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#501 |
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Senior Member
Registriert seit: 10/2000
Beiträge: 774
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doch, das war schon klar, dass es micht so ernst gemeint ist, (habe auch gerade meinen letzten beitrag geändert): doch ist auch an allem, was wir wirklich nicht so ernst meinen, doch etwas ernstes dabei. die parallelität. gleichzeitigkeit des allennebeneinanders, wie du sie beschreibst, die empfinde ich auch sehr...und auch, was mich selber angeht. und weil ich das oft so empfinde, nehme ich auch das, was ich selber als "nichternst" beschreiben würde, auch als ernst wahr. ich behaupte mal: weil es eben auch ernst ist. auch. das ganze dann noch ab und an mit humor zu betrachten, ist ebenso befremdlich wie beruhigend, diese fähigkeit des sichselbstdistanzierens.- ich denke, das muss ich nicht näher ausführen, denn ich denke, dass du das sehr gut verstehst.
und wenn wir, ich, du, hier in der ein oder anderen form unsere lebenskrise ausleben: dann bin ich sehr froh, dass das möglich ist sicher, dass die anflüge von selbsthumor auch verstanden werden, auch wenn sie noch so unangebracht scheinen. (heute ist mein thema: aushalten. und auch dieses nebeneinander muss man irgenbwo aushalten. bzw. ich bin entschlossen, es auszuhalten) lg: septembermorgen |
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#502 |
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Guiding light
Registriert seit: 05/2000
Beiträge: 12.226
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***reichteuchbeideneintempo***
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#503 |
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Special Member
Registriert seit: 09/2000
Beiträge: 5.082
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Mir ist nicht nach Weinen, Poet.
Man kann ernst und doch nicht traurig sein, vielleicht nachdenklich, was weiß ich. Eigentlich mag ich diese Ironiephasen, das Rumblödeln, septembermorgen, und manchmal bin ich sogar zur Selbstironie fähig (*selbstganzstolzistdarauf). Es ist eine Art der Distanzierung, da hast du recht. Und bei mir ist es auch eine Form des Überlebens. Aber es steckt auch manchmal Anstrengung und Angst dahinter, die Angst, daß ich mich beliebt machen muß, daß ich nicht einfach so als Mensch mit Schwächen wahrgenommen und gemocht werde. Aber Schluß mit der Selbstbespiegelung. Ein Gedicht wollte ich noch hier reinschreiben, das mir gerade ganz gut paßt. Wir wollen diesen Traurigkeits-Thread doch nicht mit Klapperstörchen beenden, poet, hm??? (Oje, da ist er wieder, der vermaledeite Abwehrmechanismus Humor! Oder BIN ich vielleicht einfach ein humorvoller Mensch? Ich glaube, ich habe schon viel zuviel über mich selbst nachgegrübelt, um noch auf wirkliche Ergebnisse zu stoßen, die nicht allesamt widerlegbar wären...das kommt davon, wenn man zuviel allein ist.). Was der Wind in den Sand geschrieben. Dass das Schöne und Berückende Nur ein Hauch und Schauer sei, Dass das Köstliche, Entzückende, Holde ohne Dauer sei: Wolke, Blume, Seifenblase, Feuerwerk und Kinderlachen, Frauenblick im Spiegelglase Und viele andre wunderbare Sachen, Dass sie, kaum entdeckt, vergehen, Nur von Augenblickes Dauer, Nur ein Duft und Windeswehen, Ach, wir wissen es mit Trauer. Und das Dauerhafte, Starre Ist uns nicht so innig teuer: Edelstein mit kühlem Feuer, Glänzendschwere Goldesbarre; Selbst die Sterne, nicht zu zählen, Bleiben fern und fremd, sie gleichen Uns Vergänglichen nicht, erreichen Nicht das Innerste der Seelen. Nein, es scheint das innigst Schöne, Liebenswerte dem Verderben Zugeneigt, stets nah am Sterben, Und das Köstlichste: die Töne Der Musik, die im Entstehen Schon enteilen, schon vergehen, Sind nur Wehen, Strömen, Jagen Und umweht von leiser Trauer, Denn auch nicht auf Herzschlags Dauer Lassen sie sich halten, bannen; Ton um Ton, kaum angeschlagen, Schwindet schon und rinnt von dannen. So ist unser Herz dem Flüchtigen, Ist dem Fließenden, dem Leben Treu und brüderlich ergeben, Nicht dem Festen, Dauertüchtigen. Bald ermüdet uns das Bleibende, Fels und Sternwelt und Juwelen, Uns in ewigem Wandel treibende Wind und Seifenblasenseelen, Zeitvermählte, Dauerlose, Denen Tau am Blatt der Rose, Denen eines Vogels Werben, Eines Wolkenhimmels Sterben, Schneegeflimmer, Regenbogen, Falter, schon hinweggeflogen, Denen eines Lachens Läuten, Das uns im Vorübergehen Kaum gestreift, ein Fest bedeuten oder wehtun kann. Wir lieben, Was uns gleich ist, und verstehen, Was der Wind in den Sand geschrieben. (Hermann Hesse) xtine *sichnachdauerhaftemsehnend |
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#504 |
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Guiding light
Registriert seit: 05/2000
Beiträge: 12.226
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Ich lese gerade chinesische Märchen, irgendwie erscheinen sie mir ziemlich ernst.
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#505 |
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Senior Member
Registriert seit: 10/2000
Beiträge: 774
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dank dir, poet, fürs taschentuch.
habe aber vorsichtshalber wegen großverbrauchs eine großpackung im sonderangebot gekauft (hahaha=form des hahahumors - wer ist es eigentlich,der oder die noch die distanz aufbauen kann, ein gelegentliches lachen aufzubringen).weitere taschentücher können natürlich leider NIEMALS schaden. klopapier tuts aber auch. xtine: bei dem gedicht dachte ich erst, es sei ein barockgedicht, ausnahmsweise nicht in sonettform. vanitas. sehr schömn. war es nicht auch hermann hesse, der von den stufen sprach...und jedem ende wohnt ein zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben? der gute hesse, hoffentlich hat er recht. wobei...kürzliche lektüre über st. exuperie oder wie schreibt man den mit dem kleinen prinzen noch gleich... seine rose hat er im rl auch nicht so gut behandelt. nach deren biographie zu schließen. schlaft gut, ihr lieben und habt eine bessere woche!!!! |
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#506 |
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Guiding light
Registriert seit: 05/2000
Beiträge: 12.226
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Eine bessere Woche als welche oder wessen???
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#507 |
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Senior Member
Registriert seit: 10/2000
Beiträge: 774
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.....als die jeweilige letzte!
denn es kann ja sicherlich in jedem der hier versammelten fälle zumindest ein bisshcnen besser werden...... oder? (wobei meine letzte (woche) sehr schön war, nur hat sie auch meine probleme und zwar auch mit mir zusammen - erwarte ja gar nicht, dass die liebe woche das alleine tut, würde mich ja tatkräftig beteiligen - auch nicht weggeblasen). *machtsichjetztnochschönerdankklopapierannasewetzen* septembermmorgen |
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#508 |
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Guiding light
Registriert seit: 05/2000
Beiträge: 12.226
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Ich trinke immer schwarzen Kaffee um schöner zu werden.
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#509 |
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Guiding light
Registriert seit: 05/2000
Beiträge: 12.226
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Septembermorgen...
...wie weit bist du eigentlich mit den drei kleinen, aber
bewußten Achtsamkeitsübungen vorwärts gekommen - hast du schon Resonanz erfahren? Ich wünsche dir einen schönen Tag! |
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#510 |
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Senior Member
Registriert seit: 10/2000
Beiträge: 774
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ja, gute nacht, wünsche ich auch.
die übungen? ja. täglich mache ich die. ich bin froh, das zu können. froh über das vorwiegend positive feedback, das ich täglich bekomme. die frau an der kasse vom supermarkt ist froh, denn sie hat bald - jetzt - urlaub. nette männer begegnen mir morgens und ebenso abends immer noch nicht. der lezte, den ich morgens traf und von dem ich nicht weiß, ob er nett ist oder war, erklärte mir auf ausdrückliche nachfrage, wie das festklebende eis von meiner windschutzscheibe zu entfernen sei ( immer von oben nach unten mit druck auf den eiskratzer ). das auto hat 6 scheiben. er hat es bei gerade einer halben vorgemacht. ich bin ja so selbständig. 5 einhalb habe ich allein geschafft, das eis war sehr hartnäckig. morgens ist definitiv nicht meine zeit. juhu, es steht was fest!!!!! das ist doch mal schon was...... und sonst WEIß ich, dass ich, in der funktion, die ich habe, für manche wichtig bin und ich versuche auch, dem gerecht zu werden. dafür müssen auch die anderen was tun - und oft in ich überrascht, was die alles tun und das freut mich sehr. und um die absolutschreckliche norgenmüdigkeit, eine zumutung für meinen biorhythmus, das fremdgrauslige, einigermaßen (und das ist sehr schwer) in den griff zu kriegen, mach ich mmich jetzt ins bett! @xtine: falls dieser beitrag in die megapostings verschoben werden sollte, bleibe zumindest ich dir in jedem fall erhalten. ob das ein anreiz ist? septembermorgen... ....den zaunpfahlschwingendundalleerschlagend. [Geändert von septembermorgen am 19.02.2001 um 02:13 Uhr] |
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