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#101 |
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Member
Registriert seit: 05/2000
Beiträge: 427
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Dewitt, dass mit der Organspende ist ja wiederwertig.
Ich hab die ganze Diskussion nicht mehr so genau mitverfolgt, desshalb weis ich auch nicht, ob folgender Gedanke schon dagewesen ist. Ich schreibs halt einfach mal. Es ist doch so, dass man einen Kinderschänder, Vergewaltiger oder Massenmörder so schlimm bestrafen will, wie es nur geht. Nun stellt sich die Frage, ob es nicht schlimmer ist, für den Angeklagten, sein ganzes restliches Leben (also bis zum natürlichen Tod hin) in einer winzigen Zelle ohne Kontakt zur Aussenwelt zu verbringen, oder "einfach" zu sterben. Natürlich spielt dabei der Glaube eine wichtige Rolle. Ist man der Überzeugung, nach dem Tod ist nichts mehr, ist der Tod die schlimmste nur vorstellbare Strafform. Glaubt man aber, es gibt ein Leben nach dem Tod, in dem vielleicht sogar vieles besser ist erscheint einem der Tod an sich als eine unangemessene (zu milde) Form der Bestrafung. Zur Verdeutlichung meines Gedankens, ein Gedicht von Sokrates: "Und wenn nun keinerlei Empfindung mehr vorhanden ist, sondern nur noch eine Art Schlaf, in der der Schlummernde keine Träume mehr hat, so ist der Tod ein wunderbarer Gewinn." Ich weiss nicht, ob ich das verständlich rüberbringen konnte, aber einen Versuch war es denke ich wert. Fienchen |
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#102 |
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Forumsgast
Beiträge: n/a
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Organspende bei Todeskandidaten
Warum nicht? Sofern der Todeskandidat zustimmt.
Gegen seinen Willen sollte man es natürlich nicht machen. |
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#103 |
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Member
Registriert seit: 06/2000
Beiträge: 349
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Die Organentnahme bei Exekutierten ist in der Tat widerwärtig, in der Volksrepublik China aber alltäglich. Todeskandidaten werden dort (öffentlich) per Genickschuss hingerichtet, damit nur ja keine verwertbaren Organe beschädigt werden. Anschliessend werden die Unglücklichen regelrecht "ausgeschlachtet" und die Organe für viel Geld, an die Parteibonzen oder ins westliche Ausland, verkauft, der Staat verdient ordentlich. Auch ein Aspekt der Todesstrafe...
Ich stimme DeWitt zu: Wenn zum Tode Verurteilte ihre Organe nach ihrem Tod spenden wollen, warum nicht. Aber ein ausgesprochen unangenehmes Gefühl vom ethischen Standpunkt her bleibt doch bei mir, auch wenn diese Organe Leben retten... Ganz besonders abstossend finde ich auch Diskussionen um sogenannte "humane" Arten der Hinrichtung. In den USA setzt sich die "Lethal Injection", also die Tötung durch intravenöse Zuführung verschiedener Drogen, mehr und mehr durch. Angeblich sei dies ein leichterer Tod, als die sonst in Amerika gängigen Hinrichtungsarten wie Gaskammer, elektrischer Stuhl, Erschiessungskommando und Hängen. Unglaublicher Blödsinn... Bei falscher Zuführung der Drogen - und das geschieht leider oft genug - erleidet der Delinqunet einen grausamen und qualvollen Tod. Toll, Amerika, wirklich ganz toll... Und dieses Land erhebt den Anspruch, der moralische Führer der freien Welt zu sein. |
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#104 |
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Quelle der Weisheit
Registriert seit: 11/1999
Beiträge: 3.118
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Fienchen: Wenn es das Ziel ist, gewisse Leute moeglichst stark zu bestrafen, wie waere es dann mit Folter? In besonders besonders schweren FŠllen vielleicht lebenslange Folter (mit zwischendurch gesundpflegen oder lebensverlaengernden Ma§nahmen?).
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#105 |
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Quelle der Weisheit
Registriert seit: 11/1999
Beiträge: 3.118
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...und ihm sein Essen versalzen!
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#106 |
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Member
Registriert seit: 05/2000
Beiträge: 427
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Ha ha Toff, sehr witzig! War ja nur ein Gedanke meinerseits, find ich toll, dass du mich so ernst nimmst!
Fienchen |
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#107 |
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Quelle der Weisheit
Registriert seit: 11/1999
Beiträge: 3.118
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Tut mir leid, Fienchen, wenn ich dich da mißverstanden habe, aber diese Meinung schwebt nunmal auch ernstgemeint bei einigen Leuten herum.
Man denke an die Diskussion zum "humanen Strafvollzug". |
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#108 |
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puer aeternus
Registriert seit: 05/2000
Beiträge: 6.718
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Folter
Wie wär's, wenn man die zum Tode verurteilten wahlweise Chatmaster im LoveTalk machen läßt?
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#109 |
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puer aeternus
Registriert seit: 05/2000
Beiträge: 6.718
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Zahlen, Daten, Fakten
Aus einem Artikel der Süddt. Zeitung vom 24./25. Juni 2000:
Nach jüngeren Umfragen sind etwa zwei Drittel der US-Bevölkerung FÜR die Todesstrafe; im Staat Illinois hat sich erwiesen, daß 13 von 25 zum Tode Verurteilten unschuldig waren. |
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#110 |
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Golden Member
Registriert seit: 10/1999
Beiträge: 1.119
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mein Gott. Ihr seid ja immer noch dran......tststs
Das Euch da immer noch mehr einfällt? |
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