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Alt 05.04.2000, 22:01   #1
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Wie ist eure Meinung zu diesem Thema? Ziehen wir Frauen da nach oder sind es doch meistens die Männer, die Fremdgehen? Ich selbst halte sehr viel von Treue. Das ist die wichtigste Basis für die Liebe, finde ich. Kann man Betrügen verzeihen? Oder sogar vergessen?
Ist das Betrügen unter Alkohol wirklich wahrscheinlicher? Kann ich mir zwar nicht so recht vorstellen, aber sieht das von euch jemand so?
Bin gespannt!
talkerin ist offline  
Alt 05.04.2000, 22:09   #2
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talk,
männer sind sicherlich eher bereit fremdzugehen als frauen. (bitte nun keine kommentare "nein ich gehe nicht fremd!!", es geht nur um die tendenz).

Treue ist sicherlich die allerwichtigste basis einer freundschaft überhaupt, egal ob beziehung oder eben freundschaft.

ob du betrügen vergessen/verzeihen kannst, liegt wohl an dir selbst.

der alkohol nimmt gewisse hemmungen weg, aber wenn die bereitschaft da ist, hat das mit dem alk nix zu tun, das ist pure ausrede.

grant


[Diese Nachricht wurde von Grant31 am 05-04-2000 editiert.]
Grant31 ist offline  
Alt 05.04.2000, 22:25   #3
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also, ich bin mir da nicht so sicher, ob frauen weniger fremdgehen als männer. wenn ich mir meinen bekanntenkreis so ansehe, liegen die frauen doch deutlich vorne... ist vielleicht auch eine frage des alters. gerade bei frauen mitte 20 habe ich den eindruck, dass es besonders 'juckt', vielleicht weil sie die gefahr sehen, etwas zu verpassen, sich sie frage stellen, 'ob das denn nun alles so gewesen soll'. bei männer mit dieser 'veranlagung' ist das alter vielleicht nicht so entscheidend, so dass die männer in 'absoluten' zahlen doch noch vorneliegen...

ich will natürlich nicht verallgemeinern! sind nur so gedanken...
Flash2000 ist offline  
Alt 05.04.2000, 22:35   #4
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Also Grant, da sprichst Du mir aus der Seele. Toll, daß Du Dich als treue Seele outest. Bei Männern ist das ja immer so eine Sache. Ich kenne da ganz Verrückte, die den anderen Männern einreden, sie wären Weicheier, wenn sie treu sind.
Aber kannst Du mir näher erklären, WIESO Du denkst, daß die Tendenz bei Männern höher liegt!
Und zu Dir, Flash: Ich glaube auch, daß es eine Frage des Alters ist. Aber daß es bei Frauen Mitte 20 mehr juckt, muß ich (27) weit von mir weisen. Ich persönlich glaube, da mußt Du noch ein paar Jahre drauf legen.
(Währenddessen es bei Männern vielleicht vom Alter her egal ist http://xlovetalk.futurequest.net/ubb/wink.gif)
Was denkst Du?
talkerin ist offline  
Alt 05.04.2000, 22:40   #5
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Oh, wartet, da habe ich neulich darüber gelesen... ich glaube, es ist ähnlich wie mit dem Lungenkrebs, die Frauen holen stark auf. Legt mich nicht auf Zahlen fest, ich glaube, ca. 40% aller Männer und um die 20% aller Frauen, Tendenz stark steigend (soweit man Umfragen glauben schenken kann - traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast).

Ich könnte es genauer nachlesen, wenn's interessiert.

------------------
"Ein Philosoph ist, wer sich keiner Lust versagt." (Giacomo Casanova)
Rick Deckard ist offline  
Alt 05.04.2000, 23:48   #6
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@talkerin: ja auf das genaue 'problemalter' wollte ich mich auch nicht festlegen. nur den prinzipiellen unterschied, der mir aufgefallen ist, in den raum stellen... ich selbst kann da bei dem thema eh nicht mitreden, da ich ja eine treue seele bin - vertrauen ist für mich die wesentliche basis von partnerschaften...

@rick: wo findet man solche statistiken? sammelst du die? guckst du n-tv? oder inspirieren dich abbildungen in den focalischen tortengrafik-nachrichtenmagazinen? http://xlovetalk.futurequest.net/ubb/wink.gif
Flash2000 ist offline  
Alt 06.04.2000, 00:11   #7
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talk,

das mit der treue hat mehrere facetten:
einerseits möchte man ja selbst nicht betrogen werden, also betrügt man auch nicht(leider stimmt das nicht immer). andererseits, muss man sich halt entscheiden ob die beziehung zukunft hat oder nicht, wenn ja, dann kann man sich ja keine zukunft auf lügen aufbauen. dann kommt noch die moral, also so ist es bei mir, ich habe mit 16 ein anderes mädchen geküsst, da hatte ich ein so enorm schlechtes gewissen gegenüber meiner freundin, dass ich das nicht mehr erleben will. klar es können gewisse umstände passieren, die es einem nicht leicht machen, aber ich hoffe ich gerate nie in eine solche situation.
wieso männer wohl eher fremdgehen? weil der mann seinen samen verteilen muss (genetisch) und er deshalb genötigt ist mit seinem ding zu denken. die einen sind diesem trieb eher verfallen, die anderen weniger.

grant
Grant31 ist offline  
Alt 06.04.2000, 00:32   #8
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*kratz* ähm *nachrechnet* hmm ... gehören zum fremdgehen nicht immer mann und frau (wenn ich die zahl der schwulen und lesben mal gegeneinander aufrechne)? oder gehen etwa die (frauenquote + männeraufschlag)% männer mit immer den selben (frauenquote)% frauen fremd, was ich mir anstrengend vorstelle. *hirn entknote* vielleicht ist es ja ein problem, was veröffentlicht oder gesellschaftlich akzeptiert wird. hmm... in diesem zusammenhang müsste es dann wohl eher heißen: "eine frau ein wort (adresse), ein mann ein wörterbuch (adressbuch)"
Diabolus ist offline  
Alt 06.04.2000, 00:49   #9
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Ah, zur Rechnung:

Es muß nur EINER fremdgehen, wenn nämlich der/die andere keinen Partner hat, geht die/der dann nicht fremd, klar?

Zur Frage, was Leute dazu bringt, in bestehende Beziehungen einzubrechen, sollte es wohl ein neues Posting geben.

Flash:
Ich lese ziemlich vieles, aber den Focus mag ich gar nicht. Da hören die Artikel meistens auf, bevor sie anfangen.
Aber meine Mutter hat die PSYCHOLOGIE HEUTE abonniert, die beschäftigt sich auch ab und zu mit solchen Themen und ist sehr populärwissenschaftlich. So eine Art P.M. der Psychologie. Interessant, aber mit Vorsicht zu genießen.

Alles in allem habe ich einfach ein gutes Gedächtnis! http://xlovetalk.futurequest.net/ubb/biggrin.gif
Rick Deckard ist offline  
Alt 06.04.2000, 01:48   #10
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ok, ich habe verstanden: es gibt den partner, der sich gar nicht partnerschaftlich verhält und das ist der "fremdgeher". dann gibt es noch den "mitmacher" aus dem riesengroßen pool der singles, der kein "fremdgeher" ist. es gibt die konstellationen:

1) "fremdgeher" - "fremdgeher"
2) "fremdgeher" - "mitmacher"

ich merke also bei jedem zahlenmaterial muss man sich überlegen, ob variante 1) oder 2) betroffen ist, wobei jede vermengung schon die zahlen verfälscht.

bisher redeten wir also von variante 2), wobei festzustehen schien, dass die konstellation männlicher-"fremdgeher" und weiblicher-"mitmacher" häufiger auftritt, als die konstellation weiblicher-"fremdgeher" und männlicher-"mitmacher".

anders gewendet, gibt es aus dem großen pool der singels dann mehr weibliche-"mitmacher" als männliche-"mitmacher".

sorry rick, auch wenn du das woanders diskutieren willst, daraus lassen sich interessante fragen ableiten:

a) wiederholen die weiblichen-"mitmacher"-singels das fremdgehen tendenziell oder ist jeder weibliche singel eher nur einmal dran? entsprechendes kann man auch bei männlichen-fremdgeher-partnern fragen.

b) wenn ich mir die gruppen pärchen und singels anschaue, dann liegt der schluss nahe, dass in der gruppe der pärchen die moralische integrität der männer und in der gruppe der singels die der frauen eher anzuzweifeln ist (wennn fremdgehen als sozial inadäquat gilt). gibt es so etwas wie eine phasenverschiebung der moral von weiblichen-singels zu männlichen-partnern und welches menschenbild steht dahinter?,

oder:

(für den fall, dass es einen kleinen kreis von wiederholungstätern bei den männlichen-fremdgeher-partnern oder den weiblichen-mitmacher-singels gibt (wobei ich es für möglich halte, dass in diesem Fall auch nur eine der beiden gruppen exestiert))
warum gibt es innerhalb der männer-partner und der frauen-singels dieses sozial-schädliche grüppchen? oder zeigt das nicht, dass männer wenn sie unzufrieden sind (wenn man sich das fremdgehen aus dem spannungsfeld zwischen eigenem moralischen anspruch und glücksempfinden in der partnerschaft heraus erklärt) trotzdem eher noch an der beziehung hängen, wärend umgekehrt frauen dann eher zur trennung neigen, was wiederem den schluss nahelegen würde, dass männer und frauen moralisch auf der selben stufe lägen, sich jedoch beziehungstechnisch unterschiedlich verhalten?

c) letztendlich stellt sich die frage, ob wir nicht einem wertungwiderspruch auf der spur sind, nachdem die "fremdgeher"-mentalität verurteilt wird, während die moralisch auf gleicher stufe stehende "mitmacher"-mentalität immerhin geduldet wird. offenbart sich da nicht ein am individium orientiertes weltbild gegenüber dem ideal des gemeinschaftlich orientierten wesens? wobei natürlich interessant ist, warum die moralische bewertung von weiblichen-"fremdgehern" zu der von männlichen-"fremdgehern" differiert. wirklich aufschlussreich scheint mir das ganze nur, wenn man die soziale schichtung unter berücksichtigung des kulturellen hintergrundes mit einbezieht, wobei die individuelle prägung nicht außer acht gelassen werden sollte.

...insgesamt scheint die datenlage zu schwach.

diabolus
Diabolus ist offline  
 

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