![]() |
|
|
#21 |
|
Senior Member
Registriert seit: 09/1999
Beiträge: 825
|
Dreamy,
liegt vielleicht daran, daß Dich keiner verstanden hat! Ich möchte übrigens anmerken, daß ich das nicht aus persönlichen Gründen zur Diskussion gestellt habe, sondern, weil mir zwei Bekannte unabhänig voneinander in kurzer Zeit dieselbe Theorie präsentierten... Das mit "Auszug aus Sat-1" habe ich auch nicht verstanden, ich habe keinen Fernseher, erklärt mir das jemand? |
|
|
|
|
#22 |
|
Member
Registriert seit: 11/1999
Beiträge: 85
|
Hi,
Toff:ich habe daß jetzt nicht so gemeint daß mein Leben jetzt so wäre daß ich den Tod umbedingt als Erlösung ansehe welche erstrebenswert ist, habe es aber in den letzter Zeit schmerzlich erfahren müssen wie man Menschen verliert für die es tatsächlich vielleicht eine Erlösung war oder man es sich selbst so erklärt um es einfacher zu haben damit umzugehen..... So hat sich vor nicht allzulanger Zeit eine sehr gute Freundin von mir daß Leben genommen. Da ich ihr in den letzten Jahren immer bei Seite gestanden habe(In der Kindheit mißbraucht,3 Abtreibungen, Fehlgeburt, unschuldig im Knast etc.etc.)und wir eine Woche vor ihrer Entscheidung sich daß Leben zu nehmen, mit eine Meinungsverschiedenheit hatten, weil ich es kommen sah daß sie eben diesen Schritt vorhat (sie hatte die Gabe immer die Männer zu finden welche sie kaputtmachten), habe ich mir einige Vorwürfe gemacht. Sie hätte an diesem Tag bestimmt normalerweise mit mir das Gespräch gesucht(sie wohnte ein Stockwerk unter mir)...........und wenn Du dann ihr Leben reflektierst und weiß wie oft sie nach dem Tod geschrien hat.......mit 27. Ein Anderer geht nach einer Feier an sein Auto. Winkt den Leuten. Schließt auf und fällt Tod um. Plötlicher Heztod oder so. Mit 26. Gestern dann erfahre ich von einem Bekannten, welcher letzte Woche sein Leben lassen musste. Er war auch eine verlorene Seele.Heftiges Elternhaus, nie sein Leben in den Griff bekommen etc.etc.Nun hatte er eine liebe Frau kennengelernt, ein Kind mit ihr, einen Job gefunden und das erste Mal in seinem Leben halbwegs "glücklich" und dann ........ Er arbeitete als Landschaftsgärtner und als ihn ein Arbeitskollege welche den Job schon seit 20 Jahren macht, mit einer ausfahrbaren Pritsche an die höchste Stelle eines Baumes fährt um dessen Äste zu schneiden, passt er nicht auf, übersieht die Starkstomleitung und zack war das Leben dieses Menschen vorbei..................... Er war 24. Ich meine nur , man sollte/darf keine Angst vor dem Tod haben, sonst dreht man ab wenn man sich bewußt macht daß das einem immer und überall passieren kann............. Deshalb versuche ich immer im hier und jetzt zu Leben auch wenn einige Entsheidungen im Leben eine gewisse Sicht in die Zukunft verlangen, gerade Beziehungen.....aber die Natur hat das Leben als vergängliche Variable angelegt und erst der Mensch hat die Erfindung geprägt jeder Mensch muß/kann/sollte "alt" werden.........es ist halt nicht so............................ Und verlorene Beziehungen sind zwar auch mit Angst verbunden aber sind wohl nie so endgültig wie der Tod.................... [Diese Nachricht wurde von Kater27 am 24-03-2000 editiert.] |
|
|
|
|
#23 |
|
Junior Member
Registriert seit: 03/2000
Beiträge: 33
|
Lieber Rick,
ich möchte dir eine Geschichte erzählen,die ich zum Thema Tod erlebt habe. Ein kleiner Junge ist an einem Hirntumor erkrankt,der unheilbar war.Ich habe ihn während eines Praktikums kennengelernt,und habe ihn bis zu seinem Tod begleitet.Er war 9 Jahre alt,als er starb,aber für ihn hatte sein Leben einen Sinn,er hatte wie jeder andere Angst vor dem Tod,aber er hatte viele Ideen,wie es nach dem Tod ist.So glaubte er daran,dass nach dem Tod er nicht alleine ist,dass er jederzeit mit einem großen Mikrofon mich erreichen kann,damit er mit mir reden kann. Auch ich habe Angst vor dem Tod,aber ich glaube nicht,dass wir in unserem Leben etwas verpassen,dass wir zu wenig erleben.Das Problem ist doch,dass wir nicht mehr fähig sind,wie Kinder zu sein,zu sehen,dass die kleinen Dinge des Lebens entscheidend sind.Schau dir die Kinder an und lass dich von deinen Träumen leiten,nicht von deiner Angst,sie hat doch auch etwas Gutes,findest Du nicht? Außerdem erleben wir so viele Tode in unserem Leben,über die wir uns gar nicht klar sind. Nimm das Leben und den Tod als etwas an,was zusammengehört. Würde mich über Nachricht freuen |
|
|
|
|
#24 |
|
Senior Member
Registriert seit: 09/1999
Beiträge: 825
|
HI Siri,
ich danke Dir für Deine Anteilnahme - aber ich möchte die Gelegenheit benutzen, nochmals darauf hinzuweisen, daß es hier nicht um MICH geht, sondern, ob wir z.B. soviel Angst vor dem Alleinsein haben, weil wir uns eigentlich davor fürchten, alleine zu sterben? |
|
|
|
|
#25 |
|
Member
Registriert seit: 02/2000
Beiträge: 328
|
ich habe keine angst vor dem tot, aber angst vor dem leben.
alles was ich bisher machte, sei es beziehungen oder arbeiten, alles ging in die brüche. mein ganzes leben lang frage ich mich nun wozu hat es noch sinn, was ist der sinn in meinem leben? ich weiss es nicht. ich bin verliebt, aber diese liebe hat keinen sinn, weil sie ist nicht von dem anderen auch gewollt, ich bin zu depressiv und zu launisch, ich bin zu ängstlich. usw usw. da frage ich mich nur noch wozu noch? ich sehe keinen sinn, aber die angst sich selber umzubringen hält mich noch davor auf. die angst alleine zu sein, für immer, die angst beziehunge einzugehen denn die gehen in die brüche, aber was ist noch ohne risiko? es gibt nix ohne das risiko. ist man sich aber sicher dann ist es nicht mehr riskant, leider habe ich diese erfahrungen nicht gemacht. mir ist es heute egal. für mich spielen nun freundschaften eine grössere rolle. und glaube auch nicht mehr an liebe auf dem ersten blick. vertrauen, was ist vertrauen? angst, was ist angst? fragen über fragen, kommt man zu einer antwort? vielleicht findet man die antworten wenn es vorbei ist, wenn man stirbt?! Jeoshiva |
|
|
|
|
#26 |
|
Junior Member
Registriert seit: 03/2000
Beiträge: 2
|
ich glaube die "richtige"frage ist eher....ist der tod das ende, oder ein neuer anfang.
ich muss dazu sagen, wenn ich daran denke, dass ich irgendwann sterben werde, bekomm ich so ein schlimmes gefühl-angst davor,aber wenn ich daran denke, mich umzubringen, hab ich keine angst vorm sterben, sondern eher, vor meinem selbstmord (kurz+schmerzlos)... |
|
|
|
|
#27 |
|
Senior Member
Registriert seit: 03/2000
Beiträge: 679
|
Leute,
ich bin einigermaßen betroffen, daß Ihr so wenig Spaß am Leben habt, daß Ihr solche Gedanken habt. Sicher ist es öfter mal nicht leicht. Aber insgesamt ist das Leben doch ein so grandioses Geschenk, das darf man nicht einfach wegwerfen. Im Gegenteil: man muß was draus machen. Rick, Alleinsein, ich frag mich, ob es wirklich Angst ist, die wir davor haben. Oder ist es nicht einfach so, daß Gemeinschaft halt schön ist? Vielleicht ist es bei jedem anders, und vielleicht empfindet man auch nicht zu jeder Zeit gleich. Meinst Du mit "Tod" jetzt eigentlich "Tod" oder "Sterben"? Toff, den Gedanken, daß man keine Angst davor haben braucht, weil entweder alles aus ist, oder es geht weiter, diesen Gedanken find ich gut. Andererseits kann man sich natürlich schon fragen, wenns weitergeht, wie geht es weiter? Vielleicht haben wir deshalb Angst davor, weil wir das nicht wissen. Weil wir vielleicht Angst davor haben, daß etwas mit uns geschieht, und wir haben keinen Einfluß darauf, können nichts machen. Da denk ich jetzt irgendwie wieder an Trennung. Da geschieht auch etwas mit uns, worauf wir keinen Einfluß haben. Aber dann geht es weiter, und wie es weitergeht, das können wir ja selbst gestalten. Südsee |
|
|
|
|
#28 |
|
Senior Member
Registriert seit: 09/1999
Beiträge: 825
|
Südsee,
gute Frage - Tod oder Sterben. Ich glaube, es geht um den Tod in seiner Endgültigkeit. Du hast einen guten Punkt gemacht mit der Bemerkung der fehlenden Kontrolle: Soviel in Beziehungen dreht sich doch um den Versuch, den Partner nach den eigenen Vorstellungen zu manipulieren! |
|
|
|
|
#29 |
|
Senior Member
Registriert seit: 03/2000
Beiträge: 679
|
Rick,
ich meinte, damit daß man keinen Einfluß darauf hat, eigentlich, daß man keinen Einfluß darauf hat, daß der andere einen verläßt. Aber daß sich in einer Beziehung viel darum dreht, den anderen zu manipulieren, davon kann ich ein Liedchen singen. Und das ist genau das, was ich jetzt auch mal genieße, daß ich davor meine Ruhe habe. Südsee |
|
|
|
|
#30 |
|
-
Registriert seit: 08/1999
Beiträge: 3.700
|
hallo alle, hallo rick,
mein statement zum punkt <angst vor dem tod in einsamkeit, da fehlender partner> ist kurz und prägnant: klar hat man (ich) auch irgendwie angst, "alleine" zu sterben. alleine, weil kein partner mehr da ist, keine kinder, die einen lieben, keine freunde. die eltern sind meistens eh schon gestorben, wenn man selber am alter stirbt. klar habe ich davor bammel. doch ich denke nicht bei einer trennung daran! dieser gedanke ist mir nie gekommen. denn letztenendes denkt doch jeder, wenn auch unterschiedlich, daß nach einer trennung doch wieder ein "neuer" partner kommt! eine neue liebe. und dann wieder eine trennung etc. bis es der lebenslange partner wird,,, und höchstens dann, wenn man "diesen lebenspartnber" gefunden hat und älter wird und merkt, der partner neigt sich dem tode näher, so bekommt man wahre angst vor dem "einsamen" tod. doch einer muß ja immer zuerst gehen, es sei denn man stirbt gemeinsam bei einem unfall o.ä. hm, so ganz verstanden habe ich diesen gedankenanstoß deiner bekannten nicht. doch ich finde es irgendwie schön und interessant, wie andere das thema tod sehen. ich selber habe ja unmengen gepostet hier vor einiger zeit. das thema tod (meines vaters) hat da nicht so viele leute angesprochen, aus welchen gründen auch immer. vielleicht war es zu emotional von mir? zu heftig? zu traurig, wie ich schilderte? ja, vielleicht. selbst jetzt, nach fast sieben monaten bin ich am weinen und trauern wie am ersten tag. manchmal denke ich es wird nur noch schlimmer. ein tod, der tod eines geliebten menschens,,, was der bloß für schmerzen und folgen mit sich ziehen kann. das hätte ich früher nie erahnt, obgleich ich immer ein gefühlvoller mensch war. jetzt weiß ich es! es ist die "hölle"!!!!!! ich verstehe diesen tod nicht. rein gar nicht. es tut ungemein weh. tag für tag. ich träume jede nacht von seinem anlitz. seiner qual. von meinem papa. bitte wißt zu schätzen um die menschen, die ihr liebt!!! denn wenn sie endgültig weg sind, tot sind, erst dann fängt die hölle an. und ich habe angst vor dem tod. ja! vor der art und weise, sprich schmerzvoll und vor dem danach. kinder können ungemein hoffnungsvoll denken. ja. doch wir erwachsene? nein. wir haben doch angst, weil wir die niedlichen illusionen nicht mehr haben. gibt es gott? wenn ja, richtet er? wie? wenn es gott nicht gibt. ist dann alles aus??? schwarz? lautlos? gefühllos? dann verpasst man doch was - das leben, was man hätte haben können. ich denke tag für tag daran, daß papa noch leben könnte, mama somit glücklich wäre, ich auch und wir alle zusammen sind und leben etc. etc. etc. doch wenn Gott zu mir sprechen würde, mir sagen würde : martina, deinem papa geht es gut hier bei mir ------ so wäre ich der glücklichste mensch. ich würde zu mama laufen und ihr vor freude weinend diese mitteilung überbringen. das leben mit anderen augen sehen. oje. das tut sooo weh. tod ist so schmerzvoll wie kein liebeskummer sein kann. ich hoffe, es bleibt euch erspart, noch diese grausame erfahrung zu machen. ich muß aus diesem loch raus. doch ich kann nicht. es gibt keinen ersatzpapa und keine glückliche mama mehr und kein wegwischen der grausamen bilder und schmerzen. take care, martina |
|
|