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Alt 25.04.2001, 05:23   #301
Forengast
lass das!
 
Registriert seit: 01/2001
Beiträge: 20.823
@dolphin:

wie kommst du denn bloß auf sarkasmus *tschilp* ...
Sailcat ist offline  
Alt 25.04.2001, 05:59   #302
Forengast
Special Member
 
Registriert seit: 02/2001
Beiträge: 6.083
Tja Thunfisch

Zitat:
Geschrieben von dolphin68
WARUM WIR WURDEN WIE WIR SIND..........

Ich könnte hier ja mal richtig losrühren....
Soll ich ???

Ein Aussenstehender Dolphin...
Jau, fang mal an, den Quirl zu rühren, das würde mir schon Verzweiflung nehmen.....

*gespannt ist*

TB.
TheBruce ist offline  
Alt 25.04.2001, 07:59   #303
Forengast
Senior Member
 
Registriert seit: 10/2000
Beiträge: 774
oliver,

jetzt hast du schon einen dir gewidmeten beitrag bekommen (von diandra), den ich sehr sehr nett und sehr wahr finde. ich bin nämlich auch eine erklärte freundin der ambiguitätstoleranz. nicht in dem sinn, dass ich das toll fände, eine uneindeutige situation aushalten zu müssen. aber ich denke, dass da von allen infragekommenden theorien am meisten dran ist und das der wahrheit näherkommt als irgendwelche anderen verhaltens- oder erklärungsmodelle.

nur wollte ich diesen tollen und sehr warmherzigen brief an dich irgendwie nicht dort, sondern lieber hier kommentieren. es ist ja irgendwie dein job, dort darauf zu antworten. - und hier hast du ja auch schon sehr schönen beiträge bekommen.

die von diandra aufgeworfene frage, nämlich wie du ggf. vorherige enttäuschungen hinter dich gebracht hast, fände ich auch sehr beantwortenswert.

in deinem allerersten beitrag hast du ein gedicht geschrieben, ich denke aus dem jahr 94 oder 95. das wird doch auch einen konkreten anlass gehabt haben?

noch was zur ambiguitätstoleranz (= die fähigkeit, mit uneindeutigen situationen zurechtzukommen, erstmal in dem sinn, das uneindeutige annehmen zu können):

uneindeutig bedeutet, wie man es selber empfindet und wahrnimmt. aus der ferne erscheint mir nämlich die lage eindeutig. tanja "hdg", hat dich also gern. aber kein "hdl", also hat dich lieb. (wobei in meinen ohren ein hdl kein "ich liebe dich" ist, denn jemanden zu lieben oder ihn lieb zu "haben" (!) sind auch zwei verschiedene gefühle).

dies erscheint mir per ferndiagnose derzeit eindeutig.

aber es ist sehr schwer, genau diese situation auszuhalten, dass einen jemand mag, aber nicht (mehr) liebt, wenn man selber noch liebt. zu verstehen ist es im übrigen auch nicht, nachzufühlen erst recht nicht, weil die eigenen gefühle ja noch so intensiv sind. nun enden ja nicht alle beziehungen im hass und streit. manche eben so, dass der, der einen verlassen hat, einem noch ehrlich zugetan ist. einen gar vermisst. da fragt man sich dann: ja, und warum, warumwarumwarum, wenn er mich noch mag, wieso bin ich es dann nicht wert, zu kämpfen? wieso lässt er mich allein? warum gibt er mir nicht die chance? da ist doch noch etwas? ich bin ihm doch nicht egal?! es erscheint so greifbar nah...

das meine ich mit "uneindeutig". es ist in diesen "fällen" für den, der verlassen wurde, uneindeutig wahrzunehmen, weil wirklich noch sympathie, ge- oder verbundensein von der anderen seite aus da ist. es ist eben kein "ich kann dich nicht mehr sehen, riechen, leiden".

aber eben auch kein "ich will mit dir zusammensein".

weißt du, ich denke, die allermeisten von uns würden gerne manchmal sätze schreiben wie du: "ob sie mich zu ihrer abifeier einlädt", "ob sie mich noch mag". in je nach lebenssituation abgewandelter form stellen sich bestimmt viele diese frage. SICH! nicht anderen. es erfüllt keinerlei sinn, diese fragen anderen zu stellen, hilft nicht im mindesten. spekulationen über mögliche künftige verhaltensweisen dritter vermögen allenfalls kurzfristige erleichterung zu verschaffen, mit allen zweifeln, ängsten bleibt man danach trotzdem allein. kinder stellen oft diese frage und es ist beruhigend, wenn die eltern sagen, na klar...erwachsene glauben das aber nicht mehr.

es gibt kein erwünschtes oder irgendwie glaubhaftes "na klar" im moment für dich, oliver.

und ambiguitätstoleranz bedeutet, genau das AUSZUHALTEN ohne kurzfristige beruhigungsfragen zu stellen. der andere weg ist nur, bewusst zu lernen, den anderen auch nicht mehr zu mögen, den kontakt abzubrechen etc.. und damit ganz allein für sich eine eindeutige lage herzustellen.
wenn man das nicht macht, bleibt man selber uneindeutig. man tut nämlich etwas, was nicht dem entspricht, was man eigentlich möchte, (nämlich viel mehr, aine beziehung, partnerschaft) und lässt sich ein auf das, was gerade noch so geht. immer in der hoffnung auf etwas anderes.

und diese uneindeutigkeit ist, wie gesagt, schwer auszuhalten. hier auch für viele mitleser, die spüren, und sicher oft auch sehr genau nachempfinden können, wie uneindeutig auch du bist. das ist verbunden mit dem bedürfnis. hier mal, ggf. mit der holzhammermethode, für "klarheit" zu sorgen.


vielleicht hilft es manchmal, daran zu denken, wie weit entfernt von einem vertrauensvollen zusammensein man schon mit der eigenen verhaltensweise von dem weg ist, was man sich als vertrauensverhältnis zu einem partner vorstellt und wie unendlich groß schon dadurch die distanz zu dem anderen geworden ist. kann aber auch sehr traurig sein, das festzustellen. na, wie sieht es aus? bezeichnest du das, was momentan zwischen euch läuft, als vertrauensverhältnis? ist es nicht der versuch der manipulation (wie reagiert der andere, wenn ich das oder das tue?? wie verhalte ich mich, damit es wieder was wird?)?

es gibt keinerlei verlässliche prognosen, was die zukunft bringt. wenn du nicht mit der situation klarkommst, einerseits hinzunehmen, dass tanja keine beziehung will, obwohl sie dich noch mag, andererseits die hoffnung darauf nicht aufzugeben, musst du für dich selber eine eindeutige situation schaffen.

in jedem fall, wie auch immer du dich entscheidest, ist es wichtig, die zeit erträglich zu gestalten. auch und gerade ohne tanja, die ja, wenn auch "schuldlos" ursache des unwohlbefindens, um es einmal gelinde auszudrücken, ist.

liebe grüße

septembermorgen
[Geändert von septembermorgen am 25.04.2001 um 00:02 Uhr]
septembermorgen ist offline  
Alt 28.04.2001, 20:43   #304
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Member
 
Registriert seit: 08/2000
Beiträge: 377
tut mir leid, dass ich auf die Postings noch nicht geantwortet habe, insbesondere auf das Posting von diandra...

Ich würde gern gleich Tanja anrufen...jetzt ist schon fast eine Woche seit ihrem ABI vergangen...ich würde sie gern fragen, wie es ihr so geht, würde gern mal wieder ihre Stimme hören...vieleicht frage ich sie auch, wann wir uns mal wiedersehen...vermisse sie...Vielleicht schaffe ich es dann auch, mit ihr bei diesen Treffen - wenn es denn noch eins geben wird - mit ihr zu reden...

...aber ich habe das Gefühl, dass Tanja seit ihrem ABI ganz weit von mir entfernt ist...sie hat mich bestimmt vergessen...

Oliver
Oliver_B ist offline  
 

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