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Alt 16.11.2000, 19:00   #1
Mark71
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Wer kann mir diese Frage am besten beantworten?
 
Alt 16.11.2000, 19:00 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo Mark71, ich kann mir vorstellen dass es dir heute nicht so gut geht. Was da hilft ist Schokolade. Schokolade hilft immer und es geht einem damit sicher nicht besser, aber für einen kurzen Moment kann man alle Sorgen vergessen. Ich habe heute beim Milka Schokoladenpaket Gewinnspiel mit gemacht. Vielleicht ist das auch was für dich?
Alt 16.11.2000, 19:44   #2
Toff
Quelle der Weisheit
 
Registriert seit: 11/1999
Ort: A-4030 Linz
Beiträge: 3.118
Alle und niemand.
Du kannst es bei den Dichtern, den Philosophen oder den Biologen versuchen.
Die Antworten werden vom "Geist Gottes" bis hin zu einer "chemischen Reaktion" alles abdecken.

Du mußt die Antwort für dich selbst finden, denn EINE Wahrheit gibt es nicht.
Toff ist offline  
Alt 16.11.2000, 20:58   #3
soulmate
Member
 
Registriert seit: 07/2000
Ort: bei Stgt
Beiträge: 358
Das Lexikon sagt: Liebe, eine gefühlsmäßige Anziehung zu etwas, dessen Sinn man bejaht.
Ja, so sieht´s aus. Ich glaube was Liebe ist muß jeder für sich selber rausfinden.
Überleg Dir was Dir an dem was Du liebst am meißten gefällt.
cu soulmate
soulmate ist offline  
Alt 23.11.2000, 17:38   #4
DasPaulinchen
Junior Member
 
Registriert seit: 11/2000
Beiträge: 18
die antwort auf diese frage kannst nur du dir geben.
nur du selbst weisst, was liebe ist
ein gefühl, für das es keine worte gibt
DasPaulinchen ist offline  
Alt 23.11.2000, 22:10   #5
DasPaulinchen
Junior Member
 
Registriert seit: 11/2000
Beiträge: 18
Wie soll ich meine Seele halten, daß
sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie
hinheben über dich zu andern Dingen?
Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Geiger hat uns in der Hand?
O süßes Lied.

das entspricht so inetwa meine vorstellung von "liebe"
aber wie schon gesagt...es lässt sich nicht in worte
fassen
DasPaulinchen ist offline  
Alt 24.11.2000, 22:13   #6
DasPaulinchen
Junior Member
 
Registriert seit: 11/2000
Beiträge: 18
ja, sind denn hier nur schweiger? *g*
saaaaaaagt mal was!
DasPaulinchen ist offline  
Alt 24.11.2000, 23:14   #7
catbird
Junior Member
 
Registriert seit: 11/2000
Beiträge: 5
???

Liebe?
Liebe ist ... Vertrauen, Treue, Toleranz, ständig an seinen Partner zu denken, einfach dieses Gefühl zu haben, ohne den Partner geht es nicht ... das ist Liebe!
catbird ist offline  
Alt 26.11.2000, 02:10   #8
Ryker
united in diversity
 
Registriert seit: 10/2000
Ort: super, natural, british columbia
Beiträge: 10.305
Ich glaub ich hab da was gefunden.



LIEBE

Ein Phänomen mit Auswirkungen auf den gesamten Organismus



Facharbeit Klasse EG 13 1997/98

Sonja Riegger


Inhaltsverzeichnis


1. Vorwort

11. Hauptteil



1. Liebesreize




1. 1. Liebe auf den ersten Blick



1.2. Liebe geht durch die Nase - Körpereigene Duftstoffe



1.3. Berührungen - Die Haut als größtes Reizorgan




2. Liebesmuster




2. 1. Partnerwahl: angeboren oder anerzogen?



2.2 Was Frauen wollen



2.3. Was Männer suchen



2.4. Wer paßt zu wem?




3. Liebesmoleküle




3. 1. Das Gehirn



3.2. Die Ehe - Monogam für ein ganzes Leben?



3.3. Die Biochemie der Treue




4. Liebesformen




4. 1. Die romantische Liebe



4.2 Die kameradschaftliche Liebe




5. Liebesdilemma




5.1 Warum Männer und Frauen verschieden denken und fühlen



5.2. Emotionale Unterschiede




6. Liebesverlust




6.1 Wenn die Liebe Kummer macht


111. Quellenangaben


was es ist




es ist unsinn

sagt die vernunft

es ist was es ist

sagt die liebe




es ist unglück

sagt die berechnung

es ist nichts als schmerz

sagt die angst

es ist aussichtslos

sagt die einsicht

es ist was es ist

sagt die liebe




es ist lächerlich

sagt der stolz

es ist leichtsinnig

sagt die vorsicht

es ist unmöglich

sagt die erfahrung

es ist was es ist




sagt die liebe



Erich Fried



"Warum liebe ich gerade diesen Mann, warum ihn und keinen andern? Warum mag ich

seinen Geruch, seine Augen, seine Stimme? Was reizt mich so an dieser Frau? Warum

fühle ich ein flaues Gefühl in der Magengegend, wenn ich ihr zufällig begegne? Warum

liebe ich mein Kind so bedingungslos, würde alles für es tun, nehme jahrelange

Entbehrungen in Kauf und fühle mich trotzdem glücklich, auf diese Art zärtlich und

fürsorglich sein zu dürfen?"

Diese Fragen stellt sich wahrscheinlich jeder von uns einmal in seinem Leben. Zwar

nehmen wir unsere emotionale Welt meist als selbstverständlichen - wenn auch

konfliktträchtigen - Teil des Daseins hin, ohne jedes einzelne Gefühl, sei es Wut, Trauer

oder Eifersucht jedes Mal genauer zu hinterfragen, doch ein Gefühl bereitet uns, egal ob

wir es suchen, glauben gefunden zu haben oder verlieren, immer Kopfzerbrechen: die

Liebe.

Befragt man Menschen quer durch alle Gesellschaftsschichten, tauchen Begriffe auf wie

"Geborgenheit", "Treue", "Vertrauen", "Verantwortung", "jemanden immer bei sich

haben" und "dem anderen nahe sein wollen". Natürlich fehlen auch "körperliche Nähe"

und "Leidenscbaft" nicht. Auf die Frage nach der Definition der Liebe, ist schwer eine

Antwort zu finden obwohl sicherlich diverse Begriffsbestimmungen existieren.

Menschen können ihre Ehepartner lieben, ihre Kinder, Eltern und Geschwister, Tiere,

Gott und ihr Heimatland, Regenbögen, Vanille-Eis oder ihre Fußballmannschaft.

Was Liebe nun wirklich bedeutet, wie sie "funktioniert" kann ich in dieser Facharbeit

nicht klären, auch die Literatur gibt hierzu keine Aufschlüsse. Es existiert weder eine

exakte Definition noch eine wissenschaftlich belegte Studie.

Ich möchte jedoch versuchen, anhand von biologischen und psychologischen Aspekten,

neuesten Forschungsergebnissen und an Beispielen in Kunst und Literatur das

Phänomen "Liebe" einmal genauer zu betrachten und vielleicht auch für manche Fragen

eine Antwort zu finden, die mit den romantischen Vorstellungen über die Liebe

wahrscheinlich nicht zu vereinbaren ist.

In seinen Augen eine Definition, gab uns der Romanautor Robert A. Heinlein

1. Liebesreize

1, 1 Liebe auf den ersten Blick



Optische Signale sind für uns die wichtigsten sexuellen Reize, und das hat einen einfachen Grund. Unsere Augen sind im Laufe der Evolution zu Hochleistungssehorganen herangereift. Dieser Sinn ist sozusagen die erste Erregungsschwelle. Ehe wir einen potentiellen Partner hören, riechen und fühlen, sehen wir ihn im Nonnalfall zuerst.

Meist begegnet man sich zufällig. Man sieht sich an, vielleicht einen Augenblick länger als üblich, spricht ein paar Worte miteinander, riecht dessen Parfum, berührt zufällig den Arm des anderen, lauscht der Stimme und innerhalb weniger Sekunden entscheidet sich, ob jene Person eine Chance hat oder nicht. In Sekundenschnelle strömen Hunderttausende von Sinnesreizen auf unser Gehirn ein. Sie werden in

Echtheit verarbeitet, und sehr schnell stellt sich das grundsätzliche Gefühl ein: symphatisch oder unsympatisch. Unser Gehirn beinhaltet einen Art "Schaltkreis der Liebesreize". Was wir sehen, riechen, hören und fühlen ist jeweils in unterschiedlichen Gehimregionen repräsentiert. Diese sind jedoch miteinander verknüpft. Der Thalamus ist die Schaltstelle, in der Sinneseindrücke bewußt gemacht werden, in der Amygdala findet die emotionale Bewertung statt.

Ob die Liebe auf den ersten Blick nun existiert oder nicht, darüber teilen sich die Ansichten.

Jedoch sind optische Reize die erste Erregungsschwelle, visuelle Signale werden von uns viel intensiver, komprimitierter, über eine größere Distanz und eindeutiger wahrgenommen als die akustischen, olfaktorischen (durch den Geruch) oder durch die Taktilen (durch Berührungen) Sinnesreize.

Das Auge ist in der Liebe wohl eines der wichtigsten Sinnesorgane. In den Augen meinen wir Dinge wie "Aufrichtigkeit" und "Ehrlichkeit" entdecken zu können. Sogar wird die Augenfarbe bei Heiratsvermittlungsagenturen, neben Haarfarbe und Größe, als Auswahlkriterium erfaßt. Sätze wie, "Sie können kaum die Augen voneinander lassen" oder "Er hat ein Auge auf sie geworfen " verdeutlichen dies. Bei Erregung vergrößern sich unwillkürlich die Pupillen eines Menschen, dies macht die Augen, das Gesicht und schließlich die gesamte Person anziehender. Mütter schauen nach der Geburt ohne Unterlaß ihr Baby an. Sie können sich nicht sattsehen, beobachten jedes Detail mit Adleraugen und nehmen, neben dem Hautkontakt und dem Duft, über die Augen eine innige Verbindung zu ihrem Kind auf.

Wissenschaftler schätzen, daß etwa ein drittel der Hirnrinde mit der Verarbeitung visueller Informationen beschäftigt ist. Es entsteht auf der Netzhaut - quasi ein Außenposten des zentralen Nervensystems - ein orginalgetreues Abbild jener Person die wir beispielsweise zufällig kennenlernen. 120 Millionen lichtempfindliche stäbchenförmige Zellen unterscheiden in der Netzhaut die Grauwerte und sieben Millionen zäpfchenförmige Lichtsinneszellen ermöglichen uns das Farbensehen. Daß wir das markante Kinn beispielsweise als Silhouette unserer Eroberung sehen, verdanken wir also den "Stäbchen", den optischen Genuß der blauen Augen den "Zäpfchen". Diese 127 Millionen Photorezeptoren warten in zwei mal vier

Quadratzentimeter Netzhaut auf erregende Signale. Viele verschiedene unterschiedlich aufgebaute Zellen verarbeiten die Signale in der Netzhaut, wo sie dann in einem Filtersystem, in der zweiten Station, zu den Ganglienzellen münden, in einem dicken Strang, dem Sehnerv. Ein Teil der Informationen wird in andere Hirnteile geleitet.




Wir nehmen also im Millisekunden optische Reize auf, die wie bei einer Kettenreaktion komplizierte Vorgänge in unserem Gehirn auslösen. Die optische Wahrnehmungsgrenze liegt bei etwa zehn Millisekunden.

Wir unterliegen jedoch auch optischen Täuschungen, und bei manchen Menschen vermischen sich gar die Sinnesqualitäten. Sie fühlen Töne oder schmecken Bilder. Unser Gehirn kreiert aus den Reizen immer eine individuelle Wahrnehmungswelt. Deshalb sehen wir auch nicht alle die gleiche Farbe "rot". Das Gedächtnis, unsere Gedanken, unser Bewußtsein, unsere Gefühle bestimmen mit, was wir sehen, hören und riechen. Zum Beispiel, eine objektive Schönheit in der Liebe, kann es also gar nicht geben, allenfalls eine vorübergehende gesellschaftliche Übereinkunft, was wir als schön bezeichnen.


1.2. Liebe geht durch die Nase - Kö ne Duftstoffe



Olfaktorische Reize bestimmen nach neuesten Forschungsergebnissen unser Leben und die Liebe - wenn auch meist unbemerkt. Wenn man beispielsweise jemand nicht "riechen" kann so hilft auch das schönste Gesicht nicht weiter. Oft lassen sich keine objektiven Gründe für Sympatie oder Antipathie finden. Riechtests haben ergeben, daß Menschen, die wir mögen, für uns angenehm duften, während für uns unsympatische Menschen meist "stinken". Gerüche lassen in uns auch Erinnerungen wach werden, Gerüche werden in unserem Gedächtnis gespeichert. Ein französisches Medizinlexikon von 1819 bezeichnet den Geruchssinn als "Sinn der zärtlichen Erinnerung". Umgekehrt

funktioniert das jedoch nicht. Selbst bei größter Konzentration gelingt es uns im Normalfall nicht, den Geruch einer bestimmten Person zu halluzinieren, wir sehen sein

Bild vor dem geistigen Auge, wir hören seine Stimme, aber sein Geruch steigt uns nicht in die Nase.

Wie wichtig der Geruchssinn für unser soziales Zusammenleben von Beginn an ist, zeigt die inzwischen auch wissenschaftlich gesicherte Erfahrung aller Mütter: Babys erkennen den Geruch der Brustwarzen und der Milch sowie den Schweißgeruch ihrer Mutter nach wenigen Tagen.

Duftstoffe waren seit jeher Ingredienzen, die mit Sex, Liebe und Emotionen in Verbindung gebracht wurden. Bei religiösen Zeremonien setzten Assyrer und Ägypter Unmengen ein, Griechen und Römer führten die Tradition fort, und Shakespeare ließ seine Akteure Zibet auf ihren Körpern verreiben. In Deutschland werden jährlich immense Summen für Parfüms, Deodorants und Eau de toiletts ausgegeben: Die amerikanische Deoindustrie kommt auf einen Jahresumsatz von rund 2,4 Milliarden Mark. Bei solch einem reichhaltigen Angebot an "künstlichen" Düften vergessen wir manchmal unsere eigenen Körperdüfte, unsere ganz individuellen Duftlockstoffe.

Der Psychologe Michael Kirk-Smith wies in einem Experiment nach, daß gerade die Düfte die wir nicht bewußt riechen können oder von uns Menschen unbewußt wahrgenommen werden, diejenigen sind die in Wirklichkeit in uns Emotionen

hervorrufen. So hat er z.B. einige Stühle in einer Zahnarztpraxis mit Androstenon und Androstenol besprüht. Die beiden Stoffe, verwandt mit dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron und vor allem im Achselschweiß enthalten, gelten im Tierreich als potente Sexuallockstoffe. Der Psychologe Kirk-Smith mußte während seinen Versuchen nun feststellen, daß sich Frauen mit Vorliebe auf androstenonbesprühte Stühle setzten obwohl noch andere, unbesprühte Stühle vorhanden waren. Männer mieden dagegen mit Androstenol bestäubte Toiletten, so die Erkenntnis aus einem weiteren klassischen Riechexperiment. Wo offensichtlich ein anderer Mann seine Duftmarke hinterließ, fühlt sich ein Nachfolger nicht wohl.

Der individuelle Körpergeruch wird von vielen Faktoren bestimmt, darunter Ernährung, Jahreszeiten, Streß, psychische Verfassung allgemein und natürlich auch Hygiene. Was im Körperduft jedoch "genau riecht", konnte man bis heute nicht entschlüsseln. Zwar lassen sich die Ausscheidungen mit Hilfe der Gaschromotographie analysieren, warum jedoch für uns der Schweiß des einen besser riecht als von dem anderen, darüber gibt uns die Chemie (noch) keinen Aufschluß.

Wir saugen die Duftmoleküle mit der Atemluft in die Nase, deshalb riechen wir auch immer. Sogar im Schlaf. In den hinteren Nasenhöhlen treffen die Moleküle auf ein ungefähr fünf Quadratzentimeter großes Schleimhautareal pro Nasenloch, in dem sich die Sinneshaare der Riechzellen wie Seegras beim Wellengang wiegen.




Duftmoleküle im Schleim gelöst, doken an die für sie passenden Chemodektoren an und lösen eine Reaktion in der betroffenen Zelle aus. Schnell bilden sich Botenstoffe, der Duftreiz wird in ein elektrisches Signal umgewandelt, die Signale laufen zur Riechrinde, ins Gedächtnis, ins limbische System und in die Hirnrinde. Sie werden sekundenschnell verarbeitet und bewertet. Im Thalamus, einer Art Sinneskontrollstation im Gehirn, und im präfrontalen Cortex der Hirnrinde werden uns Gerüche endlich bewußt: Wir riechen. Und im limbischen System, unserem Emotionszentrum im Gehirn lösen sie Gefühle aus. Da dieses limbische System auch die Hormonregulation im Gehirn steuert, kann ein Geruch zum Beispiel direkt die Ausschüttung von Sexualhormonen beeinflussen.

Während optische und akustische Reize meist viele Schaltstellen im Hirn passieren müssen, arbeitet unser Geruchssinn direkter. Kann man einen Menschen nicht "riechen", dann ist das eine starke Aversion, die sich nur schlecht überwinden läßt. Man kann sich nur bedingt einen Menschen "schönriechen".

Was macht nun aber den Körpergeruch für unser Liebesleben so bedeutsam? Die ersten Hinweise auf eine Antwort brachte die Geruchsforschung bei Mäusen. Diese erkennen ihre Verwandten, ja sogar den Verwandtschaftsgrad am Uringeruch. Wahrscheinlich wird er von Molekülgruppen des Immunsystems bestimmt. Das Abwehrsystem kann zwischen "körpereigen" und "körperfremd" unterscheiden. Das könnte auch beim Menschen eine wesentliche Rolle bei der Partnerwahl spielen.


1.3. Berührungen - Die Haut als größtes Reizorgan



Berührungen sind der Kein des menschlichen Miteinander: wir geben uns die Hand, schlagen uns auf die Schulter, trösten einen Freund mit einer Umarmung, küssen uns, streicheln unsere Babies, kitzeln uns - alles Kontakte zwischen Haut und Haut und immer eine Geste der emotionalen Sicherheit. Erst eine Berührung, und sei sie noch so flüchtig erhebt uns in den Zustand, jemandem wirklich nahe gewesen zu sein, z.B. der Wunsch einen Filmstar anzufassen oder irgend ein anderes persönliches Idol einmal berühren zu wollen.

Schimpansen, unsere nächsten Verwandten, verkümmern ohne soziale Hautkontakte. Sich gegenseitig das Fell zu pflegen, ist für sie eine der wichtigsten sozialen Tätigkeiten. Damit bekundet man Freundschaft, Hilfsbereitschaft und sichert den sozialen Rang in der Gruppe. Ohne das "Groomen", dieses intensive lausen des Fells, vermehrt sich aber vor allem das Ungeziefer. Das ist einer der Gründe warum sich Schimpansen gegenseitig pflegen, aber mindestens genauso wichtig ist das Gefühl der Geborgenheit. Wird ein Mitglied der Gruppe nicht mehr "gegroomt" ist es quasi ausgestoßen und wird sterben. Liebe drückt sich immer in möglichst engem und möglichst häufigen Körperkontakt aus, zumindest besteht immer die Sehnsucht danach. Wir kuscheln, wenn wir jung sind, mit unseren Eltern, später mit dem Partner, dann wieder mit unseren eigenen Kindern.

1,6 bis zwei Quadratmeter groß, einige Kilogramm schwer, bedeckt die Haut den Körper und ist gleichzeitig Schutzorgan gegen Verletzungen, Bakterien und Strahlen, Thermoregulator durch das Haarkleid und die Verdunstung, Fettdepot für schlechte Zeiten, Immunorgan, das uns vor krankmachenden Eindringlingen schützt - und ein wichtiges Sinnesorgan.

Auf einem Quadratzentimeter drängen sich millionen Hautzellen, bestehend aus vielen Schichten und mit unterschiedlichen Aufgaben betraut. Hinzu kommen etwa 100 Schweiß- und circa 15 Talgdrüsen und etwa 3000 unterschiedliche

Hautsinneszellen. So reagieren temperaturempfindliche Nervenzellen unter der Haut auf Kälte und Wärme, Mechanorezeptoren dagegen auf Druck, Vibrationen, Berührungen und Kitzeln. Mit den vier verschiedenen Typen von Mechanosensoren erfassen wir auch die Intensivität des Drucks, wie fest uns also jemand anfasst, oder in welche Richtung die Haut gedehnt wird, oder ob nur oberflächlich einige Haare und oberste Hautschichten sanft berührt werden wie beim Kitzeln. Die Fingerspitzen sind

wahrscheinlich unsere sensibelsten Tastorgane. Sie spüren sogar noch Unebenheiten, die weniger als eienn hundertstel Millimeter stark sind. Fast ebenso feinfühlig registrieren Lippen und die Zunge Berührungen. Die Mechanorezeptoren reagieren sehr sensibel auf jeden Kontakt, selbst wenn nur ein einzelnes Haar bewegt wurde. So wird noch die kleinste Berührung zu einem grandiosen Sinneserlebnis.

Ein Faktor, der unsere Hautsensibilität beeinflußt, sind die Hormone. Sinkt im Alter der Geschlechtshormonspiegel, sinkt auch die Empfindungsschwelle der Haut. Die amerikanische Biologin Winnifred Cutler belegte anhand von Studien und Versuchsergebnissen, daß Frauen besser herausfinden, ob ihnen mit einem oder zwei Bleistiften auf die Haut getippt wurde, wenn sie im Alter eine Östrogentherapie erhalten haben.

Das Berührungen auch eine beruhigende und streßdämpende Wirkung auf unseren Organismus ausüben, liegt vor allem an der Ausschüttung von Endorphinen, den sogenannten "Glückhormonen". Die Sprache des körperlichen Kontaktes ist eine universelle Sprache, die alle Menschen verstehen. Mögen sich die Maori zur Begrüßung die Nasen reiben, die Eipo in Neuguinea einander unter dem Kinn kraulen, oder wir uns die Hand schütteln, Berührungen sind trotz aller kulturellen Unterschiede eine internationale Sprache.




"Sie glüht, und alles um sie her verblüht.

Nach diesem Tanz will ich mit meiner Hand

sie streifen und mich setzen so in Brand.

Hab ich je so geliebt, schwör ab mein Hirn.

Nie konnte Schönheit mich so sehr verwirrn ".




Shakespeare -Romeo and Juliet


2. Liebesmuster

2, 1. Partnerwahl: angeboren oder anerzogen?



Die Partnerwahl ist nicht so simpel, wie man annehmen könnte. Es findet nicht einfach eine Entscheidung statt, sondern ganze Serien von strategischen Manövern gehen der Partnerwahl voraus, Informationssammel- und Auswahlprozesse spielen unbewußt manchmal gar bewußt - eine große Rolle. In dem Zusammenhang stellt sich die Frage,

ob die Suchmuster in den verschiedenen Kulturen dieser Welt gleich sind oder ob Tradition, Religion und soziale Gesetzmäßigkeiten unterschiedliche Partnerwahlkriterien schaffen. In einem sind sich Wissenschaftler aus der ganzen Welt jedoch einig: Der Mensch des ausgehenden 20. Jahrhunderts trifft seine Partnerwahl noch immer nach den Fortpflanzungskriterien der Steinzeit.

Männer, so resümieren die Evolutionspsyschologen, bevorzugen Frauen, die attraktiv, jung und treu sind. Diese Eigenschaften signalisieren nämlich Fruchtbarkeit, Gesundheit und Sicherheit. Bei einer treuen Frau muß ein Mann nicht befürchten, daß sie fremdgeht, und er vielleicht die Kinder eines Nebenbuhlers großzieht. Frauen hingegen achten bei einem potentiellen Partner vorrangig auf Herzensgüte, Zuverlässigkeit, hohen Status und Einkommen, was ihnen einen guten Familienvater und Ernährer verspricht.

Unsere Partnerwunschbilder entstehen nicht zufällig, sondern funktionieren nach ganz bestimmten Auswahlkriterien, die sich evolutionär als tauglich bewiesen haben. Als "sexuelle Selektion" bezeichnet man demnach die Evolution von Merkmalen, die die Fortpflanzungschancen eines Individuums erhöhen.

Sollte man der Theorie des amerikanischen Forschers John Money Glauben schenken, so entwickelt sich das Bild von der Traumfrau oder dem Traummann zwischen dem fünften und achten Lebensjahr. Bereits in dieser Phase entwickeln Kinder in Reaktion auf ihre Familie, Freunde oder besondere Ereignisse eine ganz individuelle "lovemap". Diese unbewußte Liebeskarte setzt sich aus unendlich vielen Eindrücken zusammen, die gefallen oder mißfallen: Die Art wie die eigene Mutter das Kind umarmt und liebkost, wie sie riecht, auf welche weise sie es bestraft, wie der Vater scherzt, sich bewegt oder welche Stimmung zu Hause herrscht. Mit dieser Theorie stieß Money jedoch auf heftigste Kritik. Andere Forscher behaupten solch eine Art Liebeskarte bilde sich erst in der Pubertät, wenn Signale des anderen Geschlechts überhaupt erst eine sexuelle Bedeutung bekommen. In dieser Phase werde die Ästhetik geprägt, also die Dinge, zu denen wir uns emotional hingezogen fühlen, die uns kalt lassen oder die wir gar ablehnen.

Die Umfangreichste Partnerwahlstudie führte weltweit der amerikanische Evolutionspsychologe David Buss an der Universität von Michigan durch und veröffentlichte sie 1993. Über fünf Jahre lang haben 50 Wissenschaftler insgesamt 10 047 Frauen und Männer in 37 Kulturen auf sechs Kontinenten und fünf Inseln nach ihren Kriterien bei der Partnerwahl befragt. Darunter in Sambia, wo Polygamie praktiziert wird, in Schweden, wo das Zusammenleben ohne Trauschein so normal ist wie die Ehe, in kapitalistischen wie in kommunistischen Systemen, in Konfessionen aller Art. "Die sexuellen Strategien sind überall gleich", dokumentiert Buss, "ein Gujarati in Indien wählt mit dem gleichen Suchmuster seine Partnerin wie ein Zulu in Südafrika oder ein Student in den USA. "Selbst extreme, kulturelle Unterschiede modifizieren nur unsere Partnerwunschbilder", so Buss. Um uns für einen Partner zu entscheiden benutzen wir offensichtlich genetisch programmierte Strategien im Werbeund Wahlverhalten. Unsere Partnerwahlkriterien sind als Prototypen gespeichert, vergleichbar einem Stichwortkatalog, anhand dessen wir Kandidaten abprüfen, auswählen oder durchfallen lassen.

2.2. Was Frauen wollen



Welche Prioritäten sind für Frauen wichtig? Was schätzen sie? Sicherlich kann man nicht behaupten, daß alle Frauen das gleiche suchen, das gleiche an Männern schätzen. Und doch, schenkt man Evolutionsforschern Glauben, haben sich die Wunschvorstellungen der Menschen dem anderen Geschlecht gegenüber seit der Steinzeit nicht immens verändert. David Buss kam zum Beispiel in seiner internationalen Studie zu folgendem Ergebnis:





In den 37 befragten Kulturen waren für alle befragten Frauen zärtliche Zuneigung, Herzensgüte und Aufrichtigkeit die wichtigsten Merkmale für eine ernsthafte Bindung.





Daran schloß sich Zuverlässigkeit, also Treue.





Als drittes unverzichtbares Kriterium für die Auswahl rangierten materielle Ressourcen, finanzielle Sicherheit, dicht gefolgt vom gesellschaftlichen Status des Mannes. Dabei machen offensichtlich weder kommunistische noch kapitalistische Weltanschauungen einen Unterschied, genauso wenig wie Rasse oder Religion.





Nicht unwesentlich bei der Auswahl des Partners erwies sich das Alter des Mannes. Frauen zeigten eine Vorliebe für Männer die älter sind als sie selbst, am Besten um dreieinhalb Jahre.


2.3. Was Männer suchen



Auch die Männer versuchten im Laufe der Evolution Strategien zu entwickeln, um Anhaltspunkte für den Fortpflanzungsweg der Frauen zu erkennen. Als zwei naheliegende und wesentliche Hinweise dafür haben sich Jugend und Gesundheit erwiesen. Im Alter von 23 Jahren ist die Frau auf dem Höhepunkt ihrer Fruchtbarkeit. In allen 37 Kulturen die David Buss in seiner Partnerschaftsstudie untersucht hat, wünschen sich Männer Frauen, die jünger sind als sie selbst, im Durchschnitt um 2,5 Jahre. Das Durchschnittsalter der gewünschten Partnerin lag bei 24,83 Jahren, also in etwa das Alter, in dem Frauen am fruchtbarsten sind. Der Verhaltensforscher Karl Grammer vom Ludwig-Boltzmann-Institut für Stadtethologie in Wien untersuchte den Partnermarktwert im Hinblick auf Alter und Nettoeinkommen der Männer. Dabei kam heraus, daß ältere Männer mit hohem Status noch jüngere Frauen wünschten als Männer mit niederem Status.

Bei geschiedenen Männern sollte die Wunschpartnerin sogar um zehn Jahre jünger sein als er selbst. Fazit (so Grammer): "Je höher das Einkommen eines geschiedenen Mannes ist, umso weniger tolerant werden diese Männer gegenüber gleichaltrigen oder älteren Frauen."

Ein weiteres Kriterium, bei er Auswahl einer Partnerin spielt bei Männern die Treue. Während Männer mit ihrem eigenen Treuebegriff eher großzügig umgehen (nach der Studie von David Buss), erwarten sie von ihren Lebenspartnerinnen absolute sexuelle Loyalität. In allen Kulturen ist der weibliche Ehebruch absolut verpönt. Alfred Kinsey, Zoologe und Sexforscher, zeigte 1953 in einer amerikanischen Studie, daß 51 Prozent der geschiedenen Männer als Hauptgrund den Ehebruch ihrer Frau angaben. Das taten im Gegenzug nur 27 Prozent der geschiedenen Frauen. Bezeichnenderweise hatten dieselben Männer dieser Studie doppelt so häufig außereheliche Liebschaften wie die Frauen. In den letzten Jahren fragten sich amerikanische Wissenschaftler, ob Untreue nicht sogar genetisch verankert ist.

Im gleichen Zuge wie das Gefühl betrogen zu werden, kommt die Eifersucht hinzu. In jedem Mann, so sind sich die Evolutionspsychologen einig, steckt die Urangst, eventuell um die Vaterschaft betrogen zu werden. Dies führt im Extremen zu Unterdrückung, Gewalt und in einigen Gesellschaftssystemen zu rituellen Beschneidungen, die den Frauen die Lust am Geschlechtsverkehr nehmen.

VMO überlegt sogar, ob sie Eifersucht nicht auf die Liste der psychosomatischen Krankheiten nehmen soll. Eifersucht mobilisiert aber auch auf bisher unbekannte Weise: Die englischen Reproduktionsbiologen Robin Baker und Mark Bellis fanden heraus, das Männer, die ihre Parnterin für Untreu halten, dreimal so viele Samenzellen produzieren wie der Durchschnitt.

Tatsächliche Seitensprünge interpretieren die Biologen als Tests, ob der Markt für die eigenen Gene nicht doch Besseres zu bieten hat. Seit etwa zehn Jahren vermutet man bei ehebrüchigen Frauen sogar eine - wenn auch unbewußte - Strategie. Diese Strategie scheint für manche vieleicht etwas überzogen zu klingen aber verschiedene Biologen und Psychologen vermuten, daß Frauen die Samenzellen des Ehemannes mit denen des Liebhabers zu einem "Wettkampf' um das Ei auffordern, sozusagen als "Qualitätsprüfung". Diese Theorie klingt in der Tat etwas weit hergeholt, jedoch zeigen immer neue Studien, daß die Theorie so falsch vielleicht nicht sein kann. So zeigte eine bemerkenswerte Untersuchung von Karl Grammer, daß Frauen tatsächlich häufiger genau zu dem Zeitpunkt fremdgehen, an dem ihre Empfängniswahrscheinlichkeit am höchsten ist. In Wiener Diskotheken filmte und befragte Grammer Frauen nach Partner und Verhütungsdetails. Um überprüfbare Aussagen über den Zyklus machen zu können, wurden im Blut der Frauen Hormonwerte analysiert, parellel dazu im Computerbild der Anteil der freien Haut gemessen, den das Outfit zur Schau stellte. Heraus kam ein aufschlußreiches Ergebnis: Verheiratete Frauen, die nicht die Antibabypille nahmen, gehen häufiger zur Zeit des Eisprungs tanzen. Ausgerechnet dann präsentieren sie auch mehr nackte Haut, maximal 40 Prozent. Hierzu paßt auch das Ergebnis einer - allerdings umstrittenen - Stichproben Blutgruppenanalyse in den USA: Schätzungsweise jedes zehnte Kind stammt angeblich nicht von dem Ehemann der Mutter.


2.4. Wer paßt zu wem?



Die Partnerwahl läuft wahrscheinlich viel weniger an Idealtypen orientiert ab, als wir vermuten", glaubt der Flirt- und Attraktivitätsspezialist Karl Grammer. Die weltweit übereinstimmenden und damit wohl araischen Wunschvorstellungen, die wir von dem

Traumpartner haben, geben uns lediglich Suchbilder vor. In der Realität passen wir diese Ideale notgedrungen der aktuellen Lage auf dem Heiratsmarkt an.

Die Partnerwahl wird von vielen Faktoren beeinflußt, wie Tradition in der Familie, Prägungseinflüsse der eigenen Kindheit, der eigene Partnermarktwert, die Erreichbarkeit von Partnern, die dem Traumbild entsprechen, Freizeitverhalten und sicher noch von vielem mehr.

Könnte Kompensation vielleicht ein Weg sein, um gut funktionierende Paarverbindungen zu erklären, die evolutionstheoretisch eigentlich keine Aussicht auf Erfolg haben dürften? Könnte so zum Beispiel ein Mann, der wenig Status und Geld hat, seinen Mangel durch Verständnis und Fürsorglichkeit wettmachen? Darf eine sehr treue Frau weniger attraktiv sein? Partnerwahl ist offensichtlich eine flexible Strategie, die den Regeln der Evolutionspsychologen nicht klar folgt. Unerklärlich wäre sonst auch die Tatsache, daß es alleinerziehende Väter und Mütter gibt, diese waren in der Evolution bisher nicht vorgesehen.

Eins haben Evolutionsbiologen bei ihren bisherigen Versuchen, der erfolgversprechenden Partnerschaft auf die Spur zu kommen, immer wieder festgestellt: Es gilt die Devise "Gleich und gleich gesellt sich gern". Unklar ist unter Wissenschaftlern jedoch noch, ob Mann und Frau sich bereits vor ihrer Partnerschaft ähnlich waren oder ob sie sich erst im Laufe ihres Zuammenlebens aneinander angepaßt haben. Vor allem bei alten Paaren kann dieses "aneinander anpassen" bis zur Konformität gehen.

In einem interessanten Versuch an der Universität Münster bestätigten die Psychologen Werner Langenthaler und Regina Maiworm diese Homogamietheorie.

Paarforscher ließen Studenten raten, welche Männer und Frauen, gekleidet in gelbe Einheitstrikots, in einer ihnen unbekannten Gruppe zusammengehören. Dabei kam heraus, daß die Studenten häufiger als zufällig in der Lage waren, richtige Paare zu erkennen. Diese Paare hatten alle ein ähnliches Attraktivitätsniveau: Hübsch zu hübsch, groß zu groß, dick zu dick, unattraktiv zu unattraktiv etc. Sogar für die Forscher überraschend war die Tatsache, daß Schüler im Alter von 10 bis 18 Jahren Paare ebensogut erkannten, wie die "Provis" unter den Partnersuchern im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Beziehungsduos wurden selbst dann ausgemacht, wenn man den Betrachtern Photos aus Jugendzeiten zeigte, als sich die Paare noch gar nicht kannten. Das beweist, daß wir den "Marktwert" eines Menschen überraschend sicher beurteilen.




Es wird noch lange dauern, bis die Forschung der Evolution der Liebe ganz auf die Schliche gekommen ist. Lebenslang glückliche Partnerschaften sind heutzutage die Ausnahme. Nach Schätzungen wird in Deutschland jede dritte, in den USA schon jede zweite Ehe geschieden.

3. Liebesmoleküle

3--1. Das Gehirn



Die Schaltzentrale für unsere Liebesmoleküle (z.B. PEA oder die Hormone Oxytocin und Testosteron) ist unser Gehirn. Hier entstehen Sehnsüchte, Hoffnungen, Lust und Leidenschaft, Glück und Traurigkeit. Die Sinnesreize, die ständig auf uns einströmen, treffen in den Himzellen nach einer ersten neuronalen Verarbeitung auf Instinkte, auf evolutionsbiologische Partnermuster und auf gespeicherte Erfahrungen.

Innerhalb von Minuten entscheidet das Gehirn: «Ich bin verliebt». Dieser Bewußtseinsprozeß, der wenig mit logischem Denken zu tun hat, läuft in bestimmten Hirnarealen ab. Sicher existiert innerhalb des Gehirns kein isoliertes Gefühlszentrum, beteiligt ist vielmehr die gesamte Masse unserer Neurone. Dennoch kommt einigen Gebieten, und vor allem Neuronenschaltkreise, eine besondere Bedeutung zu. Liebesmoleküle steuern diese Nervenzellen und lassen uns am Ende in feinsten Nuancen empfinden. Ein Regelkreis im Gehirn formt die Emotionsvarianten wie z.B. der Wunsch nach Zärtlichkeit oder ein eher "geistiges" Tete-a-tete

Im Gesamtorganismus erfüllt jedes einzelne Molekül seine Funktion nur im harmonischen Miteinander perfekt. Die Nervenzellen und Botenstoffe, die es uns ermöglichen zu lieben, sind ebenso an der Entstehung anderer Gefühle, wie Angst, Wut oder Traurigkeit, beteiligt.

Neurobiologisch betrachtet, ist die Liebe nichts Besonderes.

Wer die Liebe also ergründen will, muß mit dem Gehirn beginnen. Die gallertartige Masse des Gehirns steuert alle Lebensvorgänge in unserem Körper:

Der Hirnstamm am Übergang zum Rückenmark kontrolliert zum Beispiel die Atmung, den Herzschlag und den allgemeinen Wachheitsgrad des Gehirns. Das darüberliegende Kleinhim (Cerebellum) ist für die Koordination von automatischen Bewegungsabläufen zuständig und kümmert sich um den zeitlichen Ablauf unserer Bewegungen. In der Mitte des Hirns filtert der Thalamus als wichtigste Relaisstation die meisten Signale, die über die Augen, Ohren oder die Haut Eingang finden. Er verteilt die Erregungen in höhere Hirnebenen. Vom Thalarnus aus, gehen lange, sogenannte Projektionsbahnen in viele andere Himareale. Reize werden so über große Strecken weitergeleitet und neu verschaltet. Das ermöglicht uns blitzartige Reflexe.

Die rund 100 Mrd. Nervenzellen bilden neben allen anderen Funktionen auch die "Hardware" der Liebe. Das Kernstück ist die sogenannte Emotionsspirale. Dieser Neuronenkreislauf wird meist mit Signalen aus dem Thalamus gespeist. Eine ältere und in einigen Details überholte Auffassung ist, daß die Emotionalisierung im limbischen System stattfindet. Diese These wurde Anfang der 50er Jahre entwickelt, entpuppte sich jedoch im Laufe der nachfolgenden Jahrzehnte als zu einfach. Vor allem Joseph LeDoux vom Center for Neural Science der New Yorker Universität plädiert dafür, die alte Einteilung "unten das archaische limbische System für Instinkte und Gefühle" und "oben die Fähigkeit, rational zu denken, Entscheidungen zu treffen, der Sitz der Vernunft", aufzugeben. Genausowenig wie es ein Gedächtniszentrum gibt, existiert im Gehirn ein Emotionszentrum. Den Begriff "limbisches System definieren Wissenschaftler zudem nicht alle in exakt gleicher Weise. Welche neuronalen Strukturen dazugezählt werden, ist oftmals willkürlich. Das "limbische System ist deshalb eher ein Synonym für alles was mit Gefühlen zu tun hat.

Gehirn und Körper beeinflussen sich immer wechselseitig. Zu keinem Zeitpunkt kann ein Gefühl deshalb bis ins letzte Detail einem früheren gleichen. Es mag ähnliche Bewertungen geben, aber niemals genau gleiche. Liebe ist also im neurobiologischen Sinne ein sich kontinuierlich regulierender Prozeß. Mögen uns die selben Liebesmoleküle beeinflussen, unsere Gehirne, in denen sie wirken, sind alle unterschiedlich. Jeder von uns hat eine individuelle genetische Ausstattung, jeder seine eigene Erfahrung aus Kindheit und Jugend gespeichert und kommt zu anderen Bewertungen. Die gleiche biochemische Grundausstattung ermöglicht uns somit dennoch die unendliche Vielfalt des Liebens.

Zu den wichtigsten Mitspielern in der sogenannten "Emotionsspirale" gehören die Amygdala, der Hippocampus, der Gyrus cinguli, der Hypothalamus, die Hypophyse und der präfrontale Cortex. In diesen, zunächst kompliziert klingenden Regionen findet man dichte Ansammlungen von Nervenzellen, sogenannte "Nervenknötchen". Was hier stattfindet möchte ich in möglichst einfacher Weise versuchen darzustellen: (dazu auch Abb.3 und Abb.4)

Die Amygdala, ihrer Form wegen auch Mandelkörper bezeichnet, liegt jeweils im Temporallappen der beiden Hirnhälften. Dieses Areal ist unterteilt in mehrere Zentren, z.B. für Auslösung von Wut, Angst, aber auch Freude. Die Amygdala ist das Bindeglied zwischen der Riechrinde und den anderen Teilen der "Emotionsspirale". Alle Sexuallockstoffe im Tierreich steuern über diese Verbindung direkt das Sexualverhalten. Beim Menschen ist dieser Einfluß um einiges komplizierter und wird derzeit noch erforscht. Von der Amygdala besteht eine enge Verindung zu dem Hypothalamus und zum Hippocampus, aber auch zur Großhimrinde. Neuronenbahnen ziehen sich zu denjenigen Zentren, die den Blutdruck, den Herzschlag und die Atemfrequenz beeinflussen. Genau diese Symptome spüren wir, wenn wir unter Stress stehen, Angst haben, oder verliebt sind.

Verliebtsein ist somit eine Form von Stress.



Der Hippocampus ist die Schaltstelle für die Bewertung von Informationen und der Sitz des Kurzzeitgedächtnisses. Er zieht sich als geschwungene Struktur zwischen Hypothalamus, Thalamus und Balken hindurch, und endet in einem dünnen Band und einem kleinen Knötchen. Der Hippocampus erhält viele neuronale Impulse aus dem Riechhirn, aus der Amygdala und der Himrinde, er selbst informiert vor allem Hypothalamus und Thalamus.




Der Gyrus cinguli liegt wie ein feines Band in beiden Hirnhälften über dem Balken. Patienten z.B. bei denen dieses Gebiet verletzt wurde, wirken abgestumpft, emotional gleichgültig und insgesamt in ihren Bewegungen verlangsamt. Hippocampus und Gyrus cinguli bilden zusammen das Zentrum des limbischen Systems.




Der Hypothalamus liegt auf der unteres Seite des Gehirns im vorderen Drittel. Er reguliert die Atmung, den Kreislauf, Körpertemperatur, Nahrungsaufnahme und die Fortpflanzung. Der Hypothalamus und die Hypophyse, die die Verbindung zum

Blutkreislauf darstellt, sind verantwortlich für die Bildung und Ausschüttung von Hormonen und Botenstoffen. Prolaktin fördert z. B. die Milchbildung in den Brustdrüsen, und das lutotrope Hormon kurbelt die Testosteron-Produktion an. Über die "Schaltung" Hypothalamus- Hypophyse-Hormondrüsen werden also Sinneseindrücke, Emotionen und Gedanken in hormonelle Signale übersetzt. z.B. das Neurohormon Oxytocin spielt eine entscheidende Rolle bei der Paarbindung oder beim fürsorglichen mütterlichen Verhalten. Hierbei wird deutlich warum der Hypothalamus zusammen mit der Hypophyse für alles was mit Liebe zu tun hat, eine so überaus zentrale Funktion besitzt.




Der präfrontale Cortex liegt im vorderen Teil des Gehirns hinter derStim. Dieser Bereich der Himrinde hat bei der Steuerung von Emotionen eine herausragende Bedeutung.

Daß die Himforscher so viel über diese Region wissen, "verdanken" sie einem Unfall, der sich im Jahre 1848 im US-Bundesstaat Neuengland ereignete. Ein 25 jähriger Vorarbeiter bei einer Eisenbahngesellschaft, wollte mit einer Sprengung den Weg für die nächste Trasse bahnen, als das Explosionspulver zu früh hochging. Ein Eisenstab bohrte sich unter dem linken Wangenknochen durch das Frontalhim und die Schädeldecke des Mannes hindurch. Ein Arzt im Krankenhaus desinfizierte ihm die

Wunde und nach zwei Monaten war der Mann, trotz einiger Infektionen, geheilt. Er konnte sprechen, sich erinnern, sich bewegen, hatte keine sichtbaren Schäden, nur sein linkes Auge war blind. Jeder war erstaunt wir jemand einen solch derart schweren Eingriff überleben konnte. Der Mann konnte wieder arbeiten - und doch war er nicht mehr derselbe. Der drei Zentimeter dicke und 109 Zentimeter lange Eisenstab hatte seine Persönlichkeit zerstört.

Der bekannte Neurologe Antonio Damasio machte sich 1994 die Mühe und studierte alle Zeitungsartikel und die Berichte von dem Arzt aus der damaligen Zeit, der diesen Mann behandelt hatte. Antonio Damasio und seine Frau konnten mit ihren Untersuchungen nun feststellen, daß der Eisenstab den präfrontalen Cortex in beiden Gehirnhälften beschädigte, ebenso Teile des Gyrus cinguli. Andere Hirnareale wurden nicht zerstört. So zeigten sich Wochen nach dem Unfall und nach seiner Genesung Veränderungen des Mannes in seiner Wesensart. Der ehemals freundliche, höfliche, verantwortungsbewußte und strebsame Mann war plötzlich ein ungeduldiger, in-sich gekehrter und von Wutanfällen z erissener Mensch geworden. In Gegenwart von Frauen wurde seine Sprache derart rüde, daß man ihnen empfahl, sich nicht in seiner Nähe aufzuhalten. Er hielt sich nicht mehr an soziale Regeln und zeigte kaum noch emotionale Regungen. Er war weder traurig noch fröhlich. Damasio beobachtete im Laufe der Jahre noch mehrere Fälle von derartigen Verhaltensänderungen, bei Patieneten mit Verletzungen in der Region des präfrontalen Cortex . Er ging davon aus" daß sowohl vernünftiges Handeln als auch Gefühle zum Teil über diesen Hirnbereich hinter unserer Stirn gesteuert werden.


Wie entsteht nun das Gefühl "Liebe"?



Dies waren nun die einzelnen Mitspieler im "Ernotionsparcours". Sie müssen zusammen arbeiten wie eine Machine um Liebe entstehen zu lassen und auch umzusetzen.

Nehmen wir also an, ein Mann sieht eine hübsche Frau. Dieses Bild gelagt als Nervenerregungsmuster von der Sehrinde in den Thalamus, und von dort aus läuft die Information weiter in den Hypothalamus. Ein Teil wird in die Hypophyse vermittelt, die unter Umständen schnell die Ausschüttung von Sexualhormonen veranlaßt. Der andere Teil der Information stimuliert die Amygdala, danach den Hippocampus, wo das Gedächtnis aktiviert wird. Dann geht es weiter über die Verbindungen von Hypothalamus und Thalamus, zum Thalamus zurück. Hier spaltet sich die Erregung:

Ein Teil wird in den präfrontalen Cortex gesandt, wo der Mann sich überlegen wird ob es sozial akzeptabel ist, die Frau noch länger anzustarren oder ob der Ehemann vielleicht im Cafe´ auftauchen könnte wo diese Frau sitzt. Mit dieser neuen Phantasie gespeist schaltet der Gyrus cinguli (Teil des limbischen Systems) den "Rückwärtsgang" ein. Die Inforinationsverarbeitung ist gehemmt, der Mann fährt fort, weiter z. B. seine Zeitung zu lesen und ignoriert die Frau.

Hat der Mann XY jedoch diese Phantasie nicht, läuft die Erregung weiter, der Impuls speist wieder die Amygdala und schaukelt so die "Emotionsspirale" weiter hoch. Diese führt zu einem verstärkten Effekt, was heißt daß der Mann die Frau wahrscheinlich ansprechen wird. Natürlich wirken diverse andere Faktoren noch auf diese Handlung ein z. B. in welcher psychischen Verfassung sich der Mann befindet, wieviel Mut er besitzt und ob die Frau ermunternde Signale ausströmen läßt. Wichtig ist, daß es sich bei diesem Papez- Neuronenkreis, so der wissenschaftliche Name, tatsächlch um eine Spirale handelt. Dieses Hochschaukeln von neuronalen Erregungsmustem könnte das erzeugen, was wir "Motivation" nennen. Der limbische Einfluß "färbt" dann alles weitere Handeln und Fühlen. Durch den präfronalen Cortex und den Gyrus cinguli wird die Emotionsspirale gebremst, der Zeitpunkt ist jedoch variabel. Der präfrontale Cortex ist mit Sicherheit eines der wichtigsten Elemente der Emotionsspirale; er kann hemmend oder erregend eingreifen. Diese Steuerung ist wahrscheinlich zum Teil lembar und macht in der Gesamtheit sicher einiges von dem aus, was man als "Charakter" oder "Persönlichkeit" umschreibt.


3, Die Ehe - Monoaam für ein ganzes Leben?



Warum kann das Leben mit einem Partner für uns Menschen nicht der ewige "Sinnestaumel" sein? Warum gewöhnen wir uns so sehr aneinander?

Unsere Gefühle nivellieren: Trauer vergeht zum Glück. Aber leider auch die Glücksekstase. Enttäuscht stellen wir fest, daß das was uns vor einem Jahr noch so viel Spaß bereitet hat, nun zur Routine geworden ist. Ob wir mit diesem Prinzip glücklich werden hängt von der individuellen Persönlichkeitsstruktur jedes einzelnen ab: Der Eine ist glücklich, daß das anfängliche Liebeschaos endet und er in eine ruhigere Lebensphase voller Zufriedenheit eintritt, der Andere fragt sich irritiert: "Soll es das jetzt für das ganze Leben gewesen sein?" Hier entscheiden sicher die Gene unserer Vorfahren und die persönlichen Erfahrungen, die im Gedächtnis gespeichert sind, zu welcher Kategorie Liebespartner wir gehören.




Fest steht, daß für jede Beziehung der Übertritt von der Verliebtheit zur Liebe eine der kritischsten Phasen ist. Eine wichtige Rolle in dieser Phase spielen hier die Endorphine (vom Körper selbst produzierte Opiate). Sie wirken schmerzstillend, dämpfen unsere Angst, verschaffen uns ein tiefes Wohlbefinden und machen uns unter Umständen gar euphorisch.

Die Endorphinproduktion steigt beim Menschen in völlig unterschiedlichen Situationen: Wenn man schöne Musik hört, bei der Geburt, während der Schwangerschaft, beim Sport etc.

Ebenso regen Entspannung als auch Streß, emotionale wie psychische Belastungen, die Aussschüttung an.

Geringe Mengen an Endorphinen machen uns wach, aufnahmefähig und euphorisch. In uns breitet sich ein "Glücksgefühl" aus. Die Endorphinrezeptoren sitzen an den Darmwandzellen, und regulieren dort wahrscheinlich die Darrnbewegung, daher ist es kein Wunder wenn dieses "Glücksgefühl unseren gesamten Körper durchflutet. Wir fühlen ein flaues Gefühl in der Magengegend.




Ganz ähnlich dürfte das Glücksgefühl einer langjährigen Beziehung entstehen. Der Reiz - z. B. die Führsorge und Zärtlichkeit des Ehemannes - bringt täglich immer wieder den Endorphinspiegel auf Trab und vermittelt Sicherheit und Ruhe. Nach den aufregenden ersten Zeiten übemimmt in der Regel das Liebesmolekül Endorphin die Regie in der Beziehung. Es bringt uns auf der einen Seite das ruhige Glück, auf der anderen Seite jedoch auch die Abhängigkeit. Wenn der tägliche Endorphinstoß fehlt, treten Entzugserscheinungen auf. So vermutet die New Yorker Anthropologin, Helen Fisher, daß genau der Endorphinentzug, den entsetzlichen Liebeskummer verursacht, wenn uns ein Partner verläßt.


3.3. Die Biochemie der Treue



Warum können so viele Menschen nicht treu sein? Dieser Frage ging erstmals publikumswirksam das amerikanische Magazin Time 1994 nach. Die Titelgeschichte "Untreuees könnte an unseren Genen liegen" strapazierte das menschliche Bemühen nach monogamer Harmonie. Selbst der romantische Mythos, daß viele Vogelarten monogam seien und Männchen und Weibchen ein Leben lang miteinander ausharren, ist widerlegt. Mit genetischen Untersuchungen ließ sich nachweisen, daß im Schnitt 40% der Jungen nicht vom "Lebenspartner" stammen. Auch bei den Kohlmeisen, von denen die Wissenschaft dachte, sie lebten in strenger Einehe, geht jedes zweite Weibchen während der Brutzeit fremd.

Ob uns Menschen die Monogamie glücklich macht, entscheidet der Einzelne. Es gibt Beispiele für lebenslange Treue, wie auch für Seitensprünge. Obwohl z. B. in vielen Kulturen Polygamie erlaubt ist, nutzen diese nur etwa 10% der Männer.




Männer wie Frauen gehen fremd. Und für beide gibt es dafür gute Gründe. Nach Paarungsstrategien der Steinzeit, trachten Männer danach, ihre Gene an möglichst viele Nachkommen weiterzugeben, und dazu brauchen sie mehrere Frauen, da eine Frau, selbst bei bester Gesundheit, kaum mehr als 10 Kinder gebähren kann. Die Frau hingegen stellt sich die Frage, ob der Markt nicht doch noch etwas besseres zu bieten hat. Wir alle bilden uns im Laufe unseres Lebens weiter, entwickeln unsere Persönlichkeit, wechseln den Beruf, die Lebensphilosophie, die erotischen Bedürfnisse. Es stellt sich nun die Frage, ob der Mann oder die Frau die wir vor 30 oder 40 Jahren geheiratet haben, immer noch zu unseren Lebensvorstellungen passt.

Wie Monogamie im Gehirn gesteuert wird, versuchten in den letzten Jahren vor allem zwei Forscher in den USA zu entschlüsseln: Sue Carter, Zoologin an der University of Maryland in College Park, und Thomas Insel, Neurowissenschaftler am Yerkes Reginal

Primate Research Center an der Emory University in Atlanta, Georgia. Diese beiden Forscher machten Versuche mit Präriewühlmäusen. Dabei stellten sie fest, daß jene meist in Fallen paarweise aufgefunden werden. Sue Carter fand heraus, daß 75% der Paare bis zu ihrem Tod zusammen bleiben. Ein außergewöhnliches Verhalten, wenn man bedenkt, daß die meisten Säugetiere polygam sind. Nach langen Versuchen mit diesen Wühlmäusen kamen die beiden Forscher zu dem Fazit, daß das Neurohormon Vasopressin eine wichtige Rolle in der Paarbindung der monogamen Wühlmäuse spielt.

Vasopressin ist bekannt für seine positive Wirkung auf das Gedächtnis. Es könnte also sein, daß Vasopressin dem Männchen hilft, sein Weibchen und seine Jungen geruchlich zu erkennen und zu erinnern. Paarbindung beinhaltet immer auch ein "erkennendes" Element. Man kann sich nur jemandem verbunden fühlen, wenn man in auch erkennt. Vasopressin verstärkt bei denjenigen Mäusen, die viele Bindungsstellen in bestimmten Himarealen aufweisen -und das sind die monogarnen Nager-, die soziale Erinnerung und damit die Bindung. Das ist eine der möglichen Erklärungen.




Diese These nun auf den Menschen zu übertragen scheint nicht umsetzbar zu sein. Wer glaubt einen Vasopressinschub könnte aus einer untreuen Ehefrau oder einem Ehemann eine(n) monogame(n) Partner zaubern hat sich geirrt. Wühlmäuse sind Sklaven ihrer Hirnbiochemie, wir Menschen nicht. Es ist vielleicht möglich, daß Vasopressin auch beim Menschen eine Rolle in der Paarbindung einnimmt, aber keinesfalls kann es die Treue "regeln". Es wäre außerdem möglich, daß Vasopressin in einem Zusammenhang mit Erkrankungen beim Menschen steht, in denen die Fähigkeit, soziale Kontakte zu knüpfen gestört ist, wie z. B. bei Autismus. Autistische Kinder schauen ihre Eltern fast nie an, sind selten in der Lage, eine Beziehung oder Kommunikation zu entwickeln und vermeiden jeglichen körperlichen Kontakt. Man konnte nachweisen, daß autistische Kinder einen abnorm niedrigen Vasopressinspiegel haben. Sicher ist, daß Vasopressin beim Menschen nur einen von mehreren Faktoren beim Aufbau sozialer Verbindungen darstellt.


4. Liebesformen

4, 1, Die Romantische Liebe



Die großen Künstler der Prosa- und Dichtungen waren durchweg romantische Liebende, und ihre Beziehungen waren gekennzeichnet durch Gefühlsstürme zwischen Leidenschaft, Eifersucht und Verzweiflung. Anders als in anderen Formen der Liebe geht der Mensch in der romantischen Liebe nahezu in einem anderen Menschen auf In einer romantischen Liebe ist jegliches Objektivitätsgefühl verzerrt, wir sind gerade zu "blind vor Liebe". Unter Psychologen gibt es keinerlei Übereinstimmung in der Definition der romantischen Liebe. Die einen sagen daß es ein "in-sich-abhängiges"

und die anderen vergleichen die romantische Liebe mit einer sogenannten "Erotischen
Liebe". Jedoch ist die sexuelle Komponente nicht eindeutiger Wesensbestandteil der
romantischen Liebe.
Die Psychologin Dorothy Tennov prägte den Begriff Limerenz (lat. Grenze;Schwelle
oder griech. Teich, See; Sumpf) Dies sollte zur Beschreibung einer besonders heftigen
Liebe dienen. Der Zustand der Limerenz ist gekennzeichnet durch die unablässig
gedankliche Beschäftigung mit der geliebten Person, die kleinste Geste und jedes Wort
des Partners wird voll Furcht oder Freude aufgenommen, jedes Wort wird genaustens
analysiert, welche Bedeutung man ihm wohl zukommen lassen könnte.
Der Soziologe John Alan Lee führt in seiner Studie über die Liebe sechs Haupttypen der
romantischen Liebe auf
1. Eros: Dieses Form von Liebe basiert auf körperlicher Anziehungskraft. Meist ist
diese so schnell wieder vorüber, wie sie begonnen hat. Eine feste, dauerhafte
Beziehung ist hier in den seltensten Fällen zu erwarten.
2. Ludus: (lat. Spiel) beschreibt die spielerische Liebe, mit Täuschungsmanövern,
Eifersüchteleien etc. In der Regel zeigen die Partner kein großes
Verantwortungsbewußtsein gegenübereinander.
3. Storge: bedeutet Wärme und Zuneigung. Eine Liebe die sich langsam, ohne
Verrücktheiten aufeinander zubewegt. Storge entspringt der Freundschaft.
Es ist die beständige Form der Liebe.
4. Mania: ist die stürmische Art der Liebe. Der manisch Liebende wird von starken
Antrieben bestimmt - das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Zuwendung
seitens der geliebten Person ist unstillbar.
5. Pragma: eine eher pragmatische, unterkühlte Form der Liebe. Der pragmatisch
Liebende sucht sich seinen Partner nach einer gedanklichen "Checkliste"
aus, der die von ihm gewünschten Eigenschaften aufweist.
6. Agape: bezieht sich auf das christliche Konzept der Liebe, als nichts fordernd, ge
duldig, freundlich und allumfassend. Interessant ist, daß Lee eingesteht, er
selbst habe nicht ein einziges Beispiel uneingeschränkter Agape finden
können, so daß man wohl annehmen darf, daß diese Form der Liebe eher ein
Ideal bleiben wird.

Lee ist überzeugt, daß die zufriedenstellensten Beziehungen jene sind, in denen die Liebenden mit den gleichen Erwartungen an die Liebe heran gehen und unter Liebe das Gleiche verstehen.

4.2. Die kameradschaftliche Liebe



Der kameradschaftlichen Liebe könnte man die Definition der beständigen Liebe zuweisen. Sie baut auf, auf miteinander geteilte Intressen, Zuneigung, Vertrauen, gegenseitige Fürsorge und Zusammengehörigkeitsgefühl. Leidenschaft und Eifersucht spielen hier keine große Rolle, die kameradschaftiche Liebe gilt als weniger zermürbend und weniger besitzergreifend, als die romantische Liebe. Es ist eine Form der Liebe, die vielleicht realitätsnaher und gleichzeitig auch stabiler ist als die romantische Liebe, die nur allzuoft Idealen und Wunschvorstellungen nacheifert.





"Man tut sich zu zweit zusammen, um Probleme zu umgehen, die man als einzelner gar nicht gehabt hätte"




Woody Allen


5. Liebesdilemma

5, 1. Warum Männer und Frauen verschieden denken und fühlen



Selbst wenn eine Mutter ihren Sohn und ihre Tochter mit dem gleichen Maß an Liebe unter gleichen Lebensumständen erzogen hat: Die Liebesweisen der Geschlechter unterscheiden sich mit unbeirrbarer Zuverlässigkeit.

Um eine Antwort auf die Frage nach Unterschieden zwischen den Geschlechtern zu finden, muß man zuerst in den Bereich der Gehimforschung gehen. Dort trifft man auf anatomische Geschlechtsunterschiede:

1. der Lateralisierung beider Gehirnhälften 2. dem corpus callosum




1. Die Lateralisierung Der Gewichtsunterschied der beiden Hirnhälften ist bei der Frau weniger stark ausgeprägt als beim Mann. Zu dieser Erkenntnis kam erstmal ein Anatom im Jahre 1880.

Nach der Split-Brain Theorie des Nobelpreisträgers Roger W. Sperry existiert eine Aufgabenteilung der beiden Gehirnhälften: Bei rechtshändigen Menschen ist generell die linke Hirnhälfte für die Sprachen und das Denken verantwortlich, ebenso ist hier die Begabung für mathematisch-sachliches Denken lokalisiert. Die rechte Hirnhälfte ist auf die Orientierung, die Gestaltswahmehmung aber vor allem auch auf die künstlerischen und emotionalen Begabungen spezialisiert.

Das Forscherehepaar Sally und Bennett Shaywitz an der Yale- Universität erbrachten


einen weiteren Beweis dafür, daß der Sitz der Sprache bei Männern und Frauen nicht gleich ist: Wenn Männer reden ist nur ihre linke Hirnhälfte aktiv. Bei der Mehrzahl der Frauen teilt das Gehirn fast symmetrisch das Sprachvermögen auf Das ganze Hirn redet mit. Einige Forscher vermuten, daß hier der Grund dafür zu finden sei, warum Männer Gefühle schlechter auszudrücken vermögen als Frauen.




2. Das Corpus callosum, der Nervenstrang, der beide Großhirnhälften verbindet, ist bei Frauen um 23 Prozent dicker als bei Männern. Aufgrund verschiedenster Forschungsergebnisse, zieht man den Schluß, daß bei Frauen die beiden Gehirnhälften durch eine größere Anzahl von Nervenfaserleitungen, stärker miteinander kommunizieren.

Grundsätzlich verfügen Menschen in der linken Hirnhälfte mehr über rationale, analytische Fähigkeiten und in der rechten mehr über emotionale, synthetische Begabungen. Das dickere Corpus callosum der Frau könnte eine Erklärung für eine Fähigkeit sein, intuitiver und assoziativer zu denken und emotionaler zu agieren. Sprache und Gefühle können besser zueinander finden im weiblichen Gehirn. Auf der anderen Seite ist jedoch nicht bewiesen, daß das dickere Corpus callosum bei Frauen auch mehr Nervenfasern enthält. Ein dickes Telefonkabel z.B., kann auch nur dann mehr Gespräche vermitteln, wenn es mehr Drähte enthält.


5.2. emotionale Unterschiede



Der amerikanische Psychater Mark George vom National Institute of Mental Realth in Bethesda in der Nähe von Washington begab sich auf die Suche nach den Ursachen für Depressionen. Statistisch weiß man seit langem, daß doppelt so viele Frauen an Phobien oder unter Depressionen leiden wie Männer. George benutzte als "Lauschinstrument" für die Gefühle seiner Versuchspersonen einen sogenannten "Positronen-EmissionsTomographen" (PET). Dieses Gerät ist in der Lage, den Hirnstoffwechsel mittels radioaktiv markierter Glucose sichtbar zu machen. Der Computer errechnete dann die aktiven Teile des Gehirns, während es denkt und fühlt. Auf dem Computerbildschirrn ist die Hirntätigkeit farbig dargestellt wie eine Satellitenaufnahme der Erde. Der Psychater forderte alle Beteiligten auf, sich an besonders erschütternde Geschehnisse aus der Vergangenheit zurück zuerinnern, etwa an den Tod eines geliebten Menschen, an einen Unfall oder an eine Scheidung. Bei beiden Geschlechtern leuchtete der präfrontale Cortex (siehe 3. 1. "Die Emotionsspirale") am PET-Gerät auf. Allerdings war die aktive Himregion bei Frauen achtmal größer als die der Männer. Dieser Unterschied könnte eine Erklärung für die doppelt so große Anfälligkeit von Frauen für Depressionen sein, zumindest aber für eine stärkere emotionale Anteilnahme.

Empfindsamkeit, Einfühlungsvermögen, Mitgefühl, feines Gspür, Wärme, Instinkt Eigenschaften, die man klischeehafterweise Frauen eher zuordnet als Männern.

In weiteren Experimenten mit PET-Sondierungen fand man heraus, daß Frauengehime "weniger hart arbeiten" müssen, um Emotionen anderer Menschen zu erkennen. Männliche Gehirne dagegen wiesen einen höheren Energieverbrauch des Himstoffwechsels auf. In einem Versuch, sollten Männer und Frauen beurteilen, ob männliche und weibliche Gesichter von Schauspielern, Freude oder Trauer

signalisierten: Glückliche Gesichter erkannten beide Geschlechter fast tadellos. 90% der Frauen erkannten traurige, unglückliche Gesichter bei beiden Geschlechtern. Männer hingegen besaßen eine 90%ige Trefferquote nur bei gleichgeschlechtlichen Gesichtern, unglückliche Frauen nahmen sie nur zu 70% wahr.

Von der Evolution aus betrachtet, kommt man zu einem Ergebnis: Unsere männlichen Vorfahren waren darauf angewiesen, Rivalen aufgrund ihrer Mimik richtig einzuschätzen, um vor möglichen Angriffen gewappnet zu sein. Frauen hingegen haben durch die Aufzucht ihres Nachwuchses eine treffsichere Geschicklichkeit entwickelt, um die Bedürfnisse anderer zu enträtseln.

Aber auch die Hormone tragen ihren Part dazu bei. Östrogene lassen Frauen weicher, gefühlsbetonter und nachgiebiger werden; Testosteron hat einen gewissen Einfluß auf Aggresivität und Libido.




Weine unsinnige Liebe zu ihm bleibt für mich ein nicht zu ergründendes

Geheimnis. Ich weiß nicht, warum ich ihn dermaßen liebte, daß ich an

seinem Tod sterben wollte. Ich war bereits zehn Jahre von ihm getrennt, als

es geschah, und ich dachte nur selten an ihn. Ich liebte ihn, so schien es, für

alle Zeiten, und dieser Liebe konnte nichts etwas anhaben. Ich hatte den

Tod vergessen. "





Marquerite Duras / "Der Liebhaber"


6. Liebesverlust

6, 1. Wenn die Liebe Kummer macht



Wenn wir verlieren was wir lieben, erleben wir einen psychischen und physischen Schmerz. Es ist wohl eine der tiefergreifendsten Empfindungen die wir erleiden - neben der Liebe selbst, versteht sich.

Liebeskummer tritt charakteristisch auf, wenn man gegen seinen Willen eine Liebe verliert. Sie wird nur bedingt von dem empfunden, der sich trennt. Der, der verlassen wird, leidet, er fühlt sich halbiert, ein Teil in ihm stirbt. Wir haben regelrechte Entzugserscheinungen: Schlaflosikeit, extreme Gereiztheit, Unkonzentriertheit; bohrender Schmerz bis in Mark und Bein und tiefe depressive Verstimmung finden gleichzeitig statt.

Mit dem Partner wird dem Verlassenen der Signalreiz zur Produktion körpereigener Opiate entzogen. Liebeskummer ist also nicht nur ein physiologiches Phänomen, sondern könnte sich auch biochemisch "erklären" lassen. Im anfänglichen Rausch des Verliebtseins breitet sich die Substanz PEA (siehe auch Abb.2), dem Adrenalin ähnlich, in unserem Gehirn aus, welches einem Aufputschmittel gleicht. Später, wenn es zu einer dauerhaften Bindung gekommen ist treten die Endorphine auf den Plan (siehe 3.2.). Sie sind dem Morphium verwandt und wirken wie die Ruhe nach dem Sturm. Diese Endorphine erzeugen im Gegenspiel jedoch auch eine Abhängigkeit, gleichzusetzen mit einer Droge: Geht der Partner, kommt es zum Entzug der körpereigenen Opiate, und die Symptome einer Sucht treten auf Viele Rezeptoren warten jetzt in den unterschiedlichsten Himarealen vergeblich darauf, daß Endorphinmoleküle sie "beglücken" mögen.

Als Trostpflaster soll häufig Schokolade die Schmerzen lindem. Tatsächlich enthält Schokolade große Mengen an Phenylethylamin (PEA). Die Behauptung, daß Schokolade den PEA-Spiegel und somit die Stimmung hebt, dürfte jedoch falsch sein, denn das PEA in der Schokolade überlebt die Passage durch den Magen-Darrn-Trakt nicht. Wohl aber setzten Süßigkeiten Endorphine frei.

Liebeskummer entzieht uns jedoch nicht nur "Wohlfühlstoffe", er produziert auch solche, die den Herzschmerz eskalieren lassen. Viele Symptome werden beispielsweise durch Cortisol hervorgerufen. Cortisol ist das wichtigste Streßhorrnon, daß von der Nebennierenrinde in den Blutkreislauf abgegeben wird. Werden wir durch körperliche Anstrengung oder starke Gefühle gefordert, steigt der Honnonspiegel und ermöglicht uns, in kurzen Streßphasen mit genügend Energie gerüstet zu sein. Kommt es aber zu langanhaltenden Streßphasen, wie beim Liebeskummer, so hat der erhöhte Cortisolspiegel negative Auswirkungen. Versuchsergebnisse haben gezeigt, daß das Hormon immer früh morgens (gegen 4 Uhr) ausgeschüttet wird. Deshalb wachen wir oft um diese Zeit auf, können nicht mehr einschlafen und wälzen uns im Bett mit den Gedanken bei dem Partner der uns verlassen hat. Langfristig beeinflußt gestörter Schlaf unsere Befindlichkeit -wir fühlen uns müde, unkonzentriert, antriebslos, zerschlagenund schwächt das Immunsystem, so daß wir zu Infekten neigen und insgesamt krankheitsanfällger werden.

Es bedarf Zeit und guter Worte, um sich selbst, sein Leben und eine Liebe nach einer Enttäuschung wieder in den Griff zu bekommen. Manche schaffen es ein Leben lang nicht mehr. Das hängt sicher von den erlernten Streßbewältigungsstrategien ab und auch von der genetischen Veranlagung. Nicht jeder Mensch produziert in jeder Situation gleich viel Cortisol. Bei manchen Menschen gerät die Regulation der Streßhorrnonkaskade schneller außer Kontrolle als bei anderen. Neigt man dazu kopflos alles schwarz zu sehen? Ist man ein eher depressiver oder aktiver Typ? Charakter, Persönlichkeit und Temperament spielen eine wichtige Rolle. Aber auch z.B. ob man Hobbys hat die einen ablenken, oder gute Freunde, die einem beistehen und helfen, oder ob man erfolgreich ist im Job und damit vielleicht den Kummer zeitweise kompensieren kann.

Wissenschaftler und Psychater beobachten ein Phänomen, das so früher wohl nicht existierte. Einer Kölner Umfrage nach, ist Liebeskummer bei Jugendlichen "out" und meist auch nach einer Woche "vergessen". Der Kölner Diplompsychologe Peter Lauster, der diese Umfrage startete, warnte jedoch, vor diesem "schnellen vergessen" , er nannte es einen Verdrängungsmechanismus, der auf Dauer zu psychischen Problemen führen kann. Je mehr und schneller man sich verliebt, so Lauster, desto öfter und kürzer der

Liebeskummer. Die Liebe an sich bleibt dabei meist unerfüllt.



Quellenangaben


Liebe & Sexualität Masters, William H.
Ullstein Verlag
Liebe & Sexualität / Kunst und Literatur Gesammelte Beiträge von:
Bott&o, Moss6, Sartre,
Veyne, Salls, So16 Lebrun,
Aries etc.
Boer Verlag
Perversion, Liebe, Gewalt Aufsätze zur Psycho
pathologie und Sozial
psychologie der Sexualität
Wilde Schimpansen / Das Liebesleben
unserer nächsten Verwandten Goodall, Jane
Liebe & Sex / Über die Biochemie der
leidenschaftlichen Gefühle Miketta, Gaby
Tebel-Nagy, Claudia
Trias Verlag
Studie über die Partnerwahl beim Menschen Buss, David
Evolutionspsychologe
Studie über die Homogamie in der
Partnerschaft Langenthaler, Wemer
Maiworrn, Regina
Psychologen / Uni Münster
Studie über die Untreue bei Frauen und
Männern Kinsey, Alfred
Zoologe und Sexualforscher
Studie über Treue und Monogamie Carter, Sue
Zoologin
Insel, Thomas
Neurowissenschaftler
Der Liebhaber Duras, Marquerite
Suhrkamp Verlag
Romeo and Juliet Shakespeare, William
Insel Verlag
Es ist, was es ist / Gesammelte Werke Fried, Erich

Ryker ist offline  
Alt 26.11.2000, 02:12   #9
Ryker
united in diversity
 
Registriert seit: 10/2000
Ort: super, natural, british columbia
Beiträge: 10.305
Ich hoffe, alle Fragen sind nun beantwortet.
Ryker ist offline  
Alt 11.12.2000, 23:32   #10
xtine
Special Member
 
Registriert seit: 09/2000
Beiträge: 5.082
@ryker

wow, das muß ich mir mal in Ruhe durchlesen...
Obwohl ich auch nicht glaube, daß wir in Büchern wirklich
eine Antwort finden.

Aber wie heißt es so schön:
Die Wahrheit ist irgendwo dort draußen

Ich glaube übrigens nicht, daß Liebe heißt, daß man jeden
Moment Sehnsucht hat...das ist für mich eher die Verliebtheit.
Ich glaube, es kann sehr schön sein, wenn man mal nicht zusammen ist, zu wissen, da ist irgendwo jemand, dem ich genausoviel
bedeute, wie er mir...und dem man vertrauen kann.
Aber wenn man vieles mit diesem Menschen teilen möchte, das
ist wohl schon ein Symptom.

xtine
xtine ist offline  
Alt 11.12.2000, 23:32 #00
Verbraucherinformant

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Beiträge: 4692

Hey xtine, egal wie gross deine Sorgen auch sein mögen, mir hilft es immer nach draußen zu gehen und den Grill anzuwerfen. Grillen ist Entspannung pur. Ob nun ein deftiges BBQ oder ein einfach mariniertes Schweinesteak. Am Grill kann ich alle Probleme vergessen. Du hast noch keinen Grill? Bei der Telekom kannst du aktuell am Angrillen 2019 Gewinnspiel mitmachen und entweder einen Beefer oder ein Keramik Ei gewinnen. Wer von uns gewinnt lädt den anderen ein ;-)
 

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