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Alt 02.12.2002, 12:40   #1
-=Lexy=-
Projekt Hedonismus
 
Registriert seit: 05/2000
Ort: Mönchengladbach
Beiträge: 13.297
Wie weit wird sie sich noch entwickeln???

Ich spreche von der Musik.


Wenn man sich mal die Charts und die erscheinenden Musikproduktionen so ansieht, dann stellt man immer häufiger fest, daß´es sich um Updates von bekannten Stücken handelt.
Eswird dann wieder mal ein guter alter Hit aus dem Hut gezaubert und mal durch den Fleischwolf gedreht. Dann wird er in ein zeitgemässes (meist Dancefloor-) Gewand eingekleidet und fertig ist der neue alte Hit. Man braucht sich ja die Charts nur mal anzuschauen. Moonlight Shadow, Because I love you, Like a prayer, Total eclipse of the heart usw usw usw........
Mal abgesehen davon, daß es sehr viele Cover-Stücke garnicht erst in die Charts schaffen. So treiben sich jetzt auch Cover von:
I will always love you, Ich war noch niemals in New York, Er gehört zu mir, ja sogar Backe, backe Kuchen herum
Aber es ist ja nicht nur im Techno so. Heutzutage covert doch jede Band mal hier und da den einen oder anderen Song. Die No Angels haben dieses Lied von Annie Lennox oder Eurythmics (ich weiss net genau, von wem das war), The Disturbed Shout von den Tears for Fears gecovert. Oli "musikalisch unbegabt" P. kann ja so oder so nix anderes, als alte Hits mit schlechtem Sprechgesang zu versehen und ab dafür.

Aber es ist ja nicht nur so, daß sich nur Cover bemerkbar machen.
Auch in den neuen Produktionen lassen sich immer wieder Parallelen feststellen. Kenn ihr das?? Ihr hört ein Lied, zum ersten mal im Radio, und denkt: Moment, daß kommt dir doch irgendwie bekannt vor. Mir fällt in letzter Zeit immer häufiger auf, daß sich Texte und Melodiefragmente teilweise gleichen, wie ein Ei dem anderen. Jetzt könne man sagen, daß die Künstler (und damit beziehe ich grundsätzlich jede einzelne Musikkategorie mit ein) einfallslos geworden sind, ob der Tatsache, daß man dem Otto-Normal-Verbraucher nur noch wiedergekäutes Gedudel vorsetzen muss. Aber das glaub ich eigentlich nicht. Denn es gibt doch genug Menschen, die sich nicht mit dem Einheitsbrei in den Charts anfreunden können und sich ihr eigenes Dingen suchen.

Mag es vielleicht sein, daß irgendwann jede Melodie gespielt, jede Geschichte erzählt und somit jedes Lied geschrieben worden ist??
Kann es vielleicht sein, daß die Musik ihren Zenit schon überschritten hat???

Ich mein, Megastars wie Elvis, Madonna, Michael Jackson und dergleichen sind in den 90ern nicht mehr geboren worden. Ganz im Gegenteil. Die Zahl der sogenannten "One-Hit-Wonder" ist enorm gestiegen.

Was meint ihr dazu???
-=Lexy=- ist offline  
Alt 02.12.2002, 12:40 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 02.12.2002, 14:02   #2
Leonella
Member
 
Registriert seit: 11/1999
Beiträge: 353
Ich habe irgendwo mal gehört, dass es gar nicht mehr möglich ist, etwas ganz "Neues" zu komponieren, da sich spätestens nach dem 6ten Ton alles wiederholt.

Es gibt nun mal nur eine begrenzte Anzahl von verschiedenen Tönen, und bestimmte Tonfolgen sind besonders eingängig. Da ist es umungänglich, dass man manche Tonpassagen in neuen Liedern schon kennt.
Leonella ist offline  
Alt 02.12.2002, 14:31   #3
xtine
Special Member
 
Registriert seit: 09/2000
Beiträge: 5.082
Umso erstaunlicher, wenn es dann mal wieder jemand schafft, aus dem alten doremifasolatido dann etwas zu erschaffen, was einen ganz unverhofft packt und berührt.
Die Tatsache, daß es nur sieben Töne (und ein paar Zerquetschte) gibt, muß ja kein Hinderungsgrund sein. Wenn man sich neu verliebt, ist es ja auch ein 'altes' Gefühl, und trotzdem erlebt man es als einzigartig.
Mir geht es mit der Musik ähnlich. Ich habe bei jeder Melodie, die mir auf Anhieb gefällt, sowieso das Gefühl, als kenne ich sie schon von irgendwoher, als hätte der Komponist meine eigenen Emotionen und Erinnerungen irgendwo ausgegraben, wo ich sie selbst noch nicht mal gesucht habe.
Ein guter Songwriter muß das eben aus meiner Sicht auch können. Und das ist wirklich etwas, was ich wahnsinnig bewundere, was aber offensichtlich auch im Musikbusiness nicht allen gegeben ist.
Madonna halte ich da für einen schlechten Vergleich. Und in den Charts kommt ja sowieso (fast) nur das, was sich schon mal in Verkaufszahlen bewährt hat.

Das ist aber glaube ich in allen kreativen Künsten dasselbe. Maler verfügen ja auch nur über eine begrenzte Zahl an Farben, und die Welt die sie sehen, ist auch dieselbe (rein objektiv betrachtet, in ihrer Wahrnehmung mag es anders aussehen).
Das wirklich KREATIVE ist es doch, aus dem Vorhandenen etwas Neues schöpfen zu können, das immer wieder eine einzigartige Interpretation der Welt oder der menschlichen Gefühle zum Ausdruck bringt.

Ich glaube, daß es in unserer Zeit (auch in früheren) aber grundsätzlich sehr schwer ist, sich eine eigene Sichtweise zu bewahren (oder erst zu entwickeln), da wir doch sehr auf Anpassung getrimmt werden (Medien etc.). Und wenn wir dazu dann noch in der Lage sind, dann kann auch nicht jeder das dann wieder in Töne umsetzen. Die meisten produzieren also unbewußt immer nur Dinge, die im Grunde schon einmal da waren. Echte Genies sind wohl selten.

So, das waren jetzt die Ergüsse einer Kranken, die sich gerade langweilt...
xtine ist offline  
Alt 02.12.2002, 14:46   #4
-=Lexy=-
Projekt Hedonismus
Themenstarter
 
Registriert seit: 05/2000
Ort: Mönchengladbach
Beiträge: 13.297
Mh......


Chris Liebing (Erfinder des Schranz) hat mal gesagt:

Einen Schranz-Track zu produzieren ist wie die Arbeit mit einem Malkasten. Man hat immer nur die gleichen wenigen Farben zur Verfügung, kann aber durch die richtige Mischung immer wieder neue Farbwelten erschaffen.
-=Lexy=- ist offline  
Alt 02.12.2002, 19:42   #5
Thor Walez
unholy undead
 
Registriert seit: 10/2000
Ort: Essen
Beiträge: 6.902
Ich glaube, dass die jetzige "Cover-Wut" im Mainstream weniger darin begründet liegt, dass einem nichts neues mehr einfällt, sondern vielmehr darin, dass sich die Sachen sehr gut verkaufen lassen.

Die heutigen 12-25 jährigen, für die diese Musik wohl in erster Linie in Frage kommt, haben diese Lieder alle schon einmal in ihrer Kindheit mehr oder minder bewusst gehört.
Hören sie dies nun auf gewisse Weise modifiziert, gibt es eine Wiedererkennung, die das Ganze direkt eingänglich macht.

Das ist ganz einfache Psychologie.

Aber Sorgen um die Musik selbst mache ich mir deswegen weniger, zumal die Problematik auch lediglich im Mainstream als solche erscheint.
Wer sich diesen Mainstream-Ramsch gibt, der hat eh selbst Schuld.
Thor Walez ist offline  
Alt 02.12.2002, 19:45   #6
Jill
Senior Member
 
Registriert seit: 09/2002
Ort: Bremen
Beiträge: 994
Die Tatsache, daß es nur sieben Töne (und ein paar Zerquetschte) gibt, muß ja kein Hinderungsgrund sein.

Jill ist offline  
Alt 02.12.2002, 20:37   #7
SaraSalome
Member
 
Registriert seit: 01/2000
Beiträge: 419
Zitat:
Ich glaube, dass die jetzige "Cover-Wut" im Mainstream weniger darin begründet liegt, dass einem nichts neues mehr einfällt, sondern vielmehr darin, dass sich die Sachen sehr gut verkaufen lassen.
Hm... iss was dran. Davon mal abgesehen ist es sowieso leichter als noch vor 10-20 Jahren in die Charts und somit in die Medien zu kommen. Da braucht nur mal Oma von nebenan was vom "Maschendrahtzaun" zu erzählen, und fertich iss der Hit.
Und warum soll mans nich mal mit "alten" Songs probieren, die eben schon mal funktioniert haben?! Irgendwer wirds schon hören wollen - und wenns nur die "alten" junggebliebenen sind...

Zitat:
Wer sich diesen Mainstream-Ramsch gibt, der hat eh selbst Schuld.
Ganz meine Meinung!!! Sicher sind viele Liedchen ganz nett, und man kann sie sich schon mal zwischendrin anhören, aber für den wirklichen "Musikgenuß" ist das nicht wirklich was - zumindest für meinereiner nicht.
Vor 5 Jahren hatt ich hin und wieder noch Bock auf n Konzert zu gehen oder mir n Festival reinzuziehen - und wenns NUR "Rock im Park" war - aber heute gleicht das doch eher mehr einem Pop-Festival. Rockmusik wird da schon lange nicht mehr wirklich gespielt.
Mich ziehts da eher in die Independent-Szene - wenn auch nur von der Musik und den Konzerten her.

Zitat:
Ich mein, Megastars wie Elvis, Madonna, Michael Jackson und dergleichen sind in den 90ern nicht mehr geboren worden. Ganz im Gegenteil. Die Zahl der sogenannten "One-Hit-Wonder" ist enorm gestiegen.
@Lexy: Diese Stars müssen vielleicht erst noch wachsen und erst durch dauerhaften Erfolg und Bekanntheitsgrad diese Größe erlangen, die oben erwähnte Musiker heute haben. Ein Michael Jackson hat Jahrzehnte für seine Bekanntheit gearbeitet und Madonna war nicht von Anfang an berühmt - nur ihr Geschäftssinn und die Hartnäckigkeit haben sie groß gemacht.
Reden wir in 10 Jahren nochmal drüber!!!

Grüsse, Salomé
SaraSalome ist offline  
Alt 02.12.2002, 20:42   #8
-=Lexy=-
Projekt Hedonismus
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Ort: Mönchengladbach
Beiträge: 13.297
Zitat:
Original geschrieben von SaraSalome
[B
Zitat:
Ich mein, Megastars wie Elvis, Madonna, Michael Jackson und dergleichen sind in den 90ern nicht mehr geboren worden. Ganz im Gegenteil. Die Zahl der sogenannten "One-Hit-Wonder" ist enorm gestiegen.
@Lexy: Diese Stars müssen vielleicht erst noch wachsen und erst durch dauerhaften Erfolg und Bekanntheitsgrad diese Größe erlangen, die oben erwähnte Musiker heute haben. Ein Michael Jackson hat Jahrzehnte für seine Bekanntheit gearbeitet und Madonna war nicht von Anfang an berühmt - nur ihr Geschäftssinn und die Hartnäckigkeit haben sie groß gemacht.
Reden wir in 10 Jahren nochmal drüber!!!

Grüsse, Salomé [/B]

Mag ja sein, aber ich persönlich kenn niemanden aus den 90ern, der heute noch immer top ist.
-=Lexy=- ist offline  
Alt 02.12.2002, 20:43   #9
-=Lexy=-
Projekt Hedonismus
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Registriert seit: 05/2000
Ort: Mönchengladbach
Beiträge: 13.297
Zitat:
Original geschrieben von Jill19
Die Tatsache, daß es nur sieben Töne (und ein paar Zerquetschte) gibt, muß ja kein Hinderungsgrund sein.



schüttel:

Da komm ich jetzt nicht mit. Wie meinste das jetzt???
-=Lexy=- ist offline  
Alt 02.12.2002, 21:03   #10
oki
Senior Member
 
Registriert seit: 08/2000
Ort: An vielen Orten Europas: Isle of Man, Bayern, Hinterm Mond, ..
Beiträge: 551
..
Tatsache ist auch, daß selbst bei den großen Stars, "deren" Lieder nicht unbedingt selber komponiert wurden sondern aus der Feder anderer stammen. Gegen Geld natürlich .....
oki ist offline  
Alt 02.12.2002, 21:03 #00
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