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Alt 01.03.2007, 17:13   #41
schökümarshmallöw
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Beiträge: 19.481
Zitat:
Zitat von Frieda B.
Woher weißt Du, daß sie auch mal eine Periode hatte?
*umkukk*

sie hat sogar mehrere.
schökümarshmallöw ist offline  
Alt 01.03.2007, 17:13 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo schökümarshmallöw, ich kann mir vorstellen dass es dir heute nicht so gut geht. Was da hilft ist Schokolade. Schokolade hilft immer und es geht einem damit sicher nicht besser, aber für einen kurzen Moment kann man alle Sorgen vergessen. Ich habe heute beim Milka Schokoladenpaket Gewinnspiel mit gemacht. Vielleicht ist das auch was für dich?
Alt 01.03.2007, 17:13   #42
Kermit2
Dauerhaft Gesperrt
 
Registriert seit: 02/2007
Beiträge: 2.580
Kermit2 ist offline  
Alt 01.03.2007, 17:15   #43
Purpleswirl
abgemeldet
Zitat:
Zitat von Frieda B.
da habe ich ein ganz anderes Rechtsverständnis, als Du.
Dein Rechtsverständnis müsste dann im Streitfalle nur auch noch von dem Richter geteilt werden, vor dem du dann stehst.
Purpleswirl ist offline  
Alt 01.03.2007, 17:16   #44
Grant
Dauerhaft Gesperrt
 
Registriert seit: 04/2005
Beiträge: 7.178
Die Praxis hat gezeigt, dass vor allem Leute verklagt wurden, welche mehrere Songs zum Download angeboten hatten und da ging es dann auch um sehr hohe Geldstrafen.
Grant ist offline  
Alt 01.03.2007, 17:17   #45
trauemer71
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von Frieda B.
Eine Straftat ist das trotz Kino-Schock-Werbung noch immer nicht...
Guckst du einmal hier Frieda B.

So fing es an ....

Zitat:

StGB § 263 Computerrecht; Onlinespiele; Entwicklung A/130
B/1

"Onlinespielrecht - Spielwiese für Juristen"
Entwicklungen in Südkorea und China zeigen, dass das Onlinespielrecht mehr ist als nur ein Gedankenspiel. Täglich wechseln auch in Europa tausende virtueller Gegenstände gegen echtes Geld den Besitzer. Die Rechtslage ist gerade im Zivilrechtsbereich ungeklärt. Mühe macht schon die Einordnung der Rechtsnatur von virtuellen Gegenständen in das Gefüge des BGB. Auch ist der Einfluss der Betreiber der Onlinewelten auf diese Geschäfte weiterhin umstritten, wenn er auch nicht so weit gehen mag, wie ihn einige der Betreiber selber sehen. Viele strafrechtliche Normen kommen schon daher nicht in Betracht, da sie körperliche Gegenstände voraussetzen. Dennoch dürften oftmals gerade der Betrug und der Computerbetrug beim vermögensmindernden regelwidrigen Verhalten im Onlinespiel als Auffangtatbestände einschlägig sein.

und so wird es enden.

Zitat:
BMJ: Besserer Schutz vor Hackern, Datenklau und Computersabotage MMR 2006 Heft 11 XIV
Verweise


BMJ: Besserer Schutz vor Hackern, Datenklau und Computersabotage
Das Bundeskabinett hat den Regierungsentwurf eines Strafrechtsänderungsgesetzes zur Bekämpfung der Computerkriminalität beschlossen. Der Entwurf schließt Regelungslücken vor allem im Bereich des „Hacking“, d.h. dem „Knacken“ von Computersicherheitssystemen, und der Computersabotage. „Mit den Straftatbeständen des Computerbetrugs, der Fälschung beweiserheblicher Daten und der Datenveränderung existieren Vorschriften, die dem internationalen Standard vollständig entsprechen. Die rasante Entwicklung der Informationstechnologie führt jedoch immer wieder zu neuen kriminellen Gefahren und Missbrauchsmöglichkeiten. Straftäter greifen moderne Informationssysteme mit Computerviren, Würmern und Denial-of-Service-Attacken an und verursachen weltweit erhebliche Schäden. Letzte Lücken im deutschen Strafrecht schließt der Gesetzentwurf“, sagte Bundesjustizministerin Zypries.

Auch das sog. „Phishing“ ist bereits nach geltendem Recht strafbar. Darunter versteht man das Ausspionieren persönlicher Daten im Internet. Dabei wird per E-Mail versucht, den Empfänger irrezuführen und zur Herausgabe von Zugangsdaten und Passwörtern für das Online-Banking zu bewegen. Gibt der Empfänger die geforderten Daten auf der vermeintlichen Internetseite oder per E-Mail an, werden diese direkt an den „Phisher“ weitergeleitet, der mit den so erlangten Daten vermögensschädigende Transaktionen durchführt. Hier

BMJ: Besserer Schutz vor Hackern, Datenklau und Computersabotage MMR 2006 Heft 11 XV


kommen die Straftatbestände des Ausspähens von Daten (§ 202a StGB), des Betrugs/Computerbetrugs (§ 263/ § 263a StGB), der Fälschung beweiserheblicher Daten (§ 269 StGB) und der unbefugten Datenerhebung und -verarbeitung (§§ 44, 43 BDSG) in Betracht. Der Regierungsentwurf setzt den EU-Rahmenbeschluss über Angriffe auf Informationssysteme sowie das Europarat-Übereinkommen über Computerkriminalität in nationales Recht um:

– Künftig soll bereits der unbefugte Zugang zu besonders gesicherten Daten unter Überwindung von Sicherheitsvorkehrungen unter Strafe gestellt werden (§ 202a StGB). Ein Sichverschaffen von Daten wird nicht mehr erforderlich sein. Damit wird klargestellt, dass „Hacking“ strafbar ist.

– Computersabotage ist bisher nur bei Angriffen gegen Betriebe, Unternehmen und Behörden strafbar (§ 303b StGB). Künftig sollen auch private Datenverarbeitungen geschützt werden. Ferner werden Störungen durch unbefugtes Eingeben und Übermitteln von Computerdaten unter Strafe gestellt, um „DoS-Attacken“ erfassen zu können, bei denen die Dienste eines Servers durch eine Vielzahl von Anfragen so belastet werden, dass dessen Kapazitäten nicht ausreichen und der Zugang für berechtigte Kontaktaufnahmen mit dem Server blockiert oder erschwert wird. Besonders schwere Fälle der Computersabotage können künftig mit Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren bestraft werden.

– Das Sichverschaffen von Daten aus einer nichtöffentlichen Datenübermittlung oder aus der elektromagnetischen Abstrahlung einer Datenverarbeitungsanlage soll unter Strafe gestellt werden (§ 202b StGB neu).

– Besonders gefährliche Vorbereitungshandlungen zu Computerstraftaten werden künftig strafbar sein. Sanktioniert wird insb. das Herstellen, Überlassen, Verbreiten oder Verschaffen von „Hacker-Tools“, die bereits nach Art und Weise ihres Aufbaus darauf angelegt sind, illegalen Zwecken zu dienen (§ 202c StGB neu).


Der Regierungsentwurf ist abrufbar unter: www.bmj.bund.de/media/archive/1317.pdf.
Quelle: PM des BMJ v. 20.9.2006.

Uber die zivilrechtlichen Schadensersatzsprüche lasse ich mich jetzt aber nicht aus. :d
 
Alt 01.03.2007, 17:24   #46
Mischka
The Legend
 
Registriert seit: 07/1999
Ort: Landkreis Harburg
Beiträge: 27.320
Sauber Traeumerle ..........du warst schneller als ich, und das nur, weil ich noch unschlüssig war, ob der genannte Paragraph der richtige zu diesem Themenbezug ist.
Neja....Computerrecht ist halt ned mein Ding
Mischka ist offline  
Alt 01.03.2007, 17:26   #47
Frieda B.
Platin Member
 
Registriert seit: 04/2002
Beiträge: 1.653
Zitat:
Zitat von Purpleswirl
Man könnte geneigt sein, das so betrachten zu wollen.
Ich betrachte das so und lasse dabei sämtliche meiner zT. krankhaften Neigungen außer acht.

Zitat:
Zitat von Purpleswirl
Allerdings ist der Diebstahl einer Tüte Bonbons ebenso ein Diebstahl wie der eines Autos. Die Unterscheidung der Größenordnung wird lediglich im Strafmaß getroffen.
Fast. Nicht im Strafmaß, sondern in der Strafbarkeit bzw. -würdigung.

Bsp.:
Arzthelferin bzw. Ärztin, blond, Kittel relativ aufgeknüpft (was rechtlich irrelevant ist aber der Patientenconvenience dient) oder Arzthelfer bzw. Arzt (was der weiblichen Convenience dient, aber auch recht lich .... bla) gibt mir eine Spritze oder nimmt Blut ab.
In dem Augenblick, da die Kanüle meine Haut durchbohrt, ist es objektiv Körperverletzung.
Um das zur Klage kommen zu lassen bei jedem Arzt-Stech-Besuch, gibt es subjektive Schuldausschließungsgründe. Deswegen kommen sie immer davon mit ihrem blutigen Massaker.

Übertrage das einfach mal auf die Download-Mentalität.
Frieda B. ist offline  
Alt 01.03.2007, 17:29   #48
Frieda B.
Platin Member
 
Registriert seit: 04/2002
Beiträge: 1.653
Zitat:
Zitat von schökümarshmallöw
sie hat sogar mehrere.
Ich hatte ja keine Ahnung....
Nun wird mir klar, warum die Scheidung sein mußte.
Frieda B. ist offline  
Alt 01.03.2007, 17:31   #49
trauemer71
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Und hier der komplette Aufsatz von mir äh Henry Krasemann

Der Passus Beleidigung online dürfte was für Grant und Expat sein.

Zitat:
Krasemann: Onlinespielrecht - Spielwiese für Juristen MMR 2006 Heft 6 351

Onlinespielrecht - Spielwiese für Juristen
Henry Krasemann*

Es zeigt sich, dass die Zukunft der Computer- und Videospiele in der Interaktion mit anderen Spielern liegt. Hierbei können zahlreiche neue sowohl zivilrechtliche wie auch strafrechtliche Probleme auftreten, die bisher kaum in der juristischen Rechtsprechung und Literatur behandelt wurden. Im amerikanischen und asiatischen Raum sind nun erste konkrete Fälle vor Gericht gekommen. Dieser Beitrag stellt ohne Anspruch auf Vollständigkeit einen Überblick über sich abzeichnende Rechtsfälle in nicht allzu ferner Zukunft im Bereich Onlinespielrecht vor. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem deutschen Recht.

Als Ende der 70er Jahre die ersten Computer und Spielkonsolen für den Heimgebrauch auf den Markt kamen, waren Videospiele nicht mehr als das Verschieben bunter Klötzchen über den Bildschirm. Juristen kamen professionell in der Folgezeit vor allem bei Urheberrechts- und Jugendschutzfragen ins Spiel. Ein Vierteljahrhundert später hat sich viel verändert. Aus Klötzchen wurde HDTV und die Videospielindustrie ist insbesondere seit Mitte der 90er-Jahre im steilen Aufstieg zur führenden Entertainmentbranche. Die Verfolgung von Raubkopierern und der Jugendschutz sind weiterhin aktuell. Doch zeigt sich ein neues, weit umfassenderes Feld für juristische Aktivität am Horizont. War bisher Videospielen eine einsame Sache vor dem heimischen Fernseher oder Monitor, kommt 2006 kaum ein Spiel mehr ohne Onlinefunktion aus. Online spielen heißt Interaktion mit anderen Mitspielern. Und wo Menschen zusammentreffen, sind Rechtsprobleme nicht weit.

I. Onlinespiele 2006
Die Fähigkeiten aktueller Computer und Konsolen reichen schon heute aus, ganze Welten zu simulieren. Dabei sollen dem Kunden Möglichkeiten eröffnet werden, die über die Realität hinausgehen. Eines der erfolgreichsten Onlinerollenspiele für den Computer ist „World of Warcraft“, das eine Fantasiewelt mit verschiedensten Rassen virtuell erschafft. Daneben bilden „The Sims Online“ oder „Second Life“ mehr oder weniger korrekt das reale Leben ab. Sie ermöglichen den Spielern jedoch, Handlungen auszuprobieren, wie sie sie in der Offlinewelt nie wagen würden. Auf dem Konsolenmarkt ist jüngst die Xbox 360 von Microsoft erschienen, die von der Rechenleistung her aktuelle PCs noch übertrifft. Einher ging damit die Indienststellung des neuen Xbox Live, einer Plattform für alle Arten von Onlinespielen - ein Bewertungssystem wie bei eBay und mannigfaltige Kommunikationsmöglichkeiten inklusive. Noch hat sich die deutsche Rechtsprechung nicht ausführlich mit Problemen aus der Onlinespielwelt beschäftigen müssen. Doch es zeichnet sich ab, dass dies nicht mehr lange so bleiben wird. Zu sehr sind Konfliktbereiche zu erahnen. Verbinden Onlinespiele doch eingeübte Onlineauktionsmechanismen, alle Formen der direkten und indirekten Kommunikation, Forderung von Leistung und das Versprechen der Entspannung.

II. Zivilrechtliche Probleme
Schon seit einigen Jahren werden vor allem im Internet auf Onlineauktionsplattformen virtuelle Gegenstände und ganze Spielzugänge gehandelt. Onlinerollenspiele ziehen einen Großteil ihres Reizes aus der Möglichkeit, dass man mit zunehmender Spieldauer seine virtuelle Identität (seinen „Charakter“) mit wachsenden Fähigkeiten entwickeln kann. Das Spiel „Ultima Online“ war eines der ersten, bei denen tatsächlich nennenswerte Beträge von Spielern für solche ausgebauten Charaktere gezahlt wurden, um gleich ohne mühsames Spielen eine „starke“ Figur zu steuern. Daneben bieten die Spiele oft die Möglichkeit, andere Gegenstände zu finden, im Kampf zu erbeuten oder selbst zu erschaffen. Auch diese virtuellen Spielausrüstungen wie Schwerter, virtuelles Geld, Kleidung oder Häuser werden inzwischen in der Offlinewelt für echtes Geld gehandelt. Die virtuelle Maklerfirma IGE schätzte das Handelsvolumen 2005 auf US-$ 900 Mio.1 Soweit es das Spielsystem zulässt, können Spieler sogar zu Großgrundbesitzern werden, die Mitspielern die besten virtuellen Grundstücke gegen Geld zeitweise überlassen.2

Haben die Betreiber der Onlinespiele in der Vergangenheit versucht, solche Geschäfte etwa mittels entsprechender Regelungen in ihren AGB zu unterbinden, gehen nun einige wie Sony Online Entertainment bei dem Onlinerollenspiel „Everquest II“ dazu über, selber derartige Handelsräume zu schaffen. Microsoft hat für sein aktuelles „Xbox Live“ schon angekündigt, dass die Nutzer die Möglichkeit erhalten sollen, virtuelle Gegenstände dort zu handeln. Einnahmen können dann in Form von echtem Geld ausgezahlt werden. Der Grund, weshalb sich einige Betreiber noch dagegen wehren, liegt vor allem darin, dass sie sich die Option offen lassen wollen, nachhaltig freiwillig oder durch Programmfehler gezwungen, in das Wirtschaftssystem eines Spiels einzugreifen. Der damit ggf. verbundene massive Preisverfall einzelner virtueller Gegenstände könnte nicht nur den Unmut der Spieler erregen, sondern sogar Schadensersatzansprüche von Nutzern gegenüber dem Betreiber nach sich ziehen.3

1. Anzuwendendes Recht
Zunächst ist in der Regel zu untersuchen, welches Recht überhaupt Anwendung findet. Onlinespiele werden von zahlreichen Spielern unterschiedlicher Nationalität und

Krasemann: Onlinespielrecht - Spielwiese für Juristen MMR 2006 Heft 6 352


unterschiedlichem Spielort genutzt. Anbieter betreiben die Server, auf denen die Programme zu den virtuellen Welten ablaufen, auf unterschiedlichen Kontinenten gleichzeitig. Und neue tragbare Spielkonsolen wie Nokia N-Gage, Nintendo DS und Sony PSP ermöglichen sogar die ununterbrochene Nutzung während des Grenzübergangs, entsprechende Funkverbindung vorausgesetzt.

Nach Art. 28 EGBGB ist grundsätzlich das Recht des Staates anzuwenden, zu dem der Vertrag den engsten Bezug aufweist. Stehen die entsprechenden Server ausschließlich im Ausland und findet auch nur dort das Spielgeschehen statt, besteht in der Regel der engste Bezug zu dem Betreiberland.4 Anders ist es, wenn nicht getrennte Server verwendet werden, sondern die Rechner einzelner Spieler als „Host“ und damit als das Spielgeschehen verwaltende Maschinen dienen. Kommt noch ein übergreifender Dienst wie „Xbox Live“ von Microsoft dazu, der diese „Hosts“ verwaltet und Spielern zuweist, muss sehr genau analysiert werden, wo in dem Fall der engste Bezug besteht.

Beachtet werden muss auch die Sonderregel des Art. 29 EGBGB. Bei Verbraucherverträgen findet das Recht des Staates Anwendung, in dem der Benutzer seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Nach Art. 29 Abs. 4 EGBGB gilt dieses jedoch nicht, soweit die Leistung ausschließlich in einem anderen Staat als dem erbracht wird, in dem der Spieler seinen Sitz hat. Wer sich bewusst auf einen fremden Markt begibt, entledigt sich somit seiner Rechtsordnung.5 Wird die Leistung des Anbieters eines Onlinespiels ausschließlich im Ausland erbracht, könnte damit auch bei Verbraucherverträgen dessen Rechtsordnung zur Anwendung kommen.6 Hieran kann aber schon dann gezweifelt werden, wenn lokalisierte Software für den deutschen Markt vertrieben wird und extra Zugangspunkte geschaffen werden. Erst recht dürfte diese Ausnahme nicht greifen, wenn die Spieler selber „Host“ sind und sich im konkreten Fall in Deutschland befinden.

2. Rechtslage zwischen Betreiber und Spieler
In der Regel erwirbt der Spieler zunächst die Software, die für die Darstellung der Onlinespielwelt auf seinem PC oder seiner Spielkonsole notwendig ist. Für viele Onlinespiele zahlt man danach einen monatlichen Betrag für die Nutzung der Spielserver.
 
Alt 01.03.2007, 17:32   #50
trauemer71
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Bei der Software handelt es sich in den weit überwiegenden Fällen um Einzelplatzlizenzen bzw. Standardsoftware, die nicht speziell für den einzelnen Spieler erstellt wird. Den Erwerb derartiger Standardsoftware sieht auch der BGH als Sachkauf an.7 Hinsichtlich der Bereitstellung der Onlinewelt handelt es sich um einen gemischten Vertrag. Zum einen schuldet der Veranstalter dem Spieler die Bereitstellung der Spielwelt bzw. den Zugriff auf die Server, auf denen die entsprechende Software läuft. Diesem Vertrag wohnen somit werkvertragliche, dienstvertragliche und ggf. sogar mietvertragliche Teile inne. Der Spieler schuldet dem Veranstalter für die Bereitstellung und Nutzung ein entsprechendes Entgelt.

Werden vom Anbieter Restriktionen für den Umgang bzw. Handel mit virtuellen Gegenständen und ganzen Accounts in den AGB bzw. im End User License Agreement (EULA) gemacht, stellt sich die Frage nach der wirksamen Einbeziehung dieser Regelungen. Oftmals befindet sich auf der Verpackung, wenn überhaupt, nur der Hinweis auf innen liegende Lizenzbedingungen. Nach h.M. werden in Deutschland bei solchen sog. Shrink-Wrap-Lizenzen bzw. „Schutzhüllenverträgen“ die Bedingungen auch nicht nachträglich bei der Nutzung der Software einbezogen.8 Nach § 305 Abs. 2 BGB werden AGB nur dann Bestandteil des Vertrags, wenn der Verwender die Gegenseite spätestens bei Vertragsschluss ausdrücklich auf die Einbeziehung hinweist, zudem dem anderen Vertragspartner die Kenntnisnahme der AGB spätestens bei Vertragsschluss in zumutbarer Weise möglich ist und wenn zusätzlich beide Parteien mit der Geltung dieser AGB einverstanden sind. Der Käufer ist nur zu dem verpflichtet, wovon er beim Kauf ohne übermäßige Anstrengung Kenntnis erlangen kann. Bei den meisten Onlinespielen wird jedoch zusätzlich noch ein weiterer Vertrag mit dem Anbieter über die Nutzung der Spielserver geschlossen. Ist jedoch wie bei „Everquest“ oder „World of Warcraft“ eine Nutzung der Software ohne den Onlinezugang gar nicht möglich, müssen auch hier die wesentlichen Vertragsbestandteile schon beim Erwerb der Software dem Käufer bekannt gegeben werden. AGB können dann ebenso nicht nachträglich einbezogen werden. Etwas anderes kann dann gelten, wenn es sich bei der Nutzung des Onlinedienstes nur um eine Zusatzfunktion handelt oder die Software selber nur online unter Bekanntgabe der AGB bzw. EULA erworben werden kann.

3. Handel mit virtuellen Gegenständen
Mit Fragen des Handels mit virtuellen Gegenständen haben sich schon erste juristische Fachaufsätze beschäftigt.9 Hierbei ist zunächst zu unterscheiden zwischen der Veräußerung eines gesamten Spielzugangs (Account), ggf. zusammen mit der erworbenen Spiellizenz, und einzelnen erspielten Spielteilen wie etwa virtuellen Gegenständen.

a) Kaufvertrag und Übereignung
Wie Lober/Weber ausführlich darlegen, sind sowohl virtuelle Gegenstände als auch die Accounts als Immaterialgüter und als Gegenstände i.S.d. BGB anzusehen. Sachqualität i.S.d. § 90 BGB muss ihnen jedoch mangels Körperlichkeit abgesprochen werden.

Schuldrechtlich handelt es sich nach Lober/Weber bei der Veräußerung von virtuellen Gegenständen um den Verkauf einzelner Teile einer Software und damit um einen Rechtskauf.10 Nach § 453 Abs. 1 BGB finden hierauf die Vorschriften über den Sachkauf entsprechende Anwendung. Ggf. können sich dann Nebenpflichten ergeben, die es z.B. dem Verkäufer verbieten, die Gegenstände dem Käufer nach dem Erfüllungsgeschäft unmittelbar innerhalb der Spielmechanismen wieder abzunehmen. Auch das Mängelgewährleistungsrecht würde dann eingreifen, wenn der virtuelle Gegenstand bzw. der verkaufte Softwareteil z.B. nicht der Beschaffenheit entspricht, die vereinbart wurde. Dabei ergäbe sich die objektive Sollbeschaffenheit aus dem Kontext des Onlinespiels.11

Hinsichtlich des dinglichen Geschäfts wird dann konsequent vertreten, dass die Übertragung nach § 929 Satz 1 BGB analog erfolge. Hierfür spricht, dass neben der

Krasemann: Onlinespielrecht - Spielwiese für Juristen MMR 2006 Heft 6 353

...
 
Alt 01.03.2007, 17:32 #00
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Hey trauemer71, egal wie gross deine Sorgen auch sein mögen, mir hilft es immer nach draußen zu gehen und den Grill anzuwerfen. Grillen ist Entspannung pur. Ob nun ein deftiges BBQ oder ein einfach mariniertes Schweinesteak. Am Grill kann ich alle Probleme vergessen. Du hast noch keinen Grill? Bei der Telekom kannst du aktuell am Angrillen 2019 Gewinnspiel mitmachen und entweder einen Beefer oder ein Keramik Ei gewinnen. Wer von uns gewinnt lädt den anderen ein ;-)
 

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