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Alt 18.02.2007, 12:17   #41
Taboa
Platin Member
 
Registriert seit: 10/2001
Ort: Rheinland Pfalz
Beiträge: 1.957
Zitat:
Zitat von Udo
Hä ?

Sorry, hier gehen die Uhren etwas anders ...

Ich meine, Provinz - im Osten.

Hier fragt niemand nach der Harmonie der Beziehung, es geht knallhart um die Existenz - ums Geld verdienen.

Arbeiten und Geld verdienen, mit allen Folgen die es gibt - da geht es bei weitem nicht nur um die Beziehung, sondern auch um Familie, Kinder etc oder


... Bittsteller der Gesellschaft.

Das nimmt hier dermassen groteske Ausmasse an, das der Arbeitnehmer sogar erstmal drauf legt nur um arbeiten zu dürfen.

Das sind keine Bildzeitungsphrasen sondern erlebte Realität.
Dann wirds höchste Zeit das die Ausbeuterei ein Ende nimmt. Es kann ja wohl nicht angehen, dass das Leben der Arbeit weichen muss. Was ist denn eine Familie noch wert, wenn sie gar keine mehr ist?

Ach ja Udo, schon mal Nachrichten gesehen in den letzen Tagen? Da schreien Kinder regelrecht um Aufmerksamkeit und bemängeln, dass ihre Eltern vor lauter Arbeit gar keine Zeit mehr für sie haben. Wo das hin führt sehen wir ja immer öfter.
Taboa ist offline  
Alt 18.02.2007, 12:17 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo Taboa, ich kann mir vorstellen dass es dir heute nicht so gut geht. Was da hilft ist Schokolade. Schokolade hilft immer und es geht einem damit sicher nicht besser, aber für einen kurzen Moment kann man alle Sorgen vergessen. Ich habe heute beim Milka Schokoladenpaket Gewinnspiel mit gemacht. Vielleicht ist das auch was für dich?
Alt 20.02.2007, 16:09   #42
Mahira
Golden Member
 
Registriert seit: 12/2006
Beiträge: 1.439
Zitat:
Zitat von Taboa
Dann wirds höchste Zeit das die Ausbeuterei ein Ende nimmt. Es kann ja wohl nicht angehen, dass das Leben der Arbeit weichen muss. Was ist denn eine Familie noch wert, wenn sie gar keine mehr ist?

Ach ja Udo, schon mal Nachrichten gesehen in den letzen Tagen? Da schreien Kinder regelrecht um Aufmerksamkeit und bemängeln, dass ihre Eltern vor lauter Arbeit gar keine Zeit mehr für sie haben. Wo das hin führt sehen wir ja immer öfter.
Doch, es ist leider so.
Von den Arbeitnehmern wird immer mehr Flexibilität verlangt und immer längeres arbeiten.
Die Alternative - ein ruhiger 35/40 Stunden Job gibt es eben nicht mehr so wirklich viel, genauso wenig wie die deutsche Angewohnheit, daß die Hausfrau nicht arbeitet und bei den Kindern bleibt.
Die Alternativen hierzu sind leider oft Arbeistlosigkeit oder eben ganz wenig Geld wenn ein zweiter Job fehlt.
Ich denke wir Deutschen sind hier auch sehr verwöhnt. Immerhin haben wir in der Regel noch 30 Tage Urlaub + sehr viele Feiertage. In anderen ändern sieht es hierzu ganz anders aus.

Fernbeziehungen sind einfach ab und an notwendig.
In meinem Beruf (ich konnt emich jetzt weitgehend davor drücken wegen meiner Tochter) wird nunmal viel verreist. Ingenieure sind im Außendienst, bei Lieferanten in der ganzen Welt etc.... Früher war ich oft nur am Wochenende zuhause, von meinem Vater kenne ich es nicht anders.
Schön fand ich es damals nicht, daß ich meinen Vater nicht wirklich oft gesehen habe und dennoch bin ich groß geworden. Die geringe gemeinsame Zeit mit meinem Vater war aber auch nicht der Grund für die heftigen Streits die wir hatten.
Ich denke auch Kinder müssen wieder lernen selbstständiger zu werden und weniger überbehütet zu sein, was nicht unbedingt schlecht sein muß.
Mahira ist offline  
Alt 23.02.2007, 08:52   #43
Taboa
Platin Member
 
Registriert seit: 10/2001
Ort: Rheinland Pfalz
Beiträge: 1.957
Zitat:
Zitat von Mahira
Doch, es ist leider so.
Von den Arbeitnehmern wird immer mehr Flexibilität verlangt und immer längeres arbeiten.
Die Alternative - ein ruhiger 35/40 Stunden Job gibt es eben nicht mehr so wirklich viel, genauso wenig wie die deutsche Angewohnheit, daß die Hausfrau nicht arbeitet und bei den Kindern bleibt.
Die Alternativen hierzu sind leider oft Arbeistlosigkeit oder eben ganz wenig Geld wenn ein zweiter Job fehlt.
Ich denke wir Deutschen sind hier auch sehr verwöhnt. Immerhin haben wir in der Regel noch 30 Tage Urlaub + sehr viele Feiertage. In anderen ändern sieht es hierzu ganz anders aus.

Fernbeziehungen sind einfach ab und an notwendig.
In meinem Beruf (ich konnt emich jetzt weitgehend davor drücken wegen meiner Tochter) wird nunmal viel verreist. Ingenieure sind im Außendienst, bei Lieferanten in der ganzen Welt etc.... Früher war ich oft nur am Wochenende zuhause, von meinem Vater kenne ich es nicht anders.
Schön fand ich es damals nicht, daß ich meinen Vater nicht wirklich oft gesehen habe und dennoch bin ich groß geworden. Die geringe gemeinsame Zeit mit meinem Vater war aber auch nicht der Grund für die heftigen Streits die wir hatten.
Ich denke auch Kinder müssen wieder lernen selbstständiger zu werden und weniger überbehütet zu sein, was nicht unbedingt schlecht sein muß.
Sorry, aber genaus das macht unsere jetzigen Menschen und Situation aus. Jeder fügt sich in sein Schicksal. Ich bemerke gerade, wie Leute Jobs für einen Hungerlohn machen und sich trotzdem nicht ernähren können. Flexibel zu sein ist eine Sache, aber sein Leben ganz vom Job regieren zu lassen eine andere.
Wenn wir uns nicht dagegen wehren, werden wir bald wieder Sklaven sein. Dann haben wir eine 50 - 60 Stundenwoche und gehen trotzdem am Bettelstab.
Nein, ich wehre mich entschieden und kann nur jeden beglückwünschen, der seine Augen aufmacht und sieht wohin das führt.
Schau dir doch unsere Jugend an......laut genug schreien sie ja schon nach Hilfe. Lehrer wissen sich keine Rat mehr mit der zunehmenden Agressivität. Es ist einfach "nicht" falsch, das Kinder behütet werden, selbstständig werden wir alle, es ist nur die Frage ob wir das mit 5 schon sein müssen. Mütter habe eine besondere Verantwortung und der Staat hat auch eine. Alle regen sich auf, das kein Nachwuchs mehr kommt, aber woran das wohl liegt?

Ich möchte meine Kindheit gerne an jedes Kinder weitergeben, ich hatte Eltern, die Zeit für mich hatten, die sich um mich gekümmert haben und mir die Chance gegen haben, mich zu entfalten. Wir sind sind desahlb trotzdem nicht verhungert, aber wir haben auch nicht alles haben müssen.

Ich möchte nicht sagen müssen, dass ich auch ohne meine Eltern öfter gesehen zu haben, groß geworden bin, nein, ich möchte auf eine glückliche und zufriede Zeit zurückblicken und ich sage es nochmal, die armen Kinder, die mit Schlüssel um den Hals nach hause kommen, sich das Essen aus dem Kühlschrank aufwärmen müssen und niemanden haben, dem sie ihre Sorgen und Probleme mitteilen können, dass sind die, die draußen herumlaufen und sich verrückte Dinge einfallen lassen. An Alkohol oder Drogen geraten und letztlich das Ziel aus den Augen verlieren. Die Eltern fragen sich dann immer, wie das passieren konnte. Warum glaubst du teilen uns die Jugendlichen mit, dass sei sich wünschen, dass ihre Eltern mehr Zeit für sie hätten?

Was Fernbeziehungen angeht, in meinen Augen müssen sie nicht sein, es ist nur unser grenzenloser Egoismus und das immer mehr " Ich bin mir selbst der Nächste" Prinzip. Es gibt immer eine andere Lösung, nur die meißten wollen nichts dafür tun. Anderen kommt es gerade entgegen, können sie sich doch mal wieder aus der Verantwortung stehlen und sich selbst auf die Schulter klopfen und sich einreden wie unentbehrlich sie für ihr Unternehmen sind. Was ist schon Familie oder Partnerschaft gegenüber einem Job? Solange es Menschen so sehen, wird sich natürlich nichts änden und was du im Bezug auf andere Länder gesagt hast, zum Glück müssen wir uns nicht an allem ein Bespiel nehmen. Wir Deutschen sind leider zu einem Volk Jasager geworden, deshalb kann die Politik auch mit uns machen was sie will. Es wird Zeit, das in den Köpfen wieder umgedacht wird, wir brauchen kein Volk von Workaholicern, so wie in Japan, wo schon 350 Behandlungzentren bestehen und es täglich mehr werden. Es ist einfach gesünder einen Menschen zu haben, dem das Leben Spaß macht, der auch genügend Freizeit hat, um sich den wirklich wichtigen Dingen des Lebens widmen zu können.
Arbeit soll dazu dienen, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten und nicht dafür sorgen dass wir krank werden, die Familie vernachlässigen und unsere Eltern in Heime schicken. Vielleicht sollte man sich mal wieder besinnen und sich nach dem Sinn des Lebens fragen.

LG
Taboa
Taboa ist offline  
Alt 23.02.2007, 12:50   #44
Udo
altkluger Baghwan der NBL
 
Registriert seit: 06/2000
Ort: im Osten
Beiträge: 11.910
Zitat:
Zitat von Mahira
Schön fand ich es damals nicht, daß ich meinen Vater nicht wirklich oft gesehen habe


Schön fand ich das auch nicht.

Aber mich hat auch keiner gefragt.

Ich habe mich daran gewöhnt und wenn mal wieder WE war, ist er in den Garten abgedampft, um der Familie etwas " dazuzugärtnern "

Zitat:
und dennoch bin ich groß geworden.
Richtig.
Ich auch - aber um welchen Preis ?

Als mein Vater starb, fiel mir der Abschied nicht schwer, ich bin ein Leben lang fast ohne ihn aufgewachsen.


DAS haben wir am Ende davon !
Udo ist offline  
Alt 25.02.2007, 12:20   #45
Mahira
Golden Member
 
Registriert seit: 12/2006
Beiträge: 1.439
Zitat:
Zitat von Udo
Als mein Vater starb, fiel mir der Abschied nicht schwer, ich bin ein Leben lang fast ohne ihn aufgewachsen.
Für mich war es damals schlimm als mein Vater starb, er war gerade mal 2 Jahre in Rente.
Wir hatten irgendwann ein sehr gutes Verhältnis zusammen auch wenn wir uns nur alle 3-4 Wochenenden sahen.
Ich hatte eigentlich das Gefühl noch sehr viel mit Ihm erleben zu wollen und etwas verpasst zu haben.
Ich habe Ihn in sehr guter Erinnerung behalten und das obwohl wie uns meine ersten 17 Lebensjahre in der wenigen Zeit in der ich Ihn sah nur gefetzt haben.
Mahira ist offline  
Alt 25.02.2007, 12:25   #46
Mahira
Golden Member
 
Registriert seit: 12/2006
Beiträge: 1.439
Zitat:
Zitat von Taboa
Sorry, aber genaus das macht unsere jetzigen Menschen und Situation aus. Jeder fügt sich in sein Schicksal. Ich bemerke gerade, wie Leute Jobs für einen Hungerlohn machen und sich trotzdem nicht ernähren können. Flexibel zu sein ist eine Sache, aber sein Leben ganz vom Job regieren zu lassen eine andere.
Wenn wir uns nicht dagegen wehren, werden wir bald wieder Sklaven sein. Dann haben wir eine 50 - 60 Stundenwoche und gehen trotzdem am Bettelstab.
Nein, ich wehre mich entschieden und kann nur jeden beglückwünschen, der seine Augen aufmacht und sieht wohin das führt.
Tja-wehren ist das Eine aber wirklich etwas dagegen machen zu können das Andere.
Gegen einen Arbeitgeber läßt sich derzeit nur sich sehr schwer wehren, die Alternative ist Arbeitslosigkeit. Ich will das nicht.

Ich denke daß wir Deutschen in den letzten Jahrzehnten auch sehr verwöhnt wurden mit 35 Stunden Woche etc.
Leider sind diese Zeiten zunehmend vorbei.
Ein Japaner hätte sicherlich auch gerne mehr Urlaub.
Mahira ist offline  
Alt 26.02.2007, 08:49   #47
Taboa
Platin Member
 
Registriert seit: 10/2001
Ort: Rheinland Pfalz
Beiträge: 1.957
Zitat:
Zitat von Mahira
Tja-wehren ist das Eine aber wirklich etwas dagegen machen zu können das Andere.
Gegen einen Arbeitgeber läßt sich derzeit nur sich sehr schwer wehren, die Alternative ist Arbeitslosigkeit. Ich will das nicht.

Ich denke daß wir Deutschen in den letzten Jahrzehnten auch sehr verwöhnt wurden mit 35 Stunden Woche etc.
Leider sind diese Zeiten zunehmend vorbei.
Ein Japaner hätte sicherlich auch gerne mehr Urlaub.
Ich gebe dir recht, dass das mit dem wehren bestimmt nicht einfach ist, aber wenn wir alles akzeptieren, dann haben wir bald nichts mehr zu bestimmen.
Die Arbeitgeber werden sich irgendwann nach gesunden und leistungfähigen Mitarbeitern sehnen, davon gibt es nämlich immer weniger. Leute werden ausgebeutet, fragt sich nur, wie lang das noch gut geht. Ich kenne Fälle, wo die Depression so groß ist, dass man sich das Leben nehmen will. Familenväter, die trotz 12 Stundentag nicht in der Lage sind ihre Familen zu ernähren. Mütter die 4 Jobs machen, damit die Kinder anständig angezogen werden können und gesund ernährt werden. Aber was haben wir von ausgelaugten Eltern, die dann krank werden und dadurch zum Sozialfall? Warum schauen wir seit Jahren zu, wie Studenten von einem Praktikum zum nächsten wandern ohne teilweise auch nur ein Taschengeld dafür zu bekommen. Wirklich gute Leute, die nur eins wollen, ihr Gelerntes anzuwenden und sich selbst zu ernähren.
Natürlich, wenn du auf die Japaner ansprichst, auch da geb ich dir recht, aber wir sind nicht in Japan, noch nicht und ich hoffe, dass das auch so bleibt.
Was sind schon 27 Tage Urlaub aufs ganze Jahr gesehen? Und 35 Stunden Woche, wo erlebst du die denn? Vielleicht bei den Beamten, aber in der freien Wirtschaft? Da seh ich Leute, die durchschnittlich 50 Stunden in der Woche leisten und nicht selten mehr. Da seh ich Menschen, die Tag und Nachtschichten hintereinander absolvieren, ohne einen Cent Zulage dafür zu bekommen.
Da werden Familen auseinander gerissen und aus Beziehungen Fernbeziehungen produziert, ich kann das nicht für gut befinden.
Warum hört man in der letzten Zeit vermehrt, dass unsere Ärzte ins benachbarte Ausland abwandern und dort endlich ein Leben vorfinden, das sich zu leben lohnt?
Wir müssen endlich handeln und uns nicht vor Angst in die Hosen machen. Still waren wir lange genug. Viel zu lange, für meine Geschmack und die Politiker, die sich darüber streiten, wer das dickste Auto fahren darf und dazu am meisten die Luft verpesstet, die sollten sich mal endlch am Schopf fassen die Ärmel hochkrempeln und endlich was für ihr Land und ihr Volk tun. Traurig ist das, was die sich da abkaspern.

LG
Taboa

Geändert von Taboa (26.02.2007 um 08:53 Uhr)
Taboa ist offline  
Alt 26.02.2007, 08:49 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hey Taboa, egal wie gross deine Sorgen auch sein mögen, mir hilft es immer nach draußen zu gehen und den Grill anzuwerfen. Grillen ist Entspannung pur. Ob nun ein deftiges BBQ oder ein einfach mariniertes Schweinesteak. Am Grill kann ich alle Probleme vergessen. Du hast noch keinen Grill? Bei der Telekom kannst du aktuell am Angrillen 2019 Gewinnspiel mitmachen und entweder einen Beefer oder ein Keramik Ei gewinnen. Wer von uns gewinnt lädt den anderen ein ;-)
 

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