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Junior Member
Registriert seit: 06/2001
Beiträge: 2
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It's my life?
Meine Freundin habe ich bei meinem vormaligen Arbeitgeber kennen gelernt. Ich gehöre also zu den ca. 70% die sich über bzw. in der Firma kennen lernten. Das ist jetzt 6 Jahre her. Das hat viele Vorteile im Sinne von wie geht sie mit Stress um oder aber zeige mir wie du zu anderen bist und ich weiß wie du zu mir bist. So weit so gut. Sei ist ziemlich introvertiert und ich ganz klar eher der Außenmensch aber kein starker. Unsere Beziehung kennzeichnet sich durch ausgesprochene Harmonie, also wenig Streit, aber sie ist nicht spießig! Nach den im Anfang üblichen stürmischen Zeiten, hält der Alltag Einzug nach ca. 3 Jahren. Alles läuft prima, bis ich in meiner Heimatstadt über eine Schulfreundin stolpere. Lange Rede kurzer Sinn: Nach dem klassischen Muster sind wir uns sehr schnell näher gekommen. Ich war verliebt, heftig verliebt, vor allem wegen des besseren Sex!! Auch die Gespräche waren besser. Sie war halt deutlich lebendiger. Sehr schnell habe ich die Vorteile für mich aufgezählt (es war natürlich kein mathematische Rechnung!) und habe mit meiner Freundin Schluss gemacht. Daran hatte meine neue Freundin einen großen Anteil, weil ich denke, dass sei zu fordernd war und mich zu dieser Entscheidung stark gedrängt hat. Wäre es langsamer gegangen wären wir u.U. noch zusammen.
Nach ein paar Wochen haben mich dann Zweifel gepackt. Zum einem weil Sex, und das muss ich hier mal sagen, absolut nicht alles ist, und 2., weil es den absoluten Traumpartner sowieso nicht gibt. Man lebt halt in der Welt der Illusion. Ich bin in diesem Punkt sehr nüchtern und akzeptiere die Fehler und Macken der anderen und hoffe auf das gleiche Verständnis meiner Partner. Ich bin weder Streitsüchtig noch bietet Passivität bei mir Angriffsfläche. Was soll ich Euch sagen. Ich gehöre zu denen, die wieder zu ihrer Freundin zurückgekommen sind. Ein Fehler? Ich glaube nicht. Manchmal lernt man einen Partner eben durch genauso diese Momente erst richtig kennen. Ich war nach einem halben Jahr wieder mit meiner „ursprünglichen“ Freundin zusammen. Alles beim alten, einiges sogar deutlich besser. Und jetzt? Jetzt passiert mir das gleiche wieder. Seit einem halben Jahr bin ich bei meinem neuen Arbeitgeber beschäftigt und auf der Cebit hat es zwischen meiner Arbeitskollegin und mir gefunkt. Mit meiner Freundin führe ich eine Wochenendbeziehung. Man wird sich dadurch wieder fremder. Mit der Arbeitskollegin simsen ich die ein Weltmeister, wir treffen uns aber kaum, weil wir in unterschiedlichen Orten leben. Wir tauschen unsere Gedanken in erster Linie über SMS aus. Wahnsinn! Geht das gut, kann das sein? ich weiss es nicht. Wir wissen aber schon sehr viel voneinander. Immerhin ist die Cebit jetzt schon gute 3 Monate her. In dieser zeit gab es kein Sex zwischen uns bisher. Braucht es auch nicht. Wir finden uns beide extrem ok und irgendwann sind andere Faktoren wirklich wichtiger. Es scheint als verstehen wir uns blind miteinander. Die simserei steigerte sich derart hoch, dass wir uns erst ineinander verliebt haben und jetztlieben wir uns (der Unterschied ist mir sehr wohl bekannt). Es gab immer noch kein Sex miteinander, was nach wie vor kein Problem ist. Es hat mich so heftig erwischt, dass ich mir sehr gut vorstellen kann meine „alte“ Freundin ein zweites Mal zu verlassen. Die Probleme sind nach wie vor die alten: kaum SEX, wenig Gespräche. Es ist auch nicht so, dass ich mit ihr darüber nicht geredet hätte. Sie ist vom Typ her so. Kann oder muss ich mit jemanden aus Mitleid zusammen sein? Beziehung lebt doch von Kommunikation. Kann ich jemandem, dem ich einmal das Herz gebrochen habe, noch einmal das Herz brechen. Das würde sie nicht überleben! Die ganzen Diskussionen, die Eltern, Freunde, alles. Wir haben auch zusammen unsere neue Bude, in der ich zur Zeit alleine lebe teuer eingerichtet. It’s my Life? Ich weiss es wirklich nicht. Wie viel Verantwortung habe ich? Wir sind beide über 30. Kinder will sei schon aber der richtige Enthusiasmus fehlt auch hier. Lohnt sich der Ritt durch die Hölle für jemanden den man zwar kaum kennt, aber man fühlt (!!!) dass es besser laufen könnte? Sie übt keinerlei Druck aus und versucht die Spannung & Traurigkeit aus dem Dilemma möglichst neutral zu halten. I am really desperate! |
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