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#21 |
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Registriert seit: 12/1999
Beiträge: 2.482
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Hallo Talidoma.
Das Verdrängen mag eine schöne Gabe sein, doch leider ist sie es nur für den Moment, wie du gerade feststellst. Im Gegenteil, du mußt darüber reden, mit dir selber darüber klarwerden und auch mit Anderen. Die Wut herauslassen, die Verzweiflung. Sonst wirst du immer weiter verdrängen und nie wirklich wieder lachen können. Und vor allem verzeihen. Nicht nur dir oder den "Umständen" auch deiner Mutter, das sie dich "alleine" lies, wenn auch unfreiwillig. Deinen Freunden verzeihen, weil sie nicht mehr mit dir reden konnten, nicht wußten, was sie tun können. Und die Tränen einfach laufen lassen wenn sie hochkommen. Man kann soviele "gute Ratschläge" geben, oder Phrasen sagen, wie: "Das Leben geht weiter". Klar tut es das, nur vollkommen anders als vorher. Das muß man erst mal mit allen Sinnen akzeptieren und ist nicht einfach. Ich wünschte, ich wüßte mehr, was dir helfen könnte, doch leider hat jeder Mensch seine eigene Art zu verarbeiten. Finde deine. Und nutze sie, egal, ob du glaubst, das dadurch zuvieles "kompliziert" wird. (Beispiel Familie, wenn man mit einem Mal mit etwas scheinbar verarbeiteten wieder anfängt) Tue das, was du für dich tun mußt. Ich wünsche dir dabei alles Gute. Du wirst es schaffen, wenn du es wirklich willst und den Mut dazu findest. |
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#22 |
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Member
Registriert seit: 08/2001
Beiträge: 122
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da gibt es ein ganz tolles märchen - leider fällt mir im moment der name nicht ein. aber hier in kurzform nacherzählt:
vor vielen, vielen jahren ist einer mutter jüngstes kind verstorben. die mutter war sehr sehr traurig darüber und konnte den verlust nur mit tränen so einigermassen verkraften. sie wollte nicht mehr fröhlich sein, denn in ihrem herzen war ein grosses loch zurückgeblieben. eines tages aber hatte die mutter einen seltsamen traum: sie sah ihr verstorbenes töchterlein in form eines kleinen engeleins. dieses trug in der hand einen grossen krug. in weiter ferne sah man noch viele kleine engelein umherfliegen. der kleine engel mit dem krug allerdings ging schleppenden schrittes seiner wege. "warum fliegst du nicht mit den anderen engeln umher, mein kind?" fragt die mutter im traum ihr verstorbenes töchterlein. dieses antwortete:"aber mutter, wie sollte ich? der krug ist sooooo schwer!"-" was ist denn drinnen, im krug, dass dieser so schwer ist?"-"deine tränen, mutter!" als die mutter am nächsten tag aufwachte, dachte sie an diesen seltsamen traum zurück. wollte er ihr vielleicht wirklich etwas sagen? die frau beschloss, ab diesem tag wieder fröhlich zu sein und siehe da: kurze zeit später hatte sie wieder einen traum. sie sah eine grosse engelschar - in deren mitte aber winkte ihr ein kleines händchen entgegen und die mutter wusste: sie hatte das richtige getan. ich hoffe, du kannst mit dem inhalt dieses märchens etwas anfangen und wünsche dir dazu vor allem die kraft, in allen dingen, egal wie schlecht sie dir im moment erscheinen, das gute zu sehen! |
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#23 | |
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Forumsgast
Beiträge: n/a
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danke für eure antworten...
Zitat:
Und mein Freund kannte meine Ma nicht, ich glaube das ist der Grund, warum ich nicht mit ihm darüber reden kann. Abgesehn davon ist er nicht unbedingt der Typ, der einen gut trösten kann... Bisher hat es mit dem "verdrängen" so gut funktioniert - warum jetzt nicht mehr?! Es ging mir gut, die ganzen zwei jahre lang. Langsam hab ich das Gefühl, ich bin ein Fall für den psychiater ![]() diddle, das märchen ist wunderschön. Und glaub mir, ich kann damit etwas anfangen, aber das ganze ist gar nicht so einfach, besonders wenn man so ne familie hat, wie ich... T. |
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#24 | |
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Member
Registriert seit: 12/2000
Beiträge: 104
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Zitat:
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#25 | |
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Registriert seit: 12/1999
Beiträge: 2.482
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[/B][/QUOTE] Zitat:
Immer Rücksicht auf Andere nehmen ist aber nicht gut. Grad deine Familie wird damit umgehen können. Dein Dad leidet auch? Wahrscheinlich macht er das gleiche wie du oder? Findet doch einen Weg, gemeinsam zu gehen auf dem Weg, den Tod der Mutter zu verarbeiten. Redet über schöne Dinge. Versuch es mal, es kann ein ganz anderes Ergebnis eintreten als du denkst. Und du mußt auch nicht mit deinem Freund unbedingt drüber reden. Mit irgendwem. Wenn sich die Möglichkeit ergibt. Nur nicht totschweigen. Der Tod der Mutter ist kein "Makel"... und keiner darf so reagieren als wäre es das. Du hast doch bereits angefangen, und hier darüber geredet. Mach damit weiter. Erzähle uns von deiner Mutter, oder was damals passierte, vielleicht hilft es. Wenn du es nicht öffentlich machen willst, so kannst du mir auch gerne mailen, ich werde auf jeden Fall antworten. Und mit Psychiater.. ich dachte damals auch daran ich sei verrückt. Aber das stimmt nicht. Es nennt sich "komplizierte Trauer" was du durchmachst. Das ist, wenn der Schock über den Tod zu heftig war. Sich aus dem Schock zu lösen ist sehr schwer. Ach ja, und manchmal ist "professionelle" Hilfe nicht verkehrt, aber kein Psychiater sondern lieber ein Psychologe. Denn: Psychiater graben hauptsächlich in der Vergangenheit herum und versuchen dort die "Fehler" zu korrigieren für den Menschen. Psychologen suchen das Problem, und versuchen mit dem Menschen einen Weg zu finden, damit umzugehen, was wohl in deinem Falle eh besser wäre. Aber das war nur ein Kommentar so zwischendurch, der nicht heißen soll: geh zum Psychologen. Ich drück dich noch mal ganz doll. Und erzähl einfach mal weiter die Dinge, die dich beschäftigen. Es hilft wirklich |
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#26 |
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Junior Member
Registriert seit: 08/2001
Beiträge: 40
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Hey Anne!
Dein Text hat mich sehr gerührt. Es tut mir leid für dich. Du warst in den letzten 2 ahren sehr stark und ich bewundere dich dafür. Ich hoffe, du konntest deinen Geburtstag schön feiern! Gib nich auf sondern mache weiter so! Viel Glück weiterhin! Ciao Deal! |
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#27 | ||
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Forumsgast
Beiträge: n/a
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Zitat:
![]() Früher konnte ich mit meiner Schwester viel darüber reden, aber sie blockt mittlerweile auch total ab. Und mit meinen Brüdern konnte ich nie wirklich reden. Zitat:
![]() Hier kann ich darüber reden, es fällt mir zwar auch schwer, aber es geht. Im RL kann ich das nicht. Hex, ich hatte schon mal n posting. Falls du es lesen willst... http://62.67.195.71/vb116/showthread.php?threadid=10898 seit damals hat sich soviel verändert. Vieles ist noch komplizierter geworden. Meine Familie gibts eigentlich gar nicht mehr, jeder lebt für sich. Ich hab nie darüber nachgedacht, zu einem Psychologen zu gehen. Ich war vor n paar jahren mal bei einer (das hatte andere Gründe) und da hab ich mir geschworen, dass ich auf diese "Ärzte" verzichte. Ich komm auch so irgendwie zurecht. Muss ich ja. T. |
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#28 |
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Forumsgast
Beiträge: n/a
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Ich schreibe schon wieder hier. Ich weiß nicht warum, vielleicht ist es wirklich gut für mich alles aufzuschreiben.
Ich merke, dass ich immer depressiver werde und ich hasse es! Ich will endlich wieder glücklich sein! Irgendwie hab ich das Gefühl, als wär ich durch die todesfälle in meiner familie schon total abgestumpft. Gestern mittag hab ich erfahren, dass meine Oma wieder einen Schlaganfall hatte. Und es hat mich kaum berührt. Irgendwie bin ich es mittlerweile gewohnt sowas zu hören. Erst das mit meiner ma, dann meine cousine, mein onkel, usw. Ich höre soetwas und _weiß_ dass es mich berühren sollte, in irgendeiner weise, aber es ist mir egal und das macht mir angst. Ich sitze hier und will weinen, schreien. Aber ich mache es nicht. Irgendjemand könnte es doch bemerken und dann wissen wie es mir wirklich geht. Und genau das will ich nicht. Es tut so weh, es tut so verdammt weh! :'o( T. |
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#29 |
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Junior Member
Registriert seit: 08/2001
Beiträge: 6
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Ich kann dir wahrscheinlich nicht helfen, weder mit dem, was ich schreibe, noch mit meinen Gedanken an Dich.
Ich kann die Situation,deine Angst und Kraftlosigkeit nur verstehen und dir damit vielleicht Mut machen. Ich weiß, wie es sich anfühlt, leer zu sein und wenn man denkt, man hätte keine Tränen mehr um zu weinen! Ich bin damit aufgewachsen, Menschen zu verlieren, zu sehen, wie geliebte Menschen leiden und sterben. Es ist so große Hilflosigkeit und das einreden von Schuld und alles was bleibt, sind Vorwürfe und die furchtbare Leere in allem. Ich weiß, wie schrecklich es ist, plötzlich die normalsten Dinge an der Stelle zu tun,die der geliebte Mensch ausfüllte. Es ist ungerecht und es schmerzt jeden Tag, so dass es scheint,man könne es nur verdrängen , um zu leben!! Nur beginne nicht damit, dir einzureden der Schmerz wäre für immer so stark, dass die Last dich zum aufgeben zwingt! Du bist ein wunderbares Geschenk und dich zu empfangen, war mit das allerbeste, was deiner mama passieren konnte! Du mußt dein Leben leben und deinen Teil hier tun! Was auch immer dieser Teil ist.Finde deinen eigenen weg und gib das, was deine Mutter dir mit auf den weg gab weiter! |
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#30 |
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Forumsgast
Beiträge: n/a
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danke silk...*weißt nicht, was sie sagen soll* T. |