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Stan90 29.09.2017 13:06

Zitat:

Zitat von Sam Hayne (Beitrag 5602485)
Ich grätsch mal rein...

Kann mir wer schlüssig erklären, warum die Menschen so derart die Schnauze
voll von der GroKo haben?

Langeweile?

Ist mir 'n büschn 'n Rätsel, weil ich die Skandale und das ganz große politische
Versagen nicht seh'. (Das Ausland glaub auch nicht)

Weil es eigentlich keine Skandale gibt.

Ich bin kein Fan der GroKo, aber wenn Deutschland, das 2005 große wirtschaftliche Schwierigkeiten hatte, heute Weltwirtschaftsmotor der Welt und mindestens Europas ist, wir weiterhin in einem der reichsten und sichersten Länder der Welt leben - Ganz so viel können die Regierungen in dieser Zeit nicht versaut haben.

Kritik ist gut und wichtig. Aber in einer der reichsten, sichersten und auch freiesten Nationen ist Untergangsstimmung vielleicht deplatziert.

Findus 29.09.2017 13:36

Zitat:

Zitat von Stan90 (Beitrag 5602499)
Weil es eigentlich keine Skandale gibt.

Warum das Wort "eigentlich"?

Es gibt schon große Themen und Skandale:

1) Diesel / Abgasskandal
2) Flüchtlingskrise (ich bin der Meinung, dass die große Koalition hier im Großen und Ganzen richtig gehandelt hat)
3) keine Lösungen für die Rente
4) Maut (--> Schwachsinn!)
5) Menschen können von Arbeit nicht "leben" (da hilft auch der Mindestlohn nicht)
6) Infrastruktur sehr schwach (so wohl digital, als auch die Mobilität; Stichwort marode Brücken / Straßenbau / ÖPNV / Deutsche Bahn)

Es gibt sicher noch mehr Themen, die mir einfielen.

Zitat:

Aber in einer der reichsten, sichersten und auch freiesten Nationen ist Untergangsstimmung vielleicht deplatziert.
Es wäre schön, wenn viele an dem Reichtum teilhaben könnten. Stichwort: Lohnsteigerungen / und als sicher empfinden (leider) viele Deutschland nicht (mehr).

Das alles aber einzig und allein der Großen Koalition anzulasten, ist mir auch zu einfach gedacht, deshalb habe ich mich mit Sams Einwand auch so schwer getan.

Aber für mich steht fest: Es müssen schon grundlegende Reformen her. Ob da eine FDP jetzt für geeignet ist, wage ich aber mal zu bezweifeln. Frage mich immer noch, wie die an ca. 10% der Stimmen kommen...so viele Profiteure einer "liberalen" Politik gibt es meines Erachtens nicht...:schüttel:

JohnDoe87 29.09.2017 13:50

Zitat:

Zitat von Findus (Beitrag 5602501)
Aber für mich steht fest: Es müssen schon grundlegende Reformen her. Ob da eine FDP jetzt für geeignet ist, wage ich aber mal zu bezweifeln. Frage mich immer noch, wie die an ca. 10% der Stimmen kommen...so viele Profiteure einer "liberalen" Politik gibt es meines Erachtens nicht...:schüttel:

Deine Beitrag stimme ich größtenteils zu. Und zur FDP - "Christian Lindner ist halt ein cooler Typ!" war die Begründung, welche ich oft hörte. :-/

Stan90 29.09.2017 13:56

Zitat:

Zitat von Findus (Beitrag 5602501)
Warum das Wort "eigentlich"?

Es gibt schon große Themen und Skandale:

1) Diesel / Abgasskandal
2) Flüchtlingskrise (ich bin der Meinung, dass die große Koalition hier im Großen und Ganzen richtig gehandelt hat)
3) keine Lösungen für die Rente
4) Maut (--> Schwachsinn!)
5) Menschen können von Arbeit nicht "leben" (da hilft auch der Mindestlohn nicht)
6) Infrastruktur sehr schwach (so wohl digital, als auch die Mobilität; Stichwort marode Brücken / Straßenbau / ÖPNV / Deutsche Bahn)

Es gibt sicher noch mehr Themen, die mir einfielen.



Es wäre schön, wenn viele an dem Reichtum teilhaben könnten. Stichwort: Lohnsteigerungen / und als sicher empfinden (leider) viele Deutschland nicht (mehr).

Das alles aber einzig und allein der Großen Koalition anzulasten, ist mir auch zu einfach gedacht, deshalb habe ich mich mit Sams Einwand auch so schwer getan.

Aber für mich steht fest: Es müssen schon grundlegende Reformen her. Ob da eine FDP jetzt für geeignet ist, wage ich aber mal zu bezweifeln. Frage mich immer noch, wie die an ca. 10% der Stimmen kommen...so viele Profiteure einer "liberalen" Politik gibt es meines Erachtens nicht...:schüttel:

Du hast vollkommen Recht. Ich wollte auch nicht gegenteiliges behaupten. Zwischen Verbesserungsbedarf und "Regierung zerstört Deutschland" liegen aber noch ganz ganz viele Dinge. Wir hatten die letzten Jahren definitiv keine optimale Regierung - aber auch ganz deutlich nicht die schlechtest-mögliche. Allein im internationalen Vergleich müsste doch auffallen, wie unsinnig das ist.

Sam Hayne 29.09.2017 15:48

Hm.

Ich erinnere mich nur, wie die Leute nach dem "Kanzlerduell" total frustriert
über die Einigkeit beider Parteien waren.

Ich glaube Überdruss über zu viel Konsens ist der weit größere Faktor, als
politisches Versagen.

Dazu kommt für viele wahrscheinlich noch zu wenig Bewegung in ihren
persönlichen Belangen.
Dabei kommt dann auch mancher Irrsinn zu Stande.
Mein Vater will z.B. mehr Rente und was macht er? Wählt ausgerechnet die FDP.
Einfach aus Unzufriedenheit heraus, ohne sich mal (abseits von Talkshows)
wirklich mit deren Programm zu befassen.


So GANZ in den Schädel will mir das alles noch nicht.

Jampes 29.09.2017 16:17

Zitat:

Zitat von Findus (Beitrag 5602501)
Ob da eine FDP jetzt für geeignet ist, wage ich aber mal zu bezweifeln. Frage mich immer noch, wie die an ca. 10% der Stimmen kommen...so viele Profiteure einer "liberalen" Politik gibt es meines Erachtens nicht...:schüttel:

Weil Lindner neben der AfD der einzige war der die Chance genutzt hat und die Flüchtlingspolitik rege anprangerte. Und denen den die AfD zu weit rechts war konnte doch nur die FDP wählen. Blieb ja sonst nix mehr.

monochrom 29.09.2017 16:22

Zitat:

Zitat von Sam Hayne (Beitrag 5602485)
Ich grätsch mal rein...

Kann mir wer schlüssig erklären, warum die Menschen so derart die Schnauze
voll von der GroKo haben?

Langeweile?

Ist mir 'n büschn 'n Rätsel, weil ich die Skandale und das ganz große politische
Versagen nicht seh'. (Das Ausland glaub auch nicht)

Alleine schon das komplette Politikversagen seit September 2015 inkl. diverser Rechtsbrüche reicht für ein politisches Erdbeben.

monochrom 29.09.2017 16:23

Zitat:

Zitat von Jampes (Beitrag 5602526)
Weil Lindner neben der AfD der einzige war der die Chance genutzt hat und die Flüchtlingspolitik rege anprangerte. Und denen den die AfD zu weit rechts war konnte doch nur die FDP wählen. Blieb ja sonst nix mehr.

Genau so isses.

Stan90 29.09.2017 22:31

Zitat:

Zitat von monochrom (Beitrag 5602528)
Alleine schon das komplette Politikversagen seit September 2015 inkl. diverser Rechtsbrüche reicht für ein politisches Erdbeben.

Rechtsbrüche, die laut Mehrheit der höchsten Juristen keine sind und Politikversagen, welches laut den Wählern und internationalen Vergleichen ganz definitiv keines ist.

Aber schön, dass man mit dir so ganz neutral abseits der Gefühlsebene diskutieren kann. :wink:

Helmut Logan 29.09.2017 22:36

Zitat:

Zitat von Sam Hayne (Beitrag 5602522)
Ich erinnere mich nur, wie die Leute nach dem "Kanzlerduell" total frustriert
über die Einigkeit beider Parteien waren.

Ich glaube Überdruss über zu viel Konsens ist der weit größere Faktor, als
politisches Versagen.

Ja, man fühlt sich irgendwie machtlos. Die Parteien sind sich einig, alles ist alternativlos. Ein Unwort meiner Meinung nach.

Keine Opposition, deren Aufgabe u.a. Kritik und Kontrolle der Regierung sind - wie man schon in der Schule gelernt hat.


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