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#11 |
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Forumsgast
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Hi Steffen
Ich denke das du dir das schon richtig überlegt hast, oder? Aber wenn du so denkst, wirst du schon das richtige machen. Also TSCHAU, und TOI TOI TOI BRITNEY |
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#12 |
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Forumsgast
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Lieber Steffen,
danke, daß Du mir geantwortet hast. Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie Du empfindest. Aber weißt Du, Du kannst Dich wirklich einerseits auch glücklich schätzen. Denn Deine Angebetete mag Dich offenbar sehr gerne, da sie jede freie Minute mit Dir verbringt. Oder ist sie einfach nur einsam ? Egal, Du bedeutest ihr zumindest als Freund etwas und ihr seid allen Anschein nach auf gleicher Wellenlänge. Es ist sicherlich sehr schwer, sich dann zu entscheiden, ob Du ihr Deine Liebe gestehen sollst oder nicht,denn Du hast wirklich etwas zu verlieren, nämlich ihre Freundschaft. Bei mir war nicht einmal das der Fall, obwohl ich wirklich darum gekämpft habe, ja man könnte fast sagen, ich habe immer nur um eine Chance, von ihm in irgendeiner Form, sei es freundschaftlich oder partnerschaftlich geliebt zu werden, "gebettelt"; wenn ich im nachhinein so darüber nachdenke, kommen mir schon alleine deswegen die Tränen. Er hat mir irgendwie nie eine Chance gegeben, ihm in irgendeiner Form nahe sein zu dürfen. Was hätte ich nicht alles gegeben, um diese eine Chance zu erhalten. Aber er sprach immer nur von seiner besten Freundin, daß er sich bei ihr immer zuhause fühlen würde. Das alles hat mir so unendlich weh getan, obwohl diese Geschichte mit seiner besten Freundin, wirklich nur platonisch ist. Es gibt da so einen Spruch: Manche graben nach einem Schatz und sehen dabei nicht, daß er vor ihnen sitzt. Weißt Du ,mmer wenn ich mich mit A. getroffen habe und ihm gegenüber saß, dann konnte er sich endlos darüber auslassen und beschweren, daß er hier kein Zuhause ( er ist zugezogen ) findet. Derweil hätte er bei mir eine Heimat gehabt. Und um auf Dich zurückzukommen... Du und diese Frau, ihr gebt einander eine Heimat, wenn auch rein freundschaftlich. Und wenn eure Freundschaft so stark ist, wie Du sie beschreibst, wird das immer so sein. Und Du hast vielleicht die Chance ihr "bester" Freund zu werden und manchmal sind die besten Freunde mehr wert, als irgendwelche (Sexual.-)partner: A. wollte zwar wohl mit mir ins Bett gehen, mich aber nicht in sein Inneres lassen. Und irgendwie hatte ich auch nichts mehr zu verlieren, als ich ihm gesagt habe, daß ich ihn liebe. Es hätte nur besser werden können. Aber das wird es wohl nie mehr werden. Es gibt ein Sprichwort: Freundschaft ist Liebe ohne Flügel: Vielleicht ist der Freund Deiner Angebeteten der Mann, mit dem Sie fliegen kann, aber Du bist ihr vielleicht ein Hafen, in den sie einlaufen kann, wenn Sie müde ist. Sicher, das klingt jetzt alles ein bißchen nach Trostpflaster oder Lückenbüßer, aber weißt Du, Harry und Sally, das ist nun mal eine Geschichte der Neunziger. Ich glaube, herauszufinden, wie intensiv ihre Freundschaft zu Dir ist oder wieviel ihr Eure Freundschaft bedeutet, wäre wichtig. Mein Ratschlag: Rede mit ihr darüber, bevor Du ihr Deine Liebe gestehst. Dann nämlich kannst Du feststellen, wie stark die Basis eurer (freundschaftlichen) Beziehung ist und ob die Basis stark genug ist, ein derartiges Liebesgeständnis zu verkraften. Ist die Basis nicht stark genug, mußt Du damit rechnen, daß sie die Verbindung zu Dir abbricht. Ist die Basis dagegen belastbar genug, so könnt ihr g e m e i n s a m überlegen, was nun zu tun ist. Vielleicht würde das sogar ( und sei es auch erst nach einer gewissen Zeit ) die Freundschaft und das Vertrauen ineinander stärken. Und wenn Sie zu ihrem Freund zurückgeht, dann laß sie gehen, Liebe heißt auch immer loslassen und das muß ja nicht heißen, daß ihr euch trennen müßt. In euren Herzen könnt ihr auf ewig miteinander verbunden bleiben, und das ist doch auch schon was wert, oder ? Ich hoffe, ich konnte Dich zumindest ein wenig trösten. Bye, Bettina [Diese Nachricht wurde von felidae am 11-04-99 geändert.] |
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#13 |
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Forumsgast
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Liebe Bettina,
vielen Dank für Deine lange Antwort und Deine lieben Worte. Was Du geschrieben hast, hat mich zum Nachdenken gebracht. Es ist natürlich schön zu wissen, daß sie mich sehr gerne hat, und das weiß ich. Sie hätte ihre Zeit mit vielen anderen verbringen können und sie hat sie mit mir verbracht. Bestimmt lag es nicht daran, daß sie einsam war. Für diese schöne Zeit bin ich auch sehr dankbar. Du hast wahrscheinlich recht, wenn Du sagst, daß ich ihre Freundschaft verlieren könnte, wenn ich ihr sage wie sehr ich sie liebe. Andererseits würde ich es aber glaube ich kaum aushalten, in sie verliebt zu sein und es ihr nie zu sagen. Es ist wirklich so schwierig. Sie ist auch eher der rationale Typ und sie zeigt ihre Gefühle nicht immer. Das macht es für mich auch so schwierig, einzuschätzen was sie für mich fühlt, ob es mehr als Freundschaft ist. Sie würde bestimmt nie den ersten Schritt tun, und deshalb sollte ich es vielleicht machen. Auf jeden Fall danke für Deine tröstenden Worte, es ist schön zu wissen, daß man mit seinem Kummer nicht alleine ist. Alles Liebe Steffen |
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#14 |
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Forumsgast
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Lieber Nicht-Widder,
Du hast recht, langsam geht es mir wirklich besser ( zwei Jahre Liebeskummer ist auch wirklich genug ), aber dann gibt es wieder Tage, wo ich mir wünsche, in seinen Armen zu liegen. Wie geht es Dir ? Schätze immer noch nicht besser, oder ? Wann ist denn der große Tag, am dem Du ihr Deine Liebe gestehen willst ? Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück. Zumindest glaube ich, daß Du bessere Chancen bei ihr hast, als ich bei ihm je hatte. Aber mir ging es letztendlich dann genauso wie Dir, ich habe es einfach nicht mehr ausgehalten nach zwei laaangen Jahren ihm meine Liebe zu verheimlichen. Ich weiß nicht, aber im nachhinein empfinde ich die letzten zwei Jahre als eine einzige große Lüge. Es gab Nächte, in denen ich mich in den Schlaf geweint habe. Besonders schlimm war es dann immer, wenn er kurz zuvor bei mir gewesen war und sein Duft noch in der Luft hing. Dann bin ich morgens aufgewacht und dachte er ist hier bei mir. Das ging manchmal so weit, daß ich seinen Duft noch gerochen habe, selbst wenn er schon Wochen nicht mehr bei mir war. Ich dachte, ich dreh´durch. Mein Liebesgeständnis war zum Schluß meine einzige Hoffnung, daß sich doch noch alles zum Guten wenden würde, na ja, siehst ja, was daraus geworden ist. Irgendwie war er für mich immer wie ein schöner bunter Schmetterling. ...und Schmetterlinge kann man nicht halten. alles Liebe B. |
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#15 |
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Forumsgast
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Ich finde es zwar recht angenehm, auch mal was über andere Gefühle zu lesen, aber ich denke, manche Leute übertreiben das nicht-sexuelle aus Angst, das "erotische" Lieben wäre irgendwas Dreckiges. Das wird es, wenn sich eigentlich Aggressionen darin Luft verschaffen, die man, man mag es ja kaum sagen, auch mal in Worte fassen könnte, oder auch nur im Selbstgespräch mal sowohl gedanklich als auch körperlich "abarbeiten" sollte. Ich habe früher auch nur extrem indirekt Wut bekommen, aber ich habe gemerkt, daß wirklich alles viel leichter ist, wenn man das auch körperlich an sich heran läßt. Ich sage dann nicht immer wirklich alles, was mir in dem Moment alles einfällt, außer, ich bin allein, aber es ist nicht schlimm, wenn man nicht immer gleich die Axt nimmt, um das auch wirklich in reale Handlungen zu "übersetzen", was man gerne denkt. Zumindest ich hatte das Problem, daß darunter die erotischen Gefühle so völlig verkümmert sind, weil sie auch eben sehr körperlich sein müssen, um in einem selbst und auf den anderen zu wirken. Manchmal rechtfertigt man das dann mit beliebigen Phrasen von wegen "platonische" oder "richtige" Gefühle, nur ist das sexuelle in seiner wirklichen Form auch nur eine körperliche Folge von "haben wollen" und mit jemandem eine echte innere Gefühlsbeziehung zu haben. Solange man da aufhört, wo das ganze eben auch seine sexuelle Komponente haben will, wird auch der Partner nicht auf diese Schiene gehen. Das ist dann das, was hier und anderswo so viele heftig beklagen: man bekommt Freundschaft, wenn es das so wirklich gibt, aber nicht Liebe. Es gibt keine Liebe ohne diese Komponente, und erst, wenn man selbst damit anfängt oder den Anfang beim anderen auch annimmt, entsteht eben diese "familiäre" Liebe. Und wenn man sich auf den Kopf stellt, solange man es nicht tut, wird es wirklich einfach nicht passieren - da kann man Gedichte bis an sein Lebensende verfassen, sich 47 Ferraris zulegen, jede Form von Klamotten anziehen, Briefe schreiben, und, und, und. Nada. Niente. Nix. Höchstens entnervte Augenaufschläge mit dem Inhalt "Jetzt nimm mich endlich in den Arm und tu was, aber hör auf ständig alles zu versprechen, aber nicht damit anzufangen.". Ach ja, damit es klar wird: Es geht nicht darum, nach anderthalb Sekunden real im Bett zu landen, sondern darum, überhaupt erst mal erotische Gefühle haben zu können, zu behalten, und trotzdem nicht gleich durchzudrehen und die Kontrolle zu verlieren. Daß der andere das mitbekommt, passiert automatisch, und der Rest entwickelt sich dann, wenn man nicht gleich alles mit Planungen zunichte macht, von alleine. Ferraris, Klamotten und andere Spielsachen können natürlich auch manchmal ganz hilfreich sein...
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#16 |
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Forumsgast
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Hallo Ihr alle,
tja, nächsten Freitag fliegen wir nach Hause und ich habe immer noch nicht mir ihr geredet. Aber nächste Woche, sost werde ich es nie machen. Vielleicht gibt es ja eine kleine Chance. Letzte Woche hatten wir an der Uni ziemlich viel zu tun, haben uns kaum gesehen, aber sie hat mich jeden Tag angerufen. Das war echt lieb. Außerdem sagt sie immer, daß sie nicht gehen möchte. Das gibt mir dann doch wieder ein bißchen Hoffnung. Liebe Bettina, danke auch für Deine Antwort. Übrigens geht mir das auch immer so, daß ich immer noch ihr Parfum rieche, wenn sie am Abend vorher bei mir war. Mir geht es jetzt auch so, daß ich es nicht mehr aushalte. Wenn ich neben ihr sitze, würde ich sie so gerne in den Arm nehmen und küssen. Ich muß es ihr jetzt einfach sagen. Es kommt mir auch alles vor wie ein schöner Traum, der jetzt langsam zu Ende geht. Es tut halt so weh, aufzuwachen, nachdem ich sie acht Monate lang jeden Tag gesehen habe und so viel Zeit mit ihr verbracht habe. Wie geht es Dir? Ich hoffe so langsam besser, wenn es auch immer wieder schlechtere Tage gibt. Ich wünsche Dir alles Liebe. Steffen |
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#17 |
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Forumsgast
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Ich sitze jetzt gerade am Flughafen und schreibe auf, was ich denke. Irgendwann wird man das dann hier lesen können. Heute war also der letzte Tag. Es kommt mir vor wie ein schöner Traum, der in diesen Stunden gerade zu Ende geht. Das Aufwachen tut so weh. Ich vermisse sie jetzt schon.
Ich hab's nicht übers Herz gebracht und habe nicht mit ihr geredet. Aber ich habe ihr vorhin einen Brief gegeben als sie ins Taxi eingestiegen ist und zum Flughafen fuhr. Sie hat mich ganz lieb in den Arm genommen und hat gesagt, daß alles so schön war, und daß ich mich unbedingt melden solle. Ob sie das immer noch möchte, wenn sie das gelesen hat? Wahrscheinlich liest sie den Brief jetzt gerade, während ich hier in Terminal 2 sitze und sie in Terminal 3. Was sie wohl darüber denkt? Noch nie war mir eine Frau so wichtig, und ich habe so Angst jetzt etwas kaputt gemacht zu haben. Ich möchte sie halt nicht verlieren. Ich weiß, manche von Euch werden jetzt sagen, daß es für mich besser sein wird, sie nicht mehr zu sehen, wenn sie meine Gefühle nicht erwidern kann. Aber ich möchte sie nicht vermissen, ihre schönen grünen Augen, ihr zauberhaftes Lächeln. Es tut so weh zu wissen, daß ich genau die Frau gefunden habe, nach der ich immer gesucht habe, und aber auch zu wissen, daß es wahrscheinlich nicht glücklich ausgehen wird. Es wird bestimmt lange dauern, bis ich sie ein bißchen vergessen kann. Ich weiß jetzt schon, daß ich alle anderen Frauen, die ich kennenlerne werde, nur mit ihr vergleichen werde. Ich kann mir gerade nicht vorstellen, daß ich mich jemals wieder so verlieben werde. Für sie hätte ich alles getan, daß sie glücklich ist und es ihr gut geht. Sie hätte es bestimmt schön mit mir, wir haben auch so viel gemeinsam. Sie ist das Beste, was mir je passieren konnte. Ich könnte jetzt gerade los heulen, aber um mich herum ist alles voller Leute, die in dieses bescheuerte Flugzeug nach Frankfurt möchten. Ich bin so traurig. Ich habe in meinem Leben noch nie soviel geweint wie diese Woche. Wie es wohl ausgehen wird? [Diese Nachricht wurde von Steffen98 am 24-04-99 geändert.] |
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#18 |
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Forumsgast
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Hi Steffen
Dein Geschichte ist mehr sehr zu herzen gegangen. Ich kann mich richtig in dich hineinversetzen, und fühle sehr mit dir mit. Ich hoffe wirklich, dass du auf deinen Breif eine positive Reaktion bekommst. Ich habe früher (naja, früher ist übertrieben, ich meinte, bevor ich in diesem forum Beiträge gelesen habe) gedacht, dass Frauen eigentlich gar nicht negativ auf so ein Geständniss reagieren können, denn ist es nicht das größte Kompliment, das man machen kann, wenn man jemandem sagt, dass man ihn liebt? Und wer ärgert sich schon über ein Kompliment? Jedoch wurde ich hier, in diesem Forum eines Besseren belehrt. Am schlimmsten ist es wohl beim bluesman, das ist so das Übelste, was in solch einem Falle passieren kann (Ich leide mit dir!!!!) Inzwischen glaube ich, daß es wirklich auf dir Frau ankommt, wie das alles ausgeht. Vielleicht reagiert sie ablehenend, ist erst mal geschockt, gerade dann, wenn sie vorher gar nichts geahnt hat. Denn obwohl (oder gerade weil?) man Frauen nachsagt, dass sie emotionsbewusster als Männer handeln und denken, kommen sie anscheinend mit so einer Situation nicht sofort klar. Ich glaube mal, dass sie wirklich Zeit brauchen, zum nachdenken etc. Nachdem ihr beide euch wirklich so toll versteht, und auch die Tatsache, dass sie nun einige Zeit zum Nachdenken hat, wirst du aller Wahrscheinlichkeit nach nicht auf Ablehnung stoßen. Vielleicht wird sie dir sagen, dass sie dich liebt, vielleicht auch nicht. Aber sie wird dich nicht verletzen wollen. Du darfts jetzt nur nicht den Fehler machen, dauernd bei ihr anzurufen, sie wird sich melden, wenn sie deinen Brief gelesen und darüber nachgedacht hat. Ich kann mir eigtl nicht vorstellen, dass sie dich im Ungewissen lassen wird, denn nach den vielen Wochen hat sie dich kennengelernt und will dich (zumindest als Freund) nicht verlieren. Nichts ist schlimmer als mit Ungewissheit auf etwas zu warten. Vielleicht fällt das Warten mit diesen Worten etwas leichter. Jack |
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#19 |
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Forumsgast
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Hallo Steffen,
ich weiss genau, wie Du Dich jetzt fuehlst, denn mein Auslandssemester ist auch vorbei und gestern habe ich SIE das letzte Mal gesehen. Es ist schon etwas laenger her, dass ich hier etwas gepostet habe, da ich viel zu sehr im Stress war um mich ueberhaupt mit meinen Gefuehlen auseinanderzusetzen. Ich kann nur sagen, dass es auf jeden Fall der richtige Schritt war , ihr erst jetzt einen Brief zu schreiben und ihr deine Liebe zu gestehen. Wie auch immer sie reagiert, Du bist in einer besseren Situation, als wenn Du es ihr noch waehrend des Auslandsaufenthaltes gesagt haettest. Ich wuenschte nur, ich koennte die Zeit zurueckdrehen und alles ungeschehen machen. In den letzten Wochen hatte ich noch ein bisschen Hoffnung, dass sich unsere Beziehung vielleicht normalisiert. An manchen Tagen sind wir sehr gut miteinander ausgekommen, fast schon wieder wie am Anfang, aber in Gegenwart anderer Leute tat sie dann wieder so, als wuerde sie mich gar nicht kennen und hat kaum ein Wort mit mir geredet. Warum tut sie das ? Da muesste man eigentlich wuetend werden,aber wie denn wenn man sie eigentlich liebt ? Ich war schon fast so weit, sie zu fragen was das soll, aber dann war sie ploetzlich wieder ganz anders. Ich meine, ich bin eigentlich auch manchmal recht launisch, aber mit ihren Stimmungsschwankungen komme ich nicht klar. Vielleicht steckt ja auch etwas anderes dahinter, von dem ich nichts weiss. Dann sollte sie aber vielleicht den Mut aufbringen, mir zu sagen, dass das nichts mit mir zu tun hat. Wir werden uns jetzt erstmal 6 Wochen lang nicht sehen. Sie ist erst einen Tag weg und ich denke den ganzen Tag an sie. Auf der einen Seite muesste ich froh sein, dass ich sie jetzt nicht jeden Tag sehen muss, aber auf der anderen Seite wird sie mir sehr fehlen. Ich habe Angst davor ganz den Kontakt zu Ihr zu verlieren, wenn wir beide wieder in Deutschland sind. Aber vielleicht ist es auch besser fuer mich. Hallo Jack, danke fuer Deine Anteilnahme!!! Ja ich habe sehr gelitten und leide immer noch. Ich dachte ich haette aus meinen Erfahrungen etwas gelernt. Aber es tut immer wieder sehr weh, wenn man glaubt, die Liebe fuers Leben gefunden zu haben, dann aber vom Gegenueber nichts zurueckkommt.Bevor mir das alles hier passiert ist dachte ich auch, ich haette die Frau fuers Leben gefunden und koennte nie wieder eine andere so lieben, wie sie. Aber dann habe ich mich doch neu verliebt. Aber man kann sich einreden was man will, die Gefuehle sind halt staerker. bluesman |
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#20 |
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Forumsgast
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Hallo Jack, hallo Bluesman,
vielen Dank für Euere Antworten. Irgendwie bin ich froh, daß ich es ihr jetzt gesagt habe. Ich hätte es mir nie verziehen, wenn ich es nicht gemacht hätte. Ich hoffe nur so sehr, daß sie ihr Verhalten mir gegenüber nicht allzu sehr verändert, falls sie meine Gefühle nicht erwidern kann. Ja, Jack, es wäre doch eigentlich wirklich als Kompliment zu verstehen. Aber ich weiß leider nicht wie sie reagiert. Es tut mir echt so leid für Dich, Bluesman, daß sie ihr Verhalten Dir gegenüber so sehr geändert hat. Davor habe ich halt auch ziemlich Angst. Vor allem habe ich Angst vor dem "ersten" Telefongespräch mit ihr. Wahrscheinlich wird das nie wieder so unbekümmert sein wie im Ausland, wo wir oft stundenlang telefoniert haben, obwohl sie nur vier Appartments neben mir wohnte. Ich denke wirklich die ganze Zeit nur an sie. Das war jetzt das erste Wochenede seit letzten August, an dem ich sie nicht gesehen habe. Ich vermisse sie so sehr. Hier ist alles so langweilig, vor allem ohne sie. Obwohl ich jetzt acht Monate weg war, ist noch alles wie immer. Als wäre ich nur eine Woche weggewesen. Alle Leute sind noch gleich und denken, daß ich immer noch so bin wie vorher, und daß jetzt alles so weitergeht. Aber ich habe mich halt auch verändert und so viel erlebt und hier ist alles so schrecklich. Wenigstens fange ich im Juni mit einem längeren Praktikum in einer anderen Stadt an, dann komme ich vielleich auf andere Gedanken. Aber wie ich die Wochen bis dahin rumkriegen soll, weiß ich wirklich nicht. Ich habe kaum Lust, meine Freunde zu sehen, viele von meinen besten Freunden sind außerdem auch noch im Ausland. Irgendwie fühle ich mich total leer. Eigentlich wird mir jetzt klar, daß ich die letzten acht Monate nur für sie gelebt habe. Ich habe mich auf jedes Wochenende mit ihr gefreut, auf jeden Abend mit ihr. Immer habe ich mir überlegt wie ich ihr eine kleine Freude machen kann und habe ihr jeden Wunsch von den Augen abgelesen. Jetzt, wo sie nicht mehr da ist, ist alles so sinnlos. Ich warte nur bis der Tag rumgeht, höre mir immer dasgleiche Lied an, das Lied, das für mich "unser Lied" ist, und bin so traurig. Immer wenn das Telefon klingelt, denke ich, es ist sie, jeden Tag renne ich an den Briefkasten und hoffe, daß eine Antwort von ihr drin ist. Eigentlich habe ich auch Angst vor der Antwort. Wenigstens scheint draußen die Sonne. Wenigstens versteht mich der Hund meiner Eltern, der sich so freut, daß ich wieder da bin. Jack, ich habe Deine Geschichte auch immer gelesen, und ich kann auch mit Dir mitfühlen. Vielleicht kannst Du ja mal versuchen, etwas außerhalb der FH mit ihr zu unternehmen, um sie näher kennenzulernen. Ich weiß, daß es schwierig ist, wenn man nicht richtig weiß, was man sagen soll. Aber Kino ist doch vielleicht nicht so schlecht, oder? Dann kannst Du vielleicht ein bißchen mehr über sie erfahren. Oder lade sie in ein schönes Restaurant ein, meiner Erfahrung nach gefällt das Frauen immer. Es hilft Dir jetzt bestimmt auch nicht weiter, ich bin gerade auch nicht der beste Ratgeber, ich weiß. Aber ich würde versuchen, sie erstmal so näher kennenzulernen. Ich habe mich auch sehr über Deine Antwort gefreut, Bluesman. Es tut mir wirklich leid, wie es Dir gerade geht. Solche Auslandsaufenthalte können das Leben schon ganz schön durcheinanderbringen. Ob das wohl mit Auslandserfahrung gemeint ist? Ich weiß, wie es Dir gerade gehen muß. Wenn ich Dir auch keinen Rat geben kann, ich wünsche Dir wirklich, daß es Dir bald besser geht, und Du sie vielleicht ein wenig vergessen kannst. Obwohl ich weiß, daß das kaum geht. Aber irgendwie wird das Leben schon weitergehen. Wo warst Du eigentlich im Ausland? Ich war in Kanada, wo alles so viel besser ist als hier. Ohne sie. Jetzt habe ich wieder völlig wirres Zeug geschrieben, ich weiß. Aber das fiel mir halt gerade so ein. Ich habe mich jedenfalls sehr über Euere Antworten gefreut. Es ist schön, hier darüber zu reden, und zu wissen, daß es jemanden gibt, der ein bißchen mitfühlt. Danke. Zeit für den Briefträger. Ich gehe mal schauen. Bis dann. Steffen [Diese Nachricht wurde von Steffen98 am 27-04-99 geändert.] |