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#11 |
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Registriert seit: 06/1999
Beiträge: 64
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Hallo Angela!
*seufz* leider tu ich mich mit dem schreiben zur zeit auch etwas schwer... zuviel stürmt seit einigen Tagen und Wochen auf mich ein.. ich erlebe zuviel Leid und Gram, als das die Worte mir aus der Feder strömen könnten.. denn oft reihen sich nur verwirrte Sätze aneinander... und wenn man sie liest, ergeben sie zwar einen Sinn - aber dann auch wieder nicht. Ich selber flüchte mich auch regelmäßig in eine Traumwelt, denn nur dort läßt sich dieses miese Leben halbwegs ertragen... ********************************************* ie wohnte noch nicht mal in jenem Haus, Es war einfach eins von den vielen großen, Und sie saß ganz weit oben Und schaute hinaus, Und manchmal, da bließ sie die Sterne aus, Doch öfter noch schickte sie Tränen Hinab in die Tiefe Als nächtlichen Regen. Angie |
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#12 |
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Member
Registriert seit: 06/1999
Beiträge: 64
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Kalter Regen
Großstadtnacht Züge fahr’n Nach Nirgendwo Auf der Brücke eine Frau Sie will leben Doch nicht so Unter ihr die Tiefe ruft Komm zu mir Ein Schritt genügt Und du bist frei Plötzlich stand er neben ihr Und tief in ihr drin Brach‘ das Eis Er sagte leis‘ Zeit für Engel Zeit für Licht Wisch die Tränen vom Gesicht Zeit für Abschied und Beginn Es hat alles einen Sinn Und er führte sie Durch die Stadt der Nacht Zeigte auf Schatten Und sie sah Menschen so einsam wie sie Sie fragte Was willst Du von mir Er sagte ihr Zeit für Engel Zeit für Licht Wisch die Tränen vom Gesicht Zeit zu hoffen Zeit zu seh’n Das wir nicht alleine geh’n Viele Menschen warten auf Dich Laß sie nicht im Stich Auch Du wirst gebraucht Drum gib Dich nicht auf Zeit für Engel Zeit für Licht Wisch die Tränen vom Gesicht Zeit für Abschied und Beginn Es hat alles einen Sinn Zeit für Engel Zeit für Licht Wisch die Tränen vom Gesicht Zeit zu hoffen Zeit zu seh’n Das wir nicht alleine geh’n |
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#13 |
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Forumsgast
Beiträge: n/a
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Liebe Angelique!!!
...also ich kann nur immer wieder sagen: WUNDERBAR!!! Die Gedichte, die Du auswählst, sind etwas ganz besonderes, keine 0815-Gedichte, nein, die sind immer so schön!! Bitte schreib weiter, es tut echt wahnsinnig gut das zu lesen! Liebe Grüße salome |
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#14 |
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Member
Registriert seit: 06/1999
Beiträge: 64
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Danke salome!
![]() Ein Traum kommt ein Traum geht, eine Träne entsteht, eine Träne geht. Eine Träne geht davon, und fragt sich wohin geht der Weg. Eine Träne fragt sich warum muß sie gehen, warum will sie keiner verstehen? Eine Träne macht sich auf den Weg ins Glück, doch keiner weiß den Weg, und keiner versteht. Eine Träne fragt sich warum seit ihr alle stumm? Doch jeder stellt sich dumm. Die Träne sagt hört mir doch zu, ich möchte mit euch reden, doch niemand bleibt stehen, um sich mit der Träne abzugeben. Eine Träne fließt auf den Boden und zergeht, weil keiner sie auffängt, und keiner sie versteht |
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#15 |
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Registriert seit: 08/1999
Beiträge: 3.700
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ich kann salome (übrigens lieben gruß!) nur zustimmen!
sehr schöne gedichte!!! mach weiter so! take care, martina |
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#16 |
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Forumsgast
Beiträge: n/a
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Liebe Angelique!
Hier ein Gedicht, das von der Art wie es geschrieben ist ganz gut zu dem letzten von Dir paßt... Körper geht, Schritt für Schritt Seele stirbt, Tritt für Tritt Körper lacht laut und fröhlich Seele nimmt Gift - es ist tödlich Körper arbeitet mehr und mehr Die Seele leidet so sehr, so sehr Körper steht auf - immer wieder Die Seele singt traurige Lieder Sie geht langsam zugrunde Wenn Du sie nicht heilst, diese Wunde. salome |
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#17 |
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Junior Member
Registriert seit: 11/1999
Beiträge: 3
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Angelique bist Du noch da?
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#18 |
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Junior Member
Registriert seit: 11/1999
Beiträge: 1
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ich frage mich, wie kann ein mensch nur derartig trauriges und gleichzeitig wunderschönes schreiben...
tima |
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#19 |
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Member
Registriert seit: 06/1999
Beiträge: 64
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Er liegt wach im Bett und das Fenster ist auf,
dumpf fliegt der Lärm von der Straße herauf, und dumpf ist das Echo aus seinem Bauch, sein Herz ist wie die Wüste – heiß und leer. Er schaut auf die Uhr, ob es Zeit ist zu gehen, springt in seine Klamotten, trinkt den Kaffee im stehen, rennt aus seinen vier Wänden, um dem Licht zu entgehen, denn er glaubt, da draußen gäb es soviel mehr. Er läßt sich fallen in den tiefen Rausch der Sinne alles was er will steht auch für ihn bereit. Er packt alles ein, und er schafft es nach Hause, er kippt es auf den Boden, doch da ist nichts, was er braucht. Mit dem Rücken an der Wand schaust Du nach vorne, du siehst nicht doch Du spürst, was Du vermißt. Es kommt auf Dich zu, wie ein Schrei aus der Stille, will nur, daß der Himmel Deine Erde küßt. Dieser Blick am Morgen, sie kenn‘ ihn genau, steht vorm Spiegel und schminkt sich Farbe ins grau, die Seele zersplittert, gut abgedeckt sticht in ihr Herz doch sie geht drüber weg. Jedes Lächeln zielt, jeder Blick überlegt, keine Bewegung, die nicht was bewegt hält sie sicher die Fäden in der Hand, der Zerfall kühl berechnet und gebannt. Sie läßt sich fallen in das Paradies der Lichter tanzt bis der Boden unter den Füßen bebt, fliegt durch die Nacht und sie landet vorm Spiegel, die Farben sind zerlaufen und ihr Traum explodiert. Mit dem Rücken an der Wand schaust Du nach vorne, du siehst nicht doch Du spürst, was Du vermißt. Es kommt auf Dich zu, wie ein Schrei aus der Stille, will nur, daß der Himmel Deine Erde küßt. |
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#20 |
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Member
Registriert seit: 06/1999
Beiträge: 64
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In dieser Nacht
Ich fahre völlig planlos durch die Straßen dieser Stadt 'ne Million verlass'ner Seelen und der Regen fällt herab und die Scheibenwischer quälen sich von links nach rechts und immer hin und her Frag mich nicht, was ich hier will was ich hier suche Ich such nichts Ich hab's zu Haus nicht ausgehalten weil die Wände immer näher rückten, mich bedrückten so, daß ich fast dachte Ich ersticke hier In dieser Nacht Und vorne in dem Hauseingang lallt einer vor sich hin und zwei die lange Weile haben leeren über ihm 'nen Benzinkanister aus und sie schmeißen noch'n Streichholz hinterher Und irgendwo im Krankenhaus wird grad'n Kind geboren und zwei, drei Straßen weiter hat 'ne Mutter eins verloren Der Krankenwagen steht noch da doch das Blaulicht brauchen die nicht mehr In dieser Nacht Ich fühle mich wie ausgekotzt und innerlich so kalt Ich fühl mich schwach und hundemüd' wie tausend Jahre alt Ich fühl mich wie der Köter, der da um die Ecke schleicht und niemals bellt Ich würd so gerne aufstehen, doch heut' nacht fehlt mir Kraft und ich fang an vor Wut zu heulen denk, jetzt haben sie auch mich geschafft Doch mich kriegt ihr nicht Ich bin noch lang nicht fertig mit der Welt'... In dieser Nacht |
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