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Alt 23.08.2001, 07:22   #81
Forengast
Der einsame Wolf
 
Registriert seit: 08/2001
Beiträge: 2.526
Liebe Imothepa,

nein, ich bin dir nicht böse. Wie könnte ich das denn, schließlich hätte ich ihm auch zum Geburtstag gratuliert, wenn ich in seinem Thread gewesen wäre.

Du fragst, warum er sich nicht der Realität stellt. Aber genau das tut er doch, jedesmal wenn er seine kleine Wölfin sieht. Denn sie ist ja da, aber er kann sie nicht erreichen, er kann nicht zu ihr, um seine Sehnsucht zu stillen und seiner ständigen Begleiterin, der Einsamkeit, Lebewohl zu sagen.

Er spürt, seine kleine Wölfin ist ganz in der Nähe, er muß sie nur finden - diese Hoffnung treibt ihn voran, es könnte ja sein, daß sie hinter dem nächsten Baum, im nächsten Wald, auf ihn wartet.
Doch jedes Mal, wenn er glaubt, seine Such sei zu Ende, wird er doch vom Leben enttäuscht.

Kennst du den Film "Der Tag des Falken"?
Es geht darin um ein Paar, das mit einem Fluch belegt wurde: Jede Nacht verwandelt er sich in einen Wolf, und am Tag wird sie zu einem Falken. Und obwohl sie einander ständig begleiten, sind sie doch immer getrennt...

Dem einsamen Wolf geht es ähnlich, auch er scheint mit einem Fluch belegt zu sein, daß er ständig alleine durch die Welt ziehen soll, auf der Suche nach seiner kleinen Wölfin, mit der er für den Rest seines Lebens vereint sein möchte.

Doch was ist, wenn er seiner Wölfin endlich gegenübersteht, was wird passieren? Wird sie seine Liebe erwidern, oder wird sie ihn verbeissen, ihn ablehnen, so wie viele andere zuvor?


Der Morgen bricht an, vertreibt die Schatten der Nacht. Seine ständigen Begleiterinnen, Sehnsucht und Einsamkeit, wecken den einsamen Wolf.
Er erhebt sich, blinzelt den noch jungen Tag an. Dann setzt er sich in Bewegung, setzt die Suche nach seiner kleinen Wölfin fort.

Vielleicht hat die Suche heute ein Ende...


Liebe Imothepa, ich wünsche dir einen schönen Tag, und denk immer daran:
Auch wenn du ihn nicht siehst, so hast du Gewißheit, daß Lupus mit seinen wachsamen Augen auf dich herabschaut, und immer für dich da sein wird, wenn du ihn brauchst...

In Gedanken immer bei seiner kleinen Wölfin, Grinner.



Grinner ist offline  
Alt 23.08.2001, 08:51   #82
Forengast
Member
 
Registriert seit: 06/2001
Beiträge: 352
Guten Morgen lieber Grinner

Ich danke Dir für deine lieben Worte.

Ja ich kenne den Film,Rutger Hauer,der Wolf und Michelle' Pfeiffer, der Falke. Und Nachts'wenn sie keiner sehen kann, wacht der einsame Wolf über seine Liebe, die ihre menschliche Gestalt nur in der Dunkelheit annehmen konnte, wegen des Fluches. Ein sehr schöner und trauriger Film.

Kennst Du den Film, " Die Zeit der Wölfe "??

Ein sehr schönes und doch schon älteres Märchen, aber sehr traurig.
Auch " Er ", der mit einem Fluch belastet ist, als Wolf durch diese Welt zu ziehen, liebt ein Mädchen.
Jeder versuchte das Mädchen, vor den Wölfen zu schützen, aus Angst, die Wölfe könnten Ihr etwas antun.
Aber sie weiß es besser, sie kennt ihn besser und keine liebt Ihn, so wie sie und keiner liebt sie, so wie er.
Immer wieder gingen die Menschen auf die Jagd, um sie zu töten, die Wölfe.
Denn nicht nur er, auch seine treuen Anhänger wurden mit diesen Fluch belastet. Sie wehrten sich und es floß auch sehr viel Blut. Aber dem Mädchen hat keiner ein Leid angetan, ganz im Gegenteil.
Schützend stellten sie sich vor Ihr. Und das Medaillon, das sie in der Hand hielt, gehörte ein'st Ihn und es war Ihr ständiger Begleiter.
Und eines Nacht's, der Wolf besuchte Sie in Ihrem Zimmer, geschah das wunderschönste, was überhaupt geschehen konnte.
Aus Unerträglichkeit des Lebens und aus Liebe zu Ihn, schloß sie sich dem Wolf an, den sie so sehr liebte.
Der Großmutter gewährte sie noch einen letzten Blick in Ihren wunderschönen Augen, als Zeichen, das sie die Jagd beenden sollten.
Wenn eines der Wölfe stirbt, bedenke, das ich es auch sein könnte und dann hast Du mich für immer verloren und es wird Dich niemand mehr beschützen, vor dieser grausamen Welt, vor diesen grausamen Menschen, Du wärst ihnen Schutzlos ausgeliefert.
Zurück blieb das Medaillon, die Erinnerung an einer unzertrennlichen Liebe,das Symbol der Liebe, versehen mit einem Wolfskopf.
Mit Tränen in den Augen beobachtete die Großmutter, wie ihre geliebte Enkelin, in Gestalt eines weißen Wolfes mit ihren geliebten " Wolf "und dem Gefolge davon zog.
Und manchmal hört Sie ihre Wölfin, ganz weit in der Ferne, ihr klagendes und doch schmerzloses Heulen und sie weiß, das sie geliebt und beschützt wird, von dem Einzigen, dem sie sich angeschlossen und verschrieben hat, ihren kleinen einsamen Wolf, der nicht mehr einsam war, denn gemeinsam ziehen sie durch die Welt.

Ja lieber Grinner, es gibt sehr viele Geschichten, Märchen, Fabeln, Sagen und Legenden von diesen prachtvollen Tieren und jede Geschichte ist auf ihre Art, Schön, Traurig aber auch mit sehr viel Leid verbunden.

In diesem Sinne, wünsche ich Dir noch einen schönen Tag und mein Herz wird Dich begleiten, was immer Du tust, wo immer Du bist, in Gedanken bin ich bei Dir, deine Manuela.
Imothepa ist offline  
Alt 23.08.2001, 20:59   #83
Forengast
Der einsame Wolf
 
Registriert seit: 08/2001
Beiträge: 2.526
Liebe Imopetha,

ich spüre eine große Traurigkeit in deinen Worten, denn du möchtest nicht, daß die Geschichte des einsamen Wolfes und seiner kleinen Wölfin solch ein Ende nimmt.
Da ich nicht möchte, daß du wegen mir traurig bist, habe ich mich entschlossen, dies zu ändern.


Die Geschichte des einsamen Wolfes und seiner kleinen Wölfin
(Teil 2, gewidmet Imothepa):

Als die Nacht hereinbrach, verspürte der einsame Wolf eine große Mattigkeit, seine Anstrengungen, die er unternahm, um zu seiner kleinen Wölfin zu gelangen, und sein klagendes Heulen forderten ihren Tribut von ihm.
Langsam ging er durch die Nacht, auf der Suche nach einem Platz zum schlafen.
Als er einige Meter zurückgelegt hatte, kam er zu einer kleinen Baumgruppe, deren Unterholz ideal zum Ausruhen schien. Durch die Sträucher wäre er geschützt vor dem steten Wind, der ewig die Hügel zu umstreichen schien.
Er näherte sich der Baumgruppe, da hörte er plötzlich ein leises Wimmern. Vorsichtig näherte er sich, um den Grund für dieses Geräusch zu erfahren.
Was er sah, ließ sein Herz beinahe zerspringen. Vor ihm lag eine Wölfin, seine kleine Wölfin, die er am Tage nicht erreichen konnte, seine kleine Wölfin, friedlich schlafend, nur ein leises, sehnsuchtvolles Wimmern war zu hören.
Der einsame Wolf konnte sein Glück kaum fassen, er wollte ihr all die Zärtlichkeit geben, zu der er fähig war, er konnte dieses sehnsuchtsvolle Wimmern nicht ertragen, denn er kannte die Gefühle von Sehnsucht und Einsamkeit.
Doch als er sie berührte, sprang sie erschreckt auf und schnappte nach ihm. Er reagierte sofort, und machte einen Satz von ihr weg. Das konnte, das durfte nicht sein. Seine kleine Wölfin wollte ihn verbeissen! Sollte er doch für immer allein bleiben?
Aber die Reaktion der kleinen Wölfin war nur ein schreckhafter Reflex gewesen. Sie hatte nicht mehr geglaubt, daß er noch einmal zu ihr kommen würde - sie hatte so lange im Unterholz auf ihn gewartet, doch er stand auf der Kuppe, und heulte klagend, bis in die Nacht. Des Wartens müde war sie schließlich eingeschlafen, bis sie eine unerwartete Berührung verspürte.
Doch nun erkannte sie den einsamen Wolf, er war doch zu ihr gekommen! Sie näherte sich ihm vorsichtig, aber er wich zurück, im Glauben, sie wollte ihn verjagen. Sie legte sich auf den Boden, ins weiche Moos, und drehte sich auf den Rücken, um ihm zu zeigen, daß sie ihm nicht feindlich gesinnt war.
Der einsame Wolf stand da, sah, wie sie sich auf den Rücken legte, und verstand die Welt nicht mehr. Sollte sein Traum wirklich wahr werden?
Langsam näherte er sich ihr, vorsichtig, damit sie nicht noch einmal nach ihm schnappte. Schließlich stand er neben ihr, senkte den Kopf, und berührte sie zärtlich mit seiner Zunge, leckte ihre Pfote. Argwöhnisch achtete er auf jede kleinste Bewegung, ob sie nicht doch aufspringen und ihn verbeissen wollte.
Doch sie blieb still liegen, friedlich, als würden sie sich schon seit langer Zeit kennen.
Nach einigen Minuten hielt sie es jedoch nicht mehr aus, langsam drehte sie sich wieder um und sah ihn an. Er drehte seinen Kopf zur Seite, beobachtete sie aber aus den Augenwinkeln, immer noch eine Ablehnung von ihr befürchtend.
Die kleine Wölfin stand langsam auf, ihr Kopf näherte sich dem seinen, und leckte vorsichtig seine Lefzen.
Er konnte sein Glück kaum fassen, seine kleine Wölfin erwiderte seine Zärtlichkeiten. Er packte all seinen Mut zusammen, wandte sich ihr zu, und - zuerst langsam, dann immer schneller - vermittelte er ihr all die Zärtlichkeiten, die er der Wölfin geben wollte, die ihn sein Leben lang begleiten sollte.

In diesem Moment verliessen die beiden Gefährten Sehnsucht und Einsamkeit den einsamen Wolf, und der einsame Wolf und seine kleine Wölfin hörten auf zu existieren. Von nun an gab es nur noch eine Einheit, ein sich liebendes Wolfspaar, unzertrennlich, einzigartig.

Ein paar Jahre später zog ein neues Wolfsrudel durch die Wälder, angeführt von einem sich unsterblich liebenden Wolfspaar, welches früher einmal der einsame Wolf und die kleine Wölfin waren.

Und hier endet die Geschichte vom einsamen Wolf und seiner kleinen Wölfin, und wenn man heute einmal des Nachts durch die Hügel streift, kann man es vielleicht hören - zwei Wölfe, die heulend das Lied der Liebe singen...


Liebe Imothepa, ich hoffe, diese Fortsetzung ist so geworden, wie du es dir gewünscht hast - der einsame Wolf ist schließlich doch noch mit seiner kleinen Wölfin glücklich geworden.

Du siehst, nicht jede meiner Geschichten muß tragisch enden. Nur kann ich kein glückliches Ende erzählen, wenn ich selbst unglücklich bin.
Dann kostet mich jeder schöne Gedanke, der Gedanke an Glück, viel Kraft.

Du wirst dich jetzt fragen, wie ich unglücklich sein kann, wo ich doch meine kleine Wölfin gefunden habe.
Ja, ich war glücklich, aber nun haben sich Schatten über dieses Glück erhoben. Ich habe das Gefühl, als würde sich meine kleine Wölfin von mir entfernen, obwohl sie versucht, es mich nicht spüren zu lassen.
Der Gedanke daran, sie doch wieder zu verlieren, quält mich zutiefst. Ich fühle mich wie der einsame Wolf, der auf der Kuppe steht, und verwirrt das Weite nach seiner kleinen Wölfin sucht, sie aber nicht findet...

It's all ending, I better stop pretending, who we are - who are we? (No Doubt, Don't speak, alternate Version)

Ich wünsche dir noch einen schönen Abend.
In Gedanken immer bei seiner kleinen Wölfin, Grinner.


Grinner ist offline  
Alt 23.08.2001, 21:32   #84
Forengast
Member
 
Registriert seit: 06/2001
Beiträge: 352
Hallo lieber Grinner

Nein, das ist eine sehr schöne Geschichte, aber wiederum zu schön, um wahr zu sein.
Der " Alpha " Wolf und seine Wölfin übernahmen voller Stolz die Führung.
Ein sehr schöner, aber auch trauriger Gedanke.
Schön, um endlich bei Ihn zu sein, nachdem sie sich so sehr gesehnt hat, ihn in ihrer Nähe zu wissen, ihn zu spüren und zu fühlen.
Aber auch ein bißchen traurig, traurig vor den Gefahren, die sich hinter dieser Liebe verbirgt. Sei es durch die Menschen oder durch einen Omega-Wolf, der alles daran setzen wird, diese Wölfin nicht ganz zu verlieren.
Was würde mein Wolf tun?
Würde er sich der Gefahr stellen und um sie kämpfen, oder würde er mit ansehen, wie sie, mit den Aussätzigen davon zieht??
Es würde Ihr das Herz brechen, aber sie möchte erobert werden, erobert von ihren Wolf, den sie begehrt und liebt.

Ich wünsche Dir lieber Grinner, einen schönen Abend.
In Gedanken bei Dir, deine Manuela.
Imothepa ist offline  
Alt 24.08.2001, 08:31   #85
Forengast
Der einsame Wolf
 
Registriert seit: 08/2001
Beiträge: 2.526
Liebe Imothepa,

die Übernahme eines Rudels war nicht nötig, da unser sich liebendes Wolfspaar ein neues Rudel gründete, und dadurch automatisch in der Rolle des Alphapaares war.
Was den Omega-Wolf angeht, der kam erst später, als das Rudel größer wurde - und auch hier gab es keine Gefahr, denn ihre Liebe war unsterblich, und kein anderer Wolf hätte eine Chance gehabt, zwischen die beiden zu treten.


Über den letzten Teil deines Postings musste ich lange nachdenken, sehr lange, denn die Frage, die du darin stellst, kann und will ich nicht auf die Schnelle beantworten.

Es kommt immer auf die Situation an. Ich bin zwar auch ein besitzergreifender Mensch, die Partnerin, mit der ich zusammen bin, gehört zu mir, genauso wie ich zu ihr gehöre.
Fremdgehen - aus welchem Grund auch immer, wäre für mich ein Grund, über eine entgültige Trennung nachzudenken.
Das Vertrauen, welches für mich für eine Beziehung nötig ist, wäre dann zerstört.
Es ist aber nicht so, daß ich wie ein Vulkan ausbreche, nur weil sie einen anderen - zur Begrüßung oder um Trost zu spenden - umarmt. Würde es aber zum Austausch von Intimitäten kommen, die über einen Wangenkuß hinausgehen, dann würde ich über Schritte meinerseits nachdenken.
Das soll jetzt nicht heißen, daß ich ihn direkt zu Boden schicke, Gewalt macht keinen Sinn, aber ein späteres ernsthaftes Gespräch mit meiner Partnerin wäre dann schon angebracht.

Ich bin für eine ausgeglichene, gleichberechtigte Beziehung, in der beide Partner die gleichen Rechte und Pflichten haben. Und wenn ich von meiner Partnerin solch ein Verhalten erwarte, so muß ich selbst auch willens sein, dieses Verhalten an den Tag zu legen.

Ein Kampf um eine Frau oder eine Beziehung kann auf verschiedene ausgefochten werden. Wenn sich meine Partnerin beklagen würde, ich würde aufgrund meiner Arbeit zuwenig Zeit für sie haben, dann würde ich versuchen, das zu ändern - notfalls durch einen Jobwechsel.
Eine Beziehung besteht aus mehr als morgens aufstehen, Körperpflege, Frühstück, ab ins Büro, vom Büro spät am Abend nach Hause, Abendessen, Körperpflege, ab ins Bett, 5-Minuten-Sex, umdrehen, einschlafen. Solch eine Beziehung kann auf Dauer nicht bestehen, es gibt Defizite im emotionalen Bereich, es gibt keine oder nur wenig Wärme und Zärtlichkeit, und wie das ist, brauche ich dir nicht zu erzählen, denn du erfährst es zur Zeit.

Es gibt auch Männer, die man glatt der Zeit des Neandertalers zuschreiben könnte (obwohl ich mir nicht sicher bin, ob ich damit nicht die Neandertaler beleidige). Sie nehmen den Begriff "kämpfen" wörtlich, und greifen zu Mitteln der Gewalt, um etwaige Nebenbuhler auszuschalten und der Frau ihre Stärke zu demonstrieren.

Wenn du jedoch mit Kämpfen den Versuch meinst, die Partnerin vor körperlichen oder emotionalen Verletzungen zu schützen, so sag ich dir, daß ich da keinen Spaß verstehe, und sehr unangenehm werden kann - mit Worten wie mit Taten.

Du sagst, du möchtest erobert werden. Es gibt verschiedene Arten der Eroberung, z. B. mit finanziellen Mitteln - Reisen, Schmuck, teure Kleidung, etc.
Ich denke auch, daß die Zeiten der Mutproben vorbei sind, Mutproben wie z. B. dem Seilsprung, aus dem das Bungee-springen hervorging.

Welche Art der Eroberung würde denn deinem Herzen vorschweben? Was muß ein Mann tun, damit er die richtige Saite in dir in Schwingung versetzt?

Aber vergiß bitte nicht: Erobern heisst, etwas zu bekämpfen, bis man es einnehmen, es mit Gewalt in Besitz nehmen kann.
Ich würde nicht dein Herz in Besitz nehmen wollen, ich würde wollen, daß du es mir schenkst, so wie ich dir mein Herz schenken würde.
Wenn du das Lied "Die Seele brennt" von der Jule-Neigel-Band kennst, weißt du, was ich damit meine.

Liebe Imothepa, ich wünsche dir einen schönen Tag, und was immer ich auch heute tun werde, ein Teil von mir wird immer an dich denken.

XOXOXO, dein Grinner.



Grinner ist offline  
Alt 24.08.2001, 10:56   #86
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Registriert seit: 06/2001
Beiträge: 352
Hallo lieber Grinner

Ich glaube, ich habe den Bogen ein wenig überspannt, was Du mir auch mit deiner Antwort sagen möchtest.
Es war eine sehr schöne Geschichte, die einen gerne in einem Traum versetzen läßt, aber die Betonung liegt auf " Traum ", denn kaum aufgewacht, wird man mit der harten Realtität konfrontiert.
Ich habe mich in manchen Beiträgen ungeschickt ausgedrückt und dies bitte ich zu entschuldigen, denn zwischen den Zeilen könnte ich einen kleinen Unterton heraus hören und anhand deiner Reaktion, auch eine kleine Zurückhaltung und damit spreche ich nicht das Forum an.
Das Letzte, was ich möchte, ist mit den Gefühlen der anderen spielen, das liegt mir fern, weil ich weiß, wie weh es tut. Und sollte es so angekommen sein, glaube mir bitte, das war nicht meine Absicht.
Und zum Schluß wollte ich noch gerne " Eroberung " definieren, so wie ich die Eroberung sehe.
Du hast da Punkte benannt, unter der Art verstehe ich keine Eroberung, sie taten mir auch ein bißchen weh.
Es ist nicht meine Art.
Es mag auf der Welt genug " Prestigeluder " geben, aber denen gehöre ich mit Sicherheit nicht an und denen werde ich auch niemals angehören, denn auch ich habe mir ein Limed gesetzt, es ist nicht alles Gold, was glänzt.
Es gibt auch Eroberungen, wo man alles daran setzt, den Partner nicht zu verlieren, der mit einem gewissen Kampf verbunden ist.
Kampf bedeutet nicht immer " Gewalt "., aber ich glaube Du weißt, was gemeint ist.

Lieber Grinner, ich wünsche Dir einen schönen Tag.
In Gedanken bei Dir, deine Manuela.
Imothepa ist offline  
Alt 24.08.2001, 14:35   #87
Forengast
Der einsame Wolf
 
Registriert seit: 08/2001
Beiträge: 2.526
Liebe Imothepa,

das Problem mit der Fähigkeit, zwischen den Zeilen zu lesen,ist (und da spreche ich aus Erfahrung), daß man manchmal Dinge sieht, die nicht da sind, oder nicht so gemeint waren.

Ich kann dich beruhigen, du hast den Bogen nicht überspannt, und wenn das so rübergekommen sein sollte, so entschuldige ich mich dafür.

Ich muß dich leider korrigieren: Es IST eine schöne Geschichte, denn sie ist ja noch da, ich habe auch nicht vor, sie wieder zu entfernen. Solange der Thread nicht gelöscht wird, wird sich das auch nicht ändern.
Ich freue mich, daß du diesen gemeinsamen Traum genossen hast, und stimme dir zu, wenn man diesen Traum verläßt, kommt einem die Realität um so härter vor, als sie ohnehin schon ist.

Du hast dich in keinem deiner Postings ungeschickt ausgedrückt, selbst als du "nicht in Form" warst, kam das nicht vor. Meine Zurückhaltung abseits des Forums liegt schlicht und ergreifend darin begründet, daß ich noch nach einer angemessenen "Antwort" auf deine letzte Mail suche - und das ist verdammt schwer, das kann ich dir sagen.

Wo ich aber bei deinem vorletzten Posting Schwierigkeiten hatte, war, daß ich nicht genau unterscheiden konnte, ob du die Geschichte oder die Realität meintest.
Ich habe daher versucht, auf beides gleichzeitig zu reagieren - was mir anscheinend gründlich mißlungen ist.

Du sagtest, du hättest dich ungeschickt ausgedrückt. Jetzt ziehe ich mir den Schuh an, und behaupte, daß ich mich in meinem letzten Posting wohl ziemlich missverständlich ausgedrückt habe.

In der Annahme, daß du auf einer hypothetischen Ebene fragtest, wie ich auf einen potentiellen Nebenbuhler reagiere, bzw. es mit der Eifersucht und Treue halte, schilderte ich zunächst meine Einstellung zu diesen Themen.

Das du nicht mit meinen Gefühlen spielen möchtest, ist nobel und entspricht deinem Charakter, so wie ich dich bisher einschätze (und komm jetzt nicht mit dem Argument, du seist kein Engel, das hatten wir schon ).

Du hast vollkommen recht, ein Kampf kann auch auf verschiedenen Ebenen ausgetragen werden, nicht nur mit Gewalt. Nur, um etwas deutlich zu machen, führt man auch negative Beispiele an. Mein Fehler war anscheinend, diese nicht als solche explizit herauszustellen.

Ich sagte einmal, ich würde nicht glauben, dich verletzen zu können. Ich kann es nicht, jedenfalls nicht wissentlich und mit Vorsatz. Jetzt habe ich dich verletzt, ohne es zu wollen, und es tut mir weh.


Aber du ein Prestigeluder? DUUU? Ich glaube, ich habe schon eine einigermassen passable Menschenkenntnis, und ich habe nicht den Eindruck, du seist ein Prestigeluder. Es sollte vielmehr ausdrücken, daß einige Männer diesen Weg einschlagen, um das Herz einer Frau zu erobern, und daß es Frauen gibt, die das mit sich machen lassen.
Zu diesen zähle ich dich aber nicht, um es noch einmal ausdrücklich zu sagen.

Was ich vielmehr von dir wissen wollte, ist, wie du dir die Eroberung deines Herzens wünschst, wie du erobert werden möchtest. Ich wollte dir dabei bewußt keine Auswahl vorgeben, um dich nicht zu beeinflussen.
Daran, daß du diese Beispiele auf dich beziehst, habe ich überhaupt nicht gedacht.


Ich habe jetzt keine Ahnung, wie es weitergehen soll, ich gebe zu, ich bin ratlos.

Vielleicht sollten wir das Ganze auf einem anderen Weg besprechen, denn hier ist der falsche Ort dafür.
(Kann sein, daß ich gleich für ein paar Stunden offline bin, also wundere dich bitte nicht, wenn es zu Verzögerungen kommt...)


Immer an dich denkend, Grinner.



Grinner ist offline  
Alt 24.08.2001, 19:37   #88
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Registriert seit: 06/2001
Beiträge: 352
Hallo lieber Grinner

Ich habe keine Minute daran gezweifelt, das Du mir weh tun wolltest, nein, es waren vielmehr die Worte, die sich hinter diesem Posting verbargen, denn auch ich lese sie mir mehrmals durch.
Vielleicht habe ich einen Fehler und von dem spreche ich mich auch nicht frei. Ich bezieh alles, was in diesem Beitrag steht, auf mich. Was ist falsch daran, denn im endeffekt bezieht sich doch alles auf Dich und mich, bezogen auf den Beitrag.
Mag sein, das ich überreagiert habe, aber ich wollte Dir damit nur schildern, das ich nicht zu der Kathegorie - Frauen gehöre und damit spreche ich die Eroberung an.
Ich denke mal, das eine Rose mehr aussagt und einem mehr Ausdruck verleiht, als ein Diamantring, ich möchte Erobert werden und nicht Erkauft.
Ich ziehe ein Abendessen zu zweit vor, als prunkvolle Partys, weil ich es mit Ihn genießen möchte und nicht als Ausstellungspüppchen für sein Image gelten will.
Ich könnte Dir noch mehr Punkte aufzählen, was ich unter einer Eroberung verstehe.
Ich liebe es zum Beispiel wenn es Rosen regnet. Klingt ungewöhnlich?? Ist es in keinster Weise, denn wer ein Diamantring kaufen kann, der kann auch einen oder mehrere Körbe voller Rosen besorgen.
Lieber Grinner, ich wünsche Dir einen schönen Abend und Du kannst unbesorgt sein, ich bin Dir deswegen nicht böse, das Recht hätte ich auch gar nicht, denn jedem steht es frei offen und ehrlich seine Meinung zu sagen.
Ich wünsche Dir einen schönen Abend, in Gedanken bei Dir, deine Manuela.
Imothepa ist offline  
Alt 24.08.2001, 22:10   #89
Forengast
Der einsame Wolf
 
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Beiträge: 2.526
Liebe Imothepa,

ich finde, es klingt gar nicht ungewöhnlich, wenn du Rosen, die auf dich herabregnen, dem Diamantring vorziehst.
Warum?
Nun, um einen Diamantring zu kaufen, dafür muß man nur über entsprechende finanzielle Mittel verfügen. Womöglich kümmert man sich noch nicht einmal darum, die Ringgröße herauszufinden, sondern nimmt die Frau einfach zum Juwelier mit, gibt diesem ein paar Vorgaben, und die Frau sucht sich dann den Ring aus, der ihr gefällt.
Toll. Super. Sehr kreativ.
Aber die Sache mit den Rosen. Dafür muß man erst einmal wissen, daß sie sich so etwas wünscht, oder man kommt auf die Idee, daß ihr so etwas gefallen könnte. Man muß sich mit ihr als Person beschäftigen.
Beim Diamantring kann ich die Frau beliebig austauschen, es ist immer dasselbe.
Bei den Rosen ist das etwas anders, denn nicht alle Frauen mögen Rosen, ich habe sogar welche gekannt, die sie hassten, weil sie sie an vergangene Beziehungen erinnerten. Und wenn die Frau Rosen mag, stellt sich die Frage, welche Farbe man nehmen soll, denn einige Frauen bevorzugen weisse oder gelbe gegenüber den roten Rosen. Und es bedarf einer gewissen Vorbereitung, denn es soll ja auch eine Überraschung sein, am Besten an einem romantischen Abend.

Sei unbesorgt, ich würde dich nie als so etwas wie ein Anziehpüppchen ansehen, denn sonst würde ich jetzt nicht am Rechner sitzen und diese Zeilen verfassen.
Wenn ich ein Anziehpüppchen haben will, hole ich mir eine Barbie, oder die Erwachsenenvariante, eine Real-Doll für mehrere Tausend Dollar.

Aber will ich so etwas überhaupt? Ganz bestimmt nicht.

Ich glaube, ich habe verstanden, wie du dir eine Eroberung vorstellst: Sanft, romantisch, derjenige, der dein Herz erobern will, muß sich auf dich einstellen, dich überraschen können, mit Kreativität und Einfühlungsvermögen, nicht einfach nur eine Masche abspulen.
Du musst einfach auch das Gefühl haben, daß er wirklich dich will, und nicht einfach nur eine gutaussehende Frau, mit der er bei seinen Geschäftspartnern angeben kann.

Mhmmm, mal sehen: www.fleurop.de...

Ich wünsche dir noch einen schönen Abend. Ich denke an dich, dein Grinner.


Grinner ist offline  
Alt 24.08.2001, 22:49   #90
Forengast
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Registriert seit: 06/2001
Beiträge: 352
Hallo lieber Grinner

Ich muß zugeben, das es mir jetzt wieder ein bißchen besser geht, Dank deiner Worte, deiner jetzigen Worte.
Ich bin, das hat mein Dat immer behauptet, sehr verrückt, was meine Wünsche oder Träume angehen. Aber wem wunderte es??Ich kam ganz nach Ihn und er hatte auch immer ausergewöhnliche, mitunter verückte Wünsche, die er sich ganz langsam erfüllt hat. Ich liebte Ihn für seine Wünsche und seiner Verrücktheit.
Es ist ein wunderschöner Gedanke, das es Rosen regnet, rote Rosen nur für mich, das ist z.B. eines dieser verrückten Wünsche. Obwohl ich dazu sagen muß, das Rosen nicht meine Lieblingsblumen sind. Ich liebe Lilien, schwarze Lilien, aber frage mich nicht warum, sie sind einfach schön anzusehen und sehr selten. Vielleicht fühle ich mich deshalb zu dem " Seltenen " hin - oder angezogen.
Das war allerdings erst mein zweiter Wunsch, das es Rosen regnen soll.
Der erste Wunsch ist und wurde mir auch von meiner Familie erfüllt. Er klingt verrückt, aber ich wollte so gerne einmal in Sekt baden, nur um das Prikeln an den ganzen Körper zu spüren und es war ein wahnsinniges prikelndes Gefühl.
Sekt ist zwar nicht mein Gebiet, viel lieber Rotwein, aber ich habe gedacht, was so schön in der Nase bitzeln kann, muß sich am Körper erst recht schön anfühlen und dem war so.
Und mein dritter Wunsch, der ist auf eine Art sehr, ich nenn es mal, durchgeknallt. Aber den verrate ich Dir irgendwann einmal.

In diesem Sinne wünsche ich Dir eine gute Nacht, verbunden mit süßen Träumen, deine an Dich denkende, Manuela.
Imothepa ist offline  
 

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