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Alt 03.07.2005, 20:27   #1
Ryker
united in diversity
 
Registriert seit: 10/2000
Ort: super, natural, british columbia
Beiträge: 10.305
Sexsüchtig

Zitat:
Zitat von SPON
Eine halbe Million Deutsche sind sexsüchtig

Sie leiden unter Kontrollverlust, brauchen eine immer höhere Dosis und haben Entzugserscheinungen: Rund 500.000 Deutsche leiden einer Berliner Psychologin zufolge an Sexsucht. Die Abhängigkeit sei mit Heroin- oder Kokainsucht vergleichbar.

Nach Erkenntnissen der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) sind eigene Missbrauchserfahrungen in der Kindheit und ein gestörter Umgang mit Intimität in der Familie die häufigsten Auslöser dieser psychischen Störung. Sexsucht sei für die Erkrankten ebenso qualvoll wie etwa Spiel- oder Kaufsucht. Sie zerstöre Existenzen, zerrütte Familien und führe zu Straftaten.

Es ließen sich bei der Sexsucht Auffälligkeiten finden, die sonst nur mit Abhängigkeit so genannter psychotroper Substanzen wie Cannabis, Heroin und Kokain einhergingen, berichtet die Psychologin Sabine Grüsser von der Berliner Charité im Nachrichtenmagazin "Focus". "Sie haben die Kontrolle über ihr Verhalten verloren, brauchen eine immer höhere Dosis und zeigen Entzugserscheinungen".

Scham- und Schuldgefühle

Über ihr Problem zu sprechen, falle den Patienten meist sehr schwer, da diese Form von Abhängigkeit mehr als andere tabuisiert und schambesetzt sei, sagen Experten. Die Suchtkarriere beginnt nach Angaben der Psychiater wie andere Abhängigkeiten auch: Die Kranken wendeten immer mehr Zeit und Energie für ihre Befriedigung auf, ohne diese aber wirklich zu erreichen. Die Patienten verlören nach und nach die Kontrolle über ihr Verhalten. Immer mehr Geld gehe für Telefonsex, Pornografie, Bordell- und Clubbesuche verloren. Manche der Betroffenen würden wegen sexueller Belästigung oder der Internet-Suche nach Erotikangeboten von ihrem Arbeitgeber entlassen, andere als Exhibitionisten oder Vergewaltiger straffällig.

Oft sei die Sucht gekoppelt mit einem schwachen Selbstwertgefühl, Persönlichkeitsstörungen und geringer Intelligenz, erklärt die Fachgesellschaft. Nach Angaben des auf Sexsucht spezialisierten Psychotherapeuten Kornelius Roth kann sich die Behandlung über Jahre hinziehen. Bei der Therapie sei Abstinenz das Nahziel. Der Patient müsse herunterkommen von einer Frequenz von mehreren Höhepunkten pro Tag. Nach Angaben der DGPPN ist dies mit massiven Entzugserscheinungen wie Angstzuständen, Weinkrämpfen oder Wutausbrüchen verbunden. Ziel sei es, Intimität ohne Sexualität zu erleben, unterdrückte Schmerz-, Scham- und Schuldgefühle zuzulassen und sie nicht durch zwanghaften Sex zu überdecken.
Quelle
Erstaunlich, wir koennen Asteroiden beschiessen und Bundeskanzlern das Misstrauen aussprechen - aber die aelteste Sucht der ist immer noch ein Problem...

Geändert von Ryker (03.07.2005 um 20:32 Uhr) Grund: Titel zu lang
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Alt 03.07.2005, 20:27 #00
Administrator
Hallo Ryker, in jeder Antwort auf deinen Beitrag findest du eine Funktion zum Melden bei Verstössen gegen die Forumsregeln.
Alt 03.07.2005, 21:09   #2
Dschinni4
bambi
 
Registriert seit: 01/2005
Ort: weiche warme wiesen
Beiträge: 4.704
Ich kenne jemanden, der wirklich Sexsucht hat(te?).
Hab damals umständlich herausgefunden, daß es so etwas gibt.
Und es erscheint erst als Stärke und Unwiderstehlichkeit, ist aber in der Wirklichkeit tief in der zum Teil brutalen Kindheit begründet.
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Dschinni4 ist offline  
Alt 03.07.2005, 21:24   #3
Asael
Member
 
Registriert seit: 06/2005
Beiträge: 113
Zitat:
Zitat von Ryker
Erstaunlich, wir koennen Asteroiden beschiessen und Bundeskanzlern das Misstrauen aussprechen - aber die aelteste Sucht der ist immer noch ein Problem...
Wo steht, dass das die älteste Sucht ist? Aber auch wenn: Du redest von Äpfel & Birnen. Als würde ich sagen: Wir können zwar die Wurzel aus 9 ziehen aber die Bienen sammeln immer noch Pollen.
Was hat ein Misstrauensvotum mit einer Sucht zu tun?
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Asael ist offline  
Alt 03.07.2005, 21:44   #4
Ryker
united in diversity
Themenstarter
 
Registriert seit: 10/2000
Ort: super, natural, british columbia
Beiträge: 10.305
Ich gehe davon aus, das die Fortpflanzung von den Menschen laenger genutzt wird als andere potentielle Suchtmittel, einfach, weil Fortpflanzung und Geschlechtsverkehr seit Anbeginn der Saeugetierexistenz sind. Bei anderen Suchtmitteln wie Pflanzeneztrakten oder auch nur der Kontrolle des Feuers (ist Pyromanie nicht auch eine Sucht?) setzt die Entfaltung der Sucht zudem das seien und nutzen anderer Dinge vorraus als nur das der eigenen Spezies. Ich schliesse die Nutzungsdauer aus der bisher verfuegbaren Nutzzeit.
In dieser Reihenfolge steht auch das Misstrauensvotum und die Deep-Impakt-Mission, nichts als kulturelle Errungenschafften wie auch Alkoholika, Tabakwaren, Mohn- und Hanfprodukte letztlich kulturelle Errungenschaften sind. Diese Produkte sehen der Menschheit schon lange zu Verfuegung, nicht aber solange, wie der Geschlechtsakt, nichtsdestotrotz wurden als Ersatzstoffe schon Methadon oder Nikotinpflaster entwickelt, eine Therapie gegen die Abhaengigkeit vom GV oder der Selbstbefriedigung wird aber erst seit kurzem angeboten.
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Ryker ist offline  
Alt 03.07.2005, 22:09   #5
Dschinni4
bambi
 
Registriert seit: 01/2005
Ort: weiche warme wiesen
Beiträge: 4.704
Ja, theoretisch kann diese Sucht schon in der ersten gestörten Familie der Menschheit aufgetreten sein.
Ich muß noch sagen, daß der, den ich kannte kein Interesse für Sex-Telefonnummern (glaube ich) oder die anderen beschriebenen Dinge
hegte sondern lediglich für Frauen, also abschleppen und poppen.
Und wenn das vier mal am Tag möglich war, wurde das gemacht.
Es war komisch mit anzusehen.
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Dschinni4 ist offline  
Alt 03.07.2005, 22:24   #6
Ryker
united in diversity
Themenstarter
 
Registriert seit: 10/2000
Ort: super, natural, british columbia
Beiträge: 10.305
Wie wurde er dann letztlich geheilt?
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Ryker ist offline  
Alt 03.07.2005, 22:45   #7
Dschinni4
bambi
 
Registriert seit: 01/2005
Ort: weiche warme wiesen
Beiträge: 4.704
Ich glaube nicht und ich bin nicht so begabt darin unentschiedenen Menschen erfolgreich nahezulegen ihr Leben zu ändern. Ich hab ihm alles ausgedruckt und er hat gesagt er fände sich darin nicht wieder.
Aber ich habe ihn Jahre nicht gesehen und dumm ist er bestimmt nicht und
an sich sehr dem Fairen und Gutem zugewandt, was die Sache für ihn noch unerträglicher gemacht hat, da er selbst sein zwanghaftes Verhalten moralisch sehr verwerflich fand, aber er meinte einmal, er würde den Frauen heimzahlen, was eigentlich seine Mutter verdient hätte.
Aber die Welt ist voller Überraschungen - vielleicht hat er sich doch Rat geholt inzwischen. Wie gesagt dumm ist er nicht und absolut zur Selbstkritik fähig.
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Geändert von Dschinni4 (03.07.2005 um 22:50 Uhr)
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Alt 03.07.2005, 22:48   #8
sunflower123
was soll man dazu sagen
 
Registriert seit: 06/2004
Beiträge: 5.048
eine halbe million deutsche sexsüchtig??

puh, nochmal glück gehabt, dass ich österreicherin bin
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sunflower123 ist offline  
Alt 03.07.2005, 22:48   #9
Ryker
united in diversity
Themenstarter
 
Registriert seit: 10/2000
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Beiträge: 10.305
Er hat also seine Sucht nicht als solche gesehen?
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Ryker ist offline  
Alt 03.07.2005, 22:55   #10
Dschinni4
bambi
 
Registriert seit: 01/2005
Ort: weiche warme wiesen
Beiträge: 4.704
Zitat:
Zitat von Ryker
Er hat also seine Sucht nicht als solche gesehen?

Er hat ja sehr wohl wahrgenommen, daß es etwas ist, daß er nicht steuern kann, etwas, das ihn treibt und ihm keine Ruhe bei anderen Dingen oder selbstbestimmter Lebensplanung.
Aber manches läßt man sich von einer Frau nicht sagen, bzw. kann ich nicht ausschließen, daß ich unsensibel war. Das ist schließlich auch etwas Vertracktes, weil ein Mann schnell der "tolle Hecht" und von allem bewundert ist, aber in ruhigen Momenten muß man doch darüber reden und seine Selbstzweifel gestehen.
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Dschinni4 ist offline  
 

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