Özdemir, Christian Lindner und Sigmar Gabriel genannt würden. Denn: Traumkandidaten, die in den Parteien nach oben kommen durften, sind in Deutschland derzeit rar. Da wird mal wieder das aus Sicht des Wählers geringste Übel gewählt.
Die sind alle abzulehnen und das aus den unterschiedlichsten Gründen. Mit Jörg Meuthen als Kandidat der AfD, mit Wolfgang Kubicki als Kandidat der FDP oder mit Sahra Wagenknecht als Kandidat der Linken, könnte ich mich aber anfreunden. Lediglich bei Grünen und der SPD findet sich überhaupt keine taugliches Personal in der Spitzenriege.

Zitat:
Nicht alle aber wirklich ein Teil derjenigen, die beruflich und privat in Deutschland nichts werden konnten sind dann für radikale Thesen und das Spiel mit dem Feuer empfänglich. Aber es gibt auch die anderen, die trotzdem nicht für rassistische Theorien empfänglich sind, weswegen ich mich etwas sträube, die "Ungebildeten" per se negativ zu beurteilen. Es ist ein Punkt, auf den das Bildungsbürgertum achten sollte.
Immerhin zeigst du nicht mit dem Finger auf die Unterschicht wie so viele andere Möchtegerns. Ein Teil des Bildungsbürgertums findet übrigens auch eine Heimat bei der AfD, nämlich jene, die trotz oder gerade wegen ihres Intellekts mit dem sogenannten Bildungsbürgertum fremdeln.

Zitat:
- Die Frauen wegen bevorzugter Einstellung in Jobs oder gar bessere Jobs. Deswegen auch den online zu ergänzenden Satz bei der AfD-Jugend: "Ich bin keine Feministin, weil ..." Ja. Da müssen Frauen dann beweisen, dass sie ausnahmsweise nicht negativ betrachtet werden sollen.
Nein, Frauen sollen nur nicht besser und nicht schlechter behandelt werden. Sie sollten ihren Fähigkeiten nach beurteilt werden. Sind sie besser als Männer, dann gehören sie eingestellt. Sind sie schlechter als Männer, dann gehören sie nicht eingestellt. Frauen haben in Deutschland alle Freiheiten. Das ist gut, richtig und wichtig. Und auch ein Grund dafür, dass man mit Zuwanderung aus dem Orient vorsichtig sein muss. Sie benötigen aber auch keine Sonderbehandlung.

Zitat:
- Die Flüchtlinge, weil die Leistungen erhalten, die wertmäßig ansonsten angeblich bei Deutschen gelandet wären. Wenn es denn so einfach wäre! In Wahrheit aber haben die steigenden Vermögen in Deutschland eben nicht dazu geführt, dass es der unteren Bevökerungshälfte besser geht. Profitiert hat allenfalls das obere Drittel. Ein Problem, das die meisten Parteien mit ihrer Politik noch verschärfen werden. Und hier sollte mal ehrlicher Weise gesagt werden, dass nicht nur die AfD eine Alternative für Reiche ist.
Geld, das bei Flüchtlingen landet, fehlt zweifelsohne an anderer Stelle oder muss über Steuererhöhung oder andere Gebühren (eventuell auch nur zukünftige, wenn es kurzfristig durch Schuldenaufnahme finanziert wird) wieder eingenommen wurden. Das ist keine Mär, das ist schlicht ein Fakt. Die Frage ist nur, wer letztendlich dafür aufkommt. Momentan sind es vor allem die Gemeinden. Die werden an anderer Stelle Einsparungen vornehmen müssen. D.h. wir werden weniger und schlechter gepflegte Freizeiteinrichtungen haben, schlechter ausgestattete Schulen, schlechtere Gemeindestraßen und weniger Sozialangebote für bereits ohnehin Schlechtergestellte.

Zitat:
- Arbeitslose, weil sie gerüchteweise mehr haben als Leute, die mit Arbeit gerade mal über die Runden kommen. Ist nicht wahr. Ich weiß es. Aber die Gerüchte sind eben immer wieder so. Interessant ist dann, welche Rattenfänger mit diesen Lügen auf Wählerfang gehen.
Arbeitslose haben nicht mehr, aber sie haben auch nur unwesentlich weniger Geld, weil die Hinzuverdienstmöglichkeiten zu Hartz4 äußerst begrenzt sind. Niedriglohnempfänger mit Familie mögen 40h in der Woche schuften, sie haben am Ende nicht mehr als jene, die nicht arbeiten wollen. Das ist leider ein Fakt, dass sich Arbeit in Deutschland für viel Mernschen nicht mehr lohnt. Leider ist der Mindestlohn nur eine scheinbar gute Maßnahme, es gäbe bessere.

Zitat:
- Migranten mit Jobs, die dann angeblich den Deutschen weggenommen wurden. Aber auch die erwirtschaften bei oft geringen Gehältern Vermögen in Deutschland, das nicht unbedingt bei denen selber landet. Und es entsteht durch deren ankunft ein Bedarf an Arbeitsplätzen, der eben nicht in voller Höhe von den Migranten selber abgedeckt wird. Deutsche profitieren also von den MIgranten durch eine niedrigere Arbeitslosigkeit.
Kurzfristig ist das richtig. Kurzfristig wirkt die Ankunft von Flüchtlingen wie ein staatliches Konjunkturprogramm. Gleich würden allerdings auch jegliche andere Staatsausgaben wirken. Investitionen in unsere Infrastruktur wären jedenfalls nachhaltiger als den Konsum von 1 Million Neuankömmlingen zu finanzieren. Investitionen in Infrastruktur werfen eine Rendite ab, bei der Versorgung dieser sogenannten Flüchtlinge habe ich daran so meine Zweifel. Die reißen langfristig lediglich ein gigantisches Loch in unsere Sozialkassen. Renommierte Wissenschaftler wie Bernd Raffelhüschen haben das bereits unter optimistischen Annahmen anschaulich vorgerechnet. Der kurzfristige Beschäftigungseffekt auf die Asylindustrie (also Sozialarbeiter bis kriminelle Rockerbanden im Sicherheitsgewerbe) ist langfristig mitnichten gut für unser Land. Das ist nur Verprassung von Ressourcen, die wir eigentlich gar nicht haben.

Zitat:
Und wer stellt sich hin und sagt diese Wahrheiten, statt dann lieber gewisse Gruppen als Sündenböcke stehen zu lassen? Sündenböcke, die eben zum Teil gegeneinander ausgespielt werden! Aber so lange die Ausaneinandersetzung über die obigen Sachthemen bei aller Schreierei nicht erfolgt, können Rassisten die Politik beeinflussen. Und mir ist es egal, in welcher Partei Rassismus auftritt. Es wäre ein Märchen, dass es nur in der AfD Rassismus gibt - auch wenn die AfD mitgeholfen hat, Rassismus udn Religionsfeindlichkeit hoffähiger zu machen.
Ich habe mich jetzt sachlich mit den obigen Themen auseinandergesetzt. Ich bin kein Rassist und trotzdem anderer Meinung als du. Aber es freut mich, dass du anerkennst, dass es auch in anderen Parteien Rassisten gibt. In der AfD finden sich besorgte Bürger aller Couleur zusammen, da ist fast (linke Gutmenschen natürlich nicht) jede gesellschaftliche Gruppierung vertreten.

Zitat:
Wann wäre denn für Dich die AfD eine antisemitische Partei? Zum Beispiel, wenn die ins Parteiprogramm aufnehmen würden, dass das Judentum nicht zu Deutschland gehöre?
Das ist ein gute Frage, ich kann dir ehrlich gesagt auch keine direkte Antwort geben. Ich bin ganz offen, ich bin nicht sattelfest darin, was man im Allgemeinen unter Antisemitismus versteht. Für mich besitzt das Thema Judentum keine große Priorität. Es gibt anders als mit dem Islam keine größeren Probleme mit dem Judentum in Deutschland, also drängt sich das für mich nicht in den Vordergrund. Es ist kein Thema, das mein Gemüt erregt, wieso auch, ich kenne nicht viele Juden und die, die ich kenne, mit denen hatte ich nie irgendwelche Probleme. Ähnlich wird das denke ich in der AfD gesehen. Das Judentum wird von einer großen Mehrheit nicht als Problemstellung wahrgenommen. Zumindest solange das so bleibt, ist die AfD mit Sicherheit nicht antisemitisch.
Unklug ist offline  
Alt 11.05.2016, 16:01   #918
Trimalchio
abgemeldet
Zitat:
Zitat von Unklug Beitrag anzeigen
Ein Kanzlerkandidat der CSU wäre für die Union sicherlich von Vorteil. Mit Merkel kommen sie nicht mehr auf die Beine. Die Frage ist aber, ob Merkel das anerkennen möchte, da habe ich so meine Zweifel.

Die sind alle abzulehnen und das aus den unterschiedlichsten Gründen. Mit Jörg Meuthen als Kandidat der AfD, mit Wolfgang Kubicki als Kandidat der FDP oder mit Sahra Wagenknecht als Kandidat der Linken, könnte ich mich aber anfreunden. Lediglich bei Grünen und der SPD findet sich überhaupt keine taugliches Personal in der Spitzenriege.
Darüber, ob und wen die Parteien als Kandidaten aufstellen oder als Kandidaten einer fremden Partei mittragen, haben die natürlich selber zu bestimmen. Ich habe einfach mal kess einige mehr genannt. Und so Umfragen nach dem Motto: "Merkel oder Petry" oder auch "Merkel oder Wagenknecht" könnten doch recht gute Erkenntnisse über die Zustimmung zu gewissen Personen bringen. Nebenbei gesagt glaube ich nicht, dass Petry da höhere Werte als Merkel erzielen würde - auch, wenn Petry von einem Teil der eigenen Partei frenetisch gefeiert wird.

Zitat:
Zitat von Unklug Beitrag anzeigen
Immerhin zeigst du nicht mit dem Finger auf die Unterschicht wie so viele andere Möchtegerns. Ein Teil des Bildungsbürgertums findet übrigens auch eine Heimat bei der AfD, nämlich jene, die trotz oder gerade wegen ihres Intellekts mit dem sogenannten Bildungsbürgertum fremdeln.
Das Bildungsübergertum findet sich bei der AfD wohl meist wieder, wenn die unter empfindlichen Verletzungen in ihrem Leben gelitten haben. Von psychischen Leidensdruck bis hin zu Arbeitslosigkeit gibt es da sicherlich einiges. Auf die Unterschicht zeigen, als sei mensch aus einem ganz anderen und viel feineren Stoff? Das ist leider ein recht verbreiteter Irrtum. Die hatten von Anfang an weniger Chancen im Leben, fühlen sich ungerecht behandelt, wollen deswegen, dass auch mal andere schlechter behandelt werden, ... Und es mag wahrhaftig sein, dass die übersehen, dass es ihnen selber nicht besser geht, nur weil andere schlechter behandelt werden. Dass mal wieder für die Senkung des Spitzensteuersatzes gespart wird? Viele aus dem unteren Fünftel der Bevölkerung würden Feuer spucken, wenn das Parteien wie beispielsweise FDP, CDU, CSU, SPD oder auch AfD mal offen aussprechen würden.

Zitat:
Zitat von Unklug Beitrag anzeigen
Nein, Frauen sollen nur nicht besser und nicht schlechter behandelt werden. Sie sollten ihren Fähigkeiten nach beurteilt werden. Sind sie besser als Männer, dann gehören sie eingestellt. Sind sie schlechter als Männer, dann gehören sie nicht eingestellt. Frauen haben in Deutschland alle Freiheiten. Das ist gut, richtig und wichtig. Und auch ein Grund dafür, dass man mit Zuwanderung aus dem Orient vorsichtig sein muss. Sie benötigen aber auch keine Sonderbehandlung.
Meiner Wahrnehmung nach, haben Männer mit Vorliebe aus der AfD auch gerne schon mal Asiatinnen als Partnerin. Die Mahnung zur Vorsicht mit Frauen aus dem Orient finde ich auf dem Hintergrund daher recht interessant.

Was die Einstellung von jungen Frauen betrifft: Da sind also viele alte Männer seit Jahren beschäftigt und das führt bei Neueinstellungen zu Einstellungen von weit überwiegend Frauen in manchen Stellen im öffentlich Dienst. Eine Einstellung 1:1 würde ich da angemessen finden. Denn die jüngeren Männer müssen nicht ausbaden, was die alten Männer an Vorteilen hatten.

Zitat:
Zitat von Unklug Beitrag anzeigen
Geld, das bei Flüchtlingen landet, fehlt zweifelsohne an anderer Stelle oder muss über Steuererhöhung oder andere Gebühren (eventuell auch nur zukünftige, wenn es kurzfristig durch Schuldenaufnahme finanziert wird) wieder eingenommen wurden. Das ist keine Mär, das ist schlicht ein Fakt. Die Frage ist nur, wer letztendlich dafür aufkommt. Momentan sind es vor allem die Gemeinden. Die werden an anderer Stelle Einsparungen vornehmen müssen. D.h. wir werden weniger und schlechter gepflegte Freizeiteinrichtungen haben, schlechter ausgestattete Schulen, schlechtere Gemeindestraßen und weniger Sozialangebote für bereits ohnehin Schlechtergestellte.
Die Flüchtlinge - sobald sie denn arbeiten dürfen und sprachliche und sonstige Voraussetzungen für einen Job erfüllen - führen freilich auch zu einem Beitrag bei der Steigerung des Bruttosozialproduktes. Das ist Fakt.

Auch 2015 und damit bei Ankunft vieler Flüchtlinge wuchs das Vermögen in Deutschland wieder. Auch Fakt. Damit wäre in meinen Augen ohnehin die Vermögensfrage wesentlich wichtiger als die Flüchtlingsfrage. Aber das scheint gedanklich ja so abgehoben zu sein, dass es selbst das Bildugnsbürgertum und viele der repräsentativ gewählten Politikter nicht kapieren.

Der Vermögenszuwachs landete bei den oberen 10 % der Bevölkerung, so dass bei zu schulternden Ausgaben an die breiteren Schultern und damit an Vermögenssteuer und Anhebung des Spitzensteuersatzes zu denken wäre. Die oberen 10 % der Bevölkerung besitzen in Deutschland übrigens jetzt schon 61 % des gesamten Vermögens:

https://www.bpb.de/nachschlagen/zahl...gensverteilung

Bei 5 % Vermögenssteuer auf hohe Vermögen bliebe denen noch der Großteil des Vermögenszuwachses erhalten!

Zitat:
Zitat von Unklug Beitrag anzeigen
Arbeitslose haben nicht mehr, aber sie haben auch nur unwesentlich weniger Geld, weil die Hinzuverdienstmöglichkeiten zu Hartz4 äußerst begrenzt sind. Niedriglohnempfänger mit Familie mögen 40h in der Woche schuften, sie haben am Ende nicht mehr als jene, die nicht arbeiten wollen. Das ist leider ein Fakt, dass sich Arbeit in Deutschland für viel Mernschen nicht mehr lohnt. Leider ist der Mindestlohn nur eine scheinbar gute Maßnahme, es gäbe bessere.
Mindestlohn und mehr allgemeinverbindliche Tarifverträge würden verhindern, dass da andere Menschen zu Dumpinglöhnen eingestellt werden, um die Lohnquote zu drücken. Der Anreiz der Einstellung von Menschen aus armen Ländern zu Dumpinglöhnen würde damit entfallen. Arbeit und damit Leistung muss sich wieder lohnen. Leistung ist übrigens für mich nicht, wenn da irgendein alter Mann aus der Anlage eines Milliardenvermögens für sich möglichst viel rausholen will. Für mich sind das eher die Wechselschichtler mit Knochenarbeit.

Der derzeitige Midnestlohn ist allerdings eine Lachnummer. 8,50 € und das auch nur brutto! Australien, das nicht so reich ist, hat schon einen Mindestlohn von oberhalb 12,00 €!

Zitat:
Zitat von Unklug Beitrag anzeigen
Kurzfristig ist das richtig. Kurzfristig wirkt die Ankunft von Flüchtlingen wie ein staatliches Konjunkturprogramm. Gleich würden allerdings auch jegliche andere Staatsausgaben wirken. Investitionen in unsere Infrastruktur wären jedenfalls nachhaltiger als den Konsum von 1 Million Neuankömmlingen zu finanzieren.
Zum einen ist die Ankunft von Flüchtlingen ein Konjunkturprogramm. Zum anderen aber sind es Menschen, die dringend benötigt werden, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand gehen. Da gibt es dann nach dem sogenannten Pillenknick nicht mehr so viele Nachrücker auf Arbeitsplätze. Udn das Geld, das die geburtenstarken Jahrgänge angehäuft haben, wird niemanden pflegen. Dafür muss es erst einmal an Pflegekräfte ausgegeben werden können.

Daneben wäre übrigens in einem Land dessen satter Vermögenszuwachs im oberen Zehntel der Bevölkerung andauerte immer noch eine Investition in die Infrastruktur möglich. Steuersenkungen mussten her? Eine Lachnummer, bei der die unteren 2/3 der Bevölkerung pro Jahr maximal 100,00 € mehr in der Tasche hatten. Bitte nicht auf einmal ausgeben! Währenddessen hatten die Reicheren ernsthafte Steuerersparnisse, die sie gar nicht benötigten.

Zitat:
Zitat von Unklug Beitrag anzeigen
..., bei der Versorgung dieser sogenannten Flüchtlinge habe ich daran so meine Zweifel. Die reißen langfristig lediglich ein gigantisches Loch in unsere Sozialkassen. Renommierte Wissenschaftler wie Bernd Raffelhüschen haben das bereits unter optimistischen Annahmen anschaulich vorgerechnet. Der kurzfristige Beschäftigungseffekt auf die Asylindustrie (also Sozialarbeiter bis kriminelle Rockerbanden im Sicherheitsgewerbe) ist langfristig mitnichten gut für unser Land. Das ist nur Verprassung von Ressourcen, die wir eigentlich gar nicht haben.
Nein. Die reißen langfristig kein Loch in die Sozialkassen. Die haben Ansprüche aus der Sozialversicherung nur dann, wenn sie mit selber erwirtschaftetem Geld darin einzahlen. Und die Migranten zahlen insgesamt mehr ein, als für sie ausgegeben wird. Ist übrigens eine Frage, der eine Studie der Bertelsmannstiftung nachging:

http://www.taz.de/!5027572/
Trimalchio ist offline  
Alt 11.05.2016, 16:11   #919
Unklug
Senior Member
 
Registriert seit: 04/2011
Beiträge: 732
Zitat:
Zitat von Trimalchio Beitrag anzeigen
Nein. Die reißen langfristig kein Loch in die Sozialkassen. Die haben Ansprüche aus der Sozialversicherung nur dann, wenn sie mit selber erwirtschaftetem Geld darin einzahlen. Und die Migranten zahlen insgesamt mehr ein, als für sie ausgegeben wird. Ist übrigens eine Frage, der eine Studie der Bertelsmannstiftung nachging:

http://www.taz.de/!5027572/
Eine Studie, die von vielen renommierten Ökonomen, unter anderem Hans-Werner Sinn, zerrissen (und das mit guten Argumente wie ich finde) wurde.

Auf den Rest kann ich jetzt mangels Zeit vorerst nicht antworten. Nur so viel vorab: Da ist verdammt viel Wunschdenken und da da sind verdammt viele Annahmen dabei, die so noch nie beobachtet wurden und so sicherlich auch nicht eintreffen werden. Und weil diese Annahmen haltlos sind, auch zu einem anderen, ja katastrophalen Ergebnis führen werden.

Außerdem bitte nicht Begriffe durcheinander mischen: Migraten ungleich Flüchtlinge. Migration ungleich Flüchtlingsstrom. Das ist ein kleiner Unterschied, der aber zu völlig unterschiedlichen Konsequenzen führt.

Außerdem ist deine Wortklauberei nicht besonders redlich. Flüchtlinge bekommen kein ALG1, richtig. Sie haben ja vorher nicht einbezahlt. Sie bekommen aber sehr wohl ALG2 (wenn anerkannt). Das wird aus Steuergeldern finanziert. Dem deutschen Bürger kann es aber völlig egal sein, ob er es über seine Beiträge für die Arbeitslosenversicherung bezahlt oder über Steuern. Er muss dafür bezahlen, über welche Tasche das Geld fließt, ist für ihn nebensächlich.

Geändert von Unklug (11.05.2016 um 16:15 Uhr)
Unklug ist offline  
Alt 11.05.2016, 16:22   #920
Trimalchio
abgemeldet
Zitat:
Zitat von Unklug Beitrag anzeigen
Eine Studie, die von vielen renommierten Ökonomen, unter anderem Hans-Werner Sinn, zerrissen (und das mit guten Argumente wie ich finde) wurde.
Hanns-Werner Sinn ist der Mann, der orakelte, dass mit TTIP die deutschen Exporte um 80 % zunehmen würden. Der freien Phantasie ließ er Lauf. Dessen Studien sind so was von politisch motivierten Phantasien bestimmt, dass es keinesfalls mit dem schlichten Label "renomiert" getan ist. Das ist eher jemand, der mit viel Verbalaufwand seine Irrtümer begründet.
Trimalchio ist offline  
Alt 11.05.2016, 16:22 #00
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Beiträge: 4692

 

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