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Alt 02.11.2002, 00:24   #1
kawurina
Member
 
Registriert seit: 08/2002
Beiträge: 59
Erinnerungen !?

Das ich nicht ganz dicht bin weiß ich schon seit längerer Zeit, aber heute laufen mir zum ersten mal wirklich die Schweißperlen von der Stirn. Eigentlich gehöre ich zu den Menschen die immer gut drauf sind, wenn andere Menschen in der Nähe sind. Ich kann mich seit einem guten halben Jahr auch wieder alleine beschäftigen ohne in Depressionen zu verfallen, aber was mir gerade durch den Kopf schoß, wie kleine Puzzleteilchen, das werde ich sobald nicht wieder los!

Was soll ich tun? Wie bekomme ich klarere Bilder in meinen Kopf? Will ich überhaupt die Gewissheit haben?

Ich schreibe wirres Zeugs ins falsche Forum, aber ich habe keine Ahnung mit wem ich über die Vermutung sprechen sollte, zumal ich die Vermutung schon lange Zeit habe, vor 8 Jahren habe ich drüber geredet, aber niemand glaubte einem pubertierendem Mädel, jdf. nicht die Menschen beim Jugendamt!

Was würdet ihr machen, wenn euch plötzlich die Erkenntnis trifft, dass euch euer Vater, den ihr ja liebt, sich an euch in eurer Kindheit vergriffen hat?

Ich bin wie gelähmt, weiß nicht weiter, ich weiß wie es ist vergewaltigt zu werden von einem fremden Menschen, aber es ging immer weiter, ich verlor für kurze Zeit die Kontrolle, war depressiv, aber ich habe immer gekämpft und bisher gewonnen!

Ich wohne bei meinen Eltern und konnte die Nähe meines Vaters im Sinne von Handschütteln oder ähnliches nie ertragen, habe es aber wenn es sein musste über mich ergehen lassen, ich habe bloß keine Ahnung wie ich jetzt reagieren soll bzw. wie ich handeln kann? Will ich überhaupt etwas tun oder lieber weiter verdrängen? Was ist mit meiner Mutter?

Mir geht es jetzt nicht einmal wirklich schlecht, die Erkenntnis hat mich nur unvorbereitet getroffen! Wenn eine Freundin mit euch über so etwas sprechen würde, was würdet ihr ihr raten?
kawurina ist offline  
Alt 02.11.2002, 00:24 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Alt 02.11.2002, 01:10   #2
nord
Junior Member
 
Registriert seit: 10/2002
Beiträge: 16
Ich kann dir leider nicht helfen. Ich kann dir nur sagen, dass ich mit dir mitfühle.

Aber ich glaube, dass du nicht nur hier im Forum drüber reden solltest, sondern dir wirklich auch professionellen Rat holen solltest.

Aber das ist nur meine (sehr unqualifizierte) Meinung, ich will dich zu nichts drängen.
nord ist offline  
Alt 02.11.2002, 10:39   #3
kawurina
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 08/2002
Beiträge: 59
Danke Nord, eigentlich würde mich mehr interessieren ob ihr mit eurer Freundin drüber reden würdet. Ich will sie nicht überfallen, außerdem habe ich das Gefühl, dass sie mir raten wird, sofort auszuziehen, etc.

Ich bin heute ein bisschen wackelig, aber mir geht es wirklich nicht schlecht, zumal ich die Vermutung schon länger habe und mir noch immer nicht sicher bin!!
kawurina ist offline  
Alt 02.11.2002, 11:02   #4
smutna
Forumsgast
 
Beiträge: n/a
Hey,

ist echt krass was ich gelesen habe tut mir leid für dich

Bin auch der Meinung wie nord. Professioneller Rat wäre hier am besten.Wenn man so etwas einer Freundin erzählt, sie kann zuhören, vielleicht trösten aber nicht wirklich helfen. Dazu fehlen ihr die Fähigkeiten die z.b. ein Psychologe hat.

Ich denke mal ich persönlich würde es jemanden erzählen der völlig neutral ist, weder mich noch die andere Person sei es Vater, Onkel etc. kennt.

Liebe Grüße
Smutna
 
Alt 02.11.2002, 14:14   #5
kawurina
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 08/2002
Beiträge: 59
Ich hasse Psychotherapeuten, was die Sache mit so einem darüber zu sprechen nicht unbedingt leichter macht!

Bisher konnte ich mir immer ganz gut alleine helfen, Anzeige oder ähnliches käme sowieso nicht in Frage, weil es schon zu lange her ist und Beweise hätte ich auch keine. Ich habe auch wenig Schwierigkeiten mit meinem Vater, außer, dass ich seine Nähe nicht ertrage, aber das geht mir schon lange so!

Keine Ahnung, was ich jetzt mache, wahrscheinlich erst einmal abwarten, nächstes Jahr bin ich mit meiner Ausbildung fertig und suche mir eine eigene Wohnung, vielleicht bekomme ich dann irgendwann einmal Klarheit.
kawurina ist offline  
Alt 02.11.2002, 14:23   #6
Sternenfahrer
puer aeternus
 
Registriert seit: 05/2000
Ort: BRD München
Beiträge: 6.723
Ich bewundere Dich für Deine Haltung, die von einer eher sachlichen und selbstreflektierenden Einstellung geprägt zu sein scheint. Bei mir stellt sich allerdings das Gefühl ein, daß Du hier eher "wegschließt", was bearbeitet werden sollte. Aber was verstehe ich schon von diesen Dingen?

Freundschaft ist ein Band, das belastet werden kann, aber nicht immer unter Zug stehen sollte. Sonst reißt es. Niemand hier kann Dir sagen, ob das Band zu Deiner Freundin stärker werden wird durch den Vertrauensbeweis, den so eine Offenbarung ja auch darstellt, oder ob die Belastung zu groß wäre.
Die Frage, die Du Dir ehrlich beantworten solltest, ist: Welche Motivation hast Du, es ihr zu sagen? Hilfe wirst Du von ihr nicht erwarten können, und ein hilfloses Gefühl wird es sein, daß sie dabei empfindet. Hilflose Trauer erzeugst Du ja schon bei uns, aber um wieviel mehr bei einem Menschen, der Dir vielleicht sehr nahe steht?!?
Zuhören, das wird sie können. Zuhören und Dich vielleicht in den Arm nehmen. Ist es das, was Du Dir wünschst?

Ich denke, ich habe oben auch angedeutet, wie ich wohl im umgekehrten Fall reagieren würde. Allerdings würde ich wohl versuchen, Dich dort wegzuholen.

Deine Mutter... mein Gott, Du stellst Fragen. Würde sie aus allen Wolken fallen, oder weiß sie und verdrängt sie es? Wie könnte sie nach dieser Enthüllung noch mit ihrem Mann zusammenleben?

Von meiner persönlichen Mentalität her neige ich auch dazu, die Dinge auf sich beruhen zu lassen. Aber ich kann Dir nicht sagen, ob das richtig ist. Vielleicht ist es einfach nur bequem?
Sternenfahrer ist offline  
Alt 02.11.2002, 15:11   #7
kawurina
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 08/2002
Beiträge: 59
Ich denke auch eher, dass ich die Dinge auf sich beruhen lasse. Meine Freundin könnte damit umgehen, da bin ich mir sicher, hat sie selber eine ziemlich besch.... Kindheit gehabt. Allerdings bin ich mir genau aus dem Grund sicher, dass sie mir raten wird auszuziehen und sie nicht verstehen könnte, wenn ich hier bleibe.

Ich danke dir Sternenfaher. Ich überlege mir nur, was ich tun kann und was ich zu tun gewillt bin. Ich wollte nicht mein Leben aufgeben, auf Grund einer Tatsache, die ich ja nicht erst seit gestern erahne. Ändern werde ich heute daran nicht mehr viel können...

Egal ob ich die Wahrheit finde, mein Vater wird es abstreiten, wenn ich ihn damit konfrontieren würde und ich glaube auch nicht, dass meine Mutter mir glauben schenken würde, ist doch seit über 30 Jahren mit dem Mann verheiratet. Das sie sich noch lieben glaube ich nicht, sie sind eher um das Ansehen nach außen besorgt!
kawurina ist offline  
Alt 02.11.2002, 15:29   #8
Sternenfahrer
puer aeternus
 
Registriert seit: 05/2000
Ort: BRD München
Beiträge: 6.723
Zitat:
Original geschrieben von kawurina
Ich wollte nicht mein Leben aufgeben, auf Grund einer Tatsache, die ich ja nicht erst seit gestern erahne. Ändern werde ich heute daran nicht mehr viel können...
Du gehst vorwärts. Es ist nicht eine Frage des änderns, sondern eine Frage, wie man heute damit umgeht. Auszuziehen würde nicht bedeuten, Dein Leben "aufzugeben", sondern für sich selbst kompromißlos einen Schnitt zu machen.
Wie gesagt, das wäre auch gegen meine Natur, aber wenn es Dir hülfe, mit der Situation befreiter umzugehen - das Grübeln abzulegen - dann wäre es das doch wert?
Wenn Du keinen Skandal initiieren willst, so finden sich sicher Gründe, auszuziehen, ohne den wahren Grund Deinen Eltern kund zutun. Vielleicht ein Freund?
Wie alt bist Du eigentlich?

Hm, ich merke schon, ich tendiere auch dazu, Dich in eine Richtung zu schieben - das wollte ich in dieser heiklen Situation eigentlich vermeiden.
Sternenfahrer ist offline  
Alt 02.11.2002, 15:52   #9
Anna
Special Member
 
Registriert seit: 12/2001
Beiträge: 4.434
Zitat:
Original geschrieben von Sternenfahrer
Hm, ich merke schon, ich tendiere auch dazu, Dich in eine Richtung zu schieben - das wollte ich in dieser heiklen Situation eigentlich vermeiden.
Dann lass es ab jetzt einfach bleiben.
Anna ist offline  
Alt 02.11.2002, 19:00   #10
kawurina
Member
Themenstarter
 
Registriert seit: 08/2002
Beiträge: 59
Das zu Hause ausziehen war für mich nicht mit Leben aufgeben gemeint, sondern jetzt einen Aufstand zu machen, wäre für mich nicht das wahre.

Ich halte meinen Vater übrigens nicht für gewalttätig oder ähnliches im Sinne von, dass er sich an andere Kinder wagen würde oder Frauen vergewaltigen würde, sonst würde ich mit dieser Erkenntnis anders umgehen! Eine bekannte bringt öfter ihr Kind zu uns, das Mädel ist jetzt 11, ich weiß noch, dass ich früher genau geguckt habe, was mein Vater mit ihr macht, aber mir ist nichts aufgefallen und das Kind war und ist bis heute nicht verändert. So oft war sie ja auch nicht hier. Aber es sind Kleinigkeiten die ich unterbewusst immer gemacht habe.
kawurina ist offline  
Alt 02.11.2002, 19:00 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

 

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