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Alt 03.07.2003, 00:13   #1
Eternity
Member
 
Registriert seit: 04/1999
Ort: Wies'n-Haupstadt
Beiträge: 279
Absch(l)uss !

Liebst du mich ?
Diese Frage stellte ich mir nach Tagen als eben dies Gefühl in mein Herz sich schlich
und immer weiter um sich griff
als ich dann bestürzt erkannte daß du dich in meine Seele branntest
ohne Rücksicht ob du zerstörtest, was ich mir behütet aufgebaut
merkte, daß es stärker wurde von Tag zu Tag, Nacht zu Nacht
ich immer weiter trudelte in den Wahn, in der Liebe irrsinniger Bahn
konnte mich nicht erwehren gegen deiner Augen und Stimme Waffen
deine Hände und dein Körper hielten mich gefangen
hatte versucht, dir zu entkommen, spürte doch, daß nichts kam zu mir zurück
wolltest mich nicht halten, ließest mich gehen und konntest doch nicht von mir lassen
und dein Zauber ließ nicht locker, der Rausch der Leidenschaft uns immer wieder
zum Verhängnis geworden ist in all der Zeit


Liebst du mich ?
Schweigend deine Verletzungen hingenommen und selber die Wunden geleckt bis sie verheilten
dir Kraft gegeben, weil ich mich fallen ließ
hast meine Energie in dich aufgenommen und vergessen mich wieder aufzuladen
hab mich aufgebäumt, versuchte zu erklären, was vorgeht in mir, wenn du mir hast weh getan
ohne ein Wort hörtest du mir zu, hast bestätigt, hast erklärt, wolltest dich bessern
und doch ging es durch deinen Kopf, ohne Spuren zu hinterlassen
wollte dich ändern, habe gekämpft gegen Windmühlen deren Namen Familie, Kultur und Freunde waren
als nichts mehr half versuchte ich, dich so zu lassen wie du bist
denn niemand soll sich ändern
sich gegen seine Natur auflehnen


Liebst du mich ?
Schreckte auf, weil ich erkannte, daß ich mich geändert hatte wegen dir
ich weiß, daß du das nicht wolltest und doch hast du zugelassen,
daß ich mein Leben stellte ein ganz auf dich
stieß Freunde und Familie vor den Kopf, weil eben nur du mein Denken und mein Tun
in jeder Minute meines Lebens beherrschtest
war nicht mehr ich selbst, sondern nur die Hülle
nur du brachtest Farbe in mein Leben in der kostbaren, kurzen Zeit die uns nur blieb
weil du nicht zu mir stehen konntest und mich aus deinem Leben verbanntest


Liebt du mich ?
verzweifelt hatte ich versucht, dein Vertrauen zu gewinnen
merkte ich doch, wie sehr du leidest, unter deiner kühlen Fassade
wolltest niemand an dich lassen
hast deine Seele verschlossen auch vor mir - wie weh das tat
kannst mir nicht erzählen deine Träume, die ich hätte so gern mit dir geträumt
wollte von deiner Liebe, die du anderen gabst auch ein kleines Stückchen haben
habe mich damit abgefunden, daß deine Kinder deine Familie, deine Freunde die Fürsorge,
die ich so gerne hätte, bekommen und nichts mehr für mich übrigblieb
du dachtest meine Stärke, würde für uns beide reichen
hat sie auch nur ab und dann waren die Batterien leer
ich wehrte mich mit Worten, hab dich unter Druck gesetzt – noch ein Weg
um dir zu zeigen, daß des Weges Ende naht
doch gezeigt wurde kein Interesse, ob ich Sorgen oder ob die Seele schmerzt


Liebst du mich ?
All die einsamen Nächte, die ich zugebracht, weil es hier und da was Wichtigeres gab
all das Warten, all der Schmerz, als ich Wochen nichts mehr von dir hörte
und plötzlich standest du wieder vor der Tür, ohne Erklärung für dein Verhalten
alles wurde unter den Tisch gekehrt und ich habe den Mund gehalten
kamst und gingst, wie es dir paßte
ließest mich manchmal lange zappeln und sagtest doch ab und immer so spät, daß ich nichts mehr unternehmen konnte
ich unterstellte dir dies als Absicht, damit zu verhindern jemanden zu treffen, um dich vergessen zu können
mitten in der Nacht ist deine liebste Zeit, bei der du immer bei mir verweilst
zerrte von den wenigen Stunden die du bei mir warst
weinte, schrie mir meinen Schmerz hinaus
doch kaum, da du vor mir standest, wurde mein Denken gelöscht und ich lag
in deinen Armen, roch deinen süßen Duft


Liebst du mich ?
willst keine Zukunft und auch kein Ende
versuchte verzweifelt zu ergründen: was du wirklich willst
wollte deinen harten Worten nie und nimmer Glauben schenken
Hoffnung, oh die Hoffnung schrie in mir, daß es für uns einen Weg nur gäbe
aber all das allein, hängt vor dir ab - nur von dir
in meinen Träumen waren wir eins, teilten alles, Freud und Leid
und dann kamst du hast genommen meiner Träume Energie
durch dein Verhalten, deine Launen holtest du mich wieder auf den harten, schmerzvollen Boden
ließest mich aufschlagen ohne mich zu fangen
hab mich wieder aufgerappelt und weiter gekämpft um die Liebe
denn ich spürte, daß es sie gab
durch deine Gesten, durch dein Blicke habe ich empfangen, daß du nicht kalt bist in meiner Nähe und ich doch habe die Macht, dich in mich fallen zu lassen
doch diese Momente waren rar gestreut und die Einsamkeit mein ständiger Begleiter


Liebst du mich ?
stellte ich mir diese Frage tausendmal
verborgen fragte ich nach den Gefühlen, die du hast, wenn ich bei dir
konntest mir nicht antworten, weil deine Mauer und dein Stolz nicht zuließen ein liebes Wort an mich
diese Wunden heilen nie, die du mir damit zufügtest als ich keine Antwort darauf kam
ob du für mich empfindest tiefe, ehrliche Gefühle
du könntest es mir nicht sagen und ich sollte dich danach nicht fragen
du wissest selber nicht warum du immer wieder in meine Arme fliehst
nur mein Körper und meine Reize sind es nicht, hast du gesagt
und ich fragte mich was es könnte sein - tausendmal und tausendmal
verflucht, ich wollte, daß du dich öffnest
wenigstens dein wahres Gesicht mir zeigtest
mir, die dich geliebt und immer verstand
hast mich nur ein bißchen in dein Herz
sehen lassen und mir dann den Blick versperrt


Liebst du mich ?
habe niemanden an mich gelassen - mich jemanden zu öffnen viel mir schwer
die Augen verschloß ich vor der Wahrheit und vor der Vielzahl der Menschen, die mich lieben und lieben möchten
an den Jahren wurden es fast zwei, wo alles ich hab durchgehalten
des Schmerzes Zeiten waren viel - zerbrach ich doch fast daran
all die kleinen Wunden, die ich selbst immer allein und einsam heilen mußte
diese Narben sind geblieben
hab sie ignoriert, sie weggeschoben, sie über das Jahrtausend getragen
auf die Stimme der Hoffnung gehört - und plötzlich, die Wende

es kam das Fieber und es blieb drei qualvolle lange Tage
mein Körper glühte, die Sinne, meine Sinne, gerieten aus den Fugen
kalter Schweiß entrann aus mir und mit ihm dein süßer, giftiger Pfeil
der mir die Sinne raubte in all der langen Zeit
ernüchtert sah ich jetzt die Lage und stellte mir immer weniger die Frage: was will er nur, was ist sein Ziel
stellte mich von nun an in den Vordergrund
war mir selber die nächste
ließ dich spüren, wie es ist, vergeblich auf eine Nachricht zu warten
zog mich von dir zurück traf andere Leute und öffnete mein Inneres und bin jetzt bereit
zu erkunden die Welt
genieße jetzt mein Leben, spontan werden die Taten
fühle, daß meine Seele sich heilt und erneuert
jeden Tag treten neue und liebe Menschen in mein Leben, was ich so lang nicht zugelassen
du verläßt nach und nach meine Gedanken - ich brauche dich bald nicht mehr

DOCH in meinem Herzen bist nur du und die Liebe lodert helle Flammen
aber, Vorsicht, ich rate dir, sei wachsam, ich entgleite dir
denn ich habe aufgehört zu kämpfen um deine Liebe, um dein Vertrauen
ich verlasse diese Arena und überlasse sie dir, daß du das Kämpfen übernimmst
mich achtest, wie es mir gebührt
mir sagst, was du empfindest
endlich Entscheidungen triffst
daß du dich öffnest, mir vertraust - ohne Rücksicht auf die anderen
steh zu mir, um meinetwegen
liebe mich, um meinetwegen
kämpfe, um meinetwegen
es bleibt nicht mehr viel Zeit, sie verrinnt und irgendwann, da kommt der Tag
da stelle ich mir die Frage

Liebe ich dich ?


----------------------------

geschrieben von eternity im jahre 2000


das ist jetzt fast 3,5 jahre her .... ein jahr später kam der bruch .... ein halbes jahr später mein neuer freund, mit dem ich jetzt eine neue zukunft beginne.

ich würde diese erfahrung von damals immer wieder eingehen, denn sie hat mich gelehrt, das NICHTS in einer beziehung selbstverständlich ist ... kleine gesten, kleine zärtlichkeiten, geborgenheit, liebe ... all das sollte niemand als selbstverständlich ansehen ... das ist es nicht ....

heute bin ich sehr glücklich und freue mich darauf mit meinem freund zusammen zu ziehen ... denn ER macht mich glücklich !

ich möchte diesen thread als symbol setzen für mich und vielleicht auch an die/den eine/einen andere/n hier im forum !

ALLES IM LEBEN HAT SEINEN GRUND !

wenn dies bedeutet, dass ich den harten weg gehen musste, um jetzt so glücklich zu sein, hat es sich gelohnt!

so long

eternity
Eternity ist offline  
Alt 03.07.2003, 00:13 #00
Verbraucherinformant

Registriert seit: 21.08.2005
Ort: Litfaß
Beiträge: 4692

Hallo Eternity,
 

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