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Alt 09.05.2001, 11:44   #1
rawside
Member
 
Registriert seit: 03/2001
Beiträge: 429
Hallo Lovetalker,

nach eigener bitterer Erfahrung (um die es hier nicht gehen soll) und den vielen, vielen Postings hier, beginne ich mir langsam über Beziehungen allgemein Gedanken zu machen. Langjährige innige Partnerschaften brechen von heute auf morgen in einem Trümmerhaufen zusammen, "nur" weil ein anderer ins Leben eines Teils der "Liebe fürs Leben" tritt, Menschen sind bereit wegen eines Flirts lange Beziehungen zu schmeißen, Jahre gemeinsamen Weges werden weggeschmiessen und vergessen. Den Verlassenen wird immer das gleiche erzählt: Er/sie war es sowieso nicht wert, man sollte ihn/sie möglichst schnell vergessen, es gibt immer eine(n) besserere(n), Freundschaft ist (nahezu) unmöglich, alle noch vorhandenen Werte/Gefühle abtöten, verdrängen, was-auch-immer usw. Fast so, als wäre es nie wirklich etwas wert gewesen - nur eine Illusion...

Ich frage mich, welchen Wert das alles überhaupt noch hat. Ich rede hier nicht von Treue auf Teufel komm raus. Wenn eine Beziehung nicht mehr funktioniert, dann sollte man sie beenden. Aber was ist z.B. mit Beziehungen, die scheinbar aus Nichtigkeiten geschmissen werden? Warum fällt es denen, die Schluß machten so leicht zu vergessen? Warum wird nicht versucht, nachdem der Schmerz überwunden ist, noch eine Freundschaft oder ähnliches zu dem Menschen aufzubauen, der einem lange Zeit so viel bedeutet hat (von beiden Seiten)?
Plötzlich soll der andere in einem ganz anderen Licht stehen, sowieso nie der/die richtige gewesen sein usw.?

Das alles ergibt für mich keinen Sinn.

Ich will hier nicht die Frage "Liebe - eine Illusion?" stellen, das hatten wir bereits. Aber gehen wir vielleicht grundsätzlich mit falschen Vorstellungen/Erwartungen/Hoffnungen an Beziehungen heran - messen ihnen einen zu großen Wert bei? Sollten wir lieber von Blume zu Blume fliegen und es einfach nur genießen? Aber da gibt es ja noch diesen Wunsch nach Geborgenheit. Und sobald man diese hat, wird sie irgendwann langweilig und man sucht nach etwas anderem? Wonach streben wir eigentlich oder wonach "sollten" wir idealerweise streben?

Wie denkt ihr darüber? Wonach strebt ihr?

ciao
rawside
rawside ist offline  
Alt 09.05.2001, 11:44 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 09.05.2001, 14:31   #2
SteelRose
Black Metal Heart
 
Registriert seit: 10/2000
Ort: NRW
Beiträge: 1.943
Hi Rawside

Genau darum hab ich mir in letzter Zeit auch viele Gedanken gemacht.

Aber ich denke nicht das eine langjährige Partnerschaft einfach so von heute auf morgen kaputt geht.
Das ist ein Prozess der sich oft über längere Zeit hinzieht.
Vielleicht will man das oft nur nicht wahrhaben, verdrängt es.
Und wenn es dann passiert ist man geschockt und versteht die Welt nicht mehr.

Und für den der verlässt, ist es vielleicht einfacher einen Grund vorzuschieben, der nur das Ergebnis vieler ungünstiger Einflüsse ist.
Was ich damit sagen will, ist das man wohl kaum eine Affäre etc. eingeht wenn die Partnerschaft noch intakt wäre.
Und leider ist es immer einfacher die Fehler beim anderen zu suchen, anstatt bei sich selber.

Was ist für dich ein nichtiger Grund eine Beziehung zu beenden?
Fremdgehen? Eifersucht?

Ich gebe dir da vollkommen recht. Wenn man in einer Beziehung keinen Sinn mehr sieht, bzw. für den Partner keine Liebe mehr empfindet sollte man sich trennen.
Aber das mit der Freundschaft danach funktioniert nun mal meistens nicht.
Menschen verändern sich, das ganze Leben ist Veränderung.

Wenn überhaupt eine Freundschaft nach einer Partnerschaft entstehen kann, dann doch erst nach einiger Zeit.
Wie gesagt...wenn überhaupt.
Nicht jeder kann und will mit dem Menschen den man mal geliebt hat eine Freundschaft eingehen.
Gründe dafür gibt es doch viele.
Sei es Enttäuschung, Wut, Gleichgültigkeit oder sonst irgendwas.
Aber vor allem doch weil jeder seinen Weg gehen sollte oder will.
Natürlich war es eine schöne Zeit, aber diese Zeit ist doch nicht mehr von dem Menschen abhängig.
Das hast du in deiner Erinnerung, und die kann dir keiner nehmen.
Was vorbei ist ist vorbei.

Wenn einer diese Freundschaft nicht will, sollte und muss man das akzeptieren.
Auch wenn es weh tut und man es nicht versteht.
Bevor man etwas neues anfangen kann muss man doch erstmal mit dem alten abschliessen.

Anders sieht es natürlich aus wenn Kinder im Spiel sind.
Dann sollte man ganz klar eine Lösung finden, die vor allem im Sinne des Kindes ist.

Was ich mich oft frage...Was erhofft man sich denn dann an dieser Freundschaft?
Ist es denn nicht so, das oft einer sich dann vielleicht falsche Hoffnungen macht?
Ist es wirklich nur wegen der gemeinsamen Zeit?
Oder ist es nicht vielmehr die Angst vor dem letzten Schritt...dem endgültigen loslassen?

Ich muss dazu sagen das es in meinem Bekanntenkreis durchaus welche gibt die es geschafft haben nach einer Partnerschaft befreundet zu bleiben.
Das ist bei weitem aber nicht der Normalfall.

Klar kann man sich fragen wozu das alles wenn am Ende eh nichts übrigbleibt.
Aber du kannst Liebe doch nicht erklären oder idealisieren.
Wenn man liebt dann tut man das doch mit jeder Faser seines Herzens, ist bereit für den anderen alles zu tun.
Du liebst doch nicht mit der Vorraussicht..."Ach was solls, ist ja eh mal vorbei"...
Genausowenig wie du sagen kannst, ich will das nicht mehr, ich werde mich nie wieder verlieben.
Es passiert nun mal und den Ausgang kennt keiner.
Vielleicht ist die nächste ja die mit der du dein Leben verbringen wirst, die du heiratest usw.
Die einfach DIE Frau für dich ist.

Wonach sollte man denn streben?
Ich kann nur für mich reden.
Mir ist es wichtig meinen Idealen treu zubleiben.
Meinem Partner das entgegen zu bringen was ich auch von ihm erwarte.
Dazu zählt für mich hauptsächlich Respekt, Treue und absolute Ehrlichkeit.
Die perfekte Partnerschaft gibt es nicht und wird es wohl auch nie geben.
Man muss daran arbeiten, und das jeden einzelnen Tag.


Grüßle
Steeli
SteelRose ist offline  
Alt 09.05.2001, 16:07   #3
Lady of the Dark
*Dark Angel*
 
Registriert seit: 10/2000
Ort: schöne emsland
Beiträge: 2.676
hallo rawside....

erst einmal danke, dass du den thread von mav besuchst...

wir sind hier im lovetalk, dem forum für herzschmerz, vielleicht erscheint es daher so, als wenn es in dieser welt nur probleme mit partnerschaften gibt. als wenn jeder mensch im moment herzschmerzen hat.

es ist schon korekt, in unserer zeit hat sich einiges geändert. beziehungen werden oberflächlich betrachtet, es wird nicht mehr um die liebe gekämpft, sobald der alltag beginnt, ist das der anfang vom ende einer beziehung.
schließlich sehe ich sowas jeden tag in meinem bekanntenkreis.......ein haufen menschen, die beziehungen führen, die nur auf familie und gewohnheit basieren.

meine eltern haben mir in ihrem bisher 35 ehejahren vorgelebt, dass es auch anders sein kann. auf streit folgt versöhnung, innige liebe, blindes vertrauen.......sobald der alltag einzug hält, kämpfen beide dagegen an und bauen sich wieder auf.....

aber die allgemeinheit hat das kämpfen verlernt, heute heißt es einfach "bäumchen wechsel dich".....sobald es langweilig wird, schaut man halt nach dem nächsten partner...

ich werden oft gefragt, warum meine beziehung so anders ist, warum wir nach all den jahren noch händchenhaltend spazieren gehen, auf parties immer wieder "zusammenkleben"....warum wir einfach noch glücklich sind miteinander.....

erklären kann ich das letztendlich auch nicht, es liegt einfach daran....dass es nichts gibt, das unsere liebe erschüttern läßt, den sogenannten alltag lassen wir immer nur kurz einzug halten, merken wir, dass er überhand gewinnt.....folgt entweder von mir oder von meinem mann der ausbruch....neue ideen, neue aktionen....manchmal kleinigkeiten......manchmal große schritte....

viele begreifen einfach nicht, dass beziehungen kampf bedeuten...du kämpfst jeden tag, gegen das....was eine beziehung zerstören kann....
wenn du das seltene glück hast, den richtigen partner gefunden zu haben, dann ist dieser kampf die leidenschaft...keiner von beiden hört jemals damit auf.....

Lady of the Dark ist offline  
Alt 09.05.2001, 19:30   #4
Mond
Member
 
Registriert seit: 03/2001
Beiträge: 373
@rawside
"von blume zu blume fliegen" gefällt mir !!!
tja - so richtig kannn ich auch nichts dazu sagen. als sich meine "ex" von mir getrennt hat, habe ich die welt nicht mehr verstanden. ich habe mir immer versucht vorzustellen, was gieht in dieser frau nur vor sich. wie kann sie alles von heut auf morgen wegschmeissen. wie kann sie von heute auf morgen (naja - nicht ganz so schnell) einen anderen typen lieben oder besser ausgedrueckt verliebt sein. behandelt hat sie mich wie das letzte. das war mir alles zu hoch.

heute gehts mir auch so. fuer sie fuehle ich gar nichts mehr, und koennte mich von minute zu minute verlieben. da frage ich mich dann auch. war die liebe zu ihr "alles nur eine illusion".

du sprichst von nichtigkeiten. das ist doch wohl auch immer die frage des betrachters. ich glaube, fuer manche maenner gibt es nichtigkeiten, ueber die wir nicht einmal nachdenken wuerden, und wenn doch, dann nur einmal. fuer frauen kann diese nichtigkeit zur beziehungsfrage nr.1 werden.

warum dann in den meisten faellen zu dem expartner keine freundschaft mehr aufgebaut werden kann, liegt wohl daran, wie man sich trennt. wenn nur einer von beiden mit falschen karten spielt, ist das ganze spiel verloren. das ist aber ueberall im leben so, nicht nur in der liebe. deswegen gebe ich eigentlich solchen freundschaften auch keine grossen chancen.

die frage wonach wir streben, haette ich dir vor einem dreivierteljahr anders beantwortet als heute. heute kann ich dir gar nichts dazu sagen. ich glaube im tiefsten inneren streben wir alle nach einer art erfuellung vom leben.

meine traeume (vorstellung) an ein glueckliches leben mit familie und allem drumherum, sind wie eine seifenblase zerplatzt. ich war gluecklich, hatte eine frau ein ganz liebe tochter, ein heim mit allem was ich brauchte. und von heute auf morgen ist alles weg!!! und es gab kein zurueck mehr. da verliert man irgenwann die illusion an familie.

welche chancen habe ich als mann heute noch. ich habe ein kind was ich ueber alles liebe und immer haben wollte. welches nicht bei mir lebt und ich dadurch ungluecklicher denn je bin. welche frau konfontiert sich schon gern mit einem, der schon ein kind hat? wuerde doch diese neue beziehung staendig im schatten der vergangenheit meinerseits stehen. liebe ich diese neue frau und entscheide mich mir iht zusammen zu leben, was mach ich, wenn sie auch ein kind moechte. also ich brauche wohl nicht weiter zu schreiben, die aengste und das nicht-vertrauen was meine zukunft angeht ist wahnsinnig gross.

also geht mein streben zur zeit danach, mich selbst zu verwirklichen. das zu tun, was mir spass macht - einfach zu leben und mitnehemen was mir geboten wird. damit meine ich nicht, mit jeder ins nest zu springen, sondern allgemein alles.


@steelrose
ich gebe dir völlig recht. "vorbei ist vorbei"
stellt euch mal vor, wir wuerden alle so eng mit unseren ex-partnern freundschaften pflegen !!! die konflikte die sich daraus ergeben wuerden. nee danke - lieber nicht.

hierzu moechte ich noch sagen, das gerade diejenigen, die die beziehung beendet haben, der groessere teil ist, der gern eine freundschaft weiterfuehren will. aber eins glaube ich mit sicherheit zu wissen. den meisten von ihnen geht es nicht darum, wirklich eine freundschaft zu pflegen, sondern um ihr gewissen zu bereinigen. und das sind genau diese freundschfaten, die richtig boese enden, denn wie schrieb hier schon jemand - man geht mit der falschen einstellung an diese freundschaft.

und aus diesem grund, nicht zweimal verletzt zu werden, sind es doch eher die verlassenen die diese sogenannte freundschfat nicht wollen. ich hoffe ihr gebt mir da etwas recht.


@lady
schoen geschrieben. aber es funktioniert auch nur bei euch, weil sich zwei menschen gefunden haben, die visuell wirklich zueinander passen. wenn du einen partner hast, der nicht den strom des anderen mitschwimmt, dann kann es nichts werden.

ich freue mich fuer dich, dass du solches glueck mit deinem partner hast.


mond
Mond ist offline  
Alt 09.05.2001, 20:08   #5
Szeline
Special Member
 
Registriert seit: 12/2000
Beiträge: 7.914
Wonach ich strebe???

So genau kann ich das gar nicht sagen. Aber gestern habe ich etwas im Fernsehen gesehen, was 100% auf mich passte.
Das war bei Ally McBeal.
Da sagte sie


" Ich sehne mich nach emotionaler Abhängigkeit.Viele mögen mich deswegen wahrscheinlich für verrückt erklären. Aber das ist es was ich will. Ich will einen Mann kennen lernen, mich in ihn verlieben, und ohne ihn nicht mehr leben können. Verrückt sein vor Liebe"


Ich fand, das traf es sehr gut. Das ist es wonach ich strebe und wonach wohl die meisten streben. Tiefe , erwiderte Liebe. Die so stark ist, daß nicht einmal der Tot einen trennen kann.
Leider findet man so etwas in der heutigen Zeit wohl nur noch selten.Aber wenn man es gefundet hat , sollte man alles dafür tun um es festzuhalten. Daran arbeiten, daß es nicht vergeht. Das es endlos ist.
Dann machen einen auch Nichtigkeiten nichts mehr aus.
Wer die wahre Liebe gefunden hat, der bezieht sich nur auf das Wesendliche. Auf die Kraft die er aus dieser Liebe ziehen kann.
Szeline ist offline  
Alt 09.05.2001, 20:16   #6
Silent Voice
Special Member
 
Registriert seit: 03/2001
Beiträge: 4.131
Auch wenn ich vieleicht einige nerve mit dem Beitrag von mir den ich schon mal an anderer Stelle geschrieben habe, kopiere ich ihn trotzdem noch mal hierhin:


Beziehungen????

Vieleicht solltet ihr mal als erstes darüber nachdenken was ihr als Beziehung bezeichnet. Da gehen die Meinungen nämlich ziemlich weit auseinander wie mir scheint. Es ist auch keine Einigung zu erwarten, da jeder ein eigene Auffassung davon hat. Das ist auch gut so.
Ich habe bisher in fast jedem Betrag gelesen das es darum geht mit jemanden in die Kiste zu steigen. Ist das das wichtigste in einer Beziehung. Wenn ja, dann haben diejenigen recht die sagen man braucht keine Beziehung. Denn dafür braucht man sie wirklich nicht. Sex kann man überall bekommen.
Familienfeiern??? So ein blödsinn. Man geht doch deswegen keine Beziehung ein damit die liebe Verwandschaft endlich Ruhe gibt. Man kann doch auch mit einem guten Freund oder Freundin zu solchen anlässen gehen. Probiert das mal aus.

In einer richtigen Beziehung findet man bei seinem Partner alles. Den guten Freund, das Verständnis füreinander, das Vertrauen, das Zugehörigkeitsgefühl dem anderen gegenüber und natürlich auch den Sex. Wenn das alles zusammenpasst hat man eine richtige Beziehung. Wenn eines dieser Komponenten fehlt, ist es zu 90% zum scheitern verurteilt.
Viele denken wenn sie eine Beziehung eingehen, begeben sie sich in ein Gefängnis. Dürfen nichts mehr alleine machen ohne das der Partner dabei ist. Das ist bei weitem nicht so. Jeder braucht in einer Beziehung seinen Freiraum. Damit sollte man auch möglich früh anfangen das durchzusetzen.
Es ist doch völlig in Ordnung wenn mal einer alleine weggeht. Da kommen wir wieder zum Punkt Vertrauen. Ist das gegenseitige Vertrauen da, ist das kein Problem.
Den guten Freund sollte man in seinem Partner auch finden, einem mit dem man über alles reden kann. Sicherlich braucht man auch andere gute Freunde. Als Mann einen anderen Mann und als Fraue eine andere Frau. In einigen Fällen klappt das auch anderes. Aber es sollte so sein das man erst mal mit seinem Partner ein Problem bespricht, dann erst mit dem guten Freund. Ich finde (aus eigener Erfahung) das es sehr wehtut wenn man einen Partner hat, mit alles gut funktioniert, der aber jemanden hat mit dem er mehr über alees redet wie mit mir (dann kommt ich mir überflüssig vor in Sachen reden).
Das Zugehörigkeitsgefühl muß da sein. Ich muß mich mit meinem Partner verbunden fühlen. Mich freuen wenn ich ihn sehe und wissen das es bei ihm auch so ist. Irgendwie ist auch ein wenig stolz dabei, wenn man über seinen Partner redet. Wenn man nach Hause kommt und weiß da ist jemand der auf mich wartet. Dieses Gefühl kann einem kein Freund geben. Das ist etwas was man nur in einer Beziehung hat wobei es unabhängig davon ist ob man zusammen wohnt. Auch bei getrennten Wohnungen ist es so das man sich beim anderen zuhause fühlt.
Das Vertrauen ist das wichtigste meiner Meinung nach. Und zwar in allen Belangen. Nur wenn man richtig vertraut, hat es Sinn eine Beziehung einzugehen. Wenn das Vetrauen fehlt, fallen alle anderen Punkte weg. Dann ist es so das man sich schnell eingeengt fühlt, weil der andere immer wissen will was man macht, wohin man geht, mit wem man geht und am liebsten immer dabei ist um es auch zu kontrolieren. Vertrauen muß man aber erst mal aufbauen. Das kommt nicht von jetzt auf gleich.
Nun zum Sex. Ich finde das es den erfüllten Sex nur in einer Partnerschaft geben kann. Sicherlich kann man seine Bedürfnisse auch mit wechselden Partnerinnen befriedigen. Viele finden auch gerade das als prikelnd an. Gut ihre Meinung. Meine nicht. Ich denke auch mal das diese Leute noch nie sich länger mal mit einer Person auseinandergesetzt haben.
Übrigens, auch zum Sex gehört ein gewisses Vertrauen dazu. Einer Pertnerin der ich vertraue und die mir vertraut kann ich mich doch völlig hingeben. Ohne Vertrauen ist das schwierig.
Das ist so meine Auffassung einer Partnerschaft. Sicherlich werden einige was zu mekkern haben (beschwerden ruhig an mich richten ). Aber aufgrund dessen was ich geschriebe habe finde ich eine Beziehung nicht als überflüssig, sondern als bereicherung in meinem Leben.
Ich bin auch schon oft enttäuscht worden, aber ich geben die hoffnung endlich mal die richtige zu finden nicht auf. Auch wenn ich mir sehr viel Zeit lasse beim Suchen. Hmmm, suche ich überhaupt??? Nee, lasse einfach alles auf mich zukommen. Wenn man sucht findet man sowieso nichts

Das wars erstmal, Druß Dirk


Silent Voice ist offline  
Alt 09.05.2001, 20:20   #7
Lady of the Dark
*Dark Angel*
 
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Ort: schöne emsland
Beiträge: 2.676
Zitat:
Geschrieben von Mond


@lady
schoen geschrieben. aber es funktioniert auch nur bei euch, weil sich zwei menschen gefunden haben, die visuell wirklich zueinander passen. wenn du einen partner hast, der nicht den strom des anderen mitschwimmt, dann kann es nichts werden.

ich freue mich fuer dich, dass du solches glueck mit deinem partner hast.


mond

danke mond, aber ist das nicht eher eine traumvorstellung? immer miteinander im strom zu schwimmen. wir beide sind eher unterschiedlich egal was es betrifft.....sei es hobbie, weltaunschauung......einfach alles. wir haben unterschiedlich geschmäcker, eine unterschiedliche sicht zu allen dingen......

gerade weil wir komplett verschiedene menschen sind, die aber immer die meinung des anderen respektieren, geben wir unserem leben die würze.....dazu gehören auch die machtkämpfe......

es hat lange gebraucht die wellenlänge zu finden, sein eigenes leben zu leben.....dennoch miteinander zu leben....ohne sich gegenseitig zu verletzen......

meistens ist es doch so, dass der partner in einer beziehung nicht mehr als indiviuum betrachtet wird......es wird versucht zu ändern, zu manipulieren.....an das idialbild anzupassen........irgentwas bleibt bei diesen versuchen auf der strecke!

die "bedingungslose" liebe ist es........die mich am leben erhält.......

Lady of the Dark ist offline  
Alt 09.05.2001, 21:10   #8
Mond
Member
 
Registriert seit: 03/2001
Beiträge: 373
@lady

ja du hast ja recht - aber wenn sich der andere auch so gibt und auch so denkt und handelt wie du - nur dann ist sowas moeglich. wenn du mit einem menschen zusammen lebts, der das nicht kann, dann funktioniert das nicht. ich finde es gut, wenn man einige seiner "hobbys" allein macht, waere es doch toedlich, staendig einander zusammen zu hocken. diese freiheit brauch jeder in der beziehung, da gebe ich dir recht.

und sowas ist eben da, oder nicht. und zwar von anfang an. wie du schon schreibst, ich kann und will niemanden umerziehen oder auf meine beduerfnisse umlenken. das geht nicht, das will ich nicht und es darf nicht das ziel in einer beziehung sein. den das sind schon erste anzeichen von machtspielen.

aber es ist schwer, an diese menschen, die nicht ganz so tiefgruendig gehen - ranzukommen.
Mond ist offline  
Alt 09.05.2001, 21:57   #9
Kora
Senior Member
 
Registriert seit: 04/2000
Beiträge: 617
hi rawside,

also ich finds Deine Überlegungen recht interessant, auf das meiste hab ich auch keine Antwort nur vielleicht eins, Freundschaften zwischen Menschen die sich einst geliebt haben funktionieren nicht, das hab ich aus eigener Erfahrung begriffen, hält man den Kontak zu seinem Ex-Partner so springt man oft ohne es eigentlich zu merken sehr schnell wieder in die Verhaltensweisen von der Beziehungszeit zurück. Das sind regelrechte Automatismen, die dazu führen, das gerade derjenige der verlassen wurde sich irgendwann verarscht vorkommt.
Dann lieber einen sauberen Schnitt!
Nach allem was ich weiss, denke ich, ist es das beste!
LG
Kora
Kora ist offline  
Alt 09.05.2001, 23:02   #10
Grecco for you
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Ort: NRW
Beiträge: 344
Hallo Rawside,

ich verfolge, dass, was Du schreibst schon seit einiger Zeit und ich habe Dir auch einige Male geschrieben. Ich kann genau nachempfinden welche Phasen Du gerade durchmachst. Erst die Enttäuschung, der Schmerz vielleicht auch Ärger und Zorn und jetzt die Gedanken über die Beziehung an sich.

Ich mache mir auch oft Gedanken darüber. Damals als ich meine Freundin kennen gelernt habe, habe ich noch an die ewige Liebe geglaubt. Seit wir uns vor einem Jahr nach 10 Jahren getrennt getrennt haben, denke ich auch anders über Beziehungen. Ich habe darüber nachgedacht welches Paar ich kenne, was meiner Meinung nach das Glück widerspiegelt, was ich mir vorstelle ... ich kenne fast niemanden. Die meisten Menschen denken, wenn sie ein junges Paar sehen, dass einen Kinderwagen vor sich herschiebt .. ; guck mal da, die müssen doch glücklich sein. Vielleicht sind sie in dem Moment auch glücklich aber ich bin davon überzeugt, dass irgendwann immer die Routine kommt, man ist mehr eine Zweckgemeinschaft als eine Beziehung. Das „Unternehmen Familie“ geht den Weg der „normal“ ist.

Ich bin mir bis heute nicht sicher ob die das gar nicht merken, gar nichts anderes wollen weil sie an alles gewöhnt sind und es ja „gut“ läuft .. das Unternehmen. Hat man keine Lust mehr zu kämpfen weil man glaubt am Ziel zu sein. Ich weiss es nicht .. und ich verstehe es ehrlich gesagt auch nicht.

Vielleicht bin ich ein Spinner weil es das, was ich mir unter einer Beziehung vorstelle, gar nicht gibt. Ich möchte eine Beziehung haben mit einem Menschen, bei dem ich immer das Gefühl habe, dass er nicht mir gehört so dass man nie die tägliche Arbeit an eine Beziehung vergisst oder eben das kämpfen. Ich brauche jemanden dem ich vertraue und der mir den Rücken frei hält, auf den ich mich immer verlassen kann und nie einen Zweifel an seiner Ehrlichkeit habe. Jemanden den ich jeden und jeden Tag begehre. Jemand, der auch in einer Beziehung sein eigenes Leben führt und nicht abhängig ist. Ist das zuviel verlangt? ... Wenn ich nicht genau wüsste, dass es so jemanden tatsächlich gibt, würde ich wahrscheinlich den Menschen zustimmen, die mir sagen ; . .Du bist verrückt!

QUOTE]Geschrieben von rawside
Hallo Lovetalker,


Ich frage mich, welchen Wert das alles überhaupt noch hat. Ich rede hier nicht von Treue auf Teufel komm raus. Wenn eine Beziehung nicht mehr funktioniert, dann sollte man sie beenden. Aber was ist z.B. mit Beziehungen, die scheinbar aus Nichtigkeiten geschmissen werden? Warum fällt es denen, die Schluß machten so leicht zu vergessen? Warum wird nicht versucht, nachdem der Schmerz überwunden ist, noch eine Freundschaft oder ähnliches zu dem Menschen aufzubauen, der einem lange Zeit so viel bedeutet hat (von beiden Seiten)?
Plötzlich soll der andere in einem ganz anderen Licht stehen, sowieso nie der/die richtige gewesen sein usw.?

Das alles ergibt für mich keinen Sinn.
[/QUOTE]

Hmmm , dazu brauch ich gar nicht zu schreiben, ich kann da voll und ganz STEELI zum Thema Freundschaft zustimmen ... nur, dass ich anstatt der Fragezeichen ein ( ! ) setzen würde.

Natürlich steht der Verlassene im ganz anderen Licht. Deine Ex hat jemanden gefunden, bei dem sie davon ausgeht, eine Beziehung mit Ihm zu haben ... also scheint es für sie jetzt der Richtige zu sein ... klar, dass Du jetzt eben nicht der Richtige gewesen bist ... das ist doch ganz normal. Genau so gut kann sie aber nach einiger Zeit erkennen, dass Du doch der „Bessere“ warst. Vielleicht wollte sie zu viel ... vielleicht bist Du das Maximum was sie sich unter einer Beziehung vorstellt und sie sucht vergeblich. Jeder Mensch hat andere Vorstellungen von einer Beziehung. Manchmal beneide ich die Menschen, die mit Haus, Kind, Frau/Mann, Hund glücklich sind und ich finde es erstaunlich wie sie mit dieser schlummernden Lüge bis ans Ende Ihrer Tage Leben und es gar nicht merken. Bei einigen kommt aber diese Erkenntnis im hohen Alter, wenn das Leben vorbei ist. In so einer Haut möchte ich nie stecken. Das muss schrecklich sein.

Ich glaube, für jeden Menschen ist der Anfang einer Beziehung ... das Verliebt sein, das kribbeln im Bauch, das glücklich sein, das Gefühl, dass einem nichts umwerfen kann, egal was um einem passiert, das Grösste. Etwas später kommt der Respekt und das absolute Vertrauen dazu. All diese Dinge brökeln mit der Zeit ab und ich strebe danach diese Gefühle und Werte zu erhalten,... immer ... und dazu gehört die tägliche Arbeit an einer Beziehung, die viele vergessen. Eine perfekte Beziehung gibt es nicht ... wenn es sie gibt, ist sie nicht ehrlich denn Perfektion macht eine Beziehung kaputt.

@Steeli
wen ich Deinen Beitrag lese, hätte er auch von mir sein können .. ... ich sehe eigentlich alles ähnlich wie Du.

@lady
ich freue mich immer so was zu lesen, wie dass, was Du über Deine Eltern geschrieben hast. Mir wird immer warm ums Herz wenn ich so etwas lese.
Grecco for you ist offline  
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