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Alt 02.11.2000, 01:53   #31
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Beiträge: 85
@Olwin

ja, ich glaube, wir haben etwas aneinander vorbeigesprochen.

mit "überwinden" meinte ich nicht, dass ich k. einfach stehen lasse in dieser situation um mich selbst zu schützen...nein, er kann immer auf mich zählen!!!

ich meinte damit eher das überwinden der starre, die mich momentan noch umfangen hält...diese befangenheit, nicht an ihn denken zu können (an all das schöne, was war), ohne gleich zu weinen und daran erinnert zu werden, dass es irgendwann, vielleicht schon sehr bald, wirklich nur noch erinnerung sein wird...dass er nur noch erinnerung sein wird, ohne ihn richtig kennengelernt zu haben!

hoffe, es ist einigermassen verständlich...
dani
jellylorum ist offline  
Alt 02.11.2000, 02:48   #32
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Beiträge: 38
Hallo Dani

Ich hoffe für dich das du damit klar kommst ,nein, ich wünsche es dir !!!

Wir beide kennen uns noch nicht lange ,und wissen auch nicht viel voneinander ,aber ich bin mir sicher das du es schafst!

Ansonsten , bin immer für dich da!!


OLWIN
Olwin ist offline  
Alt 04.11.2000, 03:01   #33
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Hi Dani,

es ist doch verwunderlich, wie sehr einen das tragische Schicksal eines Menschen mitnimmt, den man doch kaum kennt.
Ich denke, es liegt einfach daran, daß man sich in seiner "Nähe" geborgen fühlt, daß man merkt, man liegt auf einer "Wellenlänge".
Für Dich sollte aber nicht der Gedanke im Vordergrund stehen, daß Du ihn vielleicht bald verlierst. Du solltest vielmehr an die vielen schönen gemeinsamen Stunden im chat denken. Es ist ein Geschenk, daß du diesen Menschen, mit dem Du Dich so gut verstanden hast, kennenlernen durftest. Und Du solltest auch bedenken, was es bedeutet, wenn Du in dieser schweren Zeit zu denen gehören darfst, zu denen er den Kontakt aufrecht erhält.
Eine schwere Krankheit vor Augen umgibt man sich nur mit engen Freunden, zu diesem Kreis zählst du. Und es bedeutet K. bestimmt sehr viel, daß Du in dieser Zeit zu ihm stehst.
Sei Du für ihn da, wie er es braucht (damit hilfst Du ihm am meisten) und Du verkraften kannst. Dann werdet ihr noch viele gemeinsam Gespräche (villeicht auch nur als sms) haben.


Da sagte der Fuchs: "Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." und "Die Zeit, die Du für die Rose verloren hast, sie macht deine Rose so wichtig.
Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen. Aber Du darfst sie nicht vergessen. Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was Du Dir vertraut gemacht hast. Du bist für deine Rose verantwortlich..."
(Der kleine Prinz
von Antoine de Saint-Exupéry)

Euch beiden alles, alles Gute und laß den Kopf nicht hängen.

Gruß von Wahnsinn
Wahnsinn keinen Namen hat ist offline  
Alt 04.11.2000, 22:50   #34
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Beiträge: 85
Er kämpft!

Hallo an alle, die hier immer wieder mal reinschauen!

Es gibt Neuigkeiten: nächste Woche ist es soweit: K. lässt sich nun doch operieren!!!
Als ich gestern abend die sms mit dieser Nachricht erhielt, konnte ich es erst gar nicht glauben, musste sie mir erst dreimal durchlesen. Doch dann, als ich denn Sinn der Worte richtig realisiert hatte, fiel mir von einem Moment auf den nächsten ein Riesenstein vom Herzen1 Ich freue mcih so sehr, bin so glücklich! Ich weiß, dass es noch zu früh ist zum Freuen, denn noch hat er es nicht geschafft, noch ist alles im Ungewissen...doch es ist ein Anfang, eine Hoffnung. Er hat begonnen zu kämpfen!

Wenn ich ehrlich bin, so ganz überrascht hat mich die Nachricht ja doch nicht, denn ich hatte schon seit vorgestern abend das Gefühl, dass er es sich noch überlegt, dass er noch den Kampf aufnimmt. Warum? Ich sah es an seinen sms. Mittags bekam ich eine, in der er schrieb, er „versuche“ sich damit abzufinden. Es sei so verdammt schwer. Schon das Wort „versuche“ hat in mir die Hoffnung geweckt, denn bisher schrieb er immer, er habe sich bereits damit abgefunden, jetzt versuche er es.
Aber die Gewissheit, dass er es sich noch mal überlegt, gab er mir am Abend: er schrieb, warum gerade er? Es sei nicht fair, er habe nie jemandem etwas getan!
Vielleicht könnt ihr das nicht ganz nachvollziehen, was ich mir in diesem Moment dachte. Aber ich habe gehört, dass ein Mensch, der von seiner Krebserkrankung erfährt, verschiedene Stadien durchläuft, bis er sich entweder damit abgefunden hat oder kämpft.
Ich weiß nicht mehr genau, wie diese Stadien sich nach außen darstellen, doch so, wie ich es bei K. festgestellt hab, bzw. erlebt habe, kommt zuerst die Verzweiflung, dann das Resignieren, das aber dann übergeht in eine Wut und dann aus dieser Verzweiflung/Wut heraus zum Kampf. Deshalb war ich vorgestern so zuversichtlich, als ich seine Verzweiflung aus seinen Worten herauslas, vielleicht war es auch die Wut.
In meiner Antwort schilderte ich ihm einen Fall von einem Bekannten, der ebenfalls Lungenkrebs diagnostiziert bekam, laut den Ärzten hätte er noch 4 Monate zu leben gehabt! Das war vor 4 Jahren...letzte Woche traf ich ihn in der Stadt, gesund!
Darauf antwortete K. nicht mehr, doch das brauchte er gar nicht. Ich wusste, bzw. ich spürte, dass er überlegt, dass er sich alles noch mal durch den Kopf gehen lässt!

Aber ich freue mich so und ich glaube an ihn, auch wenn er selbst es noch nicht kann (wie er sagt). Der Anfang ist gemacht und ich drücke ihm beide Daumen, dass er’s schafft!
Die Hoffnung bleibt bis zum Schluss....

@ Wahnsinn: Danke für Deine Worte, du bist ein echter Freund!!! Ich bin dankbar, dich hier kennengelernt zu haben! Aber das weißt du...

@ all: ich würde euch am liebsten jeden einzelnen ganz feste in den Arme nehmen und drücken, ihr helft mir so sehr, auch wenn es nur mit Worten ist! (Ich kann es einfach nicht oft genug sagen)

Eure heute glückliche
Dani!
jellylorum ist offline  
Alt 05.11.2000, 07:41   #35
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Beiträge: 159
Hi Dani,

freue mich mit Dir! Das hört sich ja schon viel besser an und ich hoffe so sehr, daß es mehr als eine Chance ist ...
Steve
Steve-WK ist offline  
Alt 05.11.2000, 18:27   #36
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Beiträge: 85
Tja, wir stehen wieder am Anfang!
Der Tumor ist gewachsen, er will doch keine OP...

Mensch, es macht mich fertig, warum nimmt es mich so mit? Ich kenne ihn doch eigentlich kaum, habe ihn noch nie gesehen...und doch steht er mir so nah, wie sonst eigentlich keiner.
Ich weiß nicht weiter, dieses ständige Wechselbad der Gefühle geht mächtig auf die Substanz. Aber ich merke, wie nicht nur Trauer und Verzweiflung in mir sind, es kommt auch eine Wut...ich kann aber nicht greifen, warum diese Wut; woher sie kommt, auf wen oder was? Sie ist einfach da in mir. Ich schäme mich dafür, dass ich in einer Situation, in der jemand meinen Zuspruch braucht, solche Gefühle habe...doch ich kann sie doch nicht einfach verleugnen, sie unterdrücken...

Ich höre mich wahrscheinlich sehr verworren an, aber ich versuche einfach, meine Gefühle etwas auszudrücken; einfach niederzuschreiben, um sie etwas greifbarer zu machen, um mich ein wenig distanzieren zu können...

Aber eine Frage stellt sich mir immer wieder: Warum macht es mich so fertig??? Warum?




[Geändert von jellylorum am 05.11.2000 um 10:39 Uhr]
jellylorum ist offline  
Alt 07.11.2000, 07:38   #37
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Hi Dani

Tja Dani ,warum diese Wut ?
Warum diese Gefühle für einen den man kaum kennt?

Ich schätze mal es haben sich zwei gefunden die sich sehr verbunden fühlen!

"FREUNDSCHAFT"

Oder wie soll man es anders nennen?

Man braucht sich nicht lange zu kennen,um freunde zu sein!
Aber manchmal muß man lange Freund sein um sich zu kennen!

So wie ich aus deinem letzten posting sehen kann , fühlt er sich ein wenig in die enge getrieben!
Einmal kämpft er, einmal giebt er auf.
Er weiss in moment noch selber nicht was er machen soll!

Aber egal wie seine entscheidung auch sein wird, als echter Freund , wirst du ihm beistehen!!!
Das mußt du ihm deutlich machen !!

Ich hoffe das Blatt wendet sich noch zum guten!


Olwin



Olwin ist offline  
Alt 07.11.2000, 17:26   #38
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Beiträge: 85
@ olwin

schön, dass du wieder da bist!!

Dani
jellylorum ist offline  
Alt 08.11.2000, 04:46   #39
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Beiträge: 38
@dani

:hinundher schön wieder hier zu sein :hinundher

Olwin

Olwin ist offline  
 

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