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Alt 04.07.2018, 08:08   #691
monochrom
Weltraumpräsident
 
Registriert seit: 01/2017
Ort: NRW
Beiträge: 12.321
Zitat:
Zitat von Matze1985 Beitrag anzeigen
Was haltet ihr denn von den beschlossenen Kompromiss von CDU und CSU?
Inbegriffen Seehofers Drohung mit Rücktritt und der Rücktritt vom selbigen

War alles ein wenig verwirrend und überstürzend - für mich^^

Es geht ja nun auch nicht um eine europäische Lösung (die Merkel vertritt) oder um eine deutsche Lösung (die ja ein Innenminister vertreten sollte) sonder wohl um eine bayrische Lösung (also CSU ) - da die Zentren nur an der bayrisch-österreichischen Grenze entstehen sollen.

Und deswegen fast eine Regierungskrise mit Neuwahl?
Drohung war es wohl nicht, das haben scheinbar die Medien draus gemacht. Was ich davon halte? Zu wenig, zu spät. Ich will dazu noch nicht einmal sagen das ein Anfang gemacht wäre, das tue ich erst wenn das Realität wird und weil es scheinbar wirklich auf Bayern begrenzt sein soll. Wenn ich daran denke wie offen dann immer noch die Grenzen hier in NRW bspw. sind...

Vielleicht ist dies aber wirklich endlich der Anfang vom Ende Merkels.
monochrom ist offline  
Alt 04.07.2018, 08:08 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo monochrom,
Alt 04.07.2018, 08:12   #692
monochrom
Weltraumpräsident
 
Registriert seit: 01/2017
Ort: NRW
Beiträge: 12.321
Zitat:
Zitat von loiloi17 Beitrag anzeigen
Ein Schauspiel für das Sommerloch, die Politik hat jetzt das Problem das die Deutschen nicht mehr WM besoffen sind und um Aufmerksamkeit für die Wahl in Bayern zu erlangen. Mal schauen ob die Bayern so dämlich sind und auf die Manöver der CSU hereinfallen.
Es bringt nichts ständig A zu sagen aber ständig B zu machen.
Ich denke das dies der CSU etwas helfen wird bei der LTW, es aber immer noch heftig wird. Hoffentlich kriegt die SPD auch gut auf den Kopf und wird überholt.

Zitat:
Es wird auch keine europäische Lösung geben, genauso wenig wie es 2015 oder 2016 eine gegeben hätte. Die Positionen in Europa sind dafür zu unterschiedlich, abgesehen davon hat Europa im Moment andere Probleme.
Wir werden sicher auch mehr Repressionen gegen NGO-Flüchtlingsschlepper sehen. Es ist nämlich eine Straftat Menschen aufzufordern sich in Lebensgefahr zu begeben (ins Meer springen) diese dann aufnehmen und dann nicht ~25 Seemeilen an die nächste Küste zu bringen (was die Seerettung vorschreibt) sondern diese über 160 Seemeilen nach Europa zu fahren.
Denn an der lybischen Küste wären die Menschen in Sicherheit und hätten versorgt werden können, ich spiele auf das Schiff an dem das anlegen in Europa, vor kurzem, verweigert wurde.
Es tut in der Tat gut zu sehen das endlich gegen diese angeblichen Retter vorgegangen wird. Sowas von überfällig!
monochrom ist offline  
Alt 04.07.2018, 08:37   #693
monochrom
Weltraumpräsident
 
Registriert seit: 01/2017
Ort: NRW
Beiträge: 12.321
Zitat:
Zitat von Sam Hayne Beitrag anzeigen
Nur wenn man die Sache hinterfragt und nach Logik in diesem Kompromiss sucht.

Was wird denn kommuniziert? Dass die CSU und Seehofer sich beim Thema Asyl durchsetzen konnten. Punkt.

Was das ganze jetzt soll mit diesen Lagern... das fragt man sich im EU-Ausland auch grad.

Macht auch alles in der Sache keinen Sinn: Es ging nur um die Bayerische Landtagswahl - die CSU hat 'ne Scheißangst von der AfD auf den Sack zu kriegen und meinte sich jetzt als Zuwanderungsbekämpfungspartei profilieren zu müssen.
Bis hierhin teile ich Deine Einschätzung.

Zitat:
Und auf dumme Gesetze, nur für eine Wahl gestrickt, hatte Angie keinen Bock.
Aber hier muss ich deutlich widersprechen. Merkel ist einfach nur stur, deswegen hat sie alles abgelehnt. Sie kann und will ihre Fehler nicht eingestehen oder einsehen. Dumme Gesetze hat sie mehr als genug erlassen, auch und gerade aus wahltaktischen Gründen (vgl. Atomausstieg bspw.)

Zitat:
Blöderweise wurde das ganze jetzt so hochgekocht, dass es am Ende gar um
Angies und v.a. Seehofers Pöstchen und den Bruch von CDU/CSU ging...
Am Ende haben sie's aber doch mit der Angst zu tun bekommen und sich auf
diesen geilen Kompromiss geeinigt - Hauptsache um die Sache zu beenden.
Nun kann sich jeder als Sieger erklären und alles ist töfte - oder?
Tatsächlich geht Seehofer deutlich besser aus dieser Sache raus und Merkel als Verliererin, musste sie doch Dingen zustimmen die sie immer verhindern wollte.

Zitat:
Dumm steht jetzt nur die SPD da, die diesen Schmarrn (AKA "Der Kompromiss")
bis dato abgelehnt haben und die jetzt wieder von CDU/CSU
mit großen Kulleraugen angeguckt wird, sich doch bitte zu fügen.
Was sie wahrscheinlich tun wird, weil sie einfach keinen Bock mehr auf
dieses sinnlose Gezanke hat.
Die SPD steckt in der Tat in einer Zwickmühle! Das was da ausgearbeitet wurde widerspricht diametral der Überzeugung und Zielsetzung der politischen Spitze der SPD. Konsequenterweise müsste die SPD also dagegen stimmen und damit die Koalition beenden. Tut sie das gibt es Neuwahlen und die SPD hat Angst dann deutlich unter 20% und hinter der AfD zu landen. Berechtigte Angst.

Und Eier hat von denen eh fast keiner. Außer der Nahles vielleicht, und ich kann die nun wirklich nicht leiden. Aber die ist zu machtgeil für solch einen Move.

Zitat:
Polemisches Fazit:
Aus wahltaktischen Gründen werden nun statt Kindergärten ein paar KZs gebaut.

Selbst für eine Polemik geht das zu weit! Ich finde das auch den Opfern der KZs ggü. herabwürdigend diesen Vergleich zu ziehen. Zumal er so oder so nicht passt.
monochrom ist offline  
Alt 04.07.2018, 08:44   #694
monochrom
Weltraumpräsident
 
Registriert seit: 01/2017
Ort: NRW
Beiträge: 12.321
Zitat:
Zitat von Matze1985 Beitrag anzeigen
Ja...aus Angst vor der AfD vertreten wir genau deren Position. Ziemlich dämlich.

Wähler gewinnen die auf die Art bestimmt nicht.
Doch, der Grundgedanke ist gar nicht so verkehrt. Große Teile der AfD-Wähler sind ehemalige Unions-Wähler welche mit der grünen CDU nichts mehr anfangen können und die sich im Wahlprogramm der AfD durchaus wiederfinden. Dort liest man nämlich viele alte Unionspositionen welche dort mittlerweile aufgegeben wurden. Übrigens ein guter Teil des FDP-Erfolges der letzten BTW lässt sich darauf zurückzuführen.

Viele dieser Menschen würde gerne wieder Union wählen, werden dies aber nicht mehr tun solange Merkel bzw. ihre Entourage dort das sagen hat. Die CSU schwebt da irgendwo dazwischen.
monochrom ist offline  
Alt 04.07.2018, 15:36   #695
poor but loud
Special Member
 
Registriert seit: 03/2006
Beiträge: 4.445
Zitat:
Zitat von Talamaur Beitrag anzeigen
Ich habe zwei Argumente vorgebracht. Eins davon wird in dem einen Artikel abgestritten, in den anderen aber durchgehend bestätigt.
1:0 für Dich. Nach dem ersten Artikel habe ich mir nicht mehr die Mühe gemacht, die anderen zu lesen. Aber wie Du ja selbst festgestellt hast, haben die verschiedenen Studien zu widersprüchlichen Ergebnissen geführt. Ich frage mich auch, wie man ungerechtes Benotungsverhalten einer Lehrerin objektiv messen will.

Es wurde aber auch zur Sprache gebracht, dass mehr Jungen als Mädchen leistungsscheu und aufsässig sind. Hier könnten die Männlichkeitsvorstellungen einiger Mitschüler und ggf. der älteren Brüder eine Rolle spielen. Bis heute ist strittig, ob die Gehirnstruktur geschlechtsspezpifisch ist und dies als Ursache für solche "jungentypischen" Unarten in Frage kommt.

Vor rund 10 Jahren gab es im LT schon einmal eine Diskussion, die sich (auch) um das Schulwesen drehte und in der übertrieben männliches Verhalten wieder einmal als normal hingestellt wurde. Zudem sollten es Jungen sehr nötig haben, die Autorität des gegengeschlechtlichen Elternteils (der Mutter) zu untergraben und sich so von ihr abzugrenzen. Es soll auch Eltern geben, die ihre Töchter dazu erziehen, lieb und nett zu sein, während renitentes Verhalten bei den Söhnen gefördert würde. (Wobei ich sagen muss, dass ich in der Tat einen recht einfach gestrickten Interims-Stiefvater mit höchst einseitigen Männlichkeitsvorstellungen hatte, die das Fortkommen der Söhne eher behindern.) Und auch die üblichen Verschwörungstheorien gegen das dreigliedrige Schulsystem kamen ebenso wieder hoch wie die Stammtischsprüche zum Thema „Erziehung zur Homosexualität“.

Als ich das las, fragte ich mich, wozu dieser Abgrenzungs-Krampf gut sein soll, was in deutschen Elternhäusern so abgeht und ob Jungen regelmäßig in verkorkstem Zustand eingeschult würden. Meines Erachtens werden hier die Schulen für etwas kritisiert, was bereits im Elternhaus verbockt wurde. Im Elternhaus läuft alles falsch, und die Ersten, die das Problem erkennen und benennen (Kindergartenpersonal und Lehrkräfte), bekommen den schwarzen Peter zugeschoben.

Dieser Eindruck drängte sich auch deshalb auf, weil die Entwicklung, die ich bei meinem leiblichen Vater und den wechselnden Mutterfiguren durchmachte, eine ganz andere war und ich dementsprechend von anderen Voraussetzungen ausging. Meine Eltern waren nicht so doof, ihre Kinder zu selbstgerechten Versagern zu erziehen und sich anschließend darüber zu beschweren, dass sie nicht mehr an sie herankommen, wie es mittlerweile schick ist. Beide Eltern galten uns gleichermaßen als Autoritäten. Das Spiel mit geschlechtsspezifischem Spielzeug wurde gefördert, was bei „den Großen“ (meiner nicht viel jüngeren Schwester und mir) im Gegensatz zu unseren deutlich jüngeren Halbgeschwistern nur wenig Wirkung zeigte; ansonsten wurden zwischen (vermeintlichen) Jungen und Mädchen keine Unterschiede gemacht. Da ich keine älteren Geschwister hatte, lief bei mir vieles synchron mit meiner Schwester ab. Als ich viereinhalb und sie noch ein Kleinkind war, gingen wir beide völlig unbefangen auf Kinder beiderlei Geschlechts zu. Wobei ich recht zartbesaitet war und in der Mitte des ersten Lebensjahrzehnts, in der sich viele Jungen unentwegt balgen, tatsächlich dazu überging, mir gezielt weibliche Spielkameraden zu suchen. Freundschaften mit etwas stilleren Jungen kamen dann wohl hauptsächlich durch Vermittlung des Kindergartenpersonals zustande.

Ich muss allerdings auch dazu sagen, dass ich schon immer kaum etwas Jungentypisches an mir hatte und im Erwachsenenalter Mann-zu-Frau-Transsexualität diagnostiziert wurde.


Zitat:
Zitat von monochrom Beitrag anzeigen
Selbst für eine Polemik geht das zu weit! Ich finde das auch den Opfern der KZs ggü. herabwürdigend diesen Vergleich zu ziehen. Zumal er so oder so nicht passt.
Eigentlich undenkbar, dass wir mal einer Meinung sind, aber das sehe ich auch so. Wenn Du jetzt noch auf Trollpostings verzichten könntest, würdest Du direkt als intelligenter Mensch durchgehen.
poor but loud ist offline  
Alt 04.07.2018, 16:45   #696
Talamaur
Inventar
 
Registriert seit: 07/2011
Ort: Sauerland
Beiträge: 3.216
Zitat:
Zitat von poor but loud Beitrag anzeigen
1:0 für Dich. Nach dem ersten Artikel habe ich mir nicht mehr die Mühe gemacht, die anderen zu lesen. Aber wie Du ja selbst festgestellt hast, haben die verschiedenen Studien zu widersprüchlichen Ergebnissen geführt. Ich frage mich auch, wie man ungerechtes Benotungsverhalten einer Lehrerin objektiv messen will.
Naja, widersprüchliche Ergebnisse sind in soziologischen Untersuchungen keine Seltenheit, sondern die Regel. Deswegen gibt es Reviews und Metaanalysen. Ich habe bloß leider keine gefunden, sonst hätte ich dazu was verlinkt, weil die für gewöhnlich deutlich aussagefähiger sind als die ursprünglichen Studien.
Wie man allerdings ungerechtes Benotungsverhalten untersuchen kann, ist relativ einfach. Man legt einer Lehrkraft in zeitlichem Abstand anonymisierte Arbeiten zu gleichen Themen vor, die objektiven Kriterien in gleichem Maß entsprechen, und stellt dann die einzelnen Benotungen gegenüber.

Zitat:
Es wurde aber auch zur Sprache gebracht, dass mehr Jungen als Mädchen leistungsscheu und aufsässig sind. Hier könnten die Männlichkeitsvorstellungen einiger Mitschüler und ggf. der älteren Brüder eine Rolle spielen. Bis heute ist strittig, ob die Gehirnstruktur geschlechtsspezpifisch ist und dies als Ursache für solche "jungentypischen" Unarten in Frage kommt.
Unstrittig ist, dass der unterschiedliche Hormonhaushalt großen Einfluss auf das Verhalten hat. Das müsstest du eigentlich aus eigener Erfahrung noch besser beurteilen können als wir alle hier.

Zitat:
Vor rund 10 Jahren gab es im LT schon einmal eine Diskussion, die sich (auch) um das Schulwesen drehte und in der übertrieben männliches Verhalten wieder einmal als normal hingestellt wurde.
Wieso ist das das Verhalten eigentlich "übertrieben männlich"? Wie kannst du beurteilen, ob still sitzen für Jungs nicht "übertrieben weibliches" Verhalten ist?
Also, nicht, dass ich dich jetzt kritisieren will. Ich frage mich nur, wie du zu solchen Beurteilungen kommst.

Zitat:
Zudem sollten es Jungen sehr nötig haben, die Autorität des gegengeschlechtlichen Elternteils (der Mutter) zu untergraben und sich so von ihr abzugrenzen.
Und Mädchen sollen es nötig haben, die Autorität des gegengeschlechtlichen Elternteils (des Vaters) zu untergraben und sich so von ihm abzugrenzen.
Die Abgrenzung gerade gegen den gegengeschlechtlichen Elternteil ist nämlich ein durchaus wichtiger Prozess bei der Ausbildung der eigenen Geschlechtsidentität.

Zitat:
Als ich das las, fragte ich mich, wozu dieser Abgrenzungs-Krampf gut sein soll, was in deutschen Elternhäusern so abgeht und ob Jungen regelmäßig in verkorkstem Zustand eingeschult würden.
Ich frage nochmal, weil es mir echt unter den Nägeln brennt: Wieso glaubst du, dass typisches "Jungenverhalten" verkorkst und übertrieben ist?

Zitat:
Meines Erachtens werden hier die Schulen für etwas kritisiert, was bereits im Elternhaus verbockt wurde. Im Elternhaus läuft alles falsch, und die Ersten, die das Problem erkennen und benennen (Kindergartenpersonal und Lehrkräfte), bekommen den schwarzen Peter zugeschoben.
Das Problem haben wir in vielen Bereichen des schulischen Alltags. Bspw. bei der allgemeinen Wertschätzung von Bildung. Oder bei Manieren.
Nichts desto trotz würde das hier ja nur unter der Bedingung zutreffen, dass Jungs tatsächlich irgendwie "verkorkst" eingeschult werden, im Gegensatz zu Mädchen. Und das glaube ich eigentlich nicht.

Zitat:
Dieser Eindruck drängte sich auch deshalb auf, weil die Entwicklung, die ich bei meinem leiblichen Vater und den wechselnden Mutterfiguren durchmachte, eine ganz andere war und ich dementsprechend von anderen Voraussetzungen ausging. Meine Eltern waren nicht so doof, ihre Kinder zu selbstgerechten Versagern zu erziehen und sich anschließend darüber zu beschweren, dass sie nicht mehr an sie herankommen, wie es mittlerweile schick ist. Beide Eltern galten uns gleichermaßen als Autoritäten. Das Spiel mit geschlechtsspezifischem Spielzeug wurde gefördert, was bei „den Großen“ (meiner nicht viel jüngeren Schwester und mir) im Gegensatz zu unseren deutlich jüngeren Halbgeschwistern nur wenig Wirkung zeigte; ansonsten wurden zwischen (vermeintlichen) Jungen und Mädchen keine Unterschiede gemacht. Da ich keine älteren Geschwister hatte, lief bei mir vieles synchron mit meiner Schwester ab. Als ich viereinhalb und sie noch ein Kleinkind war, gingen wir beide völlig unbefangen auf Kinder beiderlei Geschlechts zu. Wobei ich recht zartbesaitet war und in der Mitte des ersten Lebensjahrzehnts, in der sich viele Jungen unentwegt balgen, tatsächlich dazu überging, mir gezielt weibliche Spielkameraden zu suchen. Freundschaften mit etwas stilleren Jungen kamen dann wohl hauptsächlich durch Vermittlung des Kindergartenpersonals zustande.

Ich muss allerdings auch dazu sagen, dass ich schon immer kaum etwas Jungentypisches an mir hatte und im Erwachsenenalter Mann-zu-Frau-Transsexualität diagnostiziert wurde.
Gerade da du ja trans bist, kannst du jetzt natürlich nicht von deinen eigenen Erfahrungen und deinem eigenen, gefärbten Menschenbild auf die allgemeine Gesellschaft schließen. Dazu ist dein Fall einfach zu wenig allgemein.

Ich habe als Kind sehr viel mit der Nachbarstochter mit Puppen gespielt, auch mit meinen Schwestern. Meine Eltern hatten da nie was dagegen und haben mir, wenn ich es mir gewünscht habe, durchaus auch "geschlechtsuntypisches" Spielzeug gekauft. Ich bin, was das angeht, also sehr unbelastet aufgewachsen. Dennoch habe ich mich immer wieder mit gleichgeschlechtlichen Kindern aus dem Dorf auf diverse Art und Weise gemessen. Insofern war ich also auch tatsächlich ein "typischer Junge".
Das widerspricht ja eigentlich - wenn ichs richtig verstanden habe - deiner Auffassung. Das eine dürfte es zusammen mit dem anderen eigentlich nicht geben.
Talamaur ist offline  
Alt 04.07.2018, 17:21   #697
monochrom
Weltraumpräsident
 
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Zitat:
Zitat von Talamaur Beitrag anzeigen
Naja, widersprüchliche Ergebnisse sind in soziologischen Untersuchungen keine Seltenheit, sondern die Regel. Deswegen gibt es Reviews und Metaanalysen. Ich habe bloß leider keine gefunden, sonst hätte ich dazu was verlinkt, weil die für gewöhnlich deutlich aussagefähiger sind als die ursprünglichen Studien.
Wie man allerdings ungerechtes Benotungsverhalten untersuchen kann, ist relativ einfach. Man legt einer Lehrkraft in zeitlichem Abstand anonymisierte Arbeiten zu gleichen Themen vor, die objektiven Kriterien in gleichem Maß entsprechen, und stellt dann die einzelnen Benotungen gegenüber.
Es ist längst allgemein bekannt und akzeptiert das es sich so verhält.

Wer das abstreitet, naja.

Zitat:
Unstrittig ist, dass der unterschiedliche Hormonhaushalt großen Einfluss auf das Verhalten hat. Das müsstest du eigentlich aus eigener Erfahrung noch besser beurteilen können als wir alle hier.

Wieso ist das das Verhalten eigentlich "übertrieben männlich"? Wie kannst du beurteilen, ob still sitzen für Jungs nicht "übertrieben weibliches" Verhalten ist?
Also, nicht, dass ich dich jetzt kritisieren will. Ich frage mich nur, wie du zu solchen Beurteilungen kommst.
[...]
Ich frage nochmal, weil es mir echt unter den Nägeln brennt: Wieso glaubst du, dass typisches "Jungenverhalten" verkorkst und übertrieben ist?
Das hat eine ideologische Herkunft. Gender und der heutige Feminismus betrachtet das Männliche als schlecht. Als toxisch. Und das geht natürlich bei den Jungs los.
monochrom ist offline  
Alt 04.07.2018, 17:24   #698
monochrom
Weltraumpräsident
 
Registriert seit: 01/2017
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Hammer, die angeblichen Seenotretter haben sogar ein Flugzeug eingesetzt um ihre Kundschaft zu finden:

https://www.welt.de/politik/ausland/...stgesetzt.html

Aber da ist ja nie nicht etwas geplant. Alles nur Seenotrettung.
monochrom ist offline  
Alt 04.07.2018, 17:58   #699
NBUC
Platin Member
 
Registriert seit: 04/2010
Beiträge: 1.818
Bezgl. "Seenot":

Wer mit laufendem Motor in seinem "Taxi" vor der gerade ausgeraubten Bank steht, erfüllt natürlich auch nur seine Beförderungpflicht gegenüber dem schwer bepackten armen Mann mit dem seltsamen Strumpf über dem Kopf.

Wer genau zu dem Zweck dort ausläuft um zu "retten" (und nicht nur tatsächlich zufällig auf dem anders motivierten Weg ganz woanders hin da reinplatzt ) ist explizit Teil der orginären Reiseplanung und daher voll als Mittäter der Schlepper verantwortlich).

Geändert von NBUC (04.07.2018 um 19:50 Uhr)
NBUC ist offline  
Alt 04.07.2018, 18:18   #700
Matze1985
Landvogt
 
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Zitat:
Zitat von monochrom Beitrag anzeigen
Hammer, die angeblichen Seenotretter haben sogar ein Flugzeug eingesetzt um ihre Kundschaft zu finden:

https://www.welt.de/politik/ausland/...stgesetzt.html

Aber da ist ja nie nicht etwas geplant. Alles nur Seenotrettung.
Sind Flugzeuge in der Seenotrettung sonst so unüblich?
Matze1985 ist offline  
Alt 04.07.2018, 18:18 #00
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Hey Matze1985,
 

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