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Alt 03.05.1999, 07:08   #21
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Lieber Jack,

Betrunken und Auto, das sollte sowieso niemand tun. Aber davon reden wir ja nicht. Mir geht es eigentlich in der ganzen Sache darum, daß er, sagen wir manchmal, ein halt war in dieser beschissenen Welt. Also eigentlich nicht er, sonder die Erinnerung an ihn. Wenn dir das Leben übel mitspielt, und du glaubst der A**** für jeden zu sein, dann hilft dir der Gedanke an einen geliebten Menschen wirklich weiter. Auch wenn das Gefühl nicht erwidert wird.
Vielleicht ist es auch nur meine Art, mich an etwas Geregeltes zu klammern, keine Ahnung. Die Zeit wird vergehen und die Wunden heilen, nur manche Wunden heilt nicht mal die Ewigkeit.

Nachdenkliche Grüße,
fey
 
Alt 04.05.1999, 05:56   #22
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hi fey,
das war ja schon fast poetisch, vielleicht können dir auch gedichte, oder, wenn dir die musik so wichtig ist, auch songtexte halt in schwierigen situationen geben.
laß was von dir hören, wenn du dich von dieser, wie du sagst, sucht, befreit hast.

mercucio
 
Alt 04.05.1999, 06:35   #23
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Liebe fey

Es stimmt mich ein wenig traurig, was du da schreibst! Es ist echt nicht shcön der A für alle zu sein. ist da nur im moment so, oder hast du immer das gefühl? Nach diesen Worten kann ich deine Stimmung so richtig mitfühlen. Und auch warum du dich so an ihn (oder den Gedanken) klammerst, jetzt schon seit jahren. Hasz du ihn eigtl in den letzten Wochen mal gesehen, mal mit ihm gesprochen? Ich glaube du klammest dich sehr verzweifelt an diesen Gedanken, an den Gedanken an jemanden, der dir raushilft. Doch so wie ich das sehe, klammerst du dich an den falschen. du musst unbedingt den richtigen finden! Schmeiss ihn endlich aus deinen Gedanken, oder geh zu ihm und stell fest, was er macht, ob er an dir interess hat oder nicht, und wenn du das nicht willst, dann musst du *endlich* aus diesem Trott rauskommen! so hart das jetzt klingen mag, aber ich glaube du gehst mehr und mehr kaputt, wenn du so weitrmachst!
Bitte, schau das du was machst, um da rauszukommen.

Mit sorgenvollen Gedanken, Jack
 
Alt 04.05.1999, 06:44   #24
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Hallo Fey
mir ging es mal genauso wie Dir.
Im Urlaub lernte ich jemanden kennen...
nennen wir ihn Daniel...er war genau das was ich immer wollte. Vom charakter wie auch vom äußeren her. Ich verbrachte mit ihm zwei wundervolle Wochen. Der Abschied brach mir fast das Herz. Das ist jetzt zwei Jahre her. In dieser Zeit verlief sich der Kontakt immer mehr im Sand. Vergessen konnte ich ihn aber nie. Meine Träume wurden zu meinem Lebensinhalt. Obwohl ich zu dieser Zeit in einer Beziehung lebte, entschloß ich mich vor einem Monat spontan ihn wiederzusehen. Dieses Wiedersehen war eine große aber auch sehr heilsame Enttäuschung. Er war nicht mehr der der er mal war; oder den ich gerne in ihm gesehen hätte. Träume verzerren die Realität, und ich muß sagen, ich bin heute sehr froh, das ich in wiedergesehen habe. Es hat mir wirklich die Augen geöffnet, und heute bin ich frei.
Ich kann Dir nur empfehlen ihn wiederzusehen. Nur dann kannst Du wirklich rausfinden, ob das was Du fühlst auf Wunschdenken oder Realität basiert.

Viel Glück


 
Alt 04.05.1999, 08:20   #25
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Hallo Dany,

ich danke dir für deine Geschichte, die mir weiterhelfen sollte, aber wahrscheinlich weißt du aus diesen Jahren, daß niemand recht hat, nicht mal du selbst, wenn du sagst: nein, ich brauche ihn nicht.

Wie auch immer, ich gebe dir ohne Zweifel recht, daß es nur meine Träume sind, die mich an ihn binden. Würde ich ihn wiedersehen, wäre er nicht mehr soviel wert sein, glaube ich. Vielleicht würde er seinen, sagen wir mal, Mythos, verlieren.

Lieber Jack,

ich habe ihn in den letzten Wochen nicht gesehen. Ich habe ihn seit Nov. 97, (ungefähr) nicht gesehen. Das macht die ganze Sache selbst für mich absurd. Ich weiß nicht, ob ich die Hoffnungen loslassen soll, den ohne Träume sind wir doch alle nur leblose Hüllen.

Ich will damit nur sagen, daß wir alle etwas brauchen, das uns am Leben hält, egal was. Alles, was ich brauche ist, wie du sagst, den richtigen, um MIT ihm zu träumen. Aber der läßt leider auf sich warten, zu lange, deshalb klammere ich mich wahrscheinlich so an meine Hoffnungen.

fey
 
Alt 05.05.1999, 06:22   #26
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Liebe fey!

So wie du hier schreibst, klingt das nicht nur nach ichwillanihndenkenbisderrichtigekommt sondern so, als ob du ein viel größerers problem hättest. wie ist das denn? geht es dir jetzt immer noch so, dass du nur saft-und-kraftlos zuhause rumhängst, nichts tun kannst, dir nichts spaß macht, dein einziger Gedanke IHM gilt, und du dir ständig ausmalst, was du alles mit ihm machen willst? Und kurz darauf zerplatzen die Träume wieder und das Luftschloss stürzt ab, gefolgt von einem Aufschrei deiner Seele?
oder ist es mehr das Gefühl, dass es so wunderschön mit ihm gewesen wäre, du dich gerne an ihn erinnerst, aber trotzdem dein resltliches Leben auf die Reihge kriegst?
Schreib mir!
Jack (der schon leicht betrunken ist)
 
Alt 05.05.1999, 08:19   #27
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Lieber Jack,

Ich glaube, meine Gefühle für ihn sind nicht wirklich mit Liebe verbunden. Ich kann es mir selbst nicht erklären. Es ist auch nicht so, daß ich nur herumhänge, ganz im Gegenteil, ich versuche das Leben auszukosten, alles auszuprobieren und zu nehmen, was mir das Leben gibt. Nur täglich kommt in mir die Sehnsucht hoch, wie gerne ich ihn wiedersehen würde, mit ihm reden, herumalbern, so wie früher auch. Mein Traummann, glaube ich, ist er nicht mehr, dafür ist er zu sehr der Realität entrückt, aber das kann ich nur feststellen, wenn wir uns wiedersehen. Ich glaube an das Schicksal, was wiederum ein Grund ist, weshalb ich ihn nicht einfach anrufen kann. Irgendwie bin ich auch mit dem Traum festgefahren, ihn plötzlich, völlig unvorbereitet, zu treffen. Und wenn ich ihn wiedersehe, will ich genau den Ausdruck in seinen Augen beobachten können, erst dann, weiß ich, ob wir "füreinander bestimmt sind".

Es hat ein bißchen was von Nostalgie, wenn ich an ihn denke, und ich lebe leider zu oft in der Vergangenheit. Zur Zeit ist mein Blick jedoch nach vorn gerichtet, was wirklich schwierig ist, aber ich versuche mein Bestes. Ich hab´ mir halt in der letzten Zeit andere Ziele gesteckt, als eine Beziehung mit einem Mann, den ich eine halbe Ewigkeit nicht gesehen habe, so schön es auch sein mag. Meine Zuneigung gilt halt doch denen, die um mich herum sind, und nicht plötzlich sang- und klanglos verschwinden.

Ich hoffe du verstehst meine wirren Gedanken, aber du must verstehen, daß es nicht so einfach ist, 4 Jahre meiner Gedanken und Träume plötzlich in Worte zu fassen.

Liebe Grüße,

fey
 
Alt 06.05.1999, 07:08   #28
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liebe fey,
ich finde du bist ja schon einen schritt weitergekommen, immerhin setzt du dir ziele die ihn nicht beinhalten. kommt mir halt so vor. ich glaube du bist auf dem besten weg dein leben zu führen, wie du es dir verdient hast, nämlich ohne zwang und ohne den druck immer ein hintertor, oder so, für ihn offen zu lassen. vielleicht hilft es dir, und wenn es nur ein bißchen ist, wenn ich dir sage: mir ist es mal so ergangen wie dir, und ich habe ihn vergessen können und genieße mein leben in vollen zügen: vergiß niemals: freunde sind immer für dich da und verstehen dich, auch wenn du es nicht wahrhaben willst.

grüße,
mercucio
 
Alt 07.05.1999, 19:16   #29
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Liebe Fey,
jetzt habe ich gelesen, daß Du und eigentlich alle anderen hier auch dieses Problem haben. Ich kann Dir erzählen, daß eine Frau, die erste, die es geschafft hat, mich immer wieder zum Lachen zubringen ( so richtig lachen, wie ein Reflex ), meinte, unsere PLATONISCHE Beziehung wäre echt toll!!! - Ja super Sache dachte ich.
Jeder hier hat genau dasselbe Problem. Ich glaube, das Leben ist wie ein Schachspiel, am Ende gibt es immer einen Gewinner und einen Verlierer, es gibt nur Ja oder Nein, Schwarz oder Weiß. Und je mehr wir wissen, desto mehr mögliche Spielzüge sehen wir und wir sehen, daß diese unendlichen Möglichkeiten auch beim Gegenüber vorhanden sind. Das macht es nur schwer, und nur das macht es schwer. Es ist genauso, wie wenn Du ein Problem, über dem Du ewig geschwitzt hast dann irgendwann verstanden hast und Dir an den Kopf greifst, wie Du so blind sein konntest, die Lösung, die die ganze Zeit vor Deinen Augen lag, nicht zu sehen.
Am Ende gibt es doch nur zwei Möglichkeiten.

Aber wenn das Herz so leidet, gibt es keinen Rat, der hilft, nur eines bleibt immer als sichere Stütze: Die Zeit.
Es ist ein ausgewaschenes Sprichwort, aber es stimmt: Die Zeit heilt alle Wunden - und wenn Du Dich erinnerst, wie in Jugendjahren Dein Herz wegen der oder dem geblutet hat, dann mußt Du heute darüber lachen, oder ???
Die Zeit bleibt nicht stehen und nimmt jeden Schmerz mit sich, die Erinnerung hält oft nur das Schöne fest.
Und noch etwas: Es gibt nicht nur eine oder einen auf der Welt, bei so vielen glücklichen Paaren ist das doch offensichtlich, in allen Ecken und Enden dieser Welt ist jemand, der genauso fühlt wie Du und auf DICH wartet und dieser Jemand ist obendrein noch wunderschön.

Alles Gute.

 
Alt 07.05.1999, 21:10   #30
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Hi Freedom!

Schön formuliert, mit dem Schachspiel und so. Um deine Gedanken weiterzuführen: Ist es nicht so, daß uns wir bei jedem riskantem Spielzug eine Art Adrenalinstoß bekommen, und unsere weiteren Züge überdenken, wobei wir jedoch auch die Züge unseres Gegenübers beachten müssen. Es ist verdammt kompliziert, und vielleicht macht gerade das das Spiel so interessant. In gewissem Sinne spielen wir doch alle mit der Liebe-Ganz oder Gar nicht, so wie russisches Roulette. Vielleicht denken wir aber auch in zu komplizierten Zügen, und die Lösung würde irgendwie zu einfach sein, nach dem Motto: Wieso einfach, wenn´s kompliziert auch geht? Wahrscheinlich betrachten wir alle zu genau die Details, das Umfeld, die Außenwelt, anstatt in uns hineinzusehen, um zu sehen, daß wir eigentlich schon am Ziel sind. Irgendwie ist doch jeder Mensch um uns herum ein potentieller Partner, wir lassen uns nur von Kleinigkeiten abschrecken, oder zu sehr beeinflussen.

"Wieso in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nah"-Vielleicht ist gerade der, mit dem du dich fast jeden Tag triffst, mit dem du über Gott und die Welt sprichst, derjenige, der deine Welt erleuchten kann. Nur sind wir teilweise zu blind und sagen:"Das ist doch ´nur´ ein Freund". Wahrscheinlich liegt es an der Anziehungskraft des Unbekannten, des Neuen, das auf den ersten Blick interessanter scheint, als die Kindergartenliebe, an die du dich doch so gern erinnerst.

Ich für meinen Teil schweife auch lieber in die Ferne, aber dagegen kann ich (bis jetzt) noch nichts machen.

Liebe Grüße,

fey
 
 

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