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Alt 15.07.2018, 18:36   #751
loiloi17
Member
 
Registriert seit: 02/2017
Ort: Bremen
Beiträge: 357
Zitat:
Zitat von Talamaur Beitrag anzeigen
Du blendest deine eigene europäische Geschichte vollkommen aus. Bis zum Beginn der industriellen Revolution - die im Gegensatz zu manchen Ansichten eben noch nicht in den Entwicklungsländern angekommen ist - waren auch in Europa Großfamilien der Normalfall, mit bis zu 10 und noch mehr Nachkommen pro Generation. Und zwar aus einem sehr einfachen Grund: Es gab keine soziale Absicherung. Weil nicht viele Kinder hatte, konnte im Alter bzw. im Krankheitsfall nicht mehr für sich sorgen. Wenige Kinder können das nicht schaffen, ein oder zwei zusätzliche Mäuler zu stopfen. Daher muss es notwendig viele Kinder geben.

Da gibt es keine mathematische Vergeblichkeit auf Grund der Bevölkerungsexplosion. Alle die Probleme, die du darüber hinaus ansprichst, nämlich Produktion und Rohstoffförderung - nunja, letzteres funktioniert in den Entwicklungsländern ganz ausgezeichnet, ersteres gibt es genau deswegen nicht, weil die Industrienationen es mit ihrer "Entwicklungshilfe" systematisch unterbinden.

Ich sags gerne nochmal: Die einzige Entwicklungshilfe, die wirklich hilft, ist freier Handel. Alles andere ist schon konzeptionell zum Scheitern verurteilt, das zeigt die Vergangenheit beispielhaft und ausnahmslos. Überall da, wo freier Handel eingeführt wurde, florierte das Leben und entwickelte sich der Wohlstand.
Durch die Kolonialisierung Afrikas wurde dem Kontinent Bildung und Infrastruktur, nach westlichem Vorbild, gebracht.
Die Menschen in Afrika haben dieses zum Großteil in vielen Bürgerkriegen zerstört, steht alles in den Geschichtsbüchern.
Offensichtlich wollten Sie weder die westliche Bildung noch die westlich geprägte Infrastruktur nebst Lebensweise.

Wieso sollte also freier Handel nach westlichem Vorbild den Menschen in Afrika helfen?!
Im übrigen verstehe ich nicht wie der Export von Lebensmitteln aus Afrika nach z.B. Europa hungernden in Afrika helfen soll?
Kannst Du das bitte erklären?
loiloi17 ist offline  
Alt 15.07.2018, 18:36 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo loiloi17,
Alt 15.07.2018, 19:31   #752
NBUC
Platin Member
 
Registriert seit: 04/2010
Beiträge: 1.818
Zitat:
Zitat von loiloi17 Beitrag anzeigen
Wieso sollte also freier Handel nach westlichem Vorbild den Menschen in Afrika helfen?!
Im übrigen verstehe ich nicht wie der Export von Lebensmitteln aus Afrika nach z.B. Europa hungernden in Afrika helfen soll?
Kannst Du das bitte erklären?
Nominell, indem sie hochwertige, d.h. im Norden gefragte Spezialitäten exportieren um das Geld zu haben, z.B. die EU-Überschüsse billig aufkaufen zu können. Statt A Einheiten Nahrung selber anzubauen würden sie die entsprechende Menge Exoten B verkaufen, welche dann die Grundnahrungsmittelmenge C>>A einkaufen würde.
Aber das würde eben auch so einige und meines Erachtens meist nicht gegebene Grundlagen erforderrn.

Problem dabei:
Die Orte wie auch Personen von Produktion und Hungersnot dürften sehr unterschiedliche sein.

Diejenigen, die das Geld für die Exporte bekommen, haben einfach keine Beziehung zu den Hungernden - sei es weil diese ganz woanders leben oder ggf. auch weil es eben nicht IHRE Leute sind (oder gar traditionelle Feinde) . Und auch die dort operierenden Firmen haben - im günstigsten Fall - an ihren eigenen Arbeitern (Eigen-)Interesse, aber nicht an irgendwelchen Mangelgruppen in irgendeiner anderen Provinz oder gar weiter entfernten Ländern.

Und wo doch irgendwelche Initiativen nicht mit geballter Macht vertreten und geschützt werden, sind sie oft genug auch das erste Ziel von manchmal vielleicht hungernden, meist aber oft auch nur missgünstigen und gierigen Nachbarn oder Warlords, die "Tribut" fordern.
NBUC ist offline  
Alt 15.07.2018, 22:27   #753
Matze1985
Landvogt
 
Registriert seit: 04/2010
Ort: Sachsen
Beiträge: 6.009
Zitat:
Zitat von loiloi17 Beitrag anzeigen
Durch die Kolonialisierung Afrikas wurde dem Kontinent Bildung und Infrastruktur, nach westlichem Vorbild, gebracht.
Versklavung, Unterdrückung, Ausbeutung und Ausrottung blendest du schön aus
Matze1985 ist offline  
Alt 16.07.2018, 12:15   #754
bermuda
Member
 
Registriert seit: 12/2010
Beiträge: 205
Zitat:
Versklavung, Unterdrückung, Ausbeutung und Ausrottung blendest du schön aus
Dafür hats den Weißen Mann allerdings nicht gebraucht. Das haben die vorher auch selbst gemacht, nur halt nicht so effizient.
bermuda ist offline  
Alt 16.07.2018, 13:42   #755
monochrom
Weltraumpräsident
 
Registriert seit: 01/2017
Ort: NRW
Beiträge: 12.173
Zitat:
Zitat von bermuda Beitrag anzeigen
Dafür hats den Weißen Mann allerdings nicht gebraucht. Das haben die vorher auch selbst gemacht, nur halt nicht so effizient.
Vor allem hilft dieser Einwurf von ein paar Buzzwords in der Diskussion nicht weiter. Diese Verbrechen ändern nichts daran das eben auch Bildung, Infrastruktur etc. gebracht wurden, die Gesellschaften aber wenig bis nichts draus gemacht haben. Und dafür kann die Kolonialzeit nicht mehr als Sündenbock herhalten. Zumal dies die Menschen dort mal eben für unmündig und unselbstständig erklärt.
monochrom ist gerade online  
Alt 16.07.2018, 14:20   #756
loiloi17
Member
 
Registriert seit: 02/2017
Ort: Bremen
Beiträge: 357
Zitat:
Zitat von NBUC Beitrag anzeigen
Nominell, indem sie hochwertige, d.h. im Norden gefragte Spezialitäten exportieren um das Geld zu haben, z.B. die EU-Überschüsse billig aufkaufen zu können. Statt A Einheiten Nahrung selber anzubauen würden sie die entsprechende Menge Exoten B verkaufen, welche dann die Grundnahrungsmittelmenge C>>A einkaufen würde.
Aber das würde eben auch so einige und meines Erachtens meist nicht gegebene Grundlagen erforderrn.

Problem dabei:
Die Orte wie auch Personen von Produktion und Hungersnot dürften sehr unterschiedliche sein.

Diejenigen, die das Geld für die Exporte bekommen, haben einfach keine Beziehung zu den Hungernden - sei es weil diese ganz woanders leben oder ggf. auch weil es eben nicht IHRE Leute sind (oder gar traditionelle Feinde) . Und auch die dort operierenden Firmen haben - im günstigsten Fall - an ihren eigenen Arbeitern (Eigen-)Interesse, aber nicht an irgendwelchen Mangelgruppen in irgendeiner anderen Provinz oder gar weiter entfernten Ländern.

Und wo doch irgendwelche Initiativen nicht mit geballter Macht vertreten und geschützt werden, sind sie oft genug auch das erste Ziel von manchmal vielleicht hungernden, meist aber oft auch nur missgünstigen und gierigen Nachbarn oder Warlords, die "Tribut" fordern.
Ja toll, in einer idealen Welt kann man ganz viel machen. Die Bauern in Afrika könnten auch einfach eine Menge Grundnahrungsmittel produzieren ohne diese zu exportieren und diese entsprechend in Afrika zu verteilen. Macht aber keiner, wieso nicht?! Wieso sind die afrikanischen Staaten nicht in der Lage die Nahrungsmittel Produktion und Verteilung zu organisieren? Verstehe ich immer noch nicht. Ich finde es auch falsch das von außen (EU) aufzuzwingen, die Menschen müssen schon selbst auf die Idee kommen und beschliessen was für Sie gut ist. Dabei können und sollten wir Ihnen dann allerdings helfen.

Generell ist mir klar das die EU eine Agrarpolitik betreibt die EU-Bauern begünstigt, dahinter stehen strategische Gründe (Narungsmittelversogung nicht abhängig von Dritten etc.).
Das kann man kritisieren, ich finde es grundsätzlich gut, schlicht weil beim Essen die Moral aufhört und es gab auch in Deutschland bereits eine Hungersnot, deshalb gibt es soviele Kartoffeln hier.


Zitat:
Zitat von Matze1985 Beitrag anzeigen
Versklavung, Unterdrückung, Ausbeutung und Ausrottung blendest du schön aus
Was bitte hat Versklavung und Ausbeutung mit Hunger in Afrika zu tun und damit das die Bauern dort keine Nahrungsmittel in der benötigten Menge anbauen damit niemand verhungern muss?

Im übrigen fühle ich mich nicht verantwortlich für Verbrechen die durhc Franzosen, Belgier, Holländer oder Portugiesen verübt wurden.
Deutschland hat seine Kolonien nach dem WK I verloren. Ohne Zweifel haben auch die Deutschen in Namibia Völkermord betrieben. Dennoch ist Namibia heute ein funktionierender Staat, vergleichen mit vielen anderen Kolonien. Es kann also nicht alles falsch gewesen sein was die Deutschen dort gemacht haben.
loiloi17 ist offline  
Alt 16.07.2018, 16:28   #757
NBUC
Platin Member
 
Registriert seit: 04/2010
Beiträge: 1.818
Zitat:
Zitat von loiloi17 Beitrag anzeigen
Ja toll, in einer idealen Welt kann man ganz viel machen. Die Bauern in Afrika könnten auch einfach eine Menge Grundnahrungsmittel produzieren ohne diese zu exportieren und diese entsprechend in Afrika zu verteilen. Macht aber keiner, wieso nicht?! Wieso sind die afrikanischen Staaten nicht in der Lage die Nahrungsmittel Produktion und Verteilung zu organisieren?
Der Trick bei Handel ist, dass jeder Handelspartner etwas zumindest relativ besser kann/hat als der andere, billiger arbeitet oder sich weniger um Sozial- und Umweltstandards kümmert und somit für beide Seiten des Handels am Ende rein bilanztechnisch mehr bei rauskommt, als wenn jeder versucht hätte sich autonom zu versorgen.
Aber damit das klappt, muss eben auch jeder etwas besser können/haben ... .
Dabei sehen die entsprechenden lokalen, in Relation schlechteren Produzenten aber typischerweise schlecht aus, wenn sie nciht ausweichen können, und wenn da den Herrschenden Ärger ansteht, gibt es umgekehrt oft Handelshürden wie Zölle, Quoten, Boykotte etc., auch wenn die Gesamtbilanz dadurch geschädigt wird.

Und zum Hunger: Afrika ist eben ganz und gar keine homogene Einheit, sondern statt dessen schwer zerrissen und zusätzlich sind die westlichen Kolonisatoren zwar weitgehend raus, die viel tiefer greifend wirksamen und immer noch ungehemmt agierenden muslimischen Invasoren aber immer noch präsent.
NBUC ist offline  
Alt 16.07.2018, 18:05   #758
artem
dauerhaft gesperrt
 
Registriert seit: 03/2018
Beiträge: 156
Zitat:
Zitat von loiloi17 Beitrag anzeigen
Im übrigen fühle ich mich nicht verantwortlich für Verbrechen die durhc Franzosen, Belgier, Holländer oder Portugiesen verübt wurden.


Das ist eben immer das beste Argument. Wir "der Westen" sollen uns alle schön schuldig fühlen für das elend in Nah-Ost und in Afrika. Genauso wie jeder neugeborene Deutsche sich ein Leben lang schuldig fühlen soll für den Holocaust an den Juden vor 70 Jahren. Das zieht aber irgendwann nicht mehr.
artem ist offline  
Alt 16.07.2018, 21:18   #759
Matze1985
Landvogt
 
Registriert seit: 04/2010
Ort: Sachsen
Beiträge: 6.009
Schön zu sehen das ihr sofort auf die "Schuld"-Frage anspringt, obwohl die nie jemand hier gestellt hat.

Außerdem führen wir hier keine Diskussion...hier wird nur das gelesen, was man will
Matze1985 ist offline  
Alt 16.07.2018, 21:53   #760
artem
dauerhaft gesperrt
 
Registriert seit: 03/2018
Beiträge: 156
Zitat:
Zitat von Matze1985 Beitrag anzeigen
Schön zu sehen das ihr sofort auf die "Schuld"-Frage anspringt, obwohl die nie jemand hier gestellt hat.
Worauf wolltest du mit deiner Aussage denn hinaus?
artem ist offline  
Alt 16.07.2018, 21:53 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hey artem,
 

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